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Totem Acoustic Kin Mini Flex im Test - Home Cinema im kleinsten, aber feinsten Rahmen…

Foto © Totem Acoustic

Zunächst präsentierte die kanadische Lautsprecher-Schmiede Totem Acoustic das Lautsprecher-System Totem Acoustic Kin Mini, und kombinierte dieses mit dem aktiven Subwoofer Totem Acoustic Kin Sub zu einer überaus feinen Lösung für Musik als auch TV-Sound. Nun, mit dem Totem Acoustic Kin Mini Flex als Center-Speaker wird daraus gar eine hervorragende Surround-Lösung, die Home Cinema mit minimalsten Platzbedarf erlaubt.

Kurz gesagt...

Mit dem Totem Acoustic Kin Mini Flex steht das letzte Puzzle-Stück zur Verfügung, um aus der Totem Acoustic Kin Serie ein hervorragendes Surround-System in besonders kompakter Form zu machen.

Wir meinen...

Man nehme zumindest ein Paar Totem Acoustic Kin Mini, den Totem Acoustic Kin Sub, und füge den neuen Totem Acoustic Kin Mini Flex als Center-Speaker hinzu, schon hat man eine überaus feine Lösung für hervorragenden Klang rund ums TV-Gerät, die jedwede Soundbar in den Schatten stellt, und dennoch kaum Platz für sich in Anspruch nimmt. Wer auf Surround nicht verzichten will, der fügt eben noch ein weiteres Paar Totem Acoustic Kin Mini hinzu, dann ist es perfekt.
Hersteller:Totem Acoustic
Vertrieb:High End Company AG
Preis:€ 611,-

Von Michael Holzinger (mh)
24.03.2016

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sempre-audio.at Empfehlung der Redaktion Ein klassisches Home Cinema ist, dies muss man ganz offen festhalten, mit erheblichem Aufwand verbunden. Um in den Genuss aller Möglichkeiten zu kommen, sind zahlreiche Komponenten erforderlich. Selbst wenn man auf einen Projektor verzichtet, und allein auf ein TV-Gerät setzt, so benötigt es neben dem Quellgerät, etwa einem Blu-ray Player, einem AV-Receiver als zentrale Schnittstelle, vor allem vieler Lautsprecher-Systeme, genauer gesagt zumindest fünf Stück an der Zahl, plus einem separaten Subwoofer, um tatsächlich Surround-Sound so genießen zu können, dass es dem Begriff Heimkino wirklich gerecht wird.

Home Cinema war daher seit jeher vor allem ein Thema für all jene, die über den entsprechenden Platz verfügten, im Idealfall über einen separaten Raum. Im Wohnzimmer galt es zumindest für ein paar Jahre als schick, ebenfalls derartige Lösungen zu realisieren, aber diese Zeiten sind längst passé. Dafür haben nicht zuletzt so manche Hersteller aus der Branche selbst gesorgt, die eindringlich darauf pochten, dass ein derartiger Aufwand gar nicht nötig sei und stattdessen winzige Lautsprecher-Systeme propagierten, die letztlich die Erwartungen der Kunden nicht erfüllen konnten. Und bevor man sich mit lausiger Qualität von Lösungen begnügt, die irgendwie den Anschein von Surround-Sound erwecken, lässt man es lieber ganz bleiben…

Diese Entwicklung wurde natürlich noch durch den geradezu florierenden Markt der Soundbars und Soundboards beschleunigt, die einen besonders geringen Aufwand erfordern, und zumindest vielfach durchaus ansprechende Ergebnisse ermöglichen. Allerdings muss diesbezüglich ebenfalls ganz offen gesagt werden, dass dies natürlich rein gar nichts mit Home Cinema zu tun hat, selbst wenn viele Hersteller dies für ihre Produkte in Anspruch nehmen.

Ein Hersteller aus dem klassischen HiFi-Segment überraschte in diesem Zusammenhang mit einer ganz bemerkenswerten Lösung, die man ganz bewusst gegen diesen skizierten Trend vermarktete, nämlich die kanadische Lautsprecher-Schmiede Totem Acoustics.

Nun, die Kanadier sind eigentlich ein klassischer High-end Hersteller, selbst wenn sie zu jenen Anbietern in diesem Segment zählen, die vielfach ganz bewusst auf besonders kompakte Lösungen setzen, mehr noch, die sich in diesem Segment über Jahre hinweg eine ausgewiesene, vielfach belegte einzigartige Expertise erarbeiten konnten. Und ausgerechnet ein Hersteller dieses Kalibers wirbt plötzlich mit einer Lösung, die man als „Anti-Soundbar“ bezeichnet?

