The Dublin Legends im Wiener Metropol

Ein bis auf den letzten Platz ausverkauftes Wiener Metropol empfing die Boys aus Irland, wie Milica Theessink in ihrer Begrüssung die Herren Sean Cannon, Eamonn Campbell, Patsy Watchorn und Gerry O´Connor, die nunmehr als The Dublin Legends unterwegs sind, aber rein gar nichts vom Spirit der Dubliners verloren haben.

Von Michael Holzinger (mh)
04.10.2013

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Es gibt Konzerte, da ist man einfach sprachlos ob dem, was da auf der Bühne passiert, und unweigerlich dazu führt, dass der Funke auf das Publikum überspringt. So geschehen etwa am Abend des 7. September 2013, und damit dem letzten Abend des Wiener Gastspiels der irischen Formation The Dublin Legends. Schon am 5. und 6. September sorgten die Herren aus Irland für ein volles Haus, und ein begeistertes Publikum, und am letzten Abend im Metropol gaben sie merklich nochmals alles.

So kann man auf kaum von einem Funken sprechen, der auf das Publikum überging, vielmehr war es eine geballte Energieladung, die da von der Bühne ausging, und die nach wenigen Liedern nahezu niemanden mehr auf den Sitzen hielt.

Sean Cannon, Eamonn Campbell, Patsy Watchorn und Gerry O´Connor, das waren im letzten Jahr noch The Dubliners, nunmehr erachteten sie es jedoch als angebracht, zumindest den Namen ein wenig zu adaptieren, da allen voran mit dem im letzten Jahr verstorbenen Barney McKenna ein sehr wesentlicher Bestandteil der Band fehlte, und inzwischen auch John Sheahan beschlossen hatte, es nach all den Jahrzehnten auf Tour etwas ruhiger anzugehen.

Gemeinsam mit Gerry O´Connor am Banjo und der Fiddle formierte sich damit aus Sean Cannon, Eamonn Campbell und Patsy Watchorn The Dublin Legends, die aber rein gar nichts vom Spirit und der Energie, von der Leidenschaft und Hingabe zur Musik verloren haben. Davon konnte man sich an diesen Abenden in Wien mehr als eindrucksvoll überzeugen.

Damit hatte man gleich nach den ersten paar Songs auch in dieser Formation das Gefühl, das Metropol stehe irgendwo in Dublin. Und als es auch diesmal hieß: "We finish up with a song called... Whisky in the jar", gab es endgültig kein Halten mehr. Wer an diesem Abend etwa bei diesem Song an der Bar im hinteren Teil des Metropol stand, und genüsslich sein Guinness schlürfte, der hörte spätestens hier rein gar nichts mehr von der Band auf der Bühne, sondern allein das lauthals mitsingende, mitklatschende Publikum. Unvergesslich!