Foto © QNAP/Roon Labs

Roon Labs implementiert Roon Server 1.2 auf NAS-Lösungen von Synology und QNAP

Eine besonders elegante Art und Weise für den Betrieb eines Multiroom-Streaming-Systems basierend auf dem Roon Server von Roon Labs soll nunmehr die Möglichkeit bieten, diesen auf ausgewählten NAS-Systemen von Synology und QNAP zu installieren.

Kurz gesagt...

Auch wenn es keine wirkliche Out-of-the-Box Lösung ist, so lässt sich Roon Server in der neuesten Version 1.2 aus dem Hause Roon Labs nunmehr relativ leicht auf ausgewählten NAS-Systemen von Synology und QNAP installieren.

Wir meinen...

Für technisch ein wenig versierte HiFi-Enthusiasten könnte diese nunmehr von Roon Labs in Zusammenarbeit mit Christopher Rieke angebotene Option besonders spannend sein, nämlich die direkte Installation des Roon Server auf einer NAS aus dem Hause QNAP oder Synology. Damit steht die erstaunliche Funktionalität rund um das Multiroom High-end Streaming-System Roon Labs auf besonders einfache, durchaus elegante Art und Weise zur Verfügung.
Hersteller:Roon Labs LLC
Vertrieb:Roon Labs LLC
Preis:US$ 119,- pro Jahr
US$ 499,- Lifetime Membership

Von Michael Holzinger (mh)
28.06.2016

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Die Software-Schmiede Roon Labs gilt derzeit als besonders innovatives Unternehmen im Bereich von Streaming-Lösungen. Dabei stellt das Unternehmen keine Hardware her, begnügt sich allein mit Software, aber einer Software, die wohl seit ihrer Präsentation so manch etablierten Anbieter im Streaming-Segment das Fürchten lehrt.

Roon Labs fokussiert sich ganz und gar auf die Art und Weise der Darstellung von Audio-Daten, die hier nicht als eigentliche Files, sondern eben als Musik-Stücke, als Alben präsentiert werden sollen, also eigentlich so, wie es sich ein Musik-Liebhaber und HiFi-Enthusiast letztlich wünscht. Roon Labs bringt diese Strategie auf der eigenen Webseite mit einer einzigen Grafik wohl geradezu treffend zum Ausdruck, und zwar durch die Gegenüberstellung eines Fensters voll mit FLAC-Daten, und einem schicken Cover-Artwork. Und nein, dieser durchaus plakative Vergleich ist keineswegs übertrieben, Roon Labs gelang es tatsächlich Audio-Daten wirklich perfekt aufzubereiten, sodass man darauf basierende Musik-Streaming-Lösungen wirklich intuitiv bedienen kann.

Wie bereits erwähnt widmet sich Roon Labs allein der Software, bietet selbst keinerlei Hardware an. So steht im Mittelpunkt des Systems der so genannte Roon Server, „The Core“, wie es der Hersteller selbst ausdrückt, und der im einfachsten Fall auf einem PC oder Mac installiert wird, und nunmehr in der neuesten Version Roon Server 1.2 auch als Linux-Version angeboten wird.

Dieser Server dient als „Gehirn“ des Systems, sammelt also in erster Linie alle Informationen darüber, wo welche Musik-Daten liegen, und verwaltetet diese. Ebenso werden Online-Angebote wie TIDAL einbezogen. Roon Labs geht aber weit über diese einfache Verwaltung hinaus, denn gleichzeitig sammelt Roon Server auch Metadaten zu den gefundenen Audio-Daten, und verknüpft diese auf intelligente Art und Weise. Das Ergebnis ist dann über das eigentliche Front-end ersichtlich, die so genannten Roon Apps, die für Apple OS X, Microsoft Windows, aber allen voran natürlich für Smartphones und Tablets mit Apple iOS und Google Android zur Verfügung stehen.

Hier wird die gesamte Mediathek wirklich übersichtlich mit zahllosen Informationen versehen dargestellt, werden Medien intelligent verknüpft, sodass man sich von Album zu Album, von Musiker zu Musiker, zwischen den Genres nahtlos hin und her bewegen kann, eins zum anderen führt, und man die eigene Mediathek wirklich völlig neu entdecken kann.

