Onkyo T-4070 Netzwerk Tuner mit Apple AirPlay

Mit dem Onkyo T-4070 präsentiert das japanische Unternehmen Onkyo erstmals einen so genannten Netzwerk Tuner und reiht sich damit in die Reihe jener Hersteller ein, die bei derartigen Lösungen auf Apple AirPlay setzen, sodass Musik etwa direkt von einem Apple iPhone, iPod touch oder iPad übertragen werden kann.

Von Michael Holzinger (mh)
24.01.2012

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Kabelloses Streaming in bester Qualität verspricht der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Onkyo für den nunmehr präsentierten Onkyo T-4070, den das Unternehmen als so genannten Netzwerk Tuner bezeichnet. Es sei das erste Gerät dieser Art, das man anbietet, und man setzt dabei in erster Linie auf Apple AirPlay. Auch dies im Fall von Onkyo eine Premiere. Damit reiht man sich nun in die Reihe jener Hersteller ein, die derartige Lösungen verstärkt anbieten und dabei ebenfalls auf Apple AirPlay setzen. Aber nicht nur, denn natürlich zählt auch UPnP bzw. dlna zu den Ausstattungsmerkmalen dieser Lösungen, so auch bei Onkyo. Damit ist man nicht allein auf die Welt Apples beschränkt.

Dennoch muss mal klar sagen, dass Apple AirPlay im Zusammenspiel mit den entsprechenden Lösungen des kalifornischen Unternehmens vor allem dann klar vorne liegt, wenn es etwa um den Komfort und die möglichst einfache Handhabung geht.

Wer etwa ein Apple iPhone sein Eigen nennt, der muss für das Streaming von Audio-Daten über AirPlay nur das entsprechende Symbol antippen, das Gerät, auf das die Audio-Daten übertragen werden sollen auswählen, und schon beginnt die Musikwiedergabe. Konfigurationen jedweder Art entfallen hier völlig. Die Geräte müssen sich lediglich im gleichen Netzwerk befinden.

Neben dem bereits angeführten Apple iPhone kann auch ein iPod touch, ein iPad oder aber ein PC oder Mac mit Apple iTunes als Quelle dienen. In jedem Fall erfolgt die Übertragung der Audiodaten mit der ursprünglichen Qualität. Es kommt also zu keiner Datenreduktion wie etwa bei Bluetooth. Vielmehr setzt Apple bei AirPlay und somit alle Hersteller, die diese Funktionalität unterstützten, auf Apple Lossless zur Datenübertragung. Damit ist aber leider auch klar, dass bislang keine hochauflösenden Audio-Daten jenseits von 16 Bit und 44,1 bzw. 48 kHz übertragen werden können. Dies ist bislang von Apple nicht vorgesehen.

Wer derartige Audio-Daten etwa im FLAC-Format auf den Onkyo T-4070 übertragen will, der muss entweder auf die, an der Frontseite des Geräts zu findende USB-Schnittstelle, und somit einen entsprechenden Daten-Stick oder Festplatte, oder aber den integrierten UPnP und dlna 1.5 zertifizierten Streaming-Client setzen.

Hier unterstützt der Onkyo T-4070 eine Reihe von Audio-Formaten wie das bereits erwähnte FLAC, aber auch WAV, WMA, WMA Lossless, Ogg Vorbis, AAC und MP3.

Ein Wort noch zur bereits erwähnten USB-Schnittstelle: an diese kann man einen Apple iPod, ein iPhone oder ein iPad auch über ein Datenkabel anschließen, wobei die Audio-Daten digital ausgelesen werden.

Ins Netzwerk kann das Gerät lediglich über eine Ethernet-Schnittstelle eingebunden werden. Und das ist auch gut so, denn nur so kann eine stets reibungslose Datenübertragung garantiert werden. Selbst leistungsfähige WiFi Netzwerke bieten niemals die Zuverlässigkeit, die ein Netzwerkkabel aufwarten kann. Zur Not kann man ja immer noch auf einen USB WiFi Dongle setzen.

Wenn das Gerät schon einmal im Netzwerk eingebunden ist, so lassen sich damit natürlich auch Internet Radio-Angebote, aber auch Online Musik-Dienste abrufen. So führt der Hersteller etwa vTuner, Last.fm, Spotify und AUPEO! an, wobei dieses Angebot natürlich abhängig davon ist, welche Dienste im jeweiligen Land überhaupt zur Verfügung stehen.

Wer nicht allein auf Radio aus dem Internet setzen will, der wird darüber erfreut sein, dass der Onkyo T-4070 Netzwerk Tuner auch über einen integrierten UWK/MW Tuner, ja selbst über einen DAB+ Tuner verfügt. Sowohl für den analogen als auch digitalen Radio-Empfang stehen jeweils 40 Speicherplätze zur Verfügung.

Onkyo reiht dieses neue Gerät in die so genannte Reference-Serie ein und stattet es somit nach eigenen Angaben mit entsprechend hochwertiger Signalverarbeitung aus. So setzt Onkyo hier auf DIDRC (Dynamic Intermodulation Distortion Reduction Circuitry) um eine besonders akkurate Signalverarbeitung zu erzielen sowie separate Wandler für den linken und rechten Kanal. Diese sind mit 24 Bit WM8742 DACs aus dem Hause Wolfson bestückt, die Signale mit 192 kHz verarbeiten. Trotz dieser hohen Wandler-Güte finden sich an der Rückseite des Geräts nicht nur analoge Ausgänge in Form eines Cinch-Buchsenpärchens, sondern ebenso digitale Ausgänge. Hier stellt Onkyo dem Anwender eine optische als auch koaxiale S/PDIF-Schnittstelle sowie eine AES/EBU-Schnittstelle zur Verfügung.

Selbst beim Chassis will Onkyo nicht gespart haben und gibt an, dass man auf eine besonders massive, resonanzoptimierte Konstruktion aus 1,6 mm dicken Metall setzt. Das Gerät wird sowohl in Schwarz als auch Silber erhältlich sein.


Die Bedienung des Geräts soll besonders komfortabel sein. So findet man zwar direkt am Gerät ein großzügig ausgelegtes Display als auch alle relevanten Bedienelemente, deutlich komfortabler geht‘s aber mit der Onkyo Remote App, die das Unternehmen inzwischen ja nicht nur für die Apple-Welt und somit Apple iPhone bzw. iPod touch anbietet, sondern ebenso für Smartphones mit dem Betriebssystem Google Android. Wünschenswert wäre, auch das sei an dieser Stelle deponiert, dass Onkyo alsbald diese App auch für Tablets anbietet, die ja durch ihr deutlich großzügigeres Displays gerade beim Durchforsten einer umfangreichen Mediathek durchaus Vorteile hätten.

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