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Pro-Ject MaiA - Der Kleine mit audiophilen Tugenden…


High End 2014: MaiA, dies steht bei Pro-Ject Audio Systems für „My audiophile integrated Amplifiier“, und für nicht weniger als den Einstieg in eine Welt der HiFi, die durchaus audiophilen Ansprüchen gerecht werden kann. Auf kleinstem Raum lässt sich damit ein HiFi-System aufbauen, denn bereits der Pro-Ject MaiA bringt als Stereo Vollverstärker in kompakter Form ausreichend Anschlüsse für analoge als auch digitale Quellen mit, und ist zudem mit Bluetooth als auch einem Kopfhörer-Verstärker ausgestattet.

Kurz gesagt...

Mit der Lösung Pro-Ject MaiA steht in kompaktester Form nicht weniger als ein ein Stereo Vollverstärker mit integriertem D/A-Wandler, Bluetooth inklusive apt-X, sowie ein hochwertiger Kopfhörer-Verstärker zur Verfügung.

Wir meinen...

Mit der Pro-Ject MaiA steht eine überaus elegante, geradezu kleine Lösung zur Verfügung, die es aber tatsächlich in sich hat. Hiermit erwirbt man nicht nur einen feinen Stereo Vollverstärker, dieser weist zudem ausreichend Schnittstellen auf, um als flexible Basis für ein hochwertiges Micro HiFi-System zu dienen. Und zwar nicht nur drei analoge Eingänge sowie einen Phono-Eingang, auch digitale Schnittstellen bis hin zu einer USB-Buchse zur direkten Verbindung mit einem PC oder Mac stehen hier zur Verfügung, und auch Bluetooth gehört dazu. Sie vereint somit einen Stereo Vollverstärker, einen D/A-Wandler inklusive USB-DAC, eine Phono-Vorstufe, und ist zudem mit einem Kopfhörer-Verstärker versehen…

Von Michael Holzinger (mh)
23.05.2014

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Schon bisher war es das erklärte Ziel des österreichischen Unternehmens Pro-Ject Audio Systems, allen voran Einsteigern in die wunderbare Welt der hochwertigen Musikwiedergabe Produkte zu offerieren, die eine möglichst geringe Einstiegshürde, allen voran natürlich beim Preis, aber ebenso dem dafür nötigen Aufwand bedeuteten. Stets wurde dabei also ein möglichst erstklassiges Preis/ Leistungsverhältnis angestrebt, dies war bereits zu Beginn des Unternehmens bei Schallplatten-Spielern so, und dies sollte auch das Erfolgsrezept bei Elektronik sein. Dafür wurde die so genannte Pro-Ject Box Design-Serie kreiert, die zunächst als reine Spezialisten für verschiedenste Aufgaben konzipiert war, mit der Zeit jedoch zu einem immens vielseitigen, umfangreichen Produktportfolio anwuchs, das zwar nach wie vor jene „Spezialisten“ aufweist, aber ebenso klug kombinierte Systeme bietet, bei denen mehrere Aufgaben sinnvoll kombiniert sind.

Mit der neuesten integrierten Produkten der so genannten Pro-Ject Box Design S Line, die erstmals zu Beginn dieses Jahres im Rahmen der CES 2014 in Las Vegas präsentiert wurde, fand diese Entwicklung ihren bisherigen Höhepunkt. In der Wüstenmetropole von Nevada präsentierte das Wiener Unternehmen drei Stereo Vollverstärker, die als perfekte Basis für ein hochwertiges Micro HiFi-System dienen können, die Pro-Ject Audio Systems Stereo Box S Phono, die Pro-Ject Audio Systems Stereo Box S Digital sowie die Pro-Ject Audio Systems Stereo Box S Digital BT.

Zwei dieser Lösungen waren in exakt dieser Form auch im Rahmen der High End 2014 in München zu bestaunen, und zwar die Pro-Ject Stereo Box S Phono, sowie die Pro-Ject Stereo Box S Digital BT. Allerdings entschied sich das Unternehmen zu einer kleinen Adaptierung, die jedoch nicht die Hardware selbst, sondern vor allem deren Vermarktung betrifft. Es sei dem Hersteller ein besonders großes Anliegen, allen voran neue Kundenschichten mit dieser Produktlinie zu gewinnen, so Heinz Lichtenegger, Unternehmensgründer und CEO von Pro-Ject Audio Systems im Gespräch mit sempre-audio.at. Daher gelte es, auf diese Kunden anders zuzugehen, ihnen Produkte in einer Art zu liefern, die sie unmittelbar ansprechen. Dazu ist es essentiell, dies durchaus auch mit der Produktbezeichnung zum Ausdruck zu bringen. Aus diesem Grund entschied man sich, den besagten Stereo Vollverstärker zwar mit den zur CES 2014 präsentierten technischen Merkmalen, aber unter neuem Namen auf den Markt zu bringen.

So präsentiert sich die neueste Lösung aus dem Hause Pro-Ject Audio Systems nunmehr unter der Bezeichnung Pro-Ject MaiA, eine kurze, aber wohl sehr prägnante Abkürzung, die für nichts anderes als „My audiophile integrated Amplifier“ steht, und deren Aufgabe somit mit einem Satz auf den Punkt gebracht wird.

