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Test - Nubert nuBox AS-225 Sounddesk versus Nubert nuBox A-125 Soundpaar

Foto © Nubert electronic GmbH

Selten hat man die Gelegenheit, zwei Konzepte anhand von technisch nahezu identischen Produkten einem direkten Vergleich zu unterziehen. Nubert electronic GmbH bietet mit den Lösungen Nubert nuBox AS-225 und Nubert nuBox A-125 diese Möglichkeit, denn hier treten ein klassisches Sounddesk gegen speziell für den Einsatz rund um den Fernseher konzipierte aktive Stereo Speaker an.

Kurz gesagt...

Was darf es sein? Ein klassisches Paar Aktiv-Speaker oder doch ein Sounddesk? Nubert electronic GmbH bietet diese Wahlmöglichkeit mit den beiden Systemen Nubert nuBox AS-225 Sounddesk und Nubert nuBox A-125 Soundpaar.

Wir meinen...

Was in der Theorie ganz klar einen Sieg für das Nubert nuBox A-125 Soundpaar als klassisches HiFi Stereo-System gegenüber dem Nubert nuBox AS-225 Sounddesk bringen müsste, zeigt sich in der Praxis doch nicht so eindeutig. Die von Nubert electronic GmbH hier eingesetzte DSP-basierte Signalverarbeitung mit der Bezeichnung Hörizont-Erweiterung kann hier speziell beim Sounddesk so manches wett machen. Nicht zuletzt daher kann man sagen, dass die Ingenieure und Akustik-Spezialisten von Nubert electronic GmbH sowohl beim Soundpaar als auch Sounddesk der Nubert nuBox Serie wirklich ganze Arbeit geleistet. Beide Systeme holen aus den überaus kompakten Gehäusen ein Optimum an Klangqualität, und das zu einem jeweils bemerkenswert günstigen Preis.
Hersteller:Nubert electronic GmbH
Vertrieb:Nubert electronic GmbH
Preis:Nubert nuBox AS-225 Sounddesk € 375,-
Nubert nuBox A-125 Soundpaar € 385,-

Von Michael Holzinger (mh)
27.03.2020

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Eins ist ja ohnehin klar, ein moderner Fernseher kommt ohne zusätzliches Audio-System nicht aus. Selbst wenn moderne TV-Systeme eine tadellose Bildqualität und vielseitige Funktionalität bieten, den Klang betreffend sind alle Modelle unabhängig vom Hersteller so „flach“ wie ihre Bauweise. Will man die Qualität von Bild und Ton in Einklang bringen, kommt man an einer zusätzlichen Audio-Lösung nicht umhin.

Allein, es stellt sich die Frage, welche Lösung ist nun wirklich anzuraten? Da gehen die Ansichten auseinander, wobei es natürlich allen voran eine Frage der persönlichen Ansprüche, der individuellen Gegebenheiten, und nicht zuletzt eine Frage des Budgets ist. Fakt ist, der Markt hält zahllose Systeme für die unterschiedlichsten Szenarien bereit.

Grob gesagt gibt es für den Einstieg zwei Systeme, und zwar so genannte Soundbar-Systeme sowie so genannte Sounddesk-Systeme.

Eine Soundbar…

Von einer Soundbar spricht man dann, wenn es sich um ein eher flaches System handelt, sodass es problemlos entweder direkt vor dem Fernseher platziert, oder gar an der Wand montiert werden kann. In dieser Klasse gibt es, das muss man offen festhalten, sehr feine Systeme, aber auch vieles, was man sich getrost ersparen kann. Speziell Lösungen, die von TV-Herstellern hier vielfach als angeblich optimale Lösung für ihre Fernseher offeriert werden, bietet letztlich kaum einen Zugewinn an Qualität. Diese Produkte weisen oftmals haargenau die gleich lausigen Speaker mit schwachbrüstiger Elektronik befeuert auf, wie die Fernseher selbst. Und das diese Systeme auch nur ja nicht als störend empfunden werden, sind sie ebenso „flach“ konzipiert, wie die Fernseher, sodass natürlich auch kein Volumen für die Klangentfaltung zur Verfügung steht.

Ein Sounddesk…

Bei Sounddesk-Systemen hingegen sieht dies anders aus, denn die stammen zumeist von ausgewiesenen Lautsprecher-Spezialisten und die wissen sehr genau, dass ein gewisses Volumen letztlich einfach unerlässlich ist. Eine Sounddesk kann nicht an der Wand montiert werden, dafür sind diese Lösungen einfach zu tief konzipiert, vielmehr sind sie so ausgelegt, dass der Fernseher direkt auf ihnen platziert wird, oder aber sie werden auf oder in ein Möbel gestellt, das sich unter dem an der Wand montierten Fernseher befindet.

