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Nubert NuPro A-500 im Test - Tonangebende Eleganz…

Foto © Nubert electronic GmbH

Besonders schlank und elegant präsentiert sich die Nubert NuPro A-500, und stellt dennoch eine tonangebende Autorität dar, die zur Erfüllung ihrer Aufgabe nicht allzu viel Unterstützung benötigt. Lediglich ein Quellgerät ist erforderlich, um rund um dieses aktive Lautsprecher-System der Nubert nuPro-Serie ein tadelloses HiFi-System zu realisieren. Warum dem so ist, soll der folgende ausführliche Test zeigen.

Kurz gesagt...

Platzsparend bei der Aufstellung, aber keinerlei Kompromisse bei der Flexibilität und insbesondere der Klangqualität, dies soll die Nubert NuPro A-500 leisten. Ein Versprechen, dem wir in einem ausführlichen Test nachgehen.

Wir meinen...

Das deutsche Unternehmen Nubert electronic GmbH liefert mit der Nubert nuPro A-500 eine Lösung, die durchaus ihre Qualitäten im Studio-Bereich als tunlichst neutrales Werkzeug auch im HiFi-Segment zur Geltung bringen kann. Allerdings versteht sie es geschickt, dies mit dem entsprechendem „Spassfaktor“ zu verbinden. Bedenkt man, dass man mit der Nubert nuPro A-500 tatsächlich eine vollwertige Kette erwirbt, bei der lediglich ein Quellgerät fehlt, so kann man dieser Lösung aus Schwäbisch Gmünd nur ein hervorragendes Preis/ Leistungsverhältnis attestieren.
Hersteller:Nubert electronic GmbH
Vertrieb:Nubert electronic GmbH
Preis:€ 895,- pro Stück

Von Michael Holzinger (mh)
21.03.2017

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Im professionellen Studio-Umfeld gelten sie seit jeher als Standard, aktive Lautsprecher-Systeme. Hier kommen die Vorteile, die dieses Konzept mit sich bringt, vollends zur Geltung. Dies ist einerseits natürlich der deutlich geringere Aufwand, den eine derartige Lösung bietet, denn anstatt mehrere Komponenten und der entsprechenden Verkabelung gilt es nur die Speaker selbst im Studio zu platzieren. Damit geht eine nicht zu unterschätzende Platzersparnis einher. Ein weiterer Grund, der aus Sicht vieler Studiobetreiber für Aktiv-Lautsprecher-Systeme spricht, das ist natürlich auch das hier alles in einem Guss geboten wird, Elektronik wie Verstärker und Frequenzweichen optimal auf die jeweiligen Treiber abgestimmt sind.

Gerade im Hinblick auf den letztgenannten Aspekt ist es geradezu erstaunlich, dass sich das Konzept der Aktiv-Lautsprecher-Systeme über Jahre hinweg derart schwer tat, auch im HiFi-Segment Fuss zu fassen. Andererseits, wahrscheinlich ist gerade hier der Grund für diese teils wirklich ausgeprägte Ablehnung zu suchen, denn damit wird ein wohl ganz wesentlicher Teil des Hobbys HiFi schlichtweg ausgeklammert, nämlich das Experimentieren. Man muss ja durchaus selbstkritisch eingestehen, dass wohl alle HiFi-Enthusiasten auch, aber natürlich nicht nur, von einem gewissen Spieltrieb angespornt werden. Die „perfekte“ HiFi-Kette wird es für so manchen HiFi-Enthusiasten schlicht nie geben, an irgend einer Stelle kann immer etwas verändert, im besten Fall optimiert werden. Bei aktiven Lautsprecher-Systemen fallen die Eingriffsmöglichkeiten an wirklich wesentlichen Gliedern der Kette mit einem Schlag weg.

In den letzten Jahren ist aber auch im HiFi-Segment ein in gewissem Maße steigender Pragmatismus zu beobachten, insbesondere dann, wenn es darum geht, ein feines HiFi-System im Wohnzimmer, also im alltäglichen Lebensumfeld zu realisieren. Dass die Zeiten massiver „HiFi-Burgen“ vorbei sind, zeigt allein ein Blick auf die nackten Verkaufszahlen in diesem Bereich. Eine breite Schicht der Konsumenten wünscht sich anstatt vieler Geräte vielmehr innovative, tunlichst „schlanke“ Lösungen, ohne dabei Abstriche bei der Qualität machen zu müssen. So gesehen schlägt natürlich auch hier die Stunde aktiver Lautsprecher-Systeme. So manch Branchenexperte geht gar bereits davon aus, dass künftig die „klassische HiFi-Anlage“ allen voran aus aktiven Lautsprecher-Systemen bestehen wird, ergänzt durch komfortable Streaming-Lösungen, und eventuell noch um einen Schallplatten-Spieler. Dieser Trend lässt sich allein durch das stetig wachsende Angebot in diesem Segment belegen, das bei Kunden auf großes Interesse stößt.