Ja, und zwar in Form der Totem Acoustic Kin Mini, einem besonders kompakten Lautsprecher-System, ausgestattet mit klassischen audiophilen HiFi-Tugenden, das sich hervorragend eignet, um eben nicht nur Musik in tadelloser Qualität wiederzugeben, sondern auch geradezu perfekt neben ein TV-Gerät passt. Vor allem dann, wenn man es mit dem dazu passenden Subwoofer Totem Acoustic Kin Sub kombiniert.

An dieser Stelle wollen wir gar nicht weiter auf diese hervorragenden Winzlinge aus Kanada eingehen, und vielmehr auf den ausführlichen Test der Totem Acoustic Kin Mini samt dem Totem Acoustic Kin Subverweisen. Vielmehr wollen wir uns diesmal jenem Speaker-System widmen, dessen Fehlen wir in besagtem Test als einzigen Kritikpunkt anführten, nämlich dem passenden Center-Speaker.

Genau diesen Center-Speaker, optimal abgestimmt auf die Totem Acoustic Kin Mini, den bietet Totem Acoustic nunmehr seit Kurzem in Form des Totem Acoustic Kin Mini Flex an, sodass es höchst an der Zeit war, dieses neue Gespann einem weiteren Test zu unterziehen.

Ganz wichtig ist zunächst festzuhalten, dass natürlich auch der neue Totem Acoustic Kin Mini Flex als geradezu winzige Lösung ausgelegt ist. Schließlich soll sich auch dieser ein wenig in der Marketing-Strategie einfügen, die die Kanadier für die Totem Kin Mini-Reihe ausgegeben haben, nämlich unter dem bereits erwähnten Begriff der „Anti-Soundbar“.

So präsentiert sich der Totem Acoustic Kin Mini Flex mit Abmessungen von 34,4 in der Breite, 14,2 cm in der Höhe, und 9,5 cm Tiefe an der Oberseite, sowie einer Tiefe von 11,2 cm an der Unterseite. Die tatsächliche Standfläche beträgt somit rund 35 cm in der Breite, und rund 12 cm in der Tiefe. Die leicht nach hinten geneigte Schallwand sorgt für eine optimale Abstrahlung, schließlich wird sich der Totem Acoustic Kin Mini Flex zumeist unter dem TV-Gerät wiederfinden, muss also vielfach leicht nach oben hin abstrahlen.

Ein ganz wesentliches Merkmal des Totem Acoustic Kin Mini Flex ist natürlich die Option, diesen direkt an der Wand montieren zu können, eben wie beschrieben, direkt unterm Fernseher. Und wenn dieser Fernseher ebenfalls an der Wand montiert ist, liegt es nahe, auch den Center-Speaker hier anzubringen. Die entsprechenden Bohrungen finden sich somit direkt an der Rückwand des Totem Acoustic Kin Mini Flex. Die Entwickler haben daher auch darauf geachtet, dass das Anschluss-Feld entsprechend nach innen versetzt ist, und die hier vier Schraubklemmen nach oben abgewinkelt angebracht sind, sodass nicht nur blanke Kabelenden sicher angeschlossen werden können, sondern auch Kabel mit Bananas oder Kabelschuhen ausreichend Platz finden. Eine Bassreflex-Öffnung findet sich somit natürlich auch keine an der Rückseite des Totem Acoustic Kin Mini Flex. Deren Funktionsweise wäre ja bei einer Wandmontage ad absurdum geführt, ebenso dann, wenn man den Totem Acoustic Kin Mini Flex in einem AV-Rack oder einem Fach eines Lowboards platziert. Also verzichtete man beim Totem Acoustic Kin Mini Flex gänzlich auf eine derartige Ausführung.

Natürlich liegen dem Totem Acoustic Kin Mini Flex aber auch die bereits von den Totem Acoustic Kin Mini bekannten Füsschen bei, die besonders hochwertig als Absorber ausgeführt sind. Dazu werden gummierte Metallscheiben genutzt, die eine optimale Entkopplung zum Untergrund garantieren.

Der Totem Acoustic Kin Mini Flex ist als so genanntes 2,5-Wege-System ausgelegt, wobei zwei 4 Zoll High-Performance Die-cast Aluminium Framed Woofer mit MHex Cones zum Einsatz kommen. Diese flankieren einen 0,75 Zoll Soft Dome Tweeter, wobei alle Chassis perfekt in die Schallwand eingelassen sind.

