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Pioneer PLX-500 Direct Drive Turntable - Nicht nur für DJs…

Foto © Pioneer DJ

Als kleinen Bruder des Pioneer PLX-1000 präsentiert der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Pioneer nunmehr den neuen Pioneer PLX-500, der als Laufwerk mit Direkt-Antrieb in erster Linie für DJs entwickelt wurde, aber, so der Hersteller, auch im HiFi-Umfeld beste Dienste leisten könne, da er etwa direkt mit einer integrierten Phono-Vorstufe, A/D-Wandler und USB-Schnittstelle aufwarten kann.

Kurz gesagt...

Mit dem neuen Pioneer PLX-500 soll ein neues Laufwerk mit Direkt-Antrieb zur Verfügung stehen, das sich in erster Linie an DJs richte, so der japanische Konzern Pioneer.

Wir meinen...

Als kleinen Bruder des Pioneer PLX-1000 präsentiert sich nunmehr der neue Pioneer PLX-500, der ebenso als Laufwerk mit Direkt-Antrieb ausgelegt ist, und auch auf den ersten Blick nahelegt, dass die Japaner damit allen voran DJs im Fokus haben, wenngleich sie den ab September verfügbaren Plattenspieler auch für HiFi empfehlen. In beiden Fällen soll dieser etwa durch die integrierte Phono-Vorstufe samt A/D-Wandler und USB-Interface überzeugen. Unserer bescheidenen Einschätzung nach sollte man jedoch für HiFi andere Lösungen in Betracht ziehen, die es ja zahllos von renommierten Herstellern allen voran auch in dieser Preisklasse gibt, und die auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung entwickelt und produziert werden, und sich ganz allein auf guten Klang fokussieren.
Hersteller:Pioneer DJ
Vertrieb:Hans Lurf GmbH
Preis:€ 399,-

Von Michael Holzinger (mh)
06.08.2016

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Pioneer hat sich bereits wieder auf dem Markt für Schallplatten-Spieler zurück gemeldet, und zwar mit dem Pioneer PLX-1000, der, wie nicht anders zu erwarten war, sich ganz klassisch mit einem allen voran auf DJs ausgerichteten Design-Konzept präsentiert. Allerdings wird er wohl, wie so manch legendäres Vorbild, überwiegend im HiFi-Umfeld eingesetzt, und dies dürfte auch für seinen neuen kleinen Bruder gelten, den der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern nunmehr für September 2016 ankündigt, den Pioneer PLX-500 Direct Drive Turntable.

Auffallend ist, dass Pioneer dieses neue Laufwerk einmal mehr nicht über seine Consumer Electronik-Sparte präsentiert, sondern ganz bewusst im Rahmen des Segments Pioneer DJ, ein Bereich bei Pioneer, der seit Jahr und Tag richtig forciert und ausgebaut wurde, und längst zu einem sehr wesentlichen Geschäftsbereich für die Japaner geworden ist.

So propagiert Pioneer den neuen Pioneer PLX-500 hier als ideales Laufwerk für DJs, fügt aber gleich hinzu, dass man durchaus auch preisbewusste Vinyl-Liebhaber im Fokus habe.

Es erstaunt wohl kaum, dass sich neue Pioneer PLX-500 stark am Pioneer PLX-1000 Direct Drive Turntable orientiert, der wiederum vielfach, und zwar gänzlich ohne bösen Hintergedanken, als inspiriert durch den Technics SL-1210 angesehen wird. Und tatsächlich gibt es verschiedene Merkmale, die sich zumindest ähneln, was aber in erster Linie auch daran liegt, dass man ursprünglich die gleiche Zielgruppe adressieren wollte.

Ausdrücklich hebt der Hersteller also beim neuen Pioneer PLX-500 hervor, dass man sich am Layout des besagten Pioneer PLX-1000 orientierte, aus Sicht von Pioneer eine Professional Solution, und damit eine ideale Referenz.

