CES 2012: : Der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Sony präsentierte in Las Vegas das erste Crystal LED Display in 55 Zoll." /> Sempre Audio

Sony Crystal LED - Mehr Kontrast, mehr Farben und ein helleres Bild

CES 2012: : Für Sony stellt die Sony Crystal LED-Technolgie die Zukunft bei Displays dar, auch wenn man natürlich nach wie vor ebenso an der OLED-Technologie festhält. In Las Vegas aber präsentierte man zunächst erstmals ein Display als Prototyp mit besagter Sony Crystal LED-Technologie und einer Bilddiagonale von 55 Zoll.

Von Michael Holzinger (mh)
12.01.2012

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Es ist zwar bislang nicht mehr als ein Prototyp, der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Sony spricht aber dennoch bereits von der zukünftigen Display-Technologie, die man erstmals im Rahmen der Consumer Electronics Show in Las Vegas in Form eines Displays mit einer Bilddiagonale von 55 Zoll präsentierte. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein Display mit OLED, sondern vielmehr einem Gerät basierend auf der so genannten Sony Crystal LED-Technologie.

Im Gegensatz zu anderen führenden Herstellern wie etwa Samsung oder LG präsentierte Sony in diesem Jahr in der Wüstenmetropole von Nevada also kein OLED-Display, was umso erstaunlicher ist, da Sony ja mit zu den Vorreitern dieser neuen Display-Technologie zählt und als eines der ersten Unternehmen bereits vor Jahr und Tag entsprechende marktreife Lösungen im Angebot hatte - wenngleich mit sehr bescheidener Bilddiagonale und zu überaus geschmalzenen Preisen.

Ja, man setze auch weiterhin auf OLED, aber treibe gleichzeitig die Entwicklung auch in anderen Technologien voran, ist in diesem Zusammenhang von Sony aus Las Vegas zu vernehmen. Und dabei liegt ein Schwerpunkt auf der besagten Sony Crystal LED-Technologie, die zumindest ähnliche Vorteile wie OLED aufweisen soll.

Denn ebenso wie bei OLED bedarf es bei der Sony Crystal LED-Technologie keiner zusätzlichen Hintergrundbeleuchtung, wie sie bei Displays basierend auf LCD erforderlich ist. Auch hier leuchtet das Display selbstständig, denn es besteht im Prinzip aus Millionen von Dioden als Lichtquelle.

Jedes einzelne Pixel des Bildschirms wird hierbei von kleinsten Leuchtdioden abgebildet, die jeweils in den Grundfarben Rot, Grün und Blau leuchten und somit den gleichnamigen Farbraum RGB abdecken. Für einen Bildschirm mit HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ergibt dies die horrende Summe von rund sechs Millionen Leuchtdioden, die direkt auf der Vorderseite des Displays angebracht sind. Somit entfallen auch bei dieser Technologie natürlich Farbfilter, wie sie bei LCD eingesetzt werden und es ergibt sich schon daraus ein deutlich klareres, helleres und kontrastreicheres Bild.

Nach Angaben von Sony soll die damit erzielbare Farbskala deutlich größer sein und auch die Reaktionszeit deutlich kürzer als jene von LCD sein. Zudem soll die Bildqualität nicht mehr vom Betrachtungswinkel abhängig, sondern die Darstellung immer scharf und kontrastreich sein. Sony zeigt sich überzeugt, dass diese Technologie zudem auch ideal für die Produktion sehr großer TV-Geräte geeignet sein soll und sieht für diese Anwendungsmöglichkeiten sowohl im Consumer- als auch Professional-Bereich.

Das erstmals zur CES 2012 präsentierte Display ist zwar noch ein Prototyp, dennoch soll bereits dieses mit einem 3,5-mal höherem Kontrast bei hellem Umgebungslicht von rund 100 Lux sowie einer 1,4-mal größeren Farbskala aufwarten können. Das 55 Zoll Display weise zudem eine um den Faktor 10 höhere Reaktionsgeschwindigkeit auf, als die Sony BRAVIA LCD-Fernseher des Jahres 2011.

Bislang will Sony keine Angaben darüber machen, wann diese Technologie tatsächlich marktreif sei und wann somit mit ersten derartigen Geräten zu rechnen ist. Man werde, wie bereits erwähnt, diese Technologie jedoch mit Nachdruck weiterentwickeln, und zwar parallel zu Displays mit OLED-Technologie.

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