Das Unternehmen Nubert electronic GmbH kann man zweifelsfrei als einen Vorreiter rund um diesen sich immer stärker abzeichnenden Trend bezeichnen. Schon früh erkannte das Unternehmen aus Schwäbisch Gmünd die Zeichen der Zeit, und präsentierte unter anderem die Modelle der so genannten Nubert NuPro-Serie.

Ganz bewusst legte man von Anbeginn an diese Lösung so aus, dass sie gleichermaßen für klassische Studio-Anwendungen, aber eben auch für HiFi-Lösungen konzipiert waren. Ein hohes Qualitätsniveau, so der deutsche Direkt-Versender, sei hier wie da entscheidend, und das ist im konkreten Fall eine tunlichst überzeugende, natürliche Musik-Wiedergabe.

Wir haben uns aus dem wirklich breit aufgestellten Produktsortiment der Nubert nuPro-Serie ganz bewusst für das kleinere der beiden verfügbaren Stand-Lautsprecher-Systeme entschieden, und zwar die Nubert nuPro A-500.

Diese ist doch deutlich schlanker als das aktuelle Flaggschiff der Serie, die Nubert nuPro A-700, aber eben doch ein Stand-Lautsprecher-System, das gerade für die Aufgabe als feine Speaker eines HiFi-Systems durchaus entscheidende Vorteile gegenüber den ebenfalls verfügbaren „Regal-Lautsprecher-Systemen“ der Nubert nuPro-Serie (Nubert nuPro A-600, Nubert nuPro A-300, Nubert nuPro A-200 und Nubert nuPro A-100) für sich verbuchen kann.

Dies bitte keineswegs falsch zu verstehen, natürlich stellen all die genannte Regal-Lautsprecher-Systeme überaus feine Lösungen dar, insbesondere die besonders mächtige neue Nubert nuPro A-600, die nicht ohne Grund der Nomenklatur entsprechend sich gar über unserem Testkandidat einreiht, aber eben doch als Regal-Lautsprecher-System zu werten ist. All diese Lösungen erfordern es aber, dass man diese etwa auf einem entsprechenden Möbel platziert. Da aber vielfach dann ohnedies separate Stative zum Einsatz kommen, währe es zumindest unserer bescheidenen Einschätzung nach eine Überlegung wert, gleich auf ein Stand-Lautsprecher-System zu setzen.

Zumal mit unserem Testkandidat, der Nubert nuPro A-500 nicht allzu viel Platz dafür erforderlich ist. So betont das deutsche Unternehmen völlig zu Recht, dass es sich hierbei um eine besonders schlanke Lösung handelt, und diese gar als sehr platzsparende Säulenlautsprecher-Systeme bezeichnet.

So misst der Speaker selbst in der Breite nicht mehr als 17 cm, wobei man jedoch den Standfuss mit einbeziehen muss, sodass man auf eine effektive Breite von 26 cm kommt. Dies gilt auch für die Tiefe, der Speaker selbst misst 17 cm, der Standfuss 26 cm. Bei der Höhe landet man mit 102,5 cm inklusive Standfuss ebenfalls bei einem Maß, das sich wohl problemlos in jedes Wohnumfeld integrieren lässt, ohne dieses zu dominieren.

Das Gehäuse der Nubert nuPro A-500 ist aus MDF gefertigt, ein aus Sicht des Herstellers idealer Werkstoff, da er mit dazu beiträgt, störenden Resonanzen zu unterbinden und damit ein sauberes Klangbild zu ermöglichen. Neben entsprechenden inneren Verstrebungen achtete man auch auf Details wie etwa abgerundete Längskanten, um auch hier jedwede negative Auswirkung auf eine präzise Abbildung zu vermeiden.

Wie alle Modelle der Nubert nuPro-Serie gibt sich auch die Nubert nuPro A-500 „klassisch“, sprich, sie wird allein in Schwarz und Weiss angeboten, wobei der Standfuss als auch der im Lieferumfang natürlich enthaltene Lautsprecher-Grill mit Stoffgewebe-Bespannung in beiden Versionen stets in Schwarz gehalten sind. Hierbei setzt das Unternehmen auf Schleiflack, und somit eine deutlich pflegeleichtere Oberfläche als etwa Klavierlack mit Hochglanz-Finish. Selbst wenn letztlich allen voran Schwarz nach wie vor die dominierende „Farbe“ bei Speakern ist, immer schon war, und wohl auch bleiben wird, ein wenig mehr Mut zur Vielfalt wäre doch wünschenswert.

