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Piega Coax 311, Piega Coax 511, Piega Coax 711 - Piega Coax Lautsprecher-Serie der zweiten Generation

Foto © Piega SA

Beachtliche 16 Jahre galten sie als die wohl erfolgreichste Lautsprecher-Serie der Schweizer Lautsprecher-Spezialisten Piega SA, die so genannte Piega Coax Lautsprecher-Serie. Nun erachtete man die Zeit als reif, die neue Generation zu präsentieren. Diese zweite Generation geht als Trio an den Start, und zwar mit den Modellen Piega Coax 311, Piega Coax 511, Piega Coax 711.

Kurz gesagt...

Nach 16 erfolgreichen Jahren präsentiert Piega SA die legendäre Piega Coax Lautsprecher-Serie nunmehr in zweiter Generation mit den Modellen Piega Coax 311, Piega Coax 511, Piega Coax 711.

Wir meinen...

Eine Lautsprecher-Serie 16 Jahre erfolgreich im Angebot halten zu können, zeigt klar, dass man bei deren Entwicklung alles richtig machte. Es sorgt aber auch dafür, dass man sich für die Nachfolger einiges einfallen lassen muss, um diese zu überflügeln. Die Präsentation der neuen Modelle Piega Coax 311, Piega Coax 511 und Piega Coax 711, und damit der zweiten Generation der Piega Coax Lautsprecher-Serie zeigt aber, dass man sich dieser Herausforderung gerne stellte, und diese Aufgabe wohl mit Bravour meisterte.
Hersteller:Piega SA
Vertrieb:Novis Electronics GmbH
Preis:Piega Coax 311 € 3.000,- bzw. € 3.350,-
Piega Coax 511 € 5.500,- bzw. € 5.850,-
Piega Coax 711 € 9.000,- bzw. € 9.350,-

Von Michael Holzinger (mh)
05.12.2016

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Es ist immer wieder aufs Neue erstaunlich, dass zumindest in Teilen der High-end HiFi noch gänzlich andere Gesetze vorherrschen, wie in weiten Teilen unserer Konsumgesellschaft insgesamt, und damit auch in der Unterhaltungselektronik im Speziellen. Wertbeständigkeit lautet hier das Stichwort, auf das wir anspielen wollen, und das ein ganz entscheidendes Kriterium allen voran für jene ist, die sich dazu entschließen, in ein edles HiFi-System zu investieren.

Genau diesem Gedanken entsprechend findet man immer noch Hersteller, die sich den angeblichen Zwängen des Marktes bewusst verschließen, und vielmehr auf Kontinuität, auf Stabilität, auf tunlichst lange Produktzyklen setzen, und damit einen ganz wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass herausragende Produkte der HiFi auch als solche wahrgenommen werden. Denn gibt es von einem Produkt im Prinzip jedes Jahr eine neue Version, so vermittelt das ganz und gar nichts von Wertigkeit, schon gar nicht von Wertstabilität, und es nimmt damit keinen herausragenden Stellenwert ein.

Kann man aber für sich in Anspruch nehmen, das ein Produkt derart gut ist, dass man es nicht weniger als 16 Jahre nahezu unverändert und dennoch überaus erfolgreich im Produktsortiment führen kann, dann ist dies mehr als klares Zeichen für dessen Einzigartigkeit und verdeutlicht sehr eindrucksvoll, dass man als Unternehmen ganz im Sinne der Kunden Wertbeständigkeit ganz, ganz groß schreibt…

Genau dies kann die renommierte Schweizer Lautsprecher-Manufaktur Piega SA für sich in Anspruch nehmen, und zwar allen voran für ihre so genannte Piega Coax Lautsprecher-Serie.

Piega SA existiert seit nunmehr exakt 30 Jahren, wurde also im Jahr 1986 von Leo Greiner und Kurt Scheuch gegründet, wobei man sich über all die Jahre hinweg der Entwicklung und Fertigung von Lautsprecher-Systemen - man verzeihe uns dieses Klischee - mit geradezu sprichwörtlicher Schweizer Präzision widmete. Im Mittelpunkt steht dabei das Bestreben, die Musik im eigenen Wohnzimmer klar und originalgetreu zu ermöglichen, was nach Ansicht des Unternehmens nur durch akribische Entwicklung und einer Fertigung in minutiöser Handarbeit zu realisieren ist.

