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Pro-Ject Juke Box S2 - Das besonders feine All-in-one System

Foto © Pro-Ject Audio Systems

Pro-Ject Audio Systems bietet mit der Pro-Ject Juke Box E bereits ein All-in-One System basierend auf einem Schallplatten-Spieler an. Nun folgt das neue Pro-Ject Juke Box S2, das ebenfalls einen Schallplatten-Spieler mit integriertem Verstärker repräsentiert, allerdings mit einer noch feineren Verarbeitung aufwarten kann, wie etwa einen Acryl-Teller und edlem Echtholz-Furnier.

Kurz gesagt...

Als All-in-One HiFi Stereo Turntable bezeichnet Pro-Ject Audio Systems das neue Pro-Ject Juke Box S2, das sich in besonders eleganter Anmutung präsentiert.

Wir meinen...

Basierend auf dem Konzept der Pro-Ject Juke Box E präsentiert Pro-Ject Audio Systems nun ein weiteres All-in-One System, das somit durchaus starke Ähnlichkeiten mit besagter Pro-Ject Juke Box E aufweist, aber an vielen entscheidenden Stellen einen Schritt weiter geht, um ein noch feineres, ja, auch noch edleres System zu ermöglichen, die neue Pro-Ject Juke Box S2.

Von Michael Holzinger (mh)
10.05.2018

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Das Unternehmen Pro-Ject Audio Systems hat den Trend hin zu möglichst kompakten, dennoch vielseitigen HiFi-Lösungen sehr früh erkannt. Man kann gar sagen, Pro-Ject Audio Systems war hier Vorreiter für diese Entwicklung, und zwar mit der so genannten Pro-Ject Box Design Serie, bekanntlich eine Produktreihe, die HiFi auf wirklich kleinstem Raum mit erstaunlicher Qualität und Flexibilität ermöglicht.

Dass man es aber nicht bei dieser Elektronik-Serie belässt, sondern auch den Bereich Schallplatten-Spieler mit einbezieht, versteht sich als Selbstverständlichkeit, denn auch hier geht die Entwicklung ganz klar hin zu möglichst einfachen, auf das Wesentliche konzentrierte Lösungen, zumindest in einer Zielgruppe, die mit altbewährten „HiFi-Türmen“ kaum oder gar nichts anzufangen weiss.

Aus Sicht von Pro-Ject Audio Systems ergibt sich hier aber eine Art Dilemma, denn gerade ein Schallplatten-Spieler verlangt schlichtweg gewisse Grundvoraussetzungen, um das volle Potential der Musikwiedergabe von Schallplatte auch tatsächlich zur Geltung zu bringen. So gibt es gewisse Unverträglichkeiten, dem Spielraum der Entwickler sind, sofern sie sich Qualität verpflichtet fühlen, gewisse Grenzen bei der Integration gesetzt.

Der oftmals von No-name-Produzenten aus Fernost gewählte Weg, in einen Schallplatten-Spieler wirklich alles zu integrieren, also Phono-Vorstufe, Verstärker und sogar Speaker, sei absolut keine Option für Pro-Ject Audio Systems, dies habe schlichtweg rein gar nichts mit einer Lösung zu tun, die auch nur annähernd für die Wiedergabe von Schallplatte geeignet sei. Abgesehen davon, dass derartige Lösungen ohnedies nicht mehr sind als „Plastik-Bomber“, selbst wenn man es „richtig“ machen würde, wäre damit weder ein vernünftiges Klangbild mit adäquater Stereo-Abbildung zu erzielen, oder gar eine halbwegs überzeugende Abbildung des Frequenzspektrums und der Dynamik. Dass ein direkt im Schallplatten-Spieler integrierter Speaker natürlich klangschädigende Vibrationen erzeugt, muss ja wohl kaum noch separat erwähnt werden…

Auch die immer populäreren Aktiv-Lautsprecher-Systeme sieht Pro-Ject Audio Systems teils kritisch, zumindest dann, wenn in diesen direkt die Phono-Vorstufe implementiert ist, sodass man mit dem Schallplatten-Spieler recht nahe an die Speaker heran rücken muss, um keine Signalverluste bei den hier zu handhabenden geringen Spannungen in Kauf nehmen zu müssen.

Aus Sicht von Pro-Ject Audio Systems sei der einzig gangbare Weg bei der höchstmöglichen Integration eines All-in-One Systems basierend auf einem Schallplatten-Spieler jener, den man etwa bereits mit der Pro-Ject Juke Box E wählte, bei der man in einen Schallplatten-Spieler die entsprechende Phono-Vorstufe, eine Vorstufe sowie einen Leistungsverstärker implementierte, um diese dann in bewährter Art und Weise als Quelle für herkömmliche passive Speaker zu nutzen.

