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Roon Nucleus+ und Roon Nucleus im neuen Design

Foto © Roon Labs LLC.

Mit einem Design-Refresh wird in Kürze der Roon Nucleus+ sowie Roon Nucleus aufwarten können, jener Musik-Server, den die Software-Schmiede Roon Labs LLC. als optimale Basis für ihr eigenes Medienverwaltungs- und Hi-res Audio Multiroom Streaming-System Roon OS propagiert.

Kurz gesagt...

Derzeit arbeitet die Software-Schmiede Roon Labs LLC. an einer leicht modifizierten Version der Server Roon Nucleus+ sowie Roon Nucleus.

Wir meinen...

Roon Labs LLC. kündigt an, dass man an einer neuen Version der beiden Roon Nucleus Systeme arbeite, wobei die Entwicklung nahezu abgeschlossen sei. Wie bislang wird es auch weiterhin einen Roon Nucleus+ sowie Roon Nucleus geben, und aus technischer Sicht wird sich auch nicht allzu viel ändern. Man arbeite aber an einem neuen Chassis, das deutlich flacher als das bisherige ausfällt, dafür ein wenig mehr Platz in Anspruch nimmt. Damit sollen speziell die Möglichkeiten rund um eine Erweiterung mit internen Speichersystemen flexibler gestaltet werden.
Hersteller:Roon Labs LLC.
Vertrieb:Audio Tuning Vertriebs GmbH
Preis:Roon Nucleus+ € 2.599,-
Roon Nucleus € 1.499,-
Software-Lizenz Roon jährlich US$ 119,-
Software-Lizenz Roon "lebenslang" US$ 499,-

Von Michael Holzinger (mh)
24.08.2019

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Das Unternehmen Roon Labs LLC. gilt mit seiner gleichnamigen Lösung Roon als führender Anbieter im Bereich Musik-Streaming. Diese Lösung glänzt durch eine einzigartige Art und Weise, Musik selbst umfangreicher Mediatheken zu verwalten, diese mit allen relevanten Informationen zu versehen, somit verschiedenste Alben, Künstler und Genres gekonnt zu verknüpfen, und damit dem Anwender auf intuitive Art und Weise zugänglich zu machen. Ebenso zeichnet sich die Lösung durch eine breite Unterstützung verschiedenster Streaming-Systeme und D/A-Wandler unterschiedlichster Hersteller aus, sodass man rund um Roon ein herausragendes Multiroom Audio-Streaming-System mit höchsten Qualitätsansprüche realisieren kann.

Ein ganz wesentlicher Punkt für den Erfolg von Roon Labs LLC. war und ist es, dass es dem Unternehmen binnen kürzester Zeit gelang, zahllose Partner für die eigene Lösung zu finden. Allein in den letzten fünf Monaten habe man 22 neue Roon Tested Devices der langen Liste an unterstützen Systemen hinzu fügen können, zudem über 50 Roon Ready Devices von über 15 neuen Partnern. Insgesamt konnte man in den drei Jahren, die das Roon Partner Program nun besteht, nahezu 100 Partner gewinnen, sodass über 400 Home Audio Products direkt mit Roon eingesetzt werden können.

Dieser Erfolgt liegt allen voran darin begründet, dass man sich selbst in erster Linie als reine Software-Schmiede versteht, die Entwicklung von Hardware also zur Gänze besagten Partnern überlässt, diesen aber mit großem Engagement die entsprechenden Software-Tools zur Verfügung stellt.

Mit einer einzigen Ausnahme, und zwar der „Basis“ des gesamten Systems, dem Server.

Seit Anbeginn an war Roon so aufgebaut, dass es eines eigenen Servers bedarf, der die komplette „Intelligenz“ des Systems konzentriert. Dieser so genannte Roon Core wurde zunächst etwa auf einem PC oder Mac abgebildet, sodass es dem Anwender selbst überlassen war, welche Lösung er dafür einsetzte, wobei man neben Microsoft Windows auch Apple OS X sowie Linux unterstützte. Auch einige NAS-Lösungen, so genannte Network Attached Storage Devices konnten mit einem Roon Core ausgestattet, und damit als zentraler Server genutzt werden.

