Velodyne Digital Drive Plus Serie - Bassgrundlage der Referenz-Klasse

Der Spezialist für Subwoofer Velodyne präsentiert mit der neuen Digital Drive Plus Serie vier neue Modelle, die die bisherigen Referenz-Lösungen aus der Digital Drive Serie ablösen sollen. Die neuen Modelle sollen selbstverständlich mit allen Tugenden ihrer Vorgänger aufwarten können, darüber hinaus aber mit vielen Verbesserungen in wesentlichen Bereichen und somit mit einer noch höheren Flexibilität, einer gesteigerten Performance bei höherer Effizienz überzeugen.

Von Michael Holzinger (mh)
04.03.2011

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Das im kalifornischen Morgan Hill ansässige Unternehmen Velodyne Acoustics Inc. zählt seit Jahr und Tag zu den renommiertesten Produzenten von Subwoofern. Um genau zu sein, das US-amerikanische Unternehmen konzentriert sich ausschließlich auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Subwoofern und zwar inzwischen über 25 Jahre. Man kann also mit zweifellos davon ausgehen, dass hier wahre Spezialisten am Werk sind, die von ihren Produkten voll und ganz überzeugt sind, sodass die Webseite der stolze Hinweis ziert, man fertige die besten Subwoofer weltweit.

Diesem Anspruch will man einmal mehr mit der neuen Velodyne Digital Drive Plus Serie gerecht werden, die die Nachfolge der bislang angebotenen Velodyne Digital Drive Serie antreten soll. Vier Geräte umfasst die neue Modellreihe, die zumindest teilweise ab sofort erhältlich ist.

Auch wenn die neuen Modelle natürlich alle Tugenden ihrer Vorgänger aufweisen sollen, so handelt es sich dennoch um - so das Unternehmen - völlig neu entwickelte Subwoofer, bei denen lediglich das Grundkonzept des Verstärkers sowie der Beschleunigungsmesser der Vorgängermodelle beibehalten wurde. Alles andere, so die Angaben des Unternehmens, sei für die Subwoofer der Velodyne Digital Drive Plus Serie völlig neu entwickelt. Die neue Serie umfasst wie bereits erwähnt vier Modelle, wobei der Velodyne DD-10+ den Einstieg bildet. Darüber sind der Velodyne DD-12+, Velodyne DD-15+ sowie Velodyne DD-18+ angesiedelt. Die Geräte unterscheiden sich vor allem durch ihre Leistungsdaten, die prinzipielle Ausstattung und somit der Funktionsumfang sind aber weitestgehend identisch.

Nach wie vor setzt das Unternehmen bei den Subwoofern auf ein überaus massives Gehäuse, allerdings ist dieses bei den aktuellen Modellen noch opulenter ausgefallen als bisher und orientiert sich beim Design an der SPL Ultra Serie mit leicht geschwungener Form, um parallele Seitenflächen zu vermeiden. Die Wände des Gehäuses aus MDF weisen nun eine Stärke von rund 3 cm auf und sind somit absolut massiv ausgeführt. Die neuen Modelle präsentieren sich auch deutlich schwerer und etwas größer als die bisherigen Modelle und werden in den Varianten Hochglanz Schwarz, satinierte Kirsche und satinierte Walnuss angeboten. Um ein paar Eckdaten zu nennen, der DD-10+ bringt es mit 36 x 33 x 42 cm auf ein Gewicht von 34 kg. Der DD-12+ misst 40 x 37 x 46 cm und wiegt 38 kg. Mit Abmessungen von 51 x 46 x 57 cm ist der DD-15+ mit 54 kg zwar bereits ein richtig schwerer „Brocken“, wird aber vom DD-18+ mit 58 x 53 x 65 cm und einem Gewicht von 64 kg noch deutlich übertrumpft.

Der Vollständigkeit wegen sei daher erwähnt, dass der österreichische Vertrieb von Velodyne, die in Klagenfurt ansässige Firma R.M.S. State of the Art Audiovisual Products das bisherige Modell Velodyne Digital Drive 10 weiterhin im Angebot belassen wird. Eben weil die neuen Modelle größer ausgefallen sind. So hat man mit dem Digital Drive 10 mit 30 x 30 x 33 cm und 21 kg nach wie vor eine besonders kompakte Alternative selbst für anspruchsvolle Anwender im Angebot, so Geschäftsführer Rado Mezek.

Velodyne setzt bei diesen Subwoofer-Modellen auf digitale Verstärker, was ja schon bereits der Name der Serie unschwer erkennen lässt. In allen Modellen kommt ein Class D Verstärker mit einer Leistung von beachtlichen 1.250 Watt RMS zum Einsatz, der eine dynamische Leistung von bis zu 3.000 Watt entfalten kann. Diese geballte Kraft treibt im kleinsten Modell DD-10+ eine 10 Zoll, im DD-12+ eine 12 Zoll, im DD-15+ eine 15 Zoll und im DD-18+ - erraten - eine Membran mit 18 Zoll. Alle Modelle sind als so genannte Forward-Firing Subwoofer ausgeführt, wobei die Membran von einem Lautsprecher-Grill mit dezenter Stoffbespannung geschützt wird.

Bei der Membran setzt der US-amerikanische Hersteller auf ein Fieberglas-Rohacell Laminat, das einerseits besonders leicht, aber gleichzeitig sehr steif ist und somit keinerlei „Ringing“-Effekte oder Verzerrungen verursachen soll. Angetrieben wird die Membran von massiven Magnetstruktur sowie einer sechslagigen Schwingspule mit 65 mm (DD-10+ und DD-12+) bzw. 75 mm (DD+15+ sowie DD-18+). Damit wird nach Herstellerangaben ein enormer Hub von bis zu 5 cm und somit deutlich höhere Pegel erzielt sowie ein noch breiteres Frequenzspektrum abgedeckt. So deckt der Velodyne DD-10+ einen Bereich von 16,3 - 120 Hz, der Velodyne DD-12+ 15,5 bis 120 Hz, der Velodyne DD-15+ 14,2 bis 120 Hz und der Velodyne DD-18+ sogar 13,7 bis 120 Hz ab.

Die Besonderheit dieser Subwoofer ist, dass diese geballte Kraft natürlich niemals unkontrolliert losgelassen wird, sondern stets durch eine so genannte Digital High-gain Servo Control, also einen integrierten Beschleunigungssensor sowie einen DSP kontrolliert wird. Und zwar beachtliche 16.000 mal pro Sekunde, sodass nach Herstellerangaben eine Verzerrung von stets weniger als 0,5 Prozent erzielt wird.

Ein weiteres wesentliches Merkmal der neuen Velodyne Digital Drive Plus Serie ist das integrierte AutoEQ Plus System. Dieses bestimmt neben den acht EQ-Filtern zur Anpassung an die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten komplett automatisch auch die Übergangsfrequenz inklusive Flankensteilheit, Lautstärke und Phase. Alles, was der Anwender also für einen perfekt eingemessenes Lautsprecher-System tun muss, ist, am Subwoofer einen Knopf zu drücken und den Messvorgang zu starten. Selbstverständlich stehen aber natürlich alle Optionen offen, die Einstellungen selbst vorzunehmen. Nicht nur dafür steht nunmehr neben einem Videoausgang auch ein Mini USB-Anschluss zur Verfügung, sodass der Subwoofer direkt mit einem PC verbunden werden kann um sämtliche