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Octave HP 700 SE - Klanglich im Detail überarbeitet und noch flexibler…

Foto © Octave Audio

Modulare Freiheit, dies überzeugte bereits bei der Octave HP 700, die nunmehr von der neuen Vorstufe Octave HP 700 SE abgelöst wird, und bei der noch größere Flexibilität geboten werden soll. Aber auch bei der Darbietung habe man noch ein paar Details gefunden, die man noch verfeinern konnte, so das Versprechen des deutschen High-end HiFi-Schmiede Octave Audio rund um den neuesten Röhren-Vorverstärker.

Kurz gesagt...

Mit dem neuen Octave HP 700 SE steht der ausgewiesene Nachfolger des Vorverstärkers Octave HP 700 parat, der nicht nur klanglich verfeinert, sondern zudem auch bei der Ausstattung erweitert wurde.

Wir meinen...

Als wirklich wesentliche Neuerung des Octave HP 700 SE gegenüber seinem Vorgänger Octave HP 700 aus dem Jahr 2014 hebt Octave Audio die Modifikationen am Schaltungsaufbau hervor, konkret der eigentlichen Class A Ausgangsstufe, die über eine neuartige Präzisionstechnologie eine extreme Bandbreite, einen beeindruckend niedrigen Ausgangswiderstand, sowie sensationell niedrige Verzerrungen aufweisen soll. Zudem sorgen hier neue Schnittstellen zusätzlich zum bewährten Modular-Konzept für noch höhere Flexibilität.
Hersteller:Octave Audio
Vertrieb:Octave Audio
Preis:€ 12.000,-

Von Michael Holzinger (mh)
16.05.2020

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Bereits seit dem Jahr 2014 findet sich die Röhren-Vorstufe Octave HP 700 im Angebot der deutschen High-end HiFi-Schmiede Octave Audio. Diese wartete vor allem mit zwei herausragenden Merkmalen auf, und zwar einerseits eine gegenüber bisherigen Systemen verfeinerte Röhren-Technologie, sowie einer hohen Flexibilität durch intelligente Modultechnik, wie es der Hersteller selbst beschreibt. Dadurch sei von Anbeginn an sichergestellt gewesen, dass es sich um eine zukunftssichere Lösung handle. Dennoch, nach all den Jahren sei es nun an der Zeit, die innovative Octave HP 700 klanglich als auch technisch noch weiter auszureizen, das Ergebnis dieser Bemühungen steht nunmehr mit der neuen Octave HP 700 SE zur Verfügung.

Als besonders wesentliche Neuerung des Octave HP 700 SE gegenüber seinem Vorgänger Octave HP 700 aus dem Jahr 2014 hebt Octave Audio die Modifikationen am Schaltungsaufbau hervor, konkret der eigentlichen Class A Ausgangsstufe, die über eine neuartige Präzisionstechnologie eine extreme Bandbreite, einen beeindruckend niedrigen Ausgangswiderstand, sowie sensationell niedrige Verzerrungen aufweisen soll. Zudem sorgen hier neue Schnittstellen zusätzlich zum bewährten Modular-Konzept für noch höhere Flexibilität.

Aufhorchen lässt vor allem ein Satz in der Beschreibung des Octave HP 700 SE. So verspricht Octave Audio, dass sich der Anwender nicht mit den klanglichen und technischen Gegebenheiten des Geräts abfinden müsse, vielmehr erlaube die Technik des Octave HP 700 SE die Abstimmung an die jeweiligen Ansprüche und Vorlieben.

So führt Octave Audio etwa eine Vielzahl an Modulen auf, mit deren Hilfe sich der Octave HP 700 SE individuell konfigurieren lässt. Beginnend von Eingangsmodulen mit Cinch- oder XLR-Eingängen bis hin zu verschiedenen Phono-Modulen steht hier eine breite Palette an Möglichkeiten zur Verfügung. Der Octave HP 700 SE verfügt über zwei Plätze, die für diese optionalen Eingangsmodule zur Verfügung stehen. Der Hersteller spricht hier von „Plug & Play“, sodass der Anwender jederzeit Module nachrüsten oder gar wechseln lassen kann.