Auch der neue Pioneer PLX-500 ist somit ein so genannter Direct Drive Turntable, also ein Laufwerk mit Direkt-Antrieb, wobei die Entwickler auf einen so genannte 3-Phase Brushless DC Motor setzten, der im konkreten Fall 33 1/3, 45 und 78 Umdrehungen pro Minute bewerkstelligen kann, und eine Justierung der Drehzahl um +/- 8 Prozent erlaubt. Dafür steht der bekannte Schieberegler direkt an der Oberseite zur Verfügung, wo man auch all die anderen Ausstattungsmerkmale findet, die in dieser Klasse geradezu typisch sind.

Binnen einer Sekunde soll der Pioneer PLX-500 zumindest 33 1/3 Umdrehungen pro Minute erzielen, ist damit doch „etwas“ langsamer im Antritt, als sein großer Bruder.

Der Plattenteller ist aus Aluminium-Druckguss gefertigt und weist einen Durchmesser von 332 mm auf.

Der Tonarm ist S-förmig ausgeführt und weist eine effektive Länge von 230,5 mm sowie einen Überhang von 16 mm auf. Natürlich mündet er in einem abnehmbaren Headshell, wobei die Höhe des Tonarms um 6 mm variiert werden kann. Ausgelegt ist dieser Tonarm nach Herstellerangaben für eine Auflagekraft bis zu 4 g, wobei die Empfehlung des Herstellers lautet, Tonabnehmer mit bis zu 9,5 g Gewicht einzusetzen. Ab Werk ist der neue Pioneer PLX-500 bereits mit einem Tonabnehmer bestückt, sodass der Hersteller von einem Laufwerk spricht, das „out-of-the-box“ spielbereit geliefert wird. Das Unternehmen macht bislang keinerlei Angaben darüber, um welches Tonabnehmer-System es sich hierbei handelt.

Das gesamte Laufwerk misst 450 mm in der Breite, 159 mm in der Höhe und 368 mm in der Tiefe, und bringt damit 10,7 kg auf die Waage.

Interessant ist, dass der neue Pioneer PLX-500 über eine integrierte Phono-Vorstufe verfügt, mehr noch, sogar einen A/D-Wandler samt USB-Interface aufweist, sodass er direkt mit einem PC oder Mac verbunden werden kann, um Schallplatten direkt zu digitalisieren. Die entsprechende Software bietet Pioneer selbst an, und zwar in Form der Pioneer Rekordbox Software. Zudem stehen verschiedenste weitere Software-Lösungen aus dem Hause Pioneer zur Verfügung, die allen voran für DJs interessant sind, und den neuen Pioneer PLX-500 in das Umfeld von Pioneers entsprechenden Lösungen integrieren.

Über den Line Out, dies sei der Vollständigkeit wegen auch noch ausdrücklich betont, kann der neue Pioneer PLX-500 an jeden Verstärker direkt angeschlossen werden, benötigt also keine separate Phono-Vorstufe. Zudem können damit auch Aktiv-Lautsprecher, wer mag etwa auch eine Soundbar oder ein anderes kompaktes HiFi-System direkt mit dem Laufwerk verbunden werden, um eine besonders kurze Kette aufzubauen.

Der Pioneer PLX-500 soll ab September 2016 im Fachhandel zu finden sein, und zwar in zwei Versionen. So steht mit dem Pioneer PLX-500-K eine schwarze Ausführung zur Verfügung, und mit dem Pioneer PLX-500-W findet man die entsprechende Variante in Weiss.

Beide Versionen sind mit € 399,- zu veranschlagen, wobei im Lieferumfang neben einer Matte für den Plattenteller auch ein Adapter für Singles sowie eine Staubschutz-Abdeckung enthalten ist.

Interessant ist zudem, dass das besprochene Headshell des Laufwerks Ende des Jahres in verschiedenen Versionen als optionales Zubehör angeboten werden soll. Das im Lieferumfang ja bereits enthaltene Headshell trägt die Bezeichnung Pioneer PC-HS01-S und soll ab Dezember separat angeboten werden, und zudem in zwei weiteren Farben erhältlich sein. So soll mit dem Pioneer PC-HS01-K eine schwarze und mit dem Pioneer PC-HS01-N eine goldene Ausführung zur Verfügung stehen.

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