Ausgelegt ist die Nubert nuPro A-500 als aktives Dreiwege-System, dennoch, fünf Chassis reihen sich hier eins ans andere auf der schlanken Schallwand des Lautsprecher-Systems. Beginnen wir unsere Übersicht an der Spitze, beim Hochtöner. Dieser ist bei der Nubert nuPro A-500 als 25 mm Seidenkalotte ausgelegt, wobei der Hersteller hier explizit auf eine speziell bedämpfte Rückkammer und das Ferrofluid geringer Viskosität zur optimalen Ableitung der Wärme und damit einer erhöhten Belastbarkeit verweist. Um die empfindliche Membrane optimal zu schützen, kommt ein akustisch unauffälliges Schutzgitter aus Metall zum Einsatz. Den Mittentonbereich übernimmt ein Treiber mit 12 cm Durchmesser und Polypropylen-Membran. Dieser soll ebenso besonders präzise arbeiten, wie gleich drei Bass-Chassis, die ebenfalls einen Durchmesser von jeweils 12 cm aufweisen und auf eine Membran aus Polypropylen einsetzen. Diese Treiber sind, ebenso wie das Mittenton-Chassis, mit einer inversen Staubschutzkalotte ausgestattet, und setzen auf strömungsoptimierte Körbe aus massivem Aluminium-Druckguss sowie großzügig belüftete Zentrierspinnen, sodass klangschädigende Verzerrungen, aber auch ein etwaiger Hitzestau vermieden werden. Den Abschluss bildet ein nach unten wirkendes Bassreflex-System. Der bereits erwähnte Standfuss erfüllt somit nicht nur eine statische Aufgabe, sondern definiert gleichzeitig den optimalen Abstand für eine besonders effektive Wirkung besagten Bassreflex-Systems.

Die Nubert nuPro A-500 weist einen Frequenzgang zwischen 36 Hz und 22 kHz auf, wobei die untere Grenzfrequenz einstellbar ist. Dies ist etwa dann von besonderem Interesse, wenn man die Nubert nuPro A-500 im Zusammenspiel mit einem zusätzlichen Subwoofer betreibt.

Die besonderen Vorteile eines aktiven Lautsprecher-Systems spielen die Entwickler bei der Nubert nuPro A-500 an allen nur möglichen Ecken und Enden aus. So arbeitet die Nubert nuPro A-500 etwa komplett digital, wobei die Signalverarbeitung DSP-basiert erfolgt. So wird das Eingangssignal zunächst besagtem DSP zugeführt, und dieser übernimmt die Aufgaben einer herkömmlichen Frequenzweiche, wobei es sich in diesem konkreten Fall um eine besonders präzise Trennung und Linearisierung der Frequenzbereiche handeln soll. Erst danach folgen die Verstärker, wobei es sich um Verstärker-Module in Class D handelt, und dem Hochtöner, dem Mittelton-Treiber, sowie den Bass-Chassis jeweils separate Module zur Verfügung stehen. Für den Hochton-Bereich stehen somit 90 Watt zur Verfügung, ebenso für den Mittenton-Bereich, und die Bass-Chassis werden gar mit 270 Watt befeuert.

Interessant ist zudem, dass der Anwender bei der Nubert nuPro A-500 sehr feinfühlig in die Signalverarbeitung eingreifen, und diese nach seinem persönlichen Geschmack justieren kann. Der Hersteller spricht hier von einer Klangregelung, die weit über die Möglichkeiten einer herkömmlichen Bass- und Höhenregelung hinaus geht. So wirkt sich etwa die Mitten- und Höhenregelung nicht punktuell aus, vielmehr wird der Frequenzgang kontinuierlich und linear vom Mittenton- bis hin den Hochtonbereich hinein angepasst, um so den tonalen Grundcharakter des Lautsprecher-Systems zu bewahren, ebenso die Harmonie des Klangbilds, wie es der Hersteller selbst durchaus sehr treffend ausdrückt. Der Regelbereich erstreckt sich immerhin auf bis zu +/- 12 dB. Ähnlich funktioniert die Bassregelung, die hier nicht nur die Tiefton-Intensität kontrolliert, sondern ebenso als eine Art Loudness-Funktion genutzt werden kann. Dies mag sich für so manchen als unnütze Spielerei erscheinen, erlaubt aber in der Praxis nicht nur eine Justierung dem persönlichen Geschmack entsprechend, sondern ebenso eine Optimierung anhand der jeweiligen Aufstellung der Lautsprecher-Systeme bzw. der individuellen Raumsituation.