Zudem verfügt der Octave HP 700 SE natürlich schon ab Werk über alle relevanten Ein- und Ausgänge, optional kann dies aber noch erwietert werden, um noch flexibler in verschiedenste Szenarien als zentrale Schnittstelle integriert zu werden. Dazu gehören in der neuesten Generation auch zwei parallele XLR-Buchsen, die neben den beiden Cinch-Ausgängen auf der Rückseite zu finden sind und damit alle nur erdenklichen Spielarten erlauben. Setzt man auf die Option Control Module steht eine manuelle Wahl des Ausgangs für die Wiedergabe  in mehreren Zonen zur Verfügung, sei es nun über XLR, Cinch, oder an allen Ausgängen gleichzeitig. So stehen alle Spielarten von Bi- und Tri-amping zur Verfügung, und auch separate Kopfhörer-Verstärker oder Aktiv-Lautsprecher-Systeme lassen sich so problemlos integrieren.

Und wenn es um Flexibilität geht, so darf auf Wunsch durchaus in den Klangcharakter direkt eingegriffen werden, denn optional lässt sich der Octave HP 700 SE über die bereits erwähnte Option Control Module mit einer Klangregelung ausstatten. Der Hersteller spricht hierbei von einer neuartigen Klangregelung, die eine präzise Korrektur bei Bass und Höhen mit einer Kanaldifferenz von lediglich 0,3 dB und damit eine klangliche Konsistenz garantieren soll, selbst bei niedrigen Pegeln. Auch die Balance lässt sich damit kontrollieren, und zwar über einen frequenzkompensierten Balance-Regler in 1 dB Schritten über langzeitstabile 12-polige Stufenschalter. Auch bei der Lautstärke-Kontrolle kommen auf Wunsch Stufenschalter zum Einsatz, wobei es sich um frequenzkompensierte 47-polige Stufenschalter handelt. Die Kanalabweichung soll hier lediglich 0,1 dB betragen und die Frequenzbandbreite über den gesamten Regelbereich konstant und frei von reglerbedingten Verzerrungen sein. Allerdings, dieses spezielle Design erlaubt es nicht, auf eine Fernbedienung zu setzen, nur in der Standard-Version kann somit eine entsprechende Fernbedienung genutzt werden.

Die allerdings wesentlichste Neuerung ist, wie bereits erwähnt, die nochmalige Verfeinerung der eigentlichen Class A Ausgangsstufe, wofür der Hersteller die Bezeichnung Präzisionstechnologie verwendet und eine Schaltung in Röhrentechnik beschreibt, die über eine Bandbreite bis 1 MHz verfügt. Gleichzeitig weise diese einen extrem niedrigen Ausgangswiderstand von 100 Ohm sowie sehr niedrige Verzerrungen von 0,001 Prozent auf und verfüge über drei Verstärkungseinstellungen. Damit sei sie von Grund auf für eine Vielzahl unterschiedlichster Elektronik geeignet, könne zudem individuell feinfühlig angepasst werden.

Interessanterweise bedingte die Modifikation keine Veränderung in der bisherigen Röhrenbestückung, so der Hersteller.

Die neue Octave HP 700 SE misst 462 x 130 x 480 mm und wiegt 10 kg. Das Netzteil ist ausgelagert und misst 110 x 90 x 277 mm und bringt 3,8 kg auf die Waage. Natürlich kann sich der Kunde auch bei der neuen Vorstufe Octave HP 700 SE zwischen Silber und Schwarz entscheiden, wobei das Gehäuse in bewährter Art und Weise tadellos aus Aluminium gefertigt wurde. Hervor heben muss man, dass die neue Octave HP 700 SE natürlich die bisherige Octave HP 700 ablöst. Ein Upgrade vom Vorläufermodell auf die neueste Generation ist leider nicht möglich. Die neue Octave HP 700 SE soll ab sofort zum empfohlenen Verkaufspreis von € 12.000,- in der Hochpegel-Version zur Verfügung stehen.

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