Nach Herstellerangaben ist der Totem Acoustic Kin Mini Flex mit einer Impedanz von 6 Ohm und einem Wirkungsgrad von 89 dB für Verstärker mit einer Leistung zwischen 10 und 120 Watt ausgelegt, und kann einen Frequenzbereich zwischen 100 Hz und 40 kHz abdecken. Die Frequenzweiche greift bei 3,2 kHz ins Geschehen ein. Wie bereits angedeutet, kann man den Totem Acoustic Kin Mini Flex sowohl im Bi-wiring- als auch Bi-Amping betreiben, da hier vier Schraubklemmen am Anschluss-Panel zur Verfügung stehen, die ab Werk leider nur mit Metallblech-Brücken versehen sind. Hier sollte man im Fall der Fälle dann doch auf eine vernünftige Kabelbrücke setzen…

Der Totem Acoustic Kin Mini Flex steht in zwei Ausführungen zur Verfügung, und zwar Schwarz und Weiss, wobei bei letztgenannter Variante die schwarzen Chassis besonders elegant zur Geltung kommen. In dieser Ausführung würden wir persönlich in jedem Fall auf den im Lieferumfang natürlich enthaltenen Lautsprecher-Grill verzichten. Dieser ist in der schwarzen Version ebenfalls Schwarz, in der weißen Ausführung leicht ins gräuliche tendierend ausgeführt, sodass auch hier die schwarzen Membranen nicht ungewollt durchscheinen. Der Lautsprecher-Grill wird mittels Magneten in Position gehalten, sodass bei abgesetztem Grill keinerlei Bohrung oder Verankerung die perfekte Optik stört.

Übrigens, einmal mehr verzichtet Totem Acoustic auch beim Totem Acoustic Kin Mini Flex auf eine Lackierung in Hochglanz, setzt vielmehr auf ein edles, mattes Finish. Gut so, dies freut alle Hausmänner, die sich somit nicht über jedes Staubflankerl, jeden Fingertapper auf der Oberfläche ärgern müssen.

Natürlich erfolgte der ausführliche Praxis-Test in der Redaktion so wie es sich gehört, also spielte der Totem Acoustic Kin Mini Flex im Verbund mit den Totem Acoustic Kin Mini sowie dem Totem Acoustic Kin Sub.

Tja, und was könnten wir anderes schreiben, als das es kam, wie erwartet. Natürlich waren die Erwartungen in Anbetracht der hervorragenden Ergebnisse die die Totem Acoustic Kin Mini bereits alleine liefern können, insbesondere im Zusammenspiel mit dem genannten Subwoofer, entsprechend hoch. Und wir wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

Nahtlos fügt sich der neue Totem Acoustic Kin Mini Flex in das Gespann ein, und übernimmt mit Souveränität die im zugedachte Rolle als gerade bei Film-Ton so essentielles Speaker-System, da hier allen voran alle Dialoge in bestmöglicher Qualität, klar verständlich abgebildet werden sollen, tunlichst mit einem im wahrsten Sinne fließenden Übergang zu den übrigen Lautsprecher-Systemen der Surround-Lösung, sofern dies das Geschehen im Film vorgibt, und bestmöglich eingebettet in das übrige Klanggeschehen bestehend aus Umgebungsgeräuschen und Filmmusik.

Selbst wenn man sich allein mit der „Minimal-Ausstattung“ begnügt, um dies mit allem Respekt auf den Punkt zu bringen, nämlich zwei Totem Acoustic Kin Mini plus Totem Acoustic Kin Sub, also exakt jener Kombination, die wir bereits einem ausführlichen Test unterzogen haben, sollte man sich unbedingt den Totem Acoustic Kin Mini Flex als perfekte Ergänzung gönnen. Schon hier hebt es das Klangerlebnis speziell bei Filmton auf ein gänzlich neues Niveau. Entscheidet man sich fürs volle Programm, also zwei zusätzliche Totem Acoustic Kin Mini als Surround-Speaker, so ist der Totem Acoustic Kin Mini Flex ohnedies Pflicht, denn dann ist das Home Cinema, das diesen Namen auch im Wohnzimmer verdient, wahrlich perfekt.

Auf den Punkt gebracht

Man nehme zumindest ein Paar Totem Acoustic Kin Mini, den Totem Acoustic Kin Sub, und füge den neuen Totem Acoustic Kin Mini Flex als Center-Speaker hinzu, schon hat man eine überaus feine Lösung für hervorragenden Klang rund ums TV-Gerät, die jedwede Soundbar in den Schatten stellt, und dennoch kaum Platz für sich in Anspruch nimmt. Wer auf Surround nicht verzichten will, der fügt eben noch ein weiteres Paar Totem Acoustic Kin Mini hinzu, dann ist es perfekt.

8,0 (Hervorragend)

The Good

  • Absolut überzeugender Klang trotz geradezu winziger Abmessungen
  • im Set mit der Totem Acoustic Kin Mini und dem Totem Acoustic Kin Sub spielt der Totem Acoustic Kin Mini Flex absolut souverän auf
  • Home Cinema das dem Begriff auch würdig ist

The Bad

  • Kein Nachteil ersichtlich
8 Klang
7 Design
8 Preis/Leistung

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