High End 2014: Ein wahrhaftes Schwergewicht präsentierte Pro-Ject Audio Systems als neues Flaggschiff der Pro-Ject RPM Carbon Line, den Pro-Ject RPM 10 Carbon." /> Sempre Audio
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Pro-Ject RPM 10 Carbon - Der Meister seiner Klasse…

High End 2014: Wahrlich ein Schwergewicht ist der neue Pro-Ject RPM 10 Carbon, das Topmodell der erstmals in München präsentierten Pro-Ject RPM Carbon Line, ausgestattet mit besonders massivem Chassis, einem nicht minder massivem Plattenteller, und bestückt mit einem Pro-Ject 10cc Evolution Tonarm.

Kurz gesagt...

Ein wahrhaftes Schwergewicht präsentierte Pro-Ject Audio Systems als neues Flaggschiff der Pro-Ject RPM Carbon Line, den Pro-Ject RPM 10 Carbon.

Wir meinen...

Mit dem Pro-Ject RPM 10 Carbon steht das Flaggschiff der neuen Pro-Ject RPM Carbon Line zur Verfügung, die erstmals im Rahmen der High End 2014 in München präsentiert wurde. Hier überzeugt nicht nur ein aufwendigst gefertigtes Chassis, ein nicht minder beeindruckender Plattenteller, der zudem in Aluminium als auch Messing angeboten wird, sondern zudem auch die Bestückung mit dem erstklassigen Pro-Ject 10cc Evolution Tonarm.

Von Michael Holzinger (mh)
26.05.2014

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Die erstmals im Rahmen der High End 2014 in München präsentierte so genannte Pro-Ject RPM Carbon Line umfasst insgesamt fünf Modelle, wobei bereits der Einstieg mit dem Pro-Ject RPM 1 Carbon überaus attraktiv gestaltet ist. Auch der Pro-Ject RPM 3 Carbon überzeugt vollends, und mit dem Pro-Ject RPM 5 Carbon steht ein überaus attraktives Modell zur Verfügung, das bereits den Einstieg in die obere Qualitätsliga erlaubt. Ebenso wie beim Der Pro-Ject 9 Carbon kommt hier allen voran ein neu entwickeltes, besonders massives Chassis zum Einsatz, wobei der Neuner zudem mit einem ebenso massiven Plattenteller aufwartet, während beim Fünfer ein schicker Acryl-Teller zum Einsatz kommt.

Die Krönung der Pro-Ject RPM Carbon Line aber, die bildet der neue Pro-Ject 10 Carbon, bei dem alles, was die neue Carbon Line des Wiener Unternehmens Pro-Ject Audio Systems auszeichnet, wahrlich auf die Spitze getrieben wurde.

So mächtig sich der neue Pro-Ject RPM 10 Carbon auch präsentiert, gemessen an der hier gebotenen Masse weist das Laufwerk geradezu minimalistische Abmessungen auf, zumindest, wenn es um die dafür nötige Fläche geht. In bewährter Art und Weise setzten die Entwickler des Weltmarktführers im Bereich Schallplatten-Spieler auch bei diesem Laufwerk auf ein Design, das kaum mehr Platz in Anspruch nimmt, als der Durchmesser einer herkömmlichen Schallplatte. Der Plattenteller schließt hier nahezu bündig mit dem Chassis ab, wobei lediglich die Tonarmbasis hervorragt. Zudem ist der Antriebsmotor in diesem Fall ausgelagert, sodass auch er mit einkalkuliert werden muss. Dieser ruht nunmehr geradezu in einer neu konzipierten Basis aus Metall.

Beim Antrieb handelt es sich um einen neu entwickelten 9 V Wechselstrom-Motor, der über einen mit Gleichstrom betriebenen AC-Generator elektronisch geregelt angesteuert wird. Damit kann natürlich auch die Drehzahl auf Knopfdruck zwischen 33 1/3 und 45 Umdrehungen pro Minute umgeschalten werden, ohne dafür den außen am Plattenteller geführten Riemen am Antriebs-Pully umlegen zu müssen. Der Vollständigkeit wegen sei es ausdrücklich erwähnt, dieser Riemen stellt die einzige Verbindung zwischen Motor und dem eigentlichen Laufwerk her, sodass klangschädigende Vibrationen oder Resonanzen kein Thema sind.

Als Basis fungiert ein Chassis, das in einem völlig neu entwickelten Herstellungsverfahren gefertigt wird. Dieses wurde ursprünglich für die ebenfalls erstmals im Rahmen der High End 2014 präsentierten neuen Tonarme, bestehend aus bedämpftem Aluminiumkern, überzogen mit Karbon, entwickelt, wie sie etwa bei den bereits erwähnten neuen Modellen Pro-Ject RPM 1 Carbon sowie Pro-Ject RPM 3 Carbon zum Einsatz kommen. Natürlich setzt die Fertigung des Chassis ein etwas adaptiertes Verfahren voraus, das wir bereits beim Pro-Ject RPM 9 Carbon beschrieben haben. Das Gehäuse besteht in diesem Fall jedoch aus einer besonders aufwendigen Sandwich-Konstruktion, bei der der Hersteller auf MDF, bedämpft mit Stahl-Pellets, sowie eine äußere Hülle aus Karbonfaser setzt. Als Grundlage dient eine Form aus tadellos poliertem Aluminium, in die zunächst die Karbonfaser eingelegt werden, um anschließend die MDF-Platten, gefüllt mit besagten Stahl-Pellets gelegt werden, und der Rest mit einem speziellen Granulat befüllt wird. Anschließend wird die Aluminium-Form auf 60° C erhitzt, und zwar für vier Stunden, danach erfolgt ein Aufheizen auf immerhin 100° C für zwei Stunden. Erst danach ist der Rohling fertigt für die finale CNC-Verarbeitung und das abschließende Veredeln auf Hochglanz. Das Ergebnis dieses Prozesses ist ein absolut massives,steifes Chassis, das die beste Grundlage für eine tadellose Musikwiedergabe bilden soll.

Aber auch der Plattenteller des neuen Pro-Ject RPM 10 Carbon ist außergewöhnlich, denn hier hat der Kunde die Wahl zwischen zwei absolut massivst ausgeführten Varianten, und zwar entweder gefertigt aus Aluminium, oder Messing, in beiden Fällen an der Oberseite veredelt mit einer Schicht aus Vinyl, also PVC. Dieser rotiert in einem ebenfalls neu konzipiertem invertiertem Lager mit einer in die Spitze der Achse eingepressten Keramik-Kugel als Auflage. Die stets optimale Distanz zwischen Chassis und Plattenteller wird mittels Neodymium-Magnten im Plattenteller sichergestellt.

Als Tonarm setzt das Unternehmen aus Wien beim Pro-Ject RPM 10 Carbon, dem Namen entsprechend, auf einen Pro-Ject 10cc Evolution Tonarm.

Ab Werk wird der neue Pro-Ject RPM 10 Carbon wohl ohne Tonabnehmer-System ausgeliefert, da in dieser Klasse der ambitionierte Vinyl-Liebhaber zumeist ohnedies seine ganz individuelle Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot am Markt treffen wird. Man kann aber wohl ebenso davon ausgehen, dass der Vertrieb auch hier in bewährter Art und Weise ein preislich besonders attraktives Paket mit Tonabnehmer-System schnüren wird, sodass der Pro-Ject RPM 10 Carbon auch tatsächlich im Fachhandel zu finden sein wird. Wann, und vor allem zu welchem Preis dies der Fall sein wird, steht derzeit noch nicht abschließend fest.

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