Pro-Ject Jukebox zum Aktionspreis

Kompakte HiFi-Systeme gibt es zahllose am Markt, in den unterschiedlichsten Preis- und Qualitätsstufen und mit teils auch recht unterschiedlicher Ausstattung. Die Pro-Ject Jukebox stellt in dieser Angebotsflut eine echte Ausnahme dar, denn das österreichische Unternehmen Pro-Ject Audio Systems setzt auf einen Schallplattenspieler als Basis für dieses audiophile Komplett-Paket.

Von Michael Holzinger (mh)
27.07.2010

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Zunächst verrät nur wenig, dass man es hier nicht nur mit einem normalen Schallplattenspieler zu tun hat. Lediglich ein Lautstärkeregler sowie ein Taster an der Unterseite des Laufwerks können als erste Hinweise darauf dienen, dass in der Jukebox weit mehr steckt, als es ein erster Blick vermuten lässt.

Das wahre Leistungsspektrum eröffnet sich erst, wenn man die Rückseite des Laufwerks betrachtet. Denn hier stehen alle Anschlüsse des kleinen, aber sehr feinen Komplett-Systems zur Verfügung.

Die Basis für die Jukebox von Pro-Ject Audio Systems stellt der Plattenspieler Debut III dar, der absolute Bestseller im reichhaltigen Angebot des Weltmarkführers in diesem Marktsegment dar. Das aus verdichteten Holzfasern gefertigte Chassis steht auf vier als Schockabsorber funktionierenden Füßen und ist wahlweise in den Farben Schwarz, Weiss oder Rot lackiert. In allen drei Varianten handelt es sich um ein Hochglanz-Finish, das dem Laufwerk einen besonders edlen Touch verleiht. Der Plattenteller ist als Sandwichkonstruktion aus dem Subteller, einem 1,3kg schweren Teller aus Stahlblech und einer Filzmatte ausgeführt und rotiert in einer Laufbuchse aus Messing, die das Plattentellerlager bildet, in dem eine verchromte Edelstahlachse von, laut Hersteller, hoher Passgenauigkeit auf einer polierten Stahlkugel läuft. Das Tonarmrohr und die Aufnahme der Tonarmlager sind aus Aluminium gefertigt. Zwei gehärtete, in Saphiren gelagerte Edelstahlspitzen bilden die invertierten horizontalen Tonarmlager. Selbstverständlich wird auch bzw. gerade die Jukebox mit fertig montiertem und justiertem Tonabnehmer ausgeliefert, wobei in diesem Fall ein MM-Tonabnehmersystem von Ortofon, der Ortofon OM 5E zum Einsatz kommt.

Soweit also nichts Besonderes, dies entspricht der Ausstattung des Pro-Ject Debut III in der Standard-Ausführung. In diesem Fall verbirgt sich an der Unterseite des Laufwerks aber eine Phono-Vorstufe, die in der Ausstattung der auch als separate „Box“ erhältlichen Pro-Ject Box Design Phono Box entspricht. Die Jukebox beherbergt aber zudem auch die Vorstufe Pre Box, die Switch Box als auch die Amp Box, allesamt ebenfalls aus der Pro-Ject Box Design-Serie.

Damit stehen an der Jukebox neben dem Phono-Eingang für das Laufwerk drei zusätzliche Line-Eingänge für weitere Zuspieler zur Verfügung. Und dank des integrierten Verstärkers fehlen lediglich entsprechende Lautsprecher, um ein komplettes HiFi-System der ganz besonderen Art zu realisieren. Diese Speaker versorgt der integrierte Verstärker mit einer Leistung von zweimal 30 Watt an 4 Ohm.

Und natürlich ist auch eine Fernbedienung mit dabei, wenngleich diese natürlich nur für die Elektronik, nicht aber das Laufwerk genutzt werden kann.

Die Stromversorgung erfolgt mittels externer Netzteile, wobei der Hersteller in diesem Fall zwei Stück mit in die Packung legt. Eins für das Laufwerk, das zweite Netzteil für die Elektronik.

Der österreichische Vertrieb Audio Tuning Vertriebs GmbH offeriert die überaus elegante und kompakte, zudem exzellent aufspielende Komplett-Lösung zu einem besonders attraktiven Preis. So soll die Jukebox von Pro-Ject Audio Systems bereits zum Preis von € 600,- im Fachhandel erhältlich sein. Mit dabei ist übrigens eine Abdeckhaube. Wer ein wirkliches Gesamt-Paket aus einer Hand sucht, der findet mit den Pro-Ject Speaker Box 5 die richtigen Lautsprecher, die auch das Design betreffend perfekt zur Pro-Ject Jukebox passen, gleichgültig, für welche der drei verfügbaren Farbvarianten man sich auch entscheidet. Die Speaker werden ebenfalls in Hochglanz Schwarz, Hochglanz Weiss und Hochglanz Rot angeboten.

Michael Holzinger

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