Wie bereits beschrieben, stellen aus Sicht so manch besonders ambitionierter Anwender Soundbar als auch Sounddesk-Systeme den Einstieg dar, die optimale Lösung aber wären herkömmliche HiFi-Systeme, also die ganz klassische Konfiguration mit zwei Speakern, einer für den linken, einer für den rechten Kanal, und die mit gebührendem Abstand voneinander neben dem Fernseher platziert.

Ist das wirklich Stereo?

Der Grund hierfür ist klar nachvollziehbar. Für eine bestmögliche Abbildung einer Klangbühne in Breite als auch Tiefe bedarf es eines gewissen Abstands zwischen den Speaker für den linken und rechten Kanal, das typische „Stereo-Dreieck“ wäre hier als Stichwort zu nennen. Erst wenn der Abstand zwischen den Speakern und dem Zuhörer einem gleichseitigen Dreieck entspricht, wird eine optimale Abbildung erzielt, um es ganz simpel zu beschreiben.

Dieser Anforderung kann somit weder eine Soundbar noch ein Sounddesk gerecht werden, denn da sind die Treiber deutlich näher zueinander angeordnet, der Hörer um ein Vielfaches weiter entfernt. Kritiker bemängeln daher oftmals, dass eine Soundbar oder ein Sounddesk eher einer Mono-, denn eine Stereo-Wiedergabe bietet.

Ein guter Komprimiss

Dem wirken viele Lösungen aber durch mehr oder weniger ausgeklügelte DSP-basierte Signalverarbeitung und entsprechende Treiber-Anordnung entgegen, sodass man vielfach sagen kann, dass es sich, gerade rund ums Fernsehen, bei vielen Soundbar- und Sounddesk-Lösungen um Systeme handelt, die vielleicht nicht ganz ideal sind, aber einen guten Kompromiss zwischen erzielbaren Ergebnis und Aufwand bei der Installation darstellen.

Es ist oft schwer, direkte Vergleiche zwischen Soundbar- bzw. Sounddesk-Systemen und einem klassischen „HiFi-System“ zu ziehen, schließlich kämpfen die beiden „Strategien“ nie mit wirklich gleichen Waffen.

Das schwäbische Unternehmen Nubert electronic GmbH bietet aber zwei Optionen an, bei denen man genau dies wirklich tun kann, und zwar die beiden Systeme Nubert nuBox AS-225 und Nubert nuBox A-125 , die wir Ihnen, werte Leser, ja jeweils in ausführlichen Einzeltests vorgestellt haben (Nubert nuBox A-125 im Test bzw. Nubert nuBox AS-225 im Test) Bei beiden Lösungen handelt es sich um Produkte, die in erster Linie als Systeme rund um den Fernseher konzipiert sind. Es sind die ersten Lösungen der Nubert nuBox Serie, die aktiv ausgeführt sind, wobei man all die Erfahrungen aus jahrelanger Entwicklung der ausgewiesenen Aktiv-Lautsprecher-Serien einfließen lies, um ein hohe Qualitätsniveau zu garantieren, gleichzeitig aber eine sehr simple Installation und einfache Bedienung sowie einen besonders attraktiven Preis zu erzielen.

Ein breites Produktangebot…

Hervor heben muss man, dass Nubert electronic GmbH bereits ein durchaus breites Angebot an Lösungen rund um den „guten Fernsehton“ vorweisen kann, wobei es sich aber interessanterweise in der überwiegenden Zahl um Sounddesk-Systeme handelt. Wir erinnern uns, Volumen ist durch nichts zu ersetzen…

Die Lösungen Nubert nuBox AS-225 und Nubert nuBox A-125 stellen aber eine Besonderheit dar, denn diese sind aus technischer Sicht nahezu identisch aufgebaut, wenngleich sie zwei unterschiedliche Herangehensweisen bieten.

Sounddesk versus Soundpaar

So ist das System Nubert nuBox AS-225 als Sounddesk ausgeführt, wohingegen die Lösung Nubert nuBox A-125 ein Paar Aktiv-Lautsprecher-Systeme darstellt. Um den primären Einsatzzweck noch stärker hervorzuheben spricht Nubert electronics GmbH hierbei von einem Soundpaar, schafft sich also eine eigene Produktkategorie, die bewusst im direkten „Verwandtschaftsverhältnis“ zu Soundbar und Sounddesk steht.