Die eigentliche Audio-Ausgabe überlässt Roon Labs ausgewählten Partnern, die ihre Streaming-Lösungen als „Roon-ready“ Network Players klassifizieren, sprich, mit Roon Labs kooperieren und somit aus technischer Sicht Roon High-resolution Streaming Technology implementiert haben. Die Liste dieser Hersteller wird ebenso länger und länger, wie jene der "Roon Tested" Players, also D/A-Wandler, die direkt an einem PC oder Mac für beste Qualität sorgen können und somit ebenfalls Teil des Ökosystems von Roon Labs sind. Sie alle setzen auf RAAT, den so genannte Roon Advanced Audio Transport, den der Anbieter als „AirPlay for Audiophiles“ bezeichnet.

Eine wirklich spannende Neuerung stellt nun die Möglichkeit dar, besagten Roon Server in der aktuellen Version 1.2, also „The Core“ des Systems, nicht nur über dedizierte Roon-Server wie den brandneuen Elac Discovery Music Server DS-S101-G, und auf PCs und Macs installieren zu können, sondern ebenso auf einer „einfachen“ NAS, da dieser nun als spezielle Linux-Version angeboten wird. Die meisten NAS-Systeme arbeiten ja bekanntlich genau mit diesem Betriebssystem…

Wobei…. „einfache“ NAS-Lösungen, dies steht bewusst unter Anführungszeichen, denn die Vorgaben, die Roon Labs für diese neue Option macht, fallen doch recht hoch aus. So beschränkt sich einerseits die Möglichkeit derzeit allein auf ausgewählte NAS-Lösungen der Hersteller Synology und QNAP, zudem sollte es sich um tunlichst aktuelle Produkte der Hersteller handeln, da der Roon Server doch einiges an Performance erfordert, um einen tadellosen Betrieb des gesamten Systems zu garantieren.

So spricht Roon Labs davon, dass man NAS-Systeme von QNAP und Synology von Geräten der Generation 2016, zudem sollte es sich um ein System mit 64Bit Intel CPU handeln, dem zudem zumindest 4 GByte RAM zur Seite stehen, 2 GByte sei das absolute Minimum. Darüber hinaus empfiehlt man ein System, das eine separate SSD aufweist, auf der allein der Roon Server samt dessen Library Platz findet, und die 120 GByte Speicherkapazität aufweisen sollte. Zudem sollte man natürlich auf reichlich Festplatten-Kapazität für die eigentlichen Audio-Daten setzen, und zwar im RAID-Verbund.

Als Beispiel gibt der Hersteller etwa eine QNAP TVS-471 NAS-Lösung an, ausgestattet mit einem Intel Core i3 oder Intel Core i5 sowie 4 GByte RAM. Eine Bay der NAS sollte mit einer SSD mit 120 GByte bestückt werden, um darauf den Roon Server zu installieren, sowie die Roon Database aufzubauen. Zwei Bays der NAS sollte man mit 6 TByte Festplatten bestücken, die im RAID 1 Verbund gespiegelt werden. Die vierte Bay der NAS sollte man nach Ansicht von Roon Labs mit einer weiteren 6 GByte Festplatte ausstatten, die für ein zusätzliches, etwa wöchentliches Backup genutzt werden kann.

Die eigentliche Installation des Roon Servers auf der NAS ist wirklich simpel, zumal diese von Roon Labs detailliert auf der Webseite beschrieben wird. Hier findet man auch die entsprechende Linux-Version von Roon Server 1.2 als Download, wobei man bedenken muss, dass Roon Labs diese gesamte Lösung natürlich nicht kostenlos anbietet.

Die eigentliche Installation des Roon Servers auf der NAS ist wirklich simpel, zumal diese von Roon Labs detailliert auf der Webseite beschrieben wird. Hier findet man auch die entsprechende Linux-Version von Roon Server 1.2 als Download, wobei man bedenken muss, dass Roon Labs diese gesamte Lösung natürlich nicht kostenlos anbietet.

Das aktuelle Projekt für die Implementierung von Roon Server aus NAS-Lösungen wurde von einem Mitglied der Roon Labs Community entwickelt, und zwar Christopher Rieke, der laut Roon Labs auch entsprechenden Support leisten wird. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Installation wirklich sehr einfach nachvollziehbar erläutert wurde.

Der Server ist aber nur die halbe Miete, schließlich benötigt man ja auch die passenden Apps dazu, und natürlich eine Lizenz, die bei Roon Labs auf zweierlei Arten entrichtet werden kann. Einerseits kann man sich für eine jährliche Zahlung entscheiden, die dann pro Jahr mit US$ 119,- zu Buche schlägt und einen Roon Core sowie unbegrenzte Remote Devices umfasst. Die zweite Version ist ein Lifetime Membership zum einmaligen Preis von US$ 499,-

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