Ein für den Erfolg der Schweizer ganz wesentliches Produkt war und ist die Piega Coax Lautsprecher-Serie, die im Prinzip alle Merkmale in sich vereint, für die Piega SA steht. Einerseits bildet ein nahtloses Aluminium-Gehäuse mit einem von Hannes Wettstein entwickeltem zeitlos eleganten Design die Grundlage für diese Lautsprecher-Systeme, aus technologischer Sicht kommt hier das einzigartige Treiberkonzept von Piega SA zum Einsatz, und zwar das LDR-Hochtonbändchen und das namensgebende koaxiale Bändchensystem.

Die Entwicklung dieser Technologien verstehen die Schweizer völlig zu Recht als Quantensprung in der Lautsprecher-Entwicklung, schließlich gibt ihnen der beeindruckende Erfolg der Piega Coax Lautsprecher-Serie recht. Doch nun, nach 16 Jahren, fand man die Zeit gekommen, Neues zu präsentieren, und zwar die zweite Generation der Piega Coax Lautsprecher-Serie.

Dabei geht man so weit, dass die neue zweite Generation im Wesentlichen nur das Konzept eleganter Aluminium-Lautsprecher-Systeme basierend auf einem Gehäuse aus Aluminium sowie besagte Koaxial-Technologie übernimmt, abgesehen davon seien die neuen Modelle jedoch völlig neu konstruiert und in jeder Hinsicht gegenüber ihren Vorgängern weiterentwickelt worden. Eine überaus vielsagende, verheissungsvolle Ankündigung, lässt sie doch auf einen weiteren Meilenstein schließen.

Und genau dies soll die neue Piega Coax Lautsprecher-Serie der zweiten Generation darstellen, die sich zu Beginn mit den Modellen Piega Coax 711, Piega Coax 511, sowie Piega Coax 311 präsentiert.

Für Spannung ist in diesem Fall also geradezu garantiert, zumal „Spannung“ schon Teil des neuen Konstruktionsprinzips der Piega Coax Serie der zweiten Generation ist. Zwar setzt man natürlich weiterhin auf Aluminium, und zwar Strang-gepresstes Aluminium, das laut Piega SA einerseits die Skulptur-ähnlichen schlanken Gehäuse erst ermöglicht, zudem aber auch Vorteile aus akustischer Sicht mit Sicht bringt. So soll das hier verwendete C-förmige Aluminium-Profil überaus stabil sein, sodass keine Leistungsverluste durch vibrirende Gehäuse-Wände entstehen, und da sich im Inneren keinerlei rechte Winkel finde, soll es zu keinerlei stehenden Wellen führen. Aber dies allein ist nur ein Teil des „Geheimnisses“ rund um den Aufbau der neuen Lautsprecher-Serie von Piega SA. So verfeinerte Kurt Scheuch die Gehäuse der neuen Modelle Piega Coax 311, Piega Coax 511 und Piega Coax 711 dahingehend, dass hier nicht nur eine ausgeklügelte Bedämpfung im Inneren dafür Sorge trägt, dass tunlichst kein „Eigenklang“ entsteht, durch einen neuen konstruktiven „Trick“ soll zudem jedwede Resonanz und klangschädigende Vibrationen im Ansatz unterbunden werden. Der Hersteller spricht hierbei von so genannten Tension Improve Module, kurz TIM genannt, die das Gehäuse unter eine kontrollierte Spannung versetzen und damit selbst kleinste Gehäuseschwingungen unterbinden. Selbst Mikroresonanzen sollen zudem durch neuartige visko-elastische Dämpfungsfolien vollständig eliminiert werden. Damit man zumindest auf den zweiten Blick die zweite Generation von der ersten unterscheiden kann, wurde zudem die Linienführung der Gehäuse dezent verfeinert und zudem die bislang aufgesetzte Frontabdeckung nunmehr bündig in die Schallwand integriert.

Auch bei den Treibern selbst wurde, wie beschrieben, allein das prinzipielle Konzept übernommen, aus rein technischer Sicht handelt es sich bei den neuen Modellen Piega Coax 311, Piega Coax 511 und Piega Coax 711 um eine komplett neue Bestückung.

So sei das Coax-System der zweiten Generation in allen wesentlichen Punkten eine Weiterentwicklung der bisherigen verwendeten Treiber, wobei man aber das Grundprinzip eines konzentrisch angeordneten Mittelton-Bändchens, in dessen Zentrum das Hochton-Bändchen implementiert ist, unverändert lies.

