Naim UnitiQute All-in-one Audio Player

Musik für alle, oder kleine Box mit vielen Funktionen, so beschreibt der englische HiFi-Hersteller Naim seinen neuen UnitiQute, der bereits ab März verfügbar sein soll und alle Funktionen, die ein modernes All-in-one Gerät bieten kann, auf kleinstem Raum in gewohnt anspruchsvoller Qualität vereint.

Von Michael Holzinger (mh)
04.02.2010

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Der Naim UnitiQute ist somit nicht nur Schaltzentrale für digitale und analoge Zuspieler sowie mobile Audio-Player, er ist ein Streaming-Client, kann auf Internet-Radio-Stationen zugreifen, aber auch herkömmliche Radioprogramme bis hin zu DAB empfangen, und ist, dank integrierter Leistungs-Endstufe, auf keine weitere Unterstützung angewiesen.

Klein, wirklich klein, und in schickem, zeitlos elegantem schwarzen Gehäuse, so präsentiert sich der Naim UnitiQute. Erstaunlich, was der renommierte englische HiFi-Hersteller Naim in ein Gehäuse von gerade einmal 87 mm Höhe, 207 mm Breite und 314 mm Tiefe mit einem Gewicht von nicht einmal 6 kg, um ganz genau zu sein 5,6 kg, gepackt hat. Das pulverbeschichtete schwarze Metallgehäuse präsentiert sich im, für Naim ganz typischen Design mit leicht geschwungener Frontpartie. Einen großen Teil der Frontseite nimmt natürlich das OLED-Display des Geräts ein, unter dem das Logo des Herstellers aus Salisbury prangt. Dieses Logo ist gleichzeitig ein Bedienelement. Kurz darauf getippt, schon wird das Gerät stumm geschalten.

Schon an der Frontseite findet man nicht nur einen Kopfhörerausgang, sondern zudem einen analogen 3,5 mm Stereo-Miniklinken-Eingang für mobile Audio-Player, der aber auch mittels Adapter als digitaler S/PDIF-Eingang genutzt werden kann sowie einen USB-Anschluss. So richtig üppig wird‘s aber an der Rückseite des Naim UnitiQute. Hier stehen insgesamt vier digitale Eingänge in Form von jeweils zwei koaxialen S/PDIF-Buchsen sowie optischen TOS-Link Anschlüssen zur Verfügung. Auch ein digitaler Ausgang fehlt natürlich nicht.

Ein Eingang sowie ein Preamp-Ausgang, jeweils ausgeführt als Chinchbuchsen-Pärchen, stellen die Verbindung zur analogen Welt dar. Kontakt zum Netzwerk nimmt das Gerät entweder über eine Ethernet-Schnittstelle oder über Wireless LAN auf. Die entsprechende Antenne ragt an der Rückseite des Naim UnitiQute empor. Der Hauptschalter und der Anschluss fürs Netzkabel, Lautsprecher-Klemmen sowie ein Antennenanschluss und eine RS-232-Schnittstelle komplettieren die Rückseite.

In erster Linie ist der Naim UnitiQuite ein Streaming-Client, der dank UPnP-Unterstützung Audio-Daten aus dem Netzwerk abspielt. Dafür kann er auf PCs, Macs oder NAS-Lösungen zugreifen und Daten in den Formaten MP3, AAC, WMA, Ogg Vorbis, FLAC, WAV und Apple Lossless abspielen. Das neue Gerät von Naim ist dabei keineswegs auf das Standard-CD-Format mit 16 Bit und 44,1 kHz beschränkt sondern kann Daten mit bis zu 24 Bit und 96 kHz wiedergeben. Signale, die über die digitalen Eingänge des Geräts zugespielt werden, dürfen sogar Auflösungen bis zu 24bit und 192 kHz aufweisen. Direkt von USB abgespielte Daten werden mit Auflösungen von bis zu 24 Bit und 96 kHz wiedergegeben. Der USB-Port an der Frontseite erlaubt zudem den direkten Anschluss eines Apple iPod, wobei dessen Signale ebenfalls digital übernommen werden.

Für die erstklassige Verarbeitung der digitalen Signale ist übrigens ein Wolfson 24 Bit/ 192 kHz DAC zuständig.

Der Naim UnitiQute kann aber nicht nur als überaus flexibler Streaming-Client und Schnittstelle für digitale Zuspieler fungieren, er soll auch ein erstklassiger Multi-Format Tuner sein. So kann er nicht nur analoge Radioprogramme im UKW-Bereich empfangen, sondern auch DAB. Viel spannender aber ist die Option, mit dem Naim UnitiQute zig tausende Internet-Radio-Stationen abzurufen, wobei Naim auf den Dienst vTuner setzt.

Als echtes All-in-One Gerät verfügt der Naim UnitiQute natürlich auch über eine integrierte Vor- und Endstufe, die pro Kanal eine Leistung von 45 Watt an 4 Ohm bzw. 30 Watt an 8 Ohm bietet. Ein Bassmanagement-System soll auch bei geringer Lautstärke für ein ausgewogenes Klangbild sorgen und den Einsatz mit 2.1 Lautsprecher-Konfiguration (2 Satelliten plus aktivem Subwoofer) erlauben.

Das massive, magnetisch abgeschirmte und resonanzmindernde Chassis sowie eine leistungsstarke Stromversorgung mit 200 VA Ringkerntransformator mit separaten Wicklungen für die digitale und analoge Signalverarbeitung sowie die Endstufe sollen trotz der kompakten Abmessungen des Geräts für eine erstklassige Klangqualität sorgen, die man bei Komponenten von Naim erwarten darf.

Für Bedienkomfort trotz der vielseitigen Möglichkeiten und vor allem bei mitunter tausenden Audio-Daten, auf die man mit dem Naim UnitiQute zugreift, soll nicht nur die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung sorgen, sondern vor allem eine klare und übersichtliche, intuitiv zu erfassende Menüstruktur auf dem OLED-Display des Geräts. Der Hersteller gibt zudem an, dass in der ersten Jahreshälfte eine Applikation für Apples iPhone bzw. iPod touch verfügbar sein soll, die die Bedienung noch komfortabler und vielseitiger gestalten soll.

Bislang gibt es keine genauen Angaben darüber, wann, und zu welchem Preis Naim dieses überaus interessante Gerät auch hierzulande anbieten wird. Als grober Zeitrahmen wird von Naim bislang lediglich voraussichtlich März genannt. Den Verkaufspreis gab das englische Unternehmen bei der ersten Präsentation des Naim UnitiQute Anfang Jänner auf der CES in Las Vegas mit circa US$ 3.000,- an. Somit ist natürlich nur der ungefähre Preisrahmen klar, zu dem das Gerät dann tatsächlich im Fachhandel zu finden sein wird.

Michael Holzinger

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