Foto © Roon Labs LLC.

Roon OS 1.0 Build 175 mit CD Audio Extraction Support

Ab sofort ist jedwedes Roon OS Device, damit allen voran der Roon NUCLEUS und Roon NUCLEUS+ in der Lage, CDs direkt einzurippen. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass das neueste Release Roon OS 1.0 Build 175 installiert ist, und das dieses Roon OS Device über ein entsprechendes CD-Laufwerk verfügt, im einfachsten Fall ein externes USB-Laufwerk.

Kurz gesagt...

Mit der neuesten, nunmehr verfügbaren Version Roon OS 1.0 Build 175 steht erstmals CD-Ripping zur Verfügung.

Wir meinen...

Mit dem neuesten Update von Roon OS sollen einmal mehr verschiedenste Performance-Optimierungen einhergehen, zudem warten die Entwickler hierbei mit einer echten Überraschung auf. Mit Roon OS 1.0 Build 175 implementiert man einen CD Audio Extraction Support, kurzum, alle auf Roon OS 1.0 Buld 175 basierenden Devices wie eben die Lösungen Roon NUCLEUS sowie Roon NUCLEUS+ unterstützen ab sofort CD-Ripping.

Von Michael Holzinger (mh)
10.07.2019

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Bekanntlich stellt Roon der Software-Schmiede Roon Labs LLC. eine der besten, wenn nicht gar die beste Multiroom Audio-Streaming-Lösung am Markt dar. Das System baut auf einen zentralen Server, den Roon Core, der die gesamte Verarbeitung der Audio-Daten speziell auch die Aufbereitung der Informationen übernimmt, mit dem bei Roon die Mediathek bereichert wird. Auf diesen Server greifen beliebige Clients zu, wobei es sich hierbei um so genannte Roon Ready Devices verschiedenster Hersteller bzw. PCs und Macs mit Roon Tested DACs handelt. Gesteuert wird all dies über Controller, die für Apple iOS, Google Android, aber ebenso Microsoft Windows und Apple OS X zur Verfügung stehen.

Roon Labs LLC. versteht sich als Software-Schmiede, die bei Hardware auf die Partnerschaft mit verschiedensten renommierten Herstellern der HiFi vertraut. Mit einer einzigen Ausnahme kümmert man sich somit nicht um Hardware, und diese Ausnahme stellen die Server Roon NUCLEUS sowie Roon NUCLEUS+ dar.

Diese beiden Lösungen basieren auf Roon OS, einer eigens für so genannte Intel NUC Systeme entwickelte, aufs Wesentliche abgespeckten Linux Distribution, die gleich den Roon Server mit sich bringt, um so als zentraler Musik-Server fungieren zu können.

Dieses besagte Roon OS steht nunmehr in einer neuen Version zur Verfügung, und zwar Roon OS 1.0 Build 175.

Mit diesem Update sollen einmal mehr verschiedenste Performance-Optimierungen einhergehen, zudem warten die Entwickler hierbei mit einer echten Überraschung auf. Mit Roon OS 1.0 Build 175 implementiert man einen CD Audio Extraction Support, kurzum, alle auf Roon OS 1.0 Buld 175 basierenden Devices wie eben die Lösungen Roon NUCLEUS sowie Roon NUCLEUS+ unterstützen ab sofort CD-Ripping.

Man habe das Ziel verfolgt, eine möglichst simple Art und Weise zu ermöglichen, CDs einzurippen, so das Versprechen der Entwickler. Man müsse lediglich eine CD einlegen, und schon erfolge der Ripping-Vorgang.

Voraussetzung fürs CD-Rippen über Roon OS 1.0 Build 175 ist natürlich ein entsprechendes Laufwerk, wobei eigentlich kaum ein Server basierend auf Roon OS über ein integriertes Laufwerk verfügt, wohl aber über ausreichend USB-Ports, an denen man einfach ein externes Laufwerk anschließt. Ist ein CD-Laufwerk angeschlossen, so wird dies über ein neues Menü im Web Interface des Roon OS Device angezeigt.

Legt man eine CD ein, so wird das Rippen automatisch gestartet. Ist das Einlesen einwandfrei abgeschlossen, so wird die CD automatisch ausgeworfen. Man muss also keineswegs in besagte neue CD Ripper Section des Web-Interface wechseln. Allerdings kann man hier ersehen, wie weit das Einlesen fortgeschritten ist und findet zur Not einen Eject Button.

Fürs Einlesen der CDs setze man auf CD Paranoia, sodass ein möglichst akkurates Ergebnis garantiert sei. Dies bedeute aber auch, so die Entwickler, dass das Einlesen mitunter durchaus länger dauern könne, bei problematischen CDs mitunter gar Stunden. Wird ein Lesefehler festgestellt, so wird die gesamte CD als „nicht lesbar“ ausgespuckt, sodass letztlich allein Bit-perfect Rips aus der Festplatte landen.

Daten werden natürlich im Format FLAC abgelegt, und zwar ausschließlich auf direkt beim Roon OS Device vorhandenen Speichermedien, sei es nun intern, oder extern über USB bzw. SATA. NAS-Lösungen, auf denen man etwa die übrige Mediathek verwaltet, werden nicht unterstützt. Will man die Daten auf einer NAS hinterlegen, so muss man diese „händisch“ vom Roon OS Device auf diese verschieben.

Die eingelesenen Daten werden nicht direkt mit eindeutigen Namen versehen, vielmehr belässt man es bei einer Nomenklatur der Files anhand des Datums und der Uhrzeit. Da die neuen Daten aber direkt in Roon eingelesen werden, übernimmt Roon die Identifizierung der neuen CD und fügt zumeist tadellos die richtigen Informationen samt Cover Artwork hinzu. Allerdings werden diese Daten ausschließlich über die Datenbank von Roon verwaltet, somit nicht auf File-Ebene „weitergereicht“. Die FLAC-Daten werden somit nicht mit ID-Tags versehen.

Das nunmehr zur Verfügung stehende Roon OS 1.0 Build 175 wird natürlich für Abonnenten kostenlos angeboten und wird zumeist automatisch installiert bzw. erhält man ab sofort beim nächsten Start der Software auf irgendeinem Controller einen entsprechenden Hinweis zur Installation.

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