Basierend auf diesem Konzept präsentiert Pro-Ject Audio Systems nun ein weiteres All-in-One System, das somit durchaus starke Ähnlichkeiten mit besagter Pro-Ject Juke Box E aufweist, aber an vielen entscheidenden Stellen einen Schritt weiter geht, um ein noch feineres, ja, auch noch edleres System zu ermöglichen, die neue Pro-Ject Juke Box S2.

Ziel der neuen Pro-Ject Juke Box S2 sei es, Vinyl-Enthusiasten eine Lösung anbieten zu können, die auf kleinstem Raum und in eleganter Form eine überaus ansprechende Musik-Wiedergabe von Schallplatte zu ermöglichen, gleichzeitig auch für weitere Quellgeräte offen zu sein, und all dies auf einem Niveau, das man durchaus als audiophil bezeichnen darf. Die Basis des neuen Pro-Ject Juke Box S2 stellt somit auch hier ein Laufwerk aus dem Hause Pro-Ject Audio Systems im gehobenen Einstiegssegment dar, wobei allerdings auf ein Finish mit Echtholz-Furnier gesetzt wird. Wahlweise kann man somit die neue Pro-Ject Juke Box S2 in Walnuss oder Eukalyptus erwerben.

Das Laufwerk ruht auf speziell konzipierten Standfüssen, die eine optimale Entkopplung bieten und damit die flexible Platzierung des Pro-Ject Juke Box S2 ermöglichen.

Mit Abmessungen von 415 x 118 x 334 mm bringt diese Lösung nicht mehr als 5 kg auf die Waage. Es sollte also kein Problem darstellen, für das neue Pro-Ject Juke Box S2 den richtigen Platz in jedem Wohnzimmer zu finden…

Auffallend ist auch, dass beim neuen Pro-Ject Juke Box S2 nicht ein herkömmlicher Plattenteller zum Einsatz kommt, den man bei dem entsprechenden Modell des Plattenspielers in der Standard-Ausführung findet, sondern ein hochwertiger Acryl-Teller. Dieser sieht nicht nur deutlich eleganter aus, auf Grund seiner speziellen Eigenschaften dient er auch als ein besonders effektives Klang-Upgrade. Er rotiert mit einer Edelstahl-Achse in einem Bronze-Lager.

Angetrieben wird der Plattenteller über einen außen geführten Silikon-Riemen, der wiederum von einem Low Vibration Synchronous Motor mit DC Power Supply mittels eines Pulley angetrieben wird. Die Auswahl der Drehzahl zwischen 33 1/3 und 45 Umdrehungen pro Minute erfolgt beim neuen Pro-Ject Juke Box S2 manuell durch Umlegen des Riemens am Pulley.

Der beim neuen Pro-Ject Juke Box S2 eingesetzte Tonarm ist ein 8,6 Zoll Aluminium-Tonarm, der auf hochwertige Saphir-Lager vertraut und bereits ab Werk mit einem Pro-Ject Pick-it 25A Cartridge bestückt ist, einem MM Tonabnehmer-System, wobei natürlich alles bereits fix und fertig eingestellt ist, man also sofort loslegen kann.

Wie bereits erwähnt, verfügt die neue Pro-Ject Juke Box S2 natürlich über eine integrierte Phono-Vorstufe, weist aber ebenso einen weiteren analogen Eingang für weitere Quellgeräte auf, wie etwa einen Streaming-Client, das TV-Gerät oder ähnliches. Zudem verfügt die neue Pro-Ject Juke Box S2 auch über Bluetooth, sodass man etwa mobile Devices wie Smartphones und Tablets ebenfalls direkt als Quelle einbinden, und damit auf verschiedenste Online-Dienste zugreifen, und diese direkt abspielen kann.

Der beim neuen Pro-Ject Juke Box S2 integrierte Verstärker weist eine Leistung von zweimal 50 Watt an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 4 Ohm auf, durchaus ausreichend, um einen herkömmlichen Wohnraum in Verbindung mit entsprechend ausgelegten Lautsprecher-Systemen mit ansprechendem Klang zu füllen…

Angeschlossen werden die Lautsprecher-Systeme beim Pro-Ject Juke Box S2 mittels bekannter Schraubklemmen, zudem sei nicht darauf vergessen anzuführen, dass hier auch ein Line Out mit fixem und variablem Pegel, zudem aber auch ein Phono Out zur Verfügung steht.

Die Bedienung erfolgt beim neuen Pro-Ject Juke Box S2 allein über einen Drehgeber direkt an der Stirnseite des Laufwerks. Damit kontrolliert man den Eingang ebenso wie die Lautstärke. Ein Display direkt an der Oberseite rechts neben dem Plattenteller hält alle wesentlichen Informationen bereit. Zudem ist natürlich auch eine passende Infrarot-Fernbedienung im Lieferumfang enthalten.

Die neue Pro-Ject Juke Box S2 wird ihre Premiere im Rahmen der High End 2018 feiern, und dann auch recht rasch im Fachhandel zu finden sein, und zwar zum empfohlenen Verkaufspreis von € 799,-

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