Der Stereo Vollverstärker misst nicht mehr als 206 x 36 x 220 mm und ist, in bewährter Art und Weise, komplett aus Metall gefertigt. Die Front ziert gar tadellos gebürstetes Aluminium, wobei keinerlei sichtbaren Verschraubungen die Optik stören. Wahlweise kann man das System in Schwarz als auch Silber erwerben.

Die Front präsentiert sich bewusst sehr aufgeräumt, denn mehr als einen Hauptschalter, einen zentral angeordneten Lautstärke-Regler sowie einen Taster zur Wahl des aktiven Eingangs samt entsprechenden Status-LEDs benötigt man ja in diesem Fall nicht.

Deutlich gedrängter geht es da schon an der Rückseite zu, denn hier müssen reichlich Schnittstellen ihren Platz finden. Allen voran stehen hier drei analoge Eingänge sowie ein Phono-Eingang für MM Tonabnehmer-Systeme zur Verfügung. Zudem weist die Pro-Ject MaiA auch digitale Schnittstellen auf, und zwar zweimal optisch (TOS-Link), sowie zweimal koaxial. Schon damit ist man also tatsächlich bestens gerüstet, um zahlreiche Quellen, gleichgültig, ob analog oder digital, anschließen zu können.

Damit ist es aber noch nicht vorbei, denn die Pro-Ject MaiA weist zudem einen USB-Port auf, mit dessen Hilfe der Stereo Vollverstärker zum hochwertigen Audio-Interface für PCs und Macs wird, wobei die Entwickler auf eine besonders leistungsfähige XMOS-Schnittstelle mit - selbstverständlich - asynchroner Datenübertragung setzten. Damit werden Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz übertragen, wobei der Pro-Ject MaiA die Kontrolle über den Datenstrom behält, und damit eine stets tadellose Signalübertragung gewährleistet ist.

Wer mobile Devices als Quelle nutzen will, also etwa ein Smartphone oder Tablet, der kann im Fall der Pro-Ject MaiA dafür auf Bluetooth setzen, sodass es völlig unerheblich ist, aus welchem „Stall“ dieses mobile Device stammt. Eine Netzwerk-Infrastruktur ist somit auch nicht nötig, und die Verbindung ist in wenigen Augenblicken hergestellt. Natürlich setzt Pro-Ject Audio Systems hierbei auf ein Bluetooth Modul, das den Codec apt-X unterstützt, sodass eine verlustfreie Signalübertragung in „CD-Qualität“ gewährleistet ist, sofern auch das Smartphone bzw. das Tablet dies unterstützen.

Als Verstärker liefert die Pro-Ject MaiA eine Leistung von immerhin zweimal 30 Watt an Lautsprecher-Systemen mit 4 Ohm. Dies reicht völlig aus, um im Verbund mit hochwertigen Lautsprecher-Systemen mit entsprechendem Wirkungsgrad kleine bis mittlere Räume mit sattem, überzeugendem Klang zu füllen. Zumal, genau dafür ist dieses System ja ausgelegt, nämlich als Basis für ein kleines, aber eben auch sehr feines HiFi-System. Und da beim Pro-Ject MaiA die Technologie zum Einsatz kommt, die bereits bei der Pro-Ject Amp Box S bzw. der Pro-Ject Stereo Box S dafür sorgte, dass diese die weltweit kleinsten audiophilen Verstärker sind…

Ein integrierter Kopfhörer-Verstärker rundet die reichhaltige Ausstattung der Pro-Ject MaiA ab, sodass man auch ungestört ganz für sich allein Musik genießen kann.

Da die Pro-Ject MaiA exakt so konzipiert ist, dass ihre Breite genau zwei Produkten der Pro-Ject Audio Systems Box Design S Line entsprechen, kann man natürlich auf weitere Komponenten zugreifen, um das eigene Micro HiFi-System auf der Basis der Pro-Ject MaiA zu erweitern, wenngleich man wohl nur wenige zusätzliche Produkte benötigen wird…

Als perfekte Ergänzung bietet sich jedoch etwa die Pro-Ject CD Box S an, sodass man einen adäquaten Audio CD-Player zur Verfügung hat, dessen Abmessungen haargenau der Pro-Ject MaiA entsprechen. Als Alternative steht wohl im dritten Quartal 2014 zudem die ebenfalls in München erstmals präsentierte Pro-Ject Stream Box S zur Verfügung, die ebenfalls den gleichen Formfaktor aufweist. Als optimale Abrundung kann man auf die passenden Gehäuse der Pro-Ject Design Boxes zurück greifen, etwa die Pro-Ject Design Box Acryl 4 iP, die die Pro-Ject MaiA samt CD-Laufwerk bzw. künftig die erwähnte Pro-Ject Stream Box S aufnimmt.

Die neue Pro-Ject MaiA soll bereits dieser Tage im Fachhandel zu finden sein. Wie bereits erwähnt, kann man sich zwischen einer schwarzen sowie silbernen Ausführung entscheiden. In beiden Varianten soll die Pro-Ject MaiA lediglich € 499,- kosten und wird natürlich mit einer passenden Infrarot-Fernbedienung ausgeliefert.

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