TerraTec NOXON A540 - Internet Radio fürs HiFi-Rack

Radio-Programme übers Internet zu konsumieren wird für immer mehr Anwender zur interessanten Alternative zum klassischen terrestrischen Empfang. Dies gilt nicht nur für die zahlreich angebotenen kompakten Lösungen, sondern natürlich auch im Umfeld der klassischen HiFi-Anlage.

Von Michael Holzinger (mh)
02.02.2011

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Mit einem Internet Radio ist man nicht allein auf die lokalen Programme angewiesen, die zudem oftmals auf Grund der geographischen Gegebenheiten nur in eingeschränkter Qualität empfangen werden können, sondern kann auf ein weltweites Angebot mit zunächst schier unüberschaubarer Vielfalt zugreifen. Hat man sich erstmals ein wenig an diese Programmvielfalt gewöhnt und seine persönlichen Lieblingsstationen auf dem weltweiten Angebot herausgefunden, so will man diese natürlich nicht nur am PC oder über ein kompaktes Internet Radio konsumieren, sondern eben auch über das HiFi-System.

Genau hierfür bietet nun der Nettetaler Spezialist für Internet Radios, das nunmehr als NOXON Media GmbH von TerraTec Electronic GmbH ausgegliederte Unternehmen eine weitere Lösung an. Nachdem man im Spätherbst letzten Jahres mit dem TerraTec NOXON A740 erstmals einen Internet Radio bzw. Streaming-Client mit den typischen Abmessungen eines HiFi-Systems auf den Markt brachte, setzt man diese Reihe nun mit dem neuen TerraTec NOXON A540 fort.

Demzufolge präsentiert sich auch der TerraTec NOXON A540 mit den typischen Abmessungen eines HiFi-Systems mit einer Breite von 43 cm. Das Chassis ist nach Herstellerangaben aus Aluminium gefertigt und soll den hohen Qualitäsansprich verdeutlichen. Vor allem die massive gebürstete Aluminiumfront des in dezentem Schwarz gehaltenen Gehäuses sieht im Zusammenspiel mit den teils in Silber gefertigten Bedienelementen tatsächlich sehr schick aus.

Das wesentlichste Element an der Frontseite ist natürlich ein großzügig ausgelegtes Display, über das man im Programmangebot stöbert und das alle relevanten Informationen stets gut lesbar anzeigen soll. Neben einigen Tasten - darunter drei frei belegbare und direkt verfügbare Stationstasten - steht hierfür ein Drehrad zur Verfügung. Das Programmangebot ist bereits von TerraTec nach lokalen Gesichtspunkten und Inhalten (Genres) vorsortiert, sodass man die gewünschte Stilrichtung sehr rasch findet. Zudem kann man natürlich auch selbst direkt Stationen eingeben.

Ins Netzwerk kann das Gerät von TerraTec über klassisches Kabel oder WiFi integriert werden. Es verfügt über ein WiFi Modul nach IEEE 802.11 b/g und unterstützt natürlich alle relevanten Verschlüsselungsoptionen. Ein Installations-Assistent soll den Anwender zudem durch die wenigen nötigen Installationsschritte leiten.

Neben dem Empfang von Internet Radio kann der TerraTec NOXON A540 auch auf Podcasts zugreifen und als Streaming-Client eingesetzt werden. Dafür ist lediglich ein UPnP-kompatibler „Server“ im Netzwerk erforderlich. Im einfachsten Fall ist dies also ein PC oder Notebook mit entsprechender Software, oder aber eine zentrale Netzwerk-Speicherlösung, eine so genannte NAS, auf der alle Audio-Daten gespeichert sind. Zudem verfügt der TerraTec NOXON A540 über eine USB-Schnittstelle, sodass auch auf Audio-Daten über entsprechende Speicher-Sticks unmittelbar zugegriffen werden kann. Der TerraTec NOXON A540 unterstützt nicht nur MP3 oder WMA-Dateien, er kann nach Herstellerangaben ebenso mit WAV oder FLAC umgehen und somit eine deutlich höhere Klangqualität erzielen.

An Audio-Schnittstellen bietet der neue TerraTec NOXON A540 sowohl einen analogen als auch digitalen Ausgang (optisch TOS-Link), sodass man die Audio-Qualität etwa durch den Einsatz eines zusätzlichen externen D/A-Wandlers immens steigern kann.

Der neue TerraTec NOXON A540 soll nach Angaben des Herstellers bereits ab Ende Februar 2011 im Fachhandel erhältlich sein. Als unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis gibt das deutsche Unternehmen € 249,- an. Somit erscheint der TerraTec NOXON A540 als wirklich sehr attraktive Lösung, um ein HiFi-System um die immensen Möglichkeiten des Internet Radio-Empfangs zu erweitern.

Michael Holzinger

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