Bei beiden Systemen handelt es sich um überaus kompakte Lösungen, die zweifelsfrei in jedem Raum ihren Platz finden. So misst das Lautsprecher-System Nubert nuBox A-125 nicht mehr als 24,5 cm in der Höhe, weist eine Breite von lediglich 13,5 cm, und eine Tiefe von 20 cm ohne, 21 cm mit Front-Abdeckung auf. Um einen Vergleich heran zu ziehen, damit entspricht die Stellfläche der Nubert nuBox A-125 nahezu exakt einem DIN A5 Blatt.

Das Nubert nuBox AS-225 misst exakt 60 cm in der Breite, 33 cm bzw. 34 cm in der Tiefe, je nachdem ob der zugehörige Lautsprecher-Grill montiert ist, und weist eine Höhe von lediglich 12,9 cm auf.

Bei beiden Lösungen vertraut man auf einen soliden Aufbau der Gehäuse basierend auf 19 mm starkem MDF, überzogen mit einer Dekor-Folie in Schwarz oder Grau. Die Schallwand ist jeweils seidenmatt Schwarz lackiert und Front-Abdeckungen in Grau gehören zum Lieferumfang.

Da wie dort kommen jeweils zwei Langhub 118 mm Tiefmittelton-Treiber mit Polypropylen-Verbund-Membran in Verbindung mit zwei 25 mm Tweeter mit Gewebekalotte zum Einsatz, die durch ein Bassreflex-System unterstützt werden. Angetrieben werden diese Speaker bei beiden Systemen von Verstärkern in Class D mit einer Leistung von zweimal 25 Watt.

Auch die Anschlüsse sind identisch, denn bei beiden Systemen steht in erster Linie ein HDMI-Eingang mit ARC und HDMI CEC zur Verfügung, um direkt mit dem TV-Gerät verbunden zu werden. Darüber hinaus stehen eine optische und koaxiale S/PDIF-Schnittstelle, ein AUX-Eingang in Form eines Cinchbuchsen-Paars sowie Bluetooth 4.2 mit Unterstützung des Codec aptX parat, um weitere Quellen einbinden, und dem Anspruch als flexibles Audio-System gerecht werden können.

Gleiche technischen Voraussetzungen…

Somit ist klar, aus rein technischer Sicht gleichen sich die Systeme, aber eins ist eben ein Sounddesk, das andere ein so genanntes Soundpaar, also ein Pärchen Aktiv-Lautsprecher.

Bei der Aufstellung des Nubert nuBox AS-225 Sounddesk hat man nicht viele Optionen, diese Lösung wandert direkt unter den Fernseher. Beim Nubert nuBox A-125 Soundpaar sieht dies schon anders aus, denn das kann man nicht nur vergleichsweise „eng“ direkt auf dem AV-Möbel platzieren, sondern wirklich genauso aufstellen, wie es die „reine Lehre der HiFi“ vorgibt, also in einem klassischen Stereo-Dreieck mit entsprechendem Abstand zwischen den Speakern.

Tut man dies, so hat das Nubert nuBox A-125 Soundpaar ganz klar einen Startvorteil. Dieser wirkt sich nicht so sehr bei Nachrichten, Infotainment-Angeboten oder 08/15 TV-Serien aus, da überzeugen beide Lösungen mit vollem, erstaunlich detailreichem Klang. Wenn es aber darum geht, die Klangkulisse eines Films wiederzugeben, gar Musik darzustellen, dann ist der Unterschied zwischen Sounddesk und Soundpaar doch klar zu bemerken. Zunächst jedenfalls…

Der Trick mit der Hörizont-Erweiterung…

Die Entwickler von Nubert electronic GmbH haben sich hier dazu entschlossen, etwas einzusetzen, was sie normalerweise nicht tun würden. Oberstes Credo bei Nubert electronic GmbH ist es nämlich, auf eine möglichst unverfälschte und neutrale Wiedergabe zu setzen. So verzichtete man etwa auch bei den mächtigeren Sounddesk-Systemen der Nubert nuPro Series auf alle DSP-Spielereien rund um Virtual Surround und ähnliches. Hier aber, bei den Lösungen für TV aus der Nubert nuBox Serie, da wollte man auf eine DSP-basierte Signalverarbeitung nicht verzichten.

Zunächst ist diese DSP-basierte Signalverarbeitung schon bei der möglichst neutralen Wiedergabe den Entwicklern dabei behilflich, die sowohl bei Nubert nuBox AS-225 Sounddesk als auch Nubert nuBox A-125 Soundpaar sehr, sehr kompakten Abmessungen etwas auszugleichen und der Physik, wenn sie sich schon nicht wirklich auszutricksen lässt, zumindest ein kleines Schnippchen zu schlagen, den Sound also entsprechend eine Nuance satter und voller zu realisieren und eine optimale Ansteuerung der Chassis zu ermöglichen.