So kommen nunmehr noch stärkere Neodym-Magnete und Polplatten aus speziellem hochfestem Stahl mit ferritischem Gefüge zum Einsatz, die für eine noch extremere Konzentration der Feldlinien und damit einen höheren Wirkungsgrad sorgen sollen. Zudem wurde auch das Layout der Flachspulen unter der Folienmembran überarbeit, wobei eine neue Ätz-Technologie dafür sorgt, dass die Packungsdichte erhöht, und damit die Leistung deutlich gesteigert wurde. Ebenso trachtete man danach, die ohnehin bislang viel gelobte Detailauflösung der Piega Coax-Systeme noch weiter zu verbessern, und da die Bedämpfung der Folienmebran nunmehr nicht mehr auf der Folie selbst, sondern vielmehr auf den dahinter liegenden Magneten angebracht ist, sollen die Systeme nun deutlich linearer und unabhängig vom Schallpegel völlig frei von Resonanzen spielen.

Ebenso betrieb man viel Aufwand bei der Neukonzeption der Tieftöner, die nunmehr als UHQD Tieftöner bezeichnet werden, und mit einer Titan-Schwingspule und einer optimierten Aufhängung ein noch effizienteres Magnetsystem aufweisen. In Verbindung mit einer speziell geformten, beschichteten und extrem steifen Aluminium-Membran soll damit ein noch schnellerer Antritt und eine verbesserte Dynamik einhergehen. Damit allen voran die großen Modelle der Serie auch tatsächlich über eine tadellose Souveränität im untersten Frequenzbereich verfügen, um selbst große Räume zu beschallten, sind diese mit zusätzlichen Passiv-Radiatoren ausgestattet.

Alle drei Modelle der neuen Generation, also sowohl das Regal-Lautsprecher-System Piega Coax 311, und natürlich auch die beiden Stand-Lautsprecher-Systeme Piega Coax 511 und Piega Coax 711, sind als Dreiwege-Systeme ausgelegt. Selbst die „Kleinsten“, die Piega Coax 311, bringt mit Abmessungen von 41 x 22 x 25 cm bereits 15 kg auf die Waage. Wahre Schwergewichte sind die Piega Coax 511 und Piega Coax 711, die mit 115 x 22 x 25 cm bzw. 118 x 28 x 33 cm zwar ebenfalls überaus schlank und elegant wirken, aber satte 32 kg bzw. gar 47 kg auf die Waage bringen.

Bei der Piega Coax 311 kommen ein C111 Koaxialbändchen sowie ein 160 mm UHQD Tieftöner zum Einsatz, die mit einer Impedanz von 4 Ohm und einer Empfindlichkeit von 90 dB für Verstärker mit einer Leistung von 20 bis 200 Watt ausgelegt ist. Sie kann einen Frequenzbereich zwischen 35 Hz und 50 kHz abdecken.

Die Piega Coax 511 verfügt neben einem C111 Koaxialbändchen über zwei 160 mm UHQD Tieftöner plus zwei weitere 160 mm UHQD Treiber, allerdings passiv ausgeführt. Auch hier wird die Impedanz mit 4 Ohm und der Wirkungsgrad mit 90 dB angegeben, wobei das Lautsprecher-System für Verstärker mit einer Leistung von 20 bis 250 Watt ausgelegt ist. Sie kann einen Frequenzbereich zwischen 32 Hz und 50 kHz abdecken.

Aus dem Vollen schöpft die Piega Coax 711, denn hier wird das C111 Koaxialbändchen mit zwei 220 mm UHQD Treibern plus zwei weiteren passiven 220 mm UHQD Treiber kombiniert, sodass dieses Lautsprecher-System mit einer Impedanz von 4 Ohm, einem Wirkungsgrad von 92 dB, einen Frequenzbereich zwischen 22 Hz und 50 kHz abbilden kann. Es wurde für Verstärker mit einer Leistung zwischen 20 und 250 Watt konzipiert.

Alle drei Modelle sollen ab sofort im Fachhandel zu finden sein. Der Kunde kann sich bei der neuesten Generation der Piega Coax Lautsprecher-Serie zwischen einer Ausführung in Aluminium Silber mit einer Abdeckung in Stoff, einer Variante mit schwarz eloxiertem Aluminium und schwarzem Stoff, sowie einer weißen Lackierung mit einer Abdeckung in Weiss entscheiden.

Die Preise beginnen bei der Piega Coax 311 in Aluminium für € 3.000,-. Wer diese in Schwarz oder Weiss wünscht, muss € 3.350,- budgetieren. Die Piega Coax 511 wird in der Ausführung Aluminium zum Preis von € 5.500,-, und in den Varianten Schwarz und Weiss zum Preis von € 5.580,- angeboten. Wer sich für das Top-Modell der neuen Generation, die Piega Coax 711 entscheidet, der muss dafür € 9.000,- in der Aluminium-Ausführung, und € 9.350,- für die Varianten in Schwarz oder Weiss einkalkulieren.

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