High End 2014: Basierend auf dem Pro-Ject RPM 1 Carbon präsentiert Pro-Ject Audio Systems den Pro-Ject RPM 3 Carbon, der mit einem S-förmig ausgeführten 10 Zoll Tonarm aus Karbon aufwartet." /> Sempre Audio
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Pro-Ject RPM 3 Carbon - Der neue RPM in der 10 Zoll Klasse

High End 2014: Den nagelneuen Pro-Ject RPM 1 Carbon nahm Pro-Ject Audio Systems als Basis für den ebenfalls neuen Pro-Ject RPM 3 Carbon, und somit ein völlig neues Modell der so genannten Pro-Ject Audio Systems RPM Line, die sich nunmehr in der aktuellen Generation als Pro-Ject Audio Systems RPM Carbon Line präsentiert.

Kurz gesagt...

Basierend auf dem Pro-Ject RPM 1 Carbon präsentiert Pro-Ject Audio Systems den Pro-Ject RPM 3 Carbon, der mit einem S-förmig ausgeführten 10 Zoll Tonarm aus Karbon aufwartet.

Wir meinen...

Pro-Ject Audio Systems nutzt die Basis des nagelneuen Pro-Ject RPM 1 Carbon für ein weiteres Produkt der neuen Pro-Ject RPM Carbon Line, das sich bislang so nicht in der Pro-Ject RPM Line fand, den neuen Pro-Ject RPM 3 Carbon. Im Vergleich zum RPM 1 Carbon kommt hier ein aufwendig gestalteter Plattenteller, aber allen voran ein 10 Zoll Carbon Tonarm mit der typischen S-Form zum Einsatz.

Von Michael Holzinger (mh)
19.05.2014

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Das österreichische Unternehmen Pro-Ject Audio Systems nutzte die diesjährige High End in München, um allen voran zahlreiche Neuerungen im Bereich Schallplatten-Spieler zu präsentieren. Erstmals war in diesem Rahmen etwa die nagelneue Pro-Ject RPM Line zu bestaunen, die nunmehr in der neuesten Generation als Pro-Ject RPM Carbon Line bezeichnet wird, und immerhin nicht weniger als fünf Produktneuheiten umfasst.

Die neu aufgestellte Pro-Ject Audio Systems RPM Carbon Line beginnt, wie berichtet, mit dem Pro-Ject RPM 1 Carbon. Diesen nutzten die Entwickler, um ein gänzlich neues Produkt einzuführen, der in dieser Form keinen direkten Vorgänger in der bisherigen RPM Line aufweisen kann, den Pro-Ject RPM 3 Carbon.

Die beiden Laufwerke unterscheidet somit nur eine Handvoll an Ausstattungsmerkmalen, darunter aber durchaus sehr wesentliche, sodass man wohl mit Fug und Recht von einem eigenständigen Produkt sprechen kann, das künftig das Produktsortiment des Weltmarktführers erweitert.

So setzten die Entwickler auf das für den Pro-Ject RPM 1 Carbon entwickelte Chassis, das auf das Wesentliche reduziert ist, und somit nahezu kaum zu sehen ist, denn es wird fast vollständig vom eigentlichen Plattenteller überragt. Erst wenn man den Plattenteller entfernt, präsentiert sich das Chassis des Laufwerks, das eine L-Form aufweist, an deren Enden sich einerseits der Motor, andererseits die Tonarmbasis findet. Nur diese zwei überragen den Plattenteller, sind also im Betrieb auch tatsächlich sichtbar. Der Rest verschwindet, sodass dieses Laufwerk nahezu keinen Platz in Anspruch nimmt.

Das Gehäuse setzt auf eine MDF-Sandwich-Konstruktion, ebenso der Plattenteller. Dieser weist zudem an der Oberseite eine Schicht aus Vinyl auf, die diesem also den letzten Feinschliff verleiht, optisch, aber natürlich auch aus klangtechnischer Sicht. Auch hier kommt ein invertiertes Plattenteller-Lager aus Sinterbronze zum Einsatz, wobei die Edelstahlachse über eine Kugel aus Keramik in dieser rotiert. Das gesamte Laufwerk ruht auf neu entwickelten, bedämpften Füssen und kann sowohl in Hochglanz Schwarz, Hochglanz Weiss sowie Hochglanz Rot erworben werden.

Der Motor weist keinerlei mechanische Verbindung mit dem Chassis auf, wird also einfach in die entsprechende Ausnehmung des Laufwerks gestellt, und treibt über einen außen geführten Riemen den Plattenteller an. Da es sich um ein so genanntes manuelles Laufwerk handelt, muss die Drehzahl mittels Umlegen des Riemens am Pully zwischen 33 1/3 und 45 Umdrehungen pro Minute justiert werden, was wohl kaum ein Problem darstellen dürfte, sondern vielmehr durchaus ganz bewusst zum Konzept eines Laufwerks aus dem Hause Pro-Ject Audio Systems gehört. Neu ist, dass nunmehr ein externes Gleichstrom-Netzteil zum Einsatz kommt, das aber den Motor über einen AC-Generator mit 9 V Wechselstrom antreibt.

Die Tonarmbasis bildet hier nun die Grundlage für einen völlig neuen 10 Zoll Tonarm, der im Kern aus Aluminium gefertigt und mit speziellem Granulat bedämpft ist, außen aber zudem mit Karbon überzogen ist, wobei dies in einem besonders aufwendigen Verfahren realisiert wird. Ziel dieses besonderen Aufwands ist es, einen besonders steifen Arm zu erzielen, und somit die beste Grundlage für eine akkurate Abtastung zu schaffen. Natürlich weist dieser Tonarm eine S-förmige Gestaltung auf, die ja in dieser Klasse bei Pro-Ject mit als Stilmittel genutzt wird. Wie bereits beim Pro-Ject RPM 1 Carbon setzten die Entwickler auch hier auf ein nunmehr mittels Magnet-System arbeitendes Anti-Skating sowie ein mittels TPE Damping besonders aufwendig bedämpftes Gegengewicht. Das sieht nicht nur überaus schick aus, sondern erleichtert vor allem Einsteigern die optimale Justierung ihres Laufwerks nochmals deutlich.

Auch den Pro-Ject RPM 3 Carbon wird es in verschiedenen Ausführungen geben, und zwar nicht nur den bereits erwähnten drei Farbvarianten, sondern mit und ohne Tonabnehmer-System. Allerdings liegen derzeit noch keine empfohlenen Verkaufspreise vor, also weder für die „nackte“ Variante ohne Tonabnehmer-System, noch für die Version mit vormontiertem Ortofon OM 5e, aber auch nicht für die ebenfalls angebotene Version mit vormontiertem Ortofon 2M Red. Diese Information liefern wir natürlich sofort nach, wenn wir diese vom österreichischen Vertrieb Audio Tuning Vertriebs GmbH erhalten haben.

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