Foto © Pro-Ject Audio Systems

Pro-Ject A/D Phono Box S - A/D-Wandler inklusive USB-Port mit Phono-Vorstufe für MM- und MC-Tonabnehmer

Mit der Pro-Ject A/D Phono Box S bietet Pro-Ject Audio Systems eine überaus vielseitige Lösung für Audio-Systeme an, die lediglich über einen digitalen Eingang verfügen. Sie verfügt nicht nur über einen herkömmlichen Line In für analoge Quellen, hier steht zudem eine Phono-Vorstufe für MM- als auch MC-Tonabnehmer-Systeme zur Verfügung. Zudem kann sie mittels USB auch mit einem PC oder Mac verbunden werden.

Kurz gesagt...

Die neue Pro-Ject A/D Phono Box S weist einen Line In für analoge Quellen und eine Phono-Vorstufe für MM- und MC-Tonabnehmer-Systeme auf, und gibt Signale über TOS-Link oder USB aus.

Wir meinen...

Mit der Pro-Ject A/D Phono Box S steht eine besonders einfache, aber auch sehr flexible Lösung zur Verfügung, um Musik von Schallplatte als auch etwa Tonband zu Digitalisieren. Sie versteht sich nicht nur auf MM- sondern ebenso auf MC-Tonabnehmer-Systeme und weist einen regelbaren Ausgansgpegel auf. Die Verbindung mit dem PC oder Mac erfolgt über USB. Zudem steht ein optischer Digitalausgang zur Verfügung, über den die analoge Quellen an einer Soundbar oder einem Micro-HiFi-System ohne analoge Schnittstellen betrieben werden können.

Von Michael Holzinger (mh)
14.06.2014

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Mit der neuen Pro-Ject A/D Phono Box S hat sich das Wiener Unternehmen Pro-Ject Audio Systems die Aufgabe gestellt, eine besonders flexible, gleichzeitig sehr einfache und zudem sehr hochwertige Lösung anzubieten. in erster Linie richtet man sich damit an Anwender, die Signale einer analogen Quelle digitalisieren wollen, etwa mit Hilfe eines PCs oder Macs. So verfügt die Pro-Ject A/D Phono Box S nicht nur über einen analogen Eingang in Form einer 3,5 mm Stereo Miniklinkenbuchse, um etwa ein Tonband-Gerät anschließen zu können, sondern ebenso über eine Phono-Vorstufe. Als Besonderheit ist diese Phono-Vorstufe nicht nur für MM-Tonabnehmer-Systeme ausgelegt, wie sonst in dieser Klasse üblich, auch MC-Tonabnehmer-Systeme können hier genutzt werden. Über einen D/A-Wandler und ein USB-Interface lassen sich diese Inhalte dann mittels eines PCs oder Macs digitalisieren. Zudem steht ein digitaler Ausgang zur Verfügung.

Und genau diese weitere digitale Schnittstelle, ausgeführt als optische S/PDIF-Schnittstelle, kann dazu genutzt werden, um analoge Quellen mit Audio-Systemen zu verbinden, die allein über eine digitale Schnittstelle, aber keine analogen Eingänge verfügen, was ja immer öfter der Fall ist, nicht nur im Kompakt-Segment.

Allen voran die immer öfter als einziges Audio-System genutzten so genannten Soundbars oder Sounddecks, also jene Lösungen, die für einen adäquaten Klang beim Fernsehen sorgen sollen, dienen immer mehr Kunden als primäre Anlage im Wohnzimmer. Vor allem dann, wenn diese von einem renommierten Lautsprecher-Produzenten stammen, liefern diese ja durchaus angemessene Ergebnisse und somit zumeist mit weiteren Schnittstellen versehen, um weitere Quellen anschließen zu können. Allerdings setzen viele Hersteller hier auf HDMI für die Verbindung zum Fernseher, und eine weitere digitale Schnittstelle für andere Quellen. Hier bedarf es also eines A/D-Wandlers, wenn man hier dann zusätzlich auch einen Schallplatten-Spieler einbeziehen will. Ein ähnliches Szenario findet man auch bei vielen Micro-HiFi-Systemen.

Auch hier kann die neue Pro-Ject A/D Phono Box S also gute Dienste leisten, zumal es sich um eine besonders kompakte Lösung im Formfaktor der Pro-Ject Audio Systems Box Design S-Serie mit Abmessungen von lediglich 103 x 36 x 104 mm bzw. 115 mm inklusive der Buchsen an der Rückseite handelt. Natürlich ist das Gehäuse aus Metall gefertigt, und eine schicke Front aus gebürstetem Aluminium sorgt dafür, dass man die Pro-Ject A/D Phono Box S keineswegs verstecken muss.

Über einen Taster an der Front wählt man den Eingang aus, also entweder den analogen Eingang, oder die Phono-Vorstufe. Die Phono-Vorstufe sorgt für eine RIAA-Entzerrung und orientiert sich an einem Schaltungsdesign von Dr. Sykora. Sie soll besonders saubere Ergebnisse liefern, die durchaus auch anspruchsvollere Vinyl-Liebhaber zufrieden stellen können.

Die Signalverarbeitung des Wandlers erfolgt mit 16 Bit und 44,1 oder 48 kHz. Eine höhere Auflösung währe in diesem Fall auch nicht sinnvoll, denn die meisten Soundbars oder Micro-HiFi-Systeme könnten ohnedies nicht mehr verarbeiten. Dementsprechend genügt in diesem Fall auch ein USB 1.1 Interface, das die Verbindung zu einem PC oder Mac herstellen kann, um Audio-Signale aufzuzeichnen. Ein spezieller Treiber ist somit ebenfalls nicht erforderlich und es kann jedweder Software, egal welches Betriebssystem, fürs Aufzeichnen verwendet werden. Sehr hilfreich: Der Pegel kann über einen Drehgeber an der Front der Pro-Ject A/D Phono Box S geregelt werden.

Die Pro-Ject A/D Box S setzt auf eine tadellose Schaltung in SMD-Technik und wird durch ein externes Netzteil versorgt. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer Ausführung in Schwarz oder Silber. Der österreichische Vertrieb Audio Tuning Vertriebs GmbH gibt für die neue Pro-Ject A/D Box S einen empfohlenen Verkaufspreis von € 199,- an. Sie soll ab sofort im Fachhandel zu finden sein.

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