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Nubert nuPro A-600 - Für höchste akustische Ansprüche gerüstet

Foto © Nubert electronic GmbH

Die Nubert nuPro-Serie präsentiert sich schon bislang als sehr breit aufgestellte Familie an Aktiv-Lautsprecher-Systemen, und wird nunmehr erneut um ein besonders interessantes System erweitert. Und zwar um das Nubert nuPro A-600, ein Dreiwege-System, das mit modernster DSP-Technologie, Verstärker in Class D und ausgefeilten Chassis höchsten Ansprüchen genügen soll und gar als Referenz-System beworben wird.

Kurz gesagt...

Als aktives Dreiwege-System präsentiert sich der neueste Spross der Nubert nuPro-Serie, das höchsten akustischen Ansprüchen genügen soll, das neue Nubert nuPro A-600.

Wir meinen...

Besonders hohe Ansprüche will der deutsche Direkt-Versender Nubert electronic GmbH mit dem neuesten Spross der ohnedies breit aufgestellten Nubert nuPro-Aktivlautsprecher-Serie erfüllen können. Das Unternehmen spricht hier gar von einem Referenz-Modell, das als Aushängeschild der gesamten aktiven Kompakt-Lautsprecher-Palette diene, und sowohl im Studio als auch für ausgewiesen audiophile HiFi-Liebhaber empfohlen wird, die höchste Performance bei gleichzeitig vergleichsweise kompakten Abmessungen wünschen.
Hersteller:Nubert electronic GmbH
Vertrieb:Nubert electronic GmbH
Preis:Pro Stück € 985,-

Von Michael Holzinger (mh)
18.01.2017

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Sieht man sich das Angebot des schwäbischen Akustik-Spezialisten Nubert electronic GmbH im Bereich Aktiv-Lautsprecher an, so stellt man sehr rasch fest, dass das Unternehmen hier einen wahren Schwerpunkt in seinem ohnedies insgesamt sehr breit aufgestellten Angebot setzt. Hier finden sich inzwischen für nahezu jeden Bedarf, für nahezu jede Anforderungen entsprechende Lösungen, sodass man eigentlich meinen könnte, der Spielraum für neue Produkte ist bereits recht klein. Dennoch, erneut haben die Entwickler eine „Lücke“ ausgemacht, die es zu füllen galt, und zwar diesmal am obersten Ende des Angebots. Diese zu füllen, obliegt der neuen Nubert nuPro A-600.

Dabei waren die Ambitionen der Entwickler besonders groß, denn die neue Nubert nuPro A-600 wird gar als Aushängeschild der aktiven Kompakt-Lautsprecher beworben, mehr noch, der Hersteller spricht gar von einem ausgewiesenen Referenz-System, das selbst höchsten Ansprüchen genügen könne. So soll die neue Nubert nuPro A-600 nicht weniger zu leisten im Stande sein, als die enorme Leistungsstärke und das beeindruckende Klangvermögen eines Standmodells zu liefern, allerdings mit besonders platzsparenden Abmessungen einer Kompakt-Box.

Um dieses Ziel zu erreichen, fährt man einige technische „Schmankerl“ auf, die man bei so mancher Lösung des Mitbewerbs vergeblich sucht, vor allem in dieser Preisklasse.

So beschreibt das schwäbische Unternehmen die neue Nubert nuPro A-600 als aktives Dreiwege-System, das auf eine vollkommen digitale Verarbeitung aller Eingangssignale setzt, ohne dabei auf eine zwischenzeitliche analoge Wandlung zurück zu greifen. Selbst analoge Quellen, die im konkreten Fall über ein klassisches Cinchbuchsen-Pärchen eingebunden werden können, werden sofort digitalisiert, und dem Signalprozessor des Lautsprecher-Systems zugeführt.

Dieser DSP dient bei der neuen Nubert nuPro A-600 als Frequenzweiche, und soll zudem den Verlauf optimieren, bevor er auf digitaler Ebene die immerhin drei Endstufen in Class D bedient. Diese Endstufen sind wiederum direkt mit den Chassis gekoppelt.

340 Watt Nennleistung entfalten diese Class D Verstärker-Module in der neuen Nubert nuPro A-600, wobei sich dies auf zweimal 70 Watt für die Hoch- und Tiefton-Chassis, sowie weitere 200 Watt für den Basstreiber aufteilt. Die Musik-Leistung beträgt gar zweimal 90 Watt plus 250 Watt. Eine Softclipping-Funktion dient zur Absicherung der Chassis.

Bei den Treibern vertraut der Hersteller auf ausgewählte Lösungen des eigenen breit gestreuten Produktsortiments und setzt auf einen Hochtöner mit 25 mm Seidengewebe-Kalotte, einen 120 mm Mittelton-Treiber mit Polypropylen-Membran, sowie ein Bass-Chassis mit 220 mm und ebenfalls einer Polypropylen-Membran. Zudem steht ein nach hinten herausgeführtes Bassreflex-System mit gleich zwei Bassreflex-Röhren zur Verfügung.

An Eingängen stehen, abgesehen vom bereits erwähnten analogen Eingang, eine koaxiale als auch optische S/PDIF-Schnittstelle sowie eine USB-Schnittstelle zur Verfügung. Ein weiterer USB-Port dient, dies sei an dieser Stelle nicht vergessen, der Stromversorgung etwaiger Zusatz-Module, mit deren Hilfe die neue Nubert nuPro A-600 um verschiedenste Funk-Lösungen erweitert werden kann.

Sollte der Tiefgang der neuen Nubert nuPro A-600 nicht ausreichen, so kann über einen entsprechenden Ausgang ein Subwoofer ins Spiel gebracht werden. Angesichts eines Frequenzgangs von 30 Hz bis hin zu 22 kHz wird dies aber wohl eher nur in Ausnahmen der Fall sein.

