Spotify nun auch in Deutschland verfügbar

Lange hat es gedauert, aber nun ist der Musik-Dienst Spotify auch in Deutschland zugänglich und kann auch hier Anwendern über 16 Millionen Songs am PC, über Smartphones und Tablets, aber auch Geräte der Unterhaltungselektronik anbieten.

Von Michael Holzinger (mh)
13.03.2012

Share this article


Man konnte bereits über 10 Millionen aktive Nutzer in 13 Ländern für sich gewinnen, so der Musik-Dienst Spotify, wobei davon wiederum rund 20 Prozent nicht nur den kostenlosen Dienst, sondern eines der kostenpflichtigen Angebote nutzen. So sieht sich Spotify als einer der am schnellsten wachsenden Musik-Services überhaupt. Nach unerwartet langer Verzögerung geht man ab sofort auch in Deutschland und somit einem der wichtigsten Märkte Europas auf Kundenfang.

Der im Jahr 2006 von Daniel Ek und Martin Lorentzon in Schweden gegründete Musik-Dienst hat sich, eigenen Angaben zufolge zum Ziel gesetzt, eine bessere, bequemere und wie der Anbieter ganz besonders hervorhebt, vor allem legale Alternative zu Download-Angeboten für Musik-Freunde zu schaffen. So sieht man sich inzwischen etwa in Europa als zweitwichtigste Einnahme-Quelle für Labels und somit als Garant dafür, dass Labels als auch Komponisten, Autoren und Interpreten für ihre Leistungen auch tatsächlich adäquat honoriert werden. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2008 habe man bereits rund eine Viertel Milliarde US-Dollar an Musik-Labels ausgezahlt. Musiker hingegen teilen mitunter diese Euphorie nicht und zeigen sich keinesfalls immer derart zufrieden über die mit Diensten wie Spotify zu erzielenden Erlöse.

„Deutschland hat eine der vielfältigsten und innovativsten Musikszenen der Welt und eine unvergleichliche Leidenschaft für Musik. Jetzt ist es an der Zeit, dass die deutschen Musikfans den Online-Musikdienst bekommen, den sie verdienen. Spotify bietet alles, was ein Musik-Service haben muss: Es ist kostenlos, es ist schnell, es ist einfach zu teilen und mit über 16 Millionen Songs verfügt es über eine der weltweit größten Musikbibliotheken. Wir sind unglaublich froh, heute in Deutschland zu starten!“ so kommentiert Daniel Ek, Geschäftsführer und Gründer von Spotify das neue Angebot in Deutschland.

Unterwegs kann man Spotify über Apps für Smartphones und Tablets nutzen, wobei das Unternehmen inzwischen alle relevanten Plattformen mit entsprechenden Apps versorgt. Zudem gibt es aber noch so genannte Apps direkt in Spotify, die den Musikdienst um weitere Inhalte verschiedener Anbieter bereichern sollen. In Deutschland etwa geht der Dienst Spotify mit den lokalen Anbietern Fellody, Festivalguide, Interview Magazine, Intro, Last.fm, laut.de, Motor.de, tape.tv und VISIONS an den Start. Weitere Apps liefern etwa Song-Texte, Hintergrund-Infos über spezielle Interpreten oder Kritiken.

Kunden können bei Spotify zwischen drei Optionen wählen. Da wäre zunächst der kostenlose Dienst Spotify Free, der aber sehr rudimentär und somit nicht mehr als ein Appetithäppchen ist. Darüber hinaus stehen die kostenpflichtigen Optionen Spotify Unlimited und Spotify Premium in Form eines Abo zur Verfügung. Letzteres ist leider zumeist erforderlich, um auf den Dienst auch über Geräte der Unterhaltungs-Elektronik, wie Fernseher, AV-Receiver oder Streaming-Clients zugreifen zu können. Diese Option schlägt aber immerhin mit stolzen € 9,99 pro Monat zu Buche. Spotify Unlimited kostet dagegen lediglich € 4,99 pro Monat. Hier entfällt aber die Möglichkeit, Spotify auch unterwegs zu nutzen und auch das Angebot an Audio-Daten in 320 kbps steht bei dieser Option nicht zur Verfügung. Viel Kritik musste Spotify für die unmittelbare Anbindung an Facebook einstecken. So ist ein Facebook-Account Pflicht, um das Angebot von Spotify nutzen zu können.

Share this article