Damit all diese Einstellungen recht komfortabel und einfach von der Hand gehen, wird die Nubert nuPro A-500 nicht nur mit einer passenden Infrarot-Fernbedienung ausgeliefert, sie ist auch mit einem Display ausgestattet, das Auskunft über den Betriebszustand, und natürlich die zu justierenden Parameter gibt. Neben den bereits genannten Funktionen zur Klangregelung lässt sich hier mit Hilfe eines Steuerkreuz der jeweils aktive Eingang wählen, für die Eingänge eine individuelle Empfindlichkeit in Form von Presets festlegen, ebenso kann die Balance geregelt werden, man hat Zugriff auf eine Limiter-Funktion, es kann, wie bereits erwähnt, die untere Grenzfrequenz der Speaker festgelegt werden, und ebenso lässt sich die obere Grenzfrequenz eines etwaigen Subwoofers bestimmen.

Damit sind wir bereits bei den Schnittstellen angelangt, die die Nubert nuPro A-500 bereit hält. Halten wir gleich fest, natürlich steht hier ein Vorverstärker-Ausgang für einen Subwoofer zur Verfügung, sonst ergäbe das eben geschriebene ja keinen Sinn.

Darüber hinaus findet man einen analogen Eingang in Form eines Cinchbuchsen-Pärchens, wobei hierzu gesagt werden muss, dass anliegende Signale sofort digitalisiert, und unmittelbar dem DSP zugeführt werden. Bei den ebenfalls vorhandenen optischen als auch koaxialen S/PDIF-Schnittstellen entfällt dies natürlich, ebenso beim USB-Port der Nubert nuPro A-500, der Signale mit leider nur mit 16 Bit und 48 kHz unterstützt, wohingegen bei der optischen und koaxialen Schnittstelle Signale mit bis zu 24 Bit und 96 kHz anliegen dürfen.

Für optionale Hardware steht zudem eine separate USB-Schnittstelle als Stromversorgung zur Verfügung, und mittels eines Link-Ports lassen sich mehrere Lautsprecher-Systeme aus der Nubert nuPro-Serie zentral steuern, also auch ein Stereo-Paar. Alle Einstellungen werden dabei vom Master auf den Slave übernommen.

Aufmerksame Leser werden bemerken, dass der Hersteller aus Schwäbisch Gmünd auf eine symmetrische Schnittstelle in Form von XLR-Buchsen verzichtete, obwohl man ja, wie einleitend erwähnt, die komplette Nubert nuPro-Serie sowohl für Studio als auch HiFi konzipierte. Aus Sicht der Entwickler biete ein XLR-Anschluss keine wirklichen Vorteile, im konkreten Fall müsste man gar Nachteile hinnehmen, denn die analogen Eingänge bieten eine automatische Einpegelung, auf die man, hätte man auch auf XLR gesetzt, verzichten hätte müssen.

Ein weiterer Punkt der so manchem aufgefallen sein mag ist, dass bei Nubert nuPro A-500 alles „Drahtlose“ keinerlei Rolle zu spielen scheint, verfügt sie doch weder über ein Bluetooth noch WiFi Modul. Das genaue Gegenteil ist der Fall, Nubert electronic GmbH widmet sich diesem Thema auf verschiedenste Art und Weise, überlässt es aber komplett dem Anwender selbst, für welche Lösung er sich letztlich diesbezüglich entscheidet. So mancher etwa wird weder Bluetooth noch WiFi Module benötigen, da er einen Streaming-Client direkt über die digitalen Schnittstellen ins Spiel bringt, sei es nun eine Lösung wie etwa HEOS by Denon, Bluesound, Sonos Inc., oder irgend ein anderes Produkt.

Wird „drahtlose Verbindung“ gewünscht, so bietet Nubert electronic GmbH eine Reihe entsprechender Zusatz-Module an, die sich ebenfalls über die digitalen Schnittstellen integrieren lassen, und für die die bereits erwähnte USB-Schnittstelle zur Stromversorgung bereit steht. Ein Blick auf die Webseite des Herstellers zeigt, dass hier angefangen von Bluetooth (Nubert blueLino 4G oder Nubert blueLino 4G plus) bis hin zu ausgewiesenen Funk-Lösungen (Nubert nuFunk-Serie) eine Vielzahl an Optionen zur Verfügung steht.

