Primare CD32 und I32 - Schwedisches Gespann...

Der renommierte schwedische HiFi-Produzent Primare präsentiert mit den neuen Produkten der 30iger-Serie nicht nur einmal mehr eine ausnehmend elegante Stereo-Kombination, die selbstverständlich auch audiophile Ansprüche befriedigen kann, vor allem beim Stereo Vollverstärker Primare I32 trumpft das schwedische Unternehmen mit innovativen Ausstattungsmerkmalen auf.

Von Michael Holzinger (mh)
05.12.2010

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Rein Äußerlich haben sich die neuen Systeme von Primare AB nicht wesentlich gegenüber ihren direkten Vorgängern, dem Primare CD31 sowie I31 verändert. Gut so, denn damit bleibt der schwedische Hersteller seiner überaus eleganten, zeitlos stilvollen Designsprache treu. So präsentieren sich sowohl der neue CD-Player Primare CD32 als auch der Stereo Vollverstärker I32 mit einer sehr aufgeräumten Front, die nur wenige, aber mehr als ausreichend Bedienelemente aufweist. Beim CD-Player sind es nicht mehr als drei Taster, beim Stereo Vollverstärker vier Taster sowie zwei Drehgeber. Alle Bedienelemente sind natürlich auch bei der neuesten Generation aus Metall gefertigt, was dem hohen Anspruch, den das schwedische Unternehmen an die eigenen Produkte stellt, voll und ganz gerecht wird.

Sowohl beim I32 als auch beim CD32 beschränkt sich Primare auf vergleichsweise kleine Displays, die aber stets die wesentlichen Informationen klar und deutlich darstellen. Das Display ist als OLED-Display ausgeführt und lässt sich in vier Stufen dimmen. Zudem verfügt es bei beiden Geräten über eine Auto-Dimm-Funktion.

In gewohnter Weise setzt Primare auf ein solides Metallgehäuse mit wirklich sehr massiver Front. Schon der CD-Player Primare CD32 bringt es somit mit Abmessungen von 430 x 375 x 106 mm auf stolze 10,5 kg. Der Stereo Vollverstärker Primare I32 ist im Vergleich dazu mit 430 x 385 x 100 mm und 11 kg nur eine Spur schwerer.

Der CD-Player Primare CD32 sei ein Player für wahre Musikliebhaber, so der Hersteller, die ihre CDs in herausragender Qualität genießen möchten. Daher setzten die Entwickler nicht, wie so oft üblich, auf ein DVD-Laufwerk, sondern ein reines CD-Laufwerk um möglichst geringe Jitterwerte zu erzielen. Das Laufwerk mit Toshiba Controller und einem Laser von Sanyo verfügt über einen Datenpuffer für fünf Sekunden und sorgt somit für ein möglichst akkurates Auslesen der Audio-Daten. Das Laufwerk kann aber nicht nur Audio CDs sondern auch Daten CD-ROMs mit MP3 sowie WMA-Dateien lesen. Auch ein USB-Anschluss steht zur Verfügung, um entsprechende Speicher-Sticks als Datenquelle zu nutzen.

In jedem Fall erfolgt die Signalverarbeitung durch zwei Burr-Brown PCM1704 DACs sowie einen DF1706 Digitalfilter. Primare überlässt es dem Anwender, ob die Signalverarbeitung mit Sampling-Raten von 44,1, 48 oder mit den maximal möglichen 96 kHz bei 24 Bit erfolgen soll.

Möglichst kurze Signalwege sollen durch SMD-Technologie erzielt werden und auf so genannte Koppelkondensatoren verzichtet der Hersteller aus klanglichen Gründen komplett. Selbstverständlich werden die analogen als auch digitalen Schaltkreise von jeweils eigenen Netzteilen versorgt.

Für analoge Signale stehen symmetrische Ausgänge in Form von XLR-Buchsen sowie das übliche Chinch-Buchsenpärchen zur Verfügung. Digitale Signale können über AES/ EBU, S/PDIF sowie TOS-Link ausgegeben werden.

Der Stereo Vollverstärker Primare I32 setzt im Prinzip auf Class D, jedoch auf das so genannte Ultra Fast Power Device Schaltungskonzept, oder kurz UFPD genannt. Im Vergleich zu herkömmlichen Class D Konzepten mit teils je nach Last und Frequenz schwankender Verzerrung soll hier ein vollkommen lastunabhängiges und bei allen Frequenzen gleich niedriges Verzerrungsniveau und somit ein sehr sauberer, natürlicher Klang mit hohen Leistungsreserven erzielt werden. Im Vergleich zu üblichen Class A/B Konzepten ist die Leistungsaufnahme des I32 deutlich geringer und es wird hier zudem eine sehr geringe Abwärme entwickelt. Ein Netzteil mit so genannter PFC-Technologie (Power Factor Correction) übernimmt die Spannungversorgung, das unter anderem über einen Ultra Low-Power Standby-Modus verfügt. Damit soll die Leistungsaufnahme mit maximal 0,2 Watt im Standby sehr gering sein.