Darüber hinaus setzt man auf einen Algorithmus, den man gerne als Hörizont-Erweiterung bezeichnet, der letztlich nichts anderes ist, als eine in dezentem Maße eingesetzte Verbreiterung der Abbildung. Dass man dies nicht exzessiv einsetzen will, sondern eben nur nuanciert, zeigt allein die Tatsache, dass dafür genau zwei Modi zur Verfügung stehen, und zwar „Movie“ und „Music“, punkt! Keinerlei Möglichkeiten für den Anwender, hier irgendwie „am Rad zu drehen“, und zwar ganz bewusst. Plain simple soll diese Funktion sein, und genau eins erreichen: die Erweiterung der Klangbühne.

Und damit schließt, dies zeigt unser ausführlicher Test beider Systeme, das Nubert nuBox AS-225 Sounddesk auf seinen Bruder Nubert nuBox A-125 Soundpaar deutlich auf, speziell dann, wenn man die Systeme in einem eher kleineren Raum einsetzt, für den diese ja auch letztlich konzipiert sind.

Zieht man also einen direkten Vergleich zwischen den Lösungen Nubert nuBox AS-225 Sounddesk und Nubert nuBox A-125 Soundpaar, so kann man zunächst tatsächlich klar festhalten, dass ein klassisches Paar Lautsprecher-Systeme natürlich die optimale Lösung darstellt. Ein Paar Lautsprecher-Systeme optimal aufgestellt liefert die realistischste Abbildung der Klangbühne sowohl in Breite als auch Tiefe - Punkt!

Aber, die spezielle DSP-basierte Signalverarbeitung aus dem Hause Nubert electronic GmbH ist in der Lage, diesen prinzipbedingten Nachteil durchaus zu einem Gutteil wett zu machen.

Interessant ist zudem, dass das Sounddesk den Speakern sogar in einem anderen Punkt einen Deut voraus ist, und zwar bei der Darbietung im tieferen Frequenzbereich, denn nicht nur das Datenblatt bescheinigt dem Nubert nuBox AS-225 Sounddesk mit einer unteren Grenzfrequenz von 36 Hz gegenüber den 50 Hz des Nubert nuBox A-125 Soundpaar diesbezüglich einen Vorteil, dieser ist in der Praxis auch klar zu vernehmen. Einmal mehr zeigt sich, Volumen ist durch nichts zu ersetzen, und davon hat das Nubert nuBox AS-225 Sounddesk eben doch etwas mehr zu bieten.

Was in der Theorie also ganz klar einen Sieg für das Nubert nuBox A-125 Soundpaar bringen müsste, zeigt sich in der Praxis dann doch nicht so eindeutig. Die Ingenieure und Akustik-Spezialisten von Nubert electronic GmbH haben sowohl beim Soundpaar als auch Sounddesk der Nubert nuBox Serie wirklich ganze Arbeit geleistet. Beide Systeme holen aus den überaus kompakten Gehäusen ein Optimum an Klangqualität, und das zu einem jeweils bemerkenswert günstigen Preis.

Auf den Punkt gebracht

Ob man sich nun letztlich für das Nubert nuBox AS-225 Sounddesk oder das Nubert nuBox A-125 Soundpaar entscheidet, wird wohl unterm Strich dadurch entschieden, wie man es einsetzt. So ist das Nubert nuBox A-125 Soundpaar natürlich deutlich flexibler, denn es kann nicht nur rund um das TV-Gerät als feines Audio-System mit optimaler Aufstellung für eine besonders akkurate Abbildung der Stereo-Bühne genutzt werden, sondern ebenso etwa am Arbeitsplatz. Das Nubert nuBox AS-225 Sounddesk hingegen ist ganz klar allein für den Einsatz unterm Fernseher ausgelegt, benötigt kaum Platz, und es erfüllt damit die Anforderung, die viele Kunden an eine derartige Lösung stellen: es ist ein einziges Device, das lediglich ein Stromkabel und das HDMI-Kabel benötigt, um für guten Ton beim Fernsehen zu sorgen, mehr noch, für sehr guten Ton.

8,0 (Exzellent)

The Good

  • ansprechendes Design
  • tadellos verarbeitet
  • flexibel einsetzbar
  • Anschluss-Vielfalt einschließlich HDMI
  • leistungsstark gemessen an der Größe
  • simples Bedienkonzept
  • sehr ansprechender Klang
  • "Hörizont-Erweiterung" für breite Stereo-Basis auch beim Sounddesk

The Bad

  • Anzeige der Lautstärke wäre praktisch
7 Klang
7 Bedienung
7 Design
9 Preis/Leistung

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