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Roon Labs LLC. rüstet sich für umfangreichen MQA Support

Die Software-Schmiede Roon Labs LLC. stellt nun ein neues Update ihres Medien-Verwaltungs- und Streaming-Systems zur Verfügung, das mit einigen Neuerungen aufwartet, die für den Anwender nicht direkt offensichtlich, aber für das System insgesamt durchaus interessant sind. Darunter etwa einen völlig neuen Ansatz bei der Erkennung und Verarbeitung von MQA kodierten Inhalten.

Kurz gesagt...

Mit dem neuesten Update der Software Roon steht allen voran eine optimierte Erkennung und Verarbeitung von in MQA kodierten Inhalten über RAAT im Mittelpunkt.

Wir meinen...

Mit dem neuesten Update der Medien-Verwaltungs- und Streaming-Software Roon verlässt sich die Software-Schmiede Roon Labs LLC. bei Inhalten kodiert in MQA nicht mehr auf etwaige Tags, sondern nimmt eine separate Analyse der Daten oder eines Streams bei Diensten wie TIDAL vor. So soll sichergestellt sein, dass stets die Original Sample Rate direkt über RAAT an Roon ready Devices übermittelt und damit bestmögliche Ergebnisse erzielt werden können. Zudem enthält das neue Update, das Roon Labs LLC. in bewährter Art und Weise kostenlos anbietet, eine Vielzahl an Fehlerbereinigungen und Performance-Optimierungen.
Hersteller:Roon Labs LLC.
Vertrieb:Roon Labs LLC.
Preis:kostenloses Update

Von Michael Holzinger (mh)
13.07.2017

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Es scheint zunächst kein wirklich essentielles Update zu sein, das die Software-Schmiede Roon Labs LLC. nunmehr mit Roon Version 1.3 Build 242 zur Verfügung stellt. Auf den ersten Blick ist es nicht mehr als eines der zahlreichen kleinen Wartungs-Updates, die das Unternehmen ja erfreulicherweise als Teil ihres wirklich hervorragenden Kunden-Support regelmässig anbietet. Neue Funktionen suchen tatsächlich viele Kunden hier vergebens, es sei denn, sie sind im Besitz einer Hardware-Lösung aus dem Hause Devialet, deren Devialet AIR Technology mit dieser neuesten Version nun direkt unterstützt wird - sempre-audio.at berichtete.

Doch wie bereits in diesem Blog-Eintrag angedeutet, hält der neue Roon Version 1.3 Build 242 dann doch die ein oder andere Überraschung bereit, wenngleich dies nicht ganz so offensichtlich, aber letztlich auf lange Sicht doch essentiell ist.

So wurde mit diesem neuen Roon Version 1.3 Build 242 allen voran die Art und Weise geändert, mit der die Software mit Inhalten kodiert in MQA umgeht.

So verlässt sich die Medien-Verwaltungs- und Streaming-Lösung aus dem Hause Roon Labs LLC. nun nicht mehr allein auf File Tags um Inhalte in MQA zu identifizieren. Dieses Verfahren erwies sich, so der Hersteller, als unzuverlässig, allen voran etwa im Zusammenspiel mit Inhalten, die über den Musik-Streaming-Dienst TIDAL empfangen wurden. Mit dem neuen Build analysiert die Software nun selbst die Daten, einerseits beim Empfang von Streams, aber auch bei der Audio-Analyse, die Roon beim Import von neuen Audio-Daten vornimmt. Dadurch sollen falsch getaggte Informationen erkannt, die Original Sample Rate zuverlässig ermittelt werden. Ganz wesentlich ist hierbei, dass die Software selbst nach dem Update auf den nunmehr zur Verfügung stehenden Roon Version 1.3 Build 242 keine komplette Neuanalyse der Mediathek vornimmt, gegebenenfalls muss der Anwender also einzelne Alben selbst über „Re-analyze“ korrigieren lassen, um auch rückwirkend, und nicht nur für neue Inhalte stets korrekte Tags zu garantieren.

Jedenfalls soll mit der neuen direkten Analyse sichergestellt sein, dass stets die originale Sample Rate von MQA kodierten Inhalten über RAAT (Roon Advanced Audio Transport) an Roon ready Devices übermittelt wird. Dies soll Partner von Roon Labs LLC. in die Lage versetzen, MQA und RAAT optimal für ihre Lösungen zu implementieren.

Auch der Anwender selbst soll mit dem neuen Roon Version 1.3 Build 242 in die Lage versetzt werden, die tatsächlichen Eckdaten von MQA kodierten Inhalten einzusehen, und zwar über den Signal Patz in Roon, sofern natürlich eine MQA geeignete Hardware zum Einsatz kommt.

Weitere Verbesserungen des aktuellen Roon Version 1.3 Build 242 betreffen Fehler im Zusammenspiel mit Apple AirPlay, der Unterstützung einzelner Devices aus dem Hause Sonos Inc., das Zusammenspiel mit TIDAL, sowie allen voran das Handling von Inhalten in Surround und deren Wiedergabe über entsprechende Audio-Hardware sowie Performance-Optimierungen allgemeiner Natur.

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