Allerdings befand Roon Labs LLC. diese Situation als nicht wirklich zufrieden stellend, denn speziell dem HiFi-Fachhandel wollte man eine Lösung offerieren können, die tunlichst keinerlei IT-Fachkenntnisse verlangte, somit Roon Out-of-the-Box erlaubte. Also entwickelte man selbst eine Lösung, die zunächst auf dem so genannten Roon ROCK basierte, dem Roon Optimized Core Kit, der letztlich eine sehr abgespeckte Linux-Distribution bildete, und natürlich den Roon Core in Form von Roon OS umfasste. Ausgelegt war diese Lösung speziell für die Plattform Intel NUC, eine Art Mini-PC mit durchaus ausreichend Performance, um selbst umfangreiche Multiroom Audio-Streaming-Installationen abbilden zu können. Dieses Roon ROCK stellte man Anwendern natürlich zur Verfügung, die sich selbst auf Basis eben jener Intel NUC Systeme einen Server zusammen stellen und konfigurieren wollen, was offen gesagt auch keine wirklich allzu komplexe Angelegenheit darstellt.

Dennoch setzte man alles daran, selbst eine entsprechende Hardware zu entwickeln, die natürlich ebenfalls auf einem Intel NUC basierte, aber nicht in einem Standard-Gehäuse, sondern in einem besonders ansprechenden, das problemlos als elegante HiFi-Lösung durchgehen konnte. Dies war die Geburtsstunde des Roon Nucleus+ und dessen kleineren Bruders Roon Nucleus. Die beiden Systeme unterschieden sich allein in der Leistung und natürlich im Preis, denn während im Roon Nucleus+ ein Intel NUC mit Intel i7 Prozessor, 4 GByte RAM und 64 GByte SSD zum Einsatz kam, verfügte der Roon Nucleus über einen Intel NUC ausgestattet mit Intel i3 Prozessor, 8 GByte RAM und 128 GByte SSD.

Nun gab Roon Labs LLC. bekannt, dass man an einer neuen Version der beiden Roon Nucleus Systeme arbeite, wobei die Entwicklung nahezu abgeschlossen sei. Wie bislang wird es auch weiterhin einen Roon Nucleus+ sowie Roon Nucleus geben, und aus technischer Sicht wird sich auch nicht allzu viel ändern. Man arbeite aber an einem neuen Chassis, das deutlich flacher als das bisherige ausfällt, dafür ein wenig mehr Platz in Anspruch nimmt. Damit sollen speziell die Möglichkeiten rund um eine Erweiterung mit internen Speichersystemen flexibler gestaltet werden.

Um dies nochmals hervor zu heben, die Performance der beiden Systeme soll weitestgehend unangetastet bleiben, somit auch deren jeweiliges Leistungspotential wie Größe der Library und die Anzahl der möglichen Zonen. Auch der Preis wird nicht geändert, so der Hersteller.

Die Entwicklung wurde durch einen Wechsel der Produktionsstätte eingeläutet, die neuen Roon Nucleus Systeme werden in einer neuen Facility in Kalifornien gefertigt, so das Unternehmen.

Einmal mehr streicht Roon Labs LLC. anlässlich der Ankündigung des neuen Roon Nucleus+ sowie Roon Nucleus die Möglichkeiten des aktuellen Roon OS hervor, das mit Roon 1.6 das bislang größte Update zu Beginn diesen Jahres erfuhr und nunmehr neben Roon Ready Streaming Devices und Roon Tested DACs auch Hardware basierend auf Apple AirPlay und Google Chromecast unterstützt, letztgenanntes gar inklusive TV-Geräten basierend auf Google Android TV, um Album Artwork, Artist Photos und Track Informations anzuzeigen, Roon unterstützt nunmehr neben TIDAL auch Qobuz und ist als Roon OS 1.0 Build 175 seit wenigen Wochen in der Lage, Audio CDs direkt einzurippen, und zwar über besagten Roon Nucleus+ sowie Roon Nucleus, sofern man an diesem ganz simpel ein externes USB-Laufwerk anschließt. Die Daten werden dann auf einer internen Festplatte bzw. SSD des Servers im FLAC-Format abgespeichert, und automatisch in die Mediathek aufgenommen, natürlich inklusive aller relevanten Informationen und Cover Artwork. Eine Option, die natürlich auch auf selbst konfigurierten Roon Core Systemen zur Verfügung steht.

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