High End 2014: Er war wohl eines der spannendsten Laufwerke der so genannten RPM Line, der Pro-Ject RPM 5 bzw. RPM 5.1, der nunmehr in Form des Pro-Ject RPM 5 Carbon seinen Nachfolger erhält." /> Sempre Audio
Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at

Pro-Ject Audio Systems präsentiert Pro-Ject RPM 5 Carbon

High End 2014: Er bildete ein zentrales Produkt in der so genannten Pro-Ject Audio Systems RPM Line, denn zum attraktiven Preis erhielt man hier ein tadelloses Laufwerk, das zudem mit einem besonders eleganten, sehr spartanisch anmutenden Design aufwarten konnte, der Pro-Ject RPM 5 bzw. Pro-Ject RPM 5.1. Nun steht der Nachfolger in Kürze zur Verfügung, der Pro-Ject RPM 5 Carbon.

Kurz gesagt...

Er war wohl eines der spannendsten Laufwerke der so genannten RPM Line, der Pro-Ject RPM 5 bzw. RPM 5.1, der nunmehr in Form des Pro-Ject RPM 5 Carbon seinen Nachfolger erhält.

Wir meinen...

Schon bisher war der Pro-Ject RPM 5 bzw. RPM 5.1 ein überaus ansprechendes, aber vor allem auch sehr schickes Laufwerk. In der neuesten Version als Pro-Ject RPM 5 Carbon haben die Designer noch eins drauf gelegt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Markante Details wurden verbessert, der Motor ausgelagert, und das Design nochmals verfeinert… Da kann nichts schief gehen!

Von Michael Holzinger (mh)
20.05.2014

Share this article


Die so genannte PRM Line aus dem Hause Pro-Ject Audio Systems stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Präsentation auf der High End 2014. Das österreichische Unternehmen nutzte die Fachmesse in der bayerischen Metropole München dazu, diese in der neuesten Generation, der Pro-Ject RPM Carbon Line zu präsentieren.

Unter den insgesamt fünf neuen Produkten fand sich somit auch der Pro-Ject RPM 5 Carbon, der die Nachfolge des Pro-Ject RPM 5.1 antritt, und damit wohl keine allzu leichte Aufgabe übernimmt. Schließlich war allen voran der Pro-Ject RPM 5.1, ebenso wie dessen Vorgänger, der Pro-Ject RPM 5, ein überaus interessantes Laufwerk. So überzeugte allen voran dessen Preis, denn er ermöglichte vielen Neueinsteigern oder gar Einsteigern in die Thematik Vinyl gleich zu Beginn auf ein überaus attraktives Laufwerk zu setzen, das erstaunliche Ergebnisse liefert. Gleichzeitig konnte er natürlich mit einem sehr außergewöhnlichen Design aufwarten, das geradezu nüchtern, reduziert auf das Wesentliche, die Philosophie des Unternehmens aus Wien auf den Punkt brachte. Außerdem sorgte die spezielle Formgebung dafür, dass dieses Laufwerk nahezu keinen Platz in Anspruch nahm.

Selbstverständlich behielt Pro-Ject Audio Systems all diese Vorzüge bei, wenngleich das neueste Modell in Form des Pro-Ject RPM 5 Carbon dann doch eine Spur mehr Platz benötigt, doch dazu in Folge mehr.

Auch bei der neuesten Generation handelt es sich um ein so genanntes manuelles Laufwerk, das nunmehr mittels 9 Volt AC Motor betrieben wird, der wiederum von einem neuen DC Netzteil inklusive AC-Generator versorgt wird. Und genau hier liegt einer der markantesten Unterschied zu den bisherigen, zuvor erwähnten Modellen. War der Antrieb bislang direkt unter dem Plattenteller zu finden, wurde dieser nun beim neuen Pro-Ject RPM 5 Carbon „ausgelagert“, steht also ab sofort neben dem Laufwerk, und zwar in einer massiven Basis aus Metall. Und genau deswegen benötigt der neue Schallplatten-Spieler etwas mehr Platz als seine Vorgänger.

Dafür ist nun eine komplette Entkopplung des Motors vom Chassis sichergestellt, sodass jedwede Vibrationen schlichtweg ausgeschlossen sind. Nur ein außen am Plattenteller geführter Präzisionsriemen stellt die Verbindung zum eigentlichen Laufwerk her. Die Auswahl der Drehzahl erfolgt in bewährter Art und Weise durch Umlegen des Riemens auf dem zweigeteilten Pully. Auch dies wird natürlich durch das neue Konstruktionsprinzip natürlich erleichtert, da man den Teller nicht mehr abnehmen muss.

Aber auch das Gehäuse selbst ist nunmehr neu, und zwar in Form einer Sandwich-Konstruktion aufgebaut, die aus zwei Lagen MDF mit jeweils 16 mm besteht, und defakto als Krönung noch eine Schicht Karbon-Faser an der Oberfläche erhielt. Gefertigt wird dies in mehreren Schritten, wobei zunächst die zwei MDF-Schichten mittels speziellem Kleber auf Epoxid-Basis unter hohem Druck verbunden werden. Danach wird die Karbon-Schicht aufgetragen, und das gesamte Chassis drei Stunden lang auf 60° erhitzt. Das Ergebnis ist ein besonders steifes Chassis, das zudem absolut schick und elegant aussieht. Die Fotos geben diesen Eindruck nur bedingt wieder, das muss man in Natura sehen…

Auch der Plattenteller ist neu, denn nunmehr kommt auch beim Pro-Ject RPM 5 Carbon eine Ausführung aus Acryl zum Einsatz, der mit einer verschraubbaren Schallplatten-Klemme aus Metall aufwarten kann. Dieser rotiert in einem invertiertem Lager um eine Edelstahlbuchse, an deren Ende eine darin eingepresste Keramik-Kugel die Auflage bildet.

Als Tonarm kommt beim neuen Pro-Ject RPM 5 Carbon der hervorragende Pro-Ject 9cc Evolution zum Einsatz, der einen höhenverstellbaren, Silikon bedämpften Tonarmlift aufweist, und der aus einem einzigen Stück Karbonfaser gefertigt ist, und zwar vom Headshell bis ans Ende des Tonarmrohrs. Er weist ein invertiertes Armlager auf, das gehärtete, in Kugellagern der Qualität ABEC 7 gelagerte Edelstahlspitzen aufweist und Verstellmöglichkeiten für den vertikalen (VTA) als auch horizontalen (Azimut) Atastwinkel bietet. Das Gegengewicht ist als Antiresonator ausgebildet und für die Innenverdrahtung wurde auf flexibler OFC-Kupferlitze gesetzt.

Beim neuen Pro-Ject RPM 5 Carbon hat man die Wahl zwischen einer weißen, schwarzen sowie roten Ausführung - gleichgültig, für welche man sich entscheidet, sie sehen allesamt überaus schick aus. Vor allem mit dem nunmehr aus Acryl gefertigten Plattenteller. Zudem kann man das Laufwerk natürlich nicht nur „nackt“ im Fachhandel ordern, sondern ebenso mit vormontiertem Tonabnehmer-System, wobei der österreichische Vertrieb Audio Tuning Vertriebs GmbH wohl in diesem Fall auf das tadellose Ortofon 2M Blue setzen wird.

Share this article

Related posts