Über eine so genannte Link-Schnittstelle lassen sich mehrere Systeme der Nubert nuPro-Serie miteinander verknüpfen.

Ein durchaus im konkreten Fall spannendes Detail ist, dass die neue Nubert nuPro A-600 vom Hersteller zwar ausdrücklich als Lösung für HiFi als auch im Studio-Umfeld empfohlen wird, diese aber, wie übrigens alle Modelle der Nubert nuPro-Serie, keinen symmetrischen Eingang in Form einer XLR-Buchse aufweist, wie er ja allen voran im Studio durchaus sehr gebräuchlich ist. Die entsprechende Erklärung von Nubert electronic GmbH ist ein wenig ausführlicher, soll aber dennoch an dieser Stelle angeführt werden, da sie durchaus etwas tiefer in das Konzept des Speakers blicken lässt.

Zwar finden sich XLR-Verbindungen bei Heimelektronikgeräten für Endverbraucher nur selten, in der professionellen Aufnahme- und Mischtechnik allerdings genießen XLR-Stecker noch eine, wenn auch abnehmende Verbreitung. Wir hatten ursprünglich einen analogen XLR-Eingang für die neue nuPro-Serie durchaus in Betracht gezogen, allerdings zugunsten des deutlich weiter verbreiteten Stereo-Cinch-Eingangs verworfen. Dieser Line-Eingang wird bei den neuen nuPro-Lautsprechern automatisch eingepegelt. Dadurch erreicht die interne Signalverarbeitung unabhängig vom Zuspieler ein durchgängig hohes Niveau. Genauer gesagt: Die nuPros klingen mit einem CD-Player (Hochpegelsignal) an den Cinch-Buchsen praktisch genauso gut, wie wenn ein Smartphone (niedriger Pegel) angeschlossen wird. Somit brillieren die Boxen selbst bei analoger Zuspielung mit nahezu rauschfreier Wiedergabe – ein Pluspunkt, der bei Aktivboxen weitgehend einzigartig ist und den unsere Kunden entsprechend hoch zu schätzen wissen. Mit einer (zusätzlichen) XLR-Buchse hätte sich diese automatische Einmessung nicht realisieren lassen, da XLR auf einen festen Eingangspegel angewiesen ist. Deshalb haben wir uns gegen diesen Standard entschieden. Wir halten den Verzicht nicht für einen gewichtigen Verlust, da auch im Pro-Audio-Bereich nach unserer Erfahrung praktisch sämtliches verbreitete Equipment jüngeren Datums auch SPDIF-Anschlüsse aufweist und eine SPDIF-Verbindung aus qualitativen, aber auch praktischen Gesichtspunkten gegenüber einer XLR-Anbindung stets zu bevorzugen ist. Sollte ein Zuspieler im Ausnahmefall ausschließlich über einen XLR-Ausgang verfügen, kann er über einen entsprechenden Cinch-XLR-Adapter dennoch an den nuPro-Lautsprechern betrieben werden.

Interessant ist, dass die neue Nubert nuPro A-600 einmal mehr über eine ausgeklügelte Klangregelung verfügt, die laut Herstellerangaben besonders subtile Optimierungen der Klangwiedergabe erlaubt. Diese sei anhand hörphysiologischer Aspekte entwickelt, und erlaube eine Anpassung der Klangcharakteristik sowohl an persönliche Vorlieben als auch an spezielle Anforderungen des Raumes. Im Vergleich zu konventionellen Lösungen nehmen man hier kein punktuellen Verbiegen der Klangkurve vor, wie es der Hersteller selbst ausdrückt, sondern allein Eingriffe, die die tonale Grundcharakteristik des Lautsprecher-Systems beibehalten, ebenso die ursprüngliche Harmonie des Klangbilds. Die Bassregelung biete gar die Möglichkeit, nicht nur die Intensität im Tieftonbereich zu justieren, sondern ebenso als eine Art Loudness-Funktion zu dienen, etwa bei geringen Lautstärken, bei denen der Bass zu schwach wahrgenommen werden würde.

Dass man den hohen Ansprüchen des neuen Nubert nuPro A-600 auch bereits bei der Konstruktion des Gehäuses Rechnung trägt, zeigt allein die Tatsache, dass das aus MDF gefertigte Gehäuse der Aktiv-Lautsprecher mit Abmessungen von 60 x 26,4 x 32 cm nicht weniger als 16,5 kg auf die Waage bringt. Darauf verweist der Hersteller ausdrücklich, denn immerhin muss das Möbel, auf dem dieses Speaker-System platziert wird, in Summe über 30 kg tragen, was so manches Lowboard oder Sideboard durchaus an die Grenzen der Belastbarkeit bringen kann. Es empfiehlt sich also im konkreten Fall, über den Einsatz entsprechender Stative nachzudenken.

Die Bedienung kann bei der neuen Nubert nuPro A-600 direkt am Gerät erfolgen, denn neben einem Display findet man ein Steuerkreuz direkt an der Front. Darüber hinaus liegt der neuen Nubert nuPro A-600 aber auch eine passende Infrarot-Fernbedienung bei, die ebenfalls Zugriff auf alle zur Verfügung stehenden Parameter bietet.

Mit dabei ist auch ein passender Lautsprecher-Grill, der allein mittels Magneten in Position gehalten wird.

Die neue Nubert nuPro A-600 steht ab sofort zum Preis von € 985,- zur Verfügung, wobei diese Angabe pro Stück gilt und man die Wahl zwischen einer Ausführung in Schleiflack Weiss sowie Schleiflack Schwarz hat.

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