UPC bietet Digital TV mit CI+ Modul an

Bislang konnte man Digital TV des Unternehmens UPC allein über entsprechende Settop-Boxen empfangen. Sehr zum Leidwesen vieler Kunden, die etwa ein TV-Gerät mit integriertem DVB-C Tuner ihr Eigen nennen. Nun aber bietet UPC ein CI+ Modul an, mit dessen Hilfe Digital TV auf vielen Geräten ohne zusätzliche so genannte UPC MediaBox empfangen werden kann.

Von Michael Holzinger (mh)
10.06.2012

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Wollte man bislang in den Genuss von Digital TV aus dem Hause UPC kommen, so musste man unweigerlich auf deren Hardware zurück greifen. Eine so genannte UPC MediaBox musste unterm Fernseher platziert werden, die das Kabel TV-Angebot des größten Anbieters in diesem Bereich in Österreich empfangen konnte. Dies sorgte vor allem bei jenen Abonnenten für Unmut, die über ein weitgehend aktuelles und bestens ausgestattetes TV-Gerät verfügen, das neben einem DVB-T Tuner für terrestrischen Empfang oder einen DVB-S2 für Digital SAT eben auch über einen DVB-C Tuner verfügt, sodass der Empfang von Kabel TV prinzipiell auch gänzlich ohne zusätzliche Hardware möglich ist.

Zumal die entsprechende Settop-Box, die UPC Kunden zur Verfügung stellt, alles andere als ein wirklich zuverlässiges, und schon gar kein wirklich überaus komfortables Gerät ist.

Nun aber zeigt sich UPC scheinbar einsichtig, dass es eben auch ohne diese so genannte UPC MediaBox gehen muss, und bietet Kunden die Möglichkeit, mit Hilfe eines entsprechenden CI+ Moduls für ihr TV-Gerät Digital TV auch direkt empfangen zu können.

Interessanterweise führt nun UPC selbst alle Punkte, die für eine derartige Lösung sprechen, die man aber bislang nicht anerkennen wollte, als Vorteile für diese neue Alternative auf, also etwa eine besonders einfache Installation, keine zusätzliche stromverschwendende Hardware, die zudem Platz in Anspruch nimmt und separat angeschlossen werden muss, also durchaus einen vermeidbaren Kabelsalat verursacht.

Einzige Voraussetzung für das neue CI+ Modul von UPC ist, so der Anbieter, ein entsprechend zertifizierter Fernseher. Genauer beschreibt man dies allerdings nicht, führt jedoch eine Liste entsprechender Geräte von Herstellern wie Sony, Samsung, LG, Philips, Loewe, Sharp und Bang & Olufsen auf der entsprechenden Web-Seite an. In der Praxis bedeutet dies, dass ohnedies nahezu jedes aktuelle TV-Gerät, dass über einen integrierten DVB-C Tuner samt zertifiziertem CI+ Interface auch für UPC genutzt werden kann. Allerdings übernimmt der Anbieter nur für die aufgeführten Geräte entsprechenden Support.

Nach Angaben von UPC können mit dem neuen CI+ Modul alle angebotenen Sender empfangen werden, also auch alle HD-Sender sowie alle Sky Pakete, die das Unternehmen über den eigenen Dienst anbietet. Selbst die von vielen TV-Geräten inzwischen angebotene Option, Inhalte etwa auf einen USB-Stick oder eine entsprechende USB-Festplatte aufzunehmen, sollte funktionieren, wenngleich der Anbieter hierfür keinerlei Garantien übernimmt. Vielmehr spricht UPC davon, dass UPC On Demand oder UPC Interactive nicht zur Verfügung stehen und auch der TV Guide und Digital Video Recorder nicht genutzt werden können.


Dies dürfte für viele Interessenten allerdings kein allzu großer Nachteil in Anbetracht der damit verbundenen Vorteile sein. Da schmerzt wohl eher der Preis, den UPC für das neue CI+ Modul kassiert. Immerhin € 5,90 pro Monat extra will UPC für das Interface abkassieren, sofern man dieses Angebot etwa für ein Zweitgerät zu einem bestehenden UPC Digital TV-Angebot nutzt. Für CI+ statt einer UPC MediaBox als Erstanschluss werden immer noch monatlich € 3,- zuzüglich dem Grundentgelt für Digital TV fällig, was eigentlich überhaupt nicht nachvollziehbar ist, denn schließlich wäre es in diesem Fall wohl mit einer einmaligen Service-Gebühr auch getan. Übrigens, es sind maximal drei CI+ Module pro Haushalt erlaubt. Und wer sich für ein CI+ Modul entscheidet, der verlängert gleichzeitig seinen Vertrag mit UPC um weitere 12 Monate - automatisch, ob er dies nun will, oder nicht!

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