Bislang haben wir immer die besonders schlanken Abmessungen der Nubert nuPro A-500 gelobt, und tatsächlich präsentiert sich das Lautsprecher-System als geradezu grazile Lösung im Wohnraum. Bis sie allerdings da stehen, gilt es gar nicht so bescheidene 17,5 kg pro Speaker zu bewegen. Da wird rasch klar, dass hier, abgesehen von der soliden Verarbeitung, einiges an Elektronik in den Speakern steckt.

Die Installation ist absolut simpel, auch hier kann ein Aktiv-Lautsprecher-System vollends punkten. Zweimal in die Steckdose, das Link-Kabel zwischen den Speakern drapiert, und in unserem Fall einen Streaming-Client aus dem Hause Bluesound International Inc., den Bluesound Node 2, sowie zusätzlich ein Bluetooth Modul angeschlossen, das uns Nubert electronic GmbH für diesen Test mitsandte. Alles in Allem ist eine HiFi-Kette basierend auf der Nubert nuPro A-500 somit binnen weniger Minuten spielbereit.

Kaum erklingen die ersten Töne über die Nubert nuPro A-500 ist klar, dass man es hier mit einem wirklich feinen System zu tun hat, das mit Fug und Recht sowohl als vollwertige „HiFi-Kette“ als auch als zuverlässige Studio-Lösung beworben wird. Auf Grund dessen, was da aus den Speakern ertönt, sieht man zweimal hin um sich nur ja davon zu überzeugen, dass eigentlich ein geradezu harmlos anmutendes Lautsprecher-System im Raum steht.

Satt, präzise und wenn es sein muss auch wuchtig tönt es im untersten Frequenzbereich aus den Speakern, klar und prägnant bildet die Nubert nuPro A-500 die mittleren Lagen ab und versteht sich gleichzeitig auf eine nuancierte Abbildung der Höhen. Dabei kann vor allem gefallen, dass die Nubert nuPro A-500 bereits bei sehr geringen Pegeln mit einem überaus runden, ausgewogenen Klangbild aufwartet, sich aber nicht zu schade ist, es bei Bedarf richtig „krachen“ zu lassen. Trotz klar wahrnehmbarer Verpflichtung zur bestmöglichen Signaltreue übertreibt es die Nubert nuPro A-500 erfreulicherweise nicht mit Authentizität um jeden Preis. Selbst so manch eigentlich miserable Aufnahme wird noch mit entsprechender Nachsicht dargeboten, wohingegen feinste Aufnahmen mit allen Details offeriert werden und sich dem Zuhörer eine breite Bühne mit klarer Tiefenstaffelung präsentiert. Musik hören verkommt hier also nicht zur audiophilen Nabelschau, es macht vielmehr einfach Spass.

Damit wir uns richtig verstehen, natürlich geht da „mehr“, aber im Vergleich zu herkömmlichen HiFi-Ketten bestehend aus passiven Speakern und entsprechender Elektronik muss man dann schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen, um eine Lösung zu realisieren, die auf gleichem oder höherem Niveau aufspielt. Hier sind es gerade einmal € 895,- pro Stück.

Auf den Punkt gebracht

Abschließend kann somit festgehalten werden, dass Nubert electronic GmbH mit der Nubert nuPro A-500 eine Lösung offeriert, die durchaus ihre Qualitäten im Studio-Bereich als tunlichst neutrales Werkzeug auch im HiFi-Segment zur Geltung bringen kann. Allerdings versteht sie es geschickt, dies mit dem entsprechendem „Spassfaktor“ zu verbinden. Bedenkt man, dass man mit der Nubert nuPro A-500 tatsächlich eine vollwertige Kette erwirbt, bei der lediglich ein Quellgerät fehlt, so kann man dieser Lösung aus Schwäbisch Gmünd nur ein hervorragendes Preis/ Leistungsverhältnis attestieren.

8,0 (Exzellent)

The Good

  • Gute Verarbeitung
  • Anschlussvielfalt
  • Einfache Bedienung
  • Flexible Erweiterung mit Bluetooth oder Funk
  • Einfachste Inbetriebnahme
  • Flexible Anpassung an Aufstellung
    Sehr ausgewogener Klang
    Stets präzise aber nicht zu analytisch

The Bad

  • Nur in Schwarz und Weiss erhältlich
  • USB-Interface auf 16 Bit 48 kHz beschränkt
8 Klang
7 Bedienung
6 Design
8 Preis/Leistung

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Testumfeld:

sempre-audio.at Preis/Leistung Award

Bluesound Node 2
Nubert blueLino 4G plus

Photo highlights

Angespielt:

Eric Clapton - I still do
Leonard Cohen - You want it darker

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