So funktioniert's... Weg mit den Stöpseln bei Lautsprecher-Anschlüssen

Es war mal wieder soweit: ein neuer AV-Receiver traf in der Redaktion ein und sollte im Hörraum installiert werden. Kein Problem, wären da nicht diese ...§*%$“#... Plastik-Stöpsel in den Lautsprecher-Anschlüssen, die zunächst entfernt werden müssen, um Kabel mit Bananas anstecken zu können.

Von Michael Holzinger (mh)
19.06.2011

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Wer bei Lautsprecher-Kabel auf hochwertige Ausführungen, fertig konfektioniert mit Bananas an den Enden setzt, der wird das Problem aus leidvoller Erfahrung wohl kennen. Gleichgültig, ob AV-Receiver oder Stereo-Verstärker, immer versperren Plastik-Stöpsel die Lautsprecher-Anschlüsse, die man zunächst mühsam entfernen muss. Das klappt mal recht, meist eher schlecht mit Hilfe eines kleinen Schraubendrehers, sofern diese nicht allzutief in die Anschlüsse versenkt sind.

Das Problem an der Sache: man muss zumeist sehr vorsichtig und mit Gefühl zur Sache gehen, um dabei nicht die Lautsprecher-Anschlüsse selbst in Mitleidenschaft zu ziehen, die ja ebenfalls aus Kunststoff gefertigt sind, aber dennoch genügend Kraft aufwenden, um die festsitzenden Stöpsel auch tatsächlich entfernen zu können.

In unserem aktuellen Fall saßen die Stöpsel aber derart tief und fest, dass mit einem Schraubendreher kein Angriffspunkt zu finden war. Kurzentschlossen äußerten wir unseren Ärger darüber auf unserer sempre-audio.at Facebook-Fanpage und - siehe da - nur wenige Minuten später hatte ein Fachhändler aus unserem sempre-audio.at Premium Partner-Programm schon den richtigen Tipp parat. Thomas Chuchlik, Geschäftsführer des niederösterreichischen Fachhändlers heimkinowelt.at schlug vor, diese Stöpsel mit Hilfe einer kleinen Schraube zu entfernen. Einfach die Schraube hineindrehen, und - wenn es sein muss - mit Hilfe einer kleinen Zange herausziehen. Und tatsächlich, ein paar Minuten später waren wir die kleinen Quälgeister los und alle Kabel waren angeschlossen! Thomas Chuchlik fügte pflichtbewusst noch an, dass damit der Verstärker nicht mehr der EU-Betriebserlaubnis entspreche und daher entweder sofort vernichtet oder in ein EU-Drittland exportiert werden müsse, ein dezentes Smilie am Schluss erweckte für uns allerdings den Anschein, dass er das eventuell doch nicht so ernst gemeint haben dürfte.



Was wir allerdings sehr ernst meinen, ist unser Unmut über derartigen Schwachsinn. Stimmt, es geht nur um schnöde Plastik-Stöpsel, aber wer, mit Verlaub, denkt sich so einen Blödsinn aus? Uns ist es reichlich egal, welcher Vorschrift man damit entsprechen muss, wer auf die Idee kommt, an die Lautsprecher-Anschlüsse eines AV-Receivers oder Verstärkers irgendwas anderes als Lautsprecher-Kabel anzuschließen, der fummelt wohl auch mit einem Stück Draht in einer Steckdose herum. Dem hilft also auch keine noch so strikte EU-Vorschrift. Natürliche Auslese nennt man das wohl...


Michael Holzinger


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