IFA 2010: Klein, schwarz, mit und ohne Festplatte erhältlich, spielt der TrekStor TV Medienplayer so ziemlich alles ab, was ihm an multimedialen Inhalten anvertraut wird." /> Sempre Audio

TrekStor Full-HD-Medienplayer TrekStor TV

IFA 2010: Medienplayer gibt es ja fürwahr schon einige am Markt und nahezu alle können mit der ein oder anderen Besonderheit aufwarten. TrekStor hat sich für das neueste Modell mit der sehr schlichten Bezeichnung TrekStor TV vorgenommen, ein besonders flexibles Gerät anbieten zu können. Es soll nahezu alle Medieninhalte wiedergeben können, die es entweder von einer internen Festplatte, einem USB-Datenspeicher oder direkt aus dem Netz entgegen nimmt.

Von Michael Holzinger (mh)
12.07.2010

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So führt die TrekStor GmbH als eine der wesentlichsten Merkmale des neuen TrekStor TV dessen Netzwerk-Funktionalität ins Rennen. So soll das überaus kompakte Gerät nicht nur als Streamer als auch NAS-Server gleichzeitig fungieren, es unterstützt dementsprechend den Zugriff über die verschiedensten Standards wie etwa UPnP AV, SMB/ Samba, NFS, AFP und sogar FTP. Damit soll der Zugriff auf freigegebene Ordner sowie der direkte Datenaustausch unter allen Betriebssystemen, angefangen von Microsoft Windows über Linux bis hin zu Apple MacOS X möglich sein. Das klingt nun alles komplizierter, als es in der Praxis ist. Denn im einfachsten Fall ist der TrekStor TV eben „nur“ ein Mediaplayer, der Inhalte in den verschiedensten Formaten und von unterschiedlichen Quellen wiedergeben.

So kann das kleine Gerät direkt mittels Ethernet-Schnittstelle ins Netzwerk integriert werden. Als optionales Zubehör bietet TrekStor GmbH aber auch einen WiFi-Adapter an, sodass der TrakStor TV auch drahtlos ins Netzwerk eingebunden wird. Der TrekStor TV kommt laut Hersteller gänzlich ohne Lüfter aus und arbeitet somit völlig geräuschlos. Die Kühlung der Elektronik erfolgt über Kühlrippen an der Oberseite des Gehäuses, die eine leichte Wellenform aufweisen und so ein Teil des Designs der kleinen schwarzen Box werden.

In der Standard-Version kommt der TrekStor TV ohne internem Speicher, kann aber auch mit einer eingebauten Festplatte gekauft, oder jederzeit mit einer entsprechenden 2,5 Zoll Festplatte mit bis zu 500 GByte Speicherkapazität erweitert werden. Über zwei USB-Schnittstellen können ebenfalls nicht nur entsprechende Speichersticks, sondern auch externe Festplatten angeschlossen werden. Über eine weitere Mini-USB 2.0 Schnittstelle kann zudem die optionale Speicherlösung TrekStor HomeServer e-TRAYz angeschlossen werden, mit der der TrekStor TV zum Netzwerk-Speicher aufgerüstet wird.

Signale werden in erster Linie über eine HDMI 1.3-Schnittstelle an AV-Receiver bzw. TV-Geräte ausgegeben. Darüber hinaus stehen natürlich auch analoge Audio- und Videoschnittstellen sowie eine digitale Audio-Schnittstelle in Form einer optischen TOS-Link Buchse zur Verfügung. Im Lieferumfang enthalten ist zudem eine Infrarot-Fernbedienung.

Das Setup des Geräts soll besonders komfortabel möglich sein. Dies erfolgt im einfachsten Fall natürlich direkt über das Onscreen-Menü, oder aber übers Netzwerk, in dem man sich mittels eines Webbrowsers mit dem TrekStor TV verbindet. In diesem Fall können nicht nur die normalen Standard-Parameter definiert werden, so kann z.B. auch der Zugriff auf das Gerät freigegeben werden. Laut TrekStor kann man so auch einen Zugriff übers Internet freigeben, um jederzeit und von überall auf die Daten des kleinen Medienplayers zugreifen zu können.

Der TrekStor TV ist mit einem laut Herstellerangaben besonders leistungsfähigem DSP (Digital Signal Processor) RTD1283 von Realtek ausgestattet, der die Verarbeitung der Audio-, Video- und Foto-Daten übernimmt und diese in der jeweils besten Qualität wiedergeben soll. So unterstützt der TrekStor TV nicht nur Videos mit Full HD und somit bis zu 1.920 x 1.080p, er kann Videos als auch Fotos zudem auf diese Auflösung hochskalieren.

Videos können in den verschiedensten Formaten vorliegen. Hier reicht das Spektrum von WMV, HD/VC1, H.264, MKV, AVCHD, AVI, DivX, XviD bis hin zu DVD- als auch Blu-ray ISO-Images. Selbst Transport Streams von SAT-Aufnahmen sollen kein Problem für den TrekStor TV darstellen.

Auch bei Audio-Daten zeigt sich das Gerät sehr vielseitig und unterstützt von einfachen MP3-Daten, Ogg Vorbis, WMA, AAC, FLAC, MP4, bis hin zu Dolby Digital, dts, dts 96/24, dts ES und Dolby TrueHD und dts HD Master Audio alle relevanten Tonformate. Gleiches gilt für Fotos.

Wer Daten nicht nur von einem USB-Speichermedium oder einer Netzwerk-Freigabe abrufen will, sondern z.B. von einem Online-Community Portal wie etwa FlickR, der kann dies mit dem TrekStor TV ebenso tun wie auf tausende Internet-Radiostationen zugreifen.

Als weitere Besonderheit hebt TrekStor die Kooperation mit der Entwickler-Plattform „Xtreamer Forum“ hervor, die dafür sorgen soll, dass für den TrekStor TV mit zahlreichen Updates und neuen, kostenlosen Applikationen und Erweiterungen zu rechnen sein soll. Damit, und mit den bereits erwähnten zahlreich unterstützten Protokollen und Dateiformaten, sowie der Flexiblität bei der Einbindung ins Netzwerk bis hin zur Verwaltung übers Web-Interface eignet sich der TrekStor TV vor allem für all jene, die selbst gerne ins Geschehen eingreifen, eine große Mediathek mit zahlreichen verschiedenen Dateiformaten ihr Eigen nennen und sich intensiv mit der Materie befassen wollen.

Der neue Full-HD-Medienplayer TrekStor TV soll laut Hersteller bereits im Fachhandel erhältlich sein. Die TrekStor GmbH gibt für dieses Gerät einen empfohlenen Verkaufspreis von € 134,99 an, wobei dieser Preis für das Modell ohne integrierte Festplatte und ohne WiFi-Option gilt. Hier findet man die bereits erwähnte Fernbedienung, ein AV-Adapterkabel, ein USB 2.0 Kabel, das externe Netzteil, einen passenden Standfuss sowie zwei AA-Batterien und eine Kurzanleitung im Lieferumfang.

Michael Holzinger

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