So bringt es der Primare I32 auf eine Leistung von zweimal 120 Watt an 8 Ohm bzw. zweimal 230 Watt an 4 Ohm.

Die Vorverstärker-Sektion wurde räumlich von der Leistungsendstufe strickt getrennt. Zudem werden beide von separaten Netzteilen versorgt. Alle Signalwege wurden so kurz wie möglich konzipiert wobei alle Signal-Kontrollelemente laut Primare komplett in der analogen Ebene realisiert sind. Unsymmetrische Signale werden mit Hilfe eines Symmetrieverstärkers in symmetrische Signale gewandelt und anschließend einem Burr-Brown OPA2134 Verstärker für die Lautstärke-/ Balance-Baugruppe zugeführt, die nach Herstellerangaben mit einem LM1972 aufgebaut ist. Die Signalquellen-Umschaltung soll mittels High Performance Kleinsignal-Relais erfolgen.

An Anschlüssen stehen zwei Paar XLR-Eingänge sowie drei Paar Chinch-Buchsen zur Verfügung. Ein Vorverstärker-Ausgang sowie ein Record-Out dürfen natürlich ebensowenig fehlen wie massive Lautsprecher-Anschlüsse.

Der wahre Clou am neuen Primare I32 ist aber dessen optionale Erweiterungsmöglichkeit. Über ein so genanntes Media I/O Board kann der Primare I32 künftig um zahllose Möglichkeiten wie etwa Audio-Streaming, Internet-Radio, DAB, FM-Tuner sowie die Wiedergabe von Apple iPod, USB und SD-Cards und digitale Schnittstellen erweitern.

Dieses Media I/O Board verfügt also zunächst über zahlreiche digitale Schnittstellen. So finden sich zwei S/PDIF-Eingänge, ein optischer TOS-Link Eingang sowie ein S/PDIF-Ausgang auf diesem Modul. Über einen Universal-Dock Anschluss kann ein Apple iPod, iPhone oder iPad angeschlossen und die Daten digital ausgelesen werden. Ein zusätzlicher USB-Anschluss steht für entsprechende Speicher-Sticks, mittels Adapter auch SD-Cards als auch externe Festplatten zur Verfügung, wobei Primare derzeit noch keinerlei Angaben darüber macht, welche Datenformate hier abgespielt werden können.

Dies gilt leider auch für die Integration ins Netzwerk, die mittels Ethernet-Anschluss (RJ45) als auch WiFi möglich sein wird. So kann der Primare I32 Inhalte nicht nur direkt von einer zentralen Netzwerk-Speicherlösung, einer so genannten NAS abspielen, sondern auch von einem PC oder Mac. Auch der Zugriff auf Internet-Radiostationen soll so möglich sein. Zudem verfügt das Media I/O Board über einen FM/ DAB-Tuner. Weitere Details als auch den empfohlenen Verkaufspreis wird Primare wohl erst dann preis geben. wenn das optionale Media I/O Board tatsächlich erhältlich ist.

Wir haben es bereits erwähnt, auch der I32 weist wie der CD32 lediglich ein vergleichsweise kleines OLED-Display auf. In diesem Fall kann der Anwender aber den Eingängen eigene Namen verpassen, wobei jeweils sechs Zeichen möglich sind.

Für jeden Eingang kann zudem eine individuelle Lautstärke- und Balance-Feinanpassung in 1 dB Schritten vorgenommen werden. Auch eine Einschalt-Lautstärke lässt sich fest vorgeben.

Sowohl der CD-Player als auch der Stereo Vollverstärker weisen RS232-Schnittstellen, Trigger-Anschlüsse sowie IrDA-Eingänge auf.

Die beiden neuen Komponenten von Primare lösen ab sofort ihre direkten Vorgänger-Modelle Primare CD31 sowie Primare I31 ab und sind wie diese nicht nur in Schwarz, sondern auch Titan erhältlich. Im Lieferumfang ist jeweils ein Fernbedienung enthalten, die beide Komponenten steuert.

Der Stereo Vollverstärker Primare I32 sowie der CD-Player Primare CD32 sind ab sofort im Fachhandel erhältlich. Der österreichische Generalimporteur Audio Tuning Vertriebs GmbH gibt für den Primare CD32 einen unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis von € 2.590.- an. Der Primare I32 soll ebenfalls zum empfohlenen Verkaufspreis von € 2.590,- verfügbar sein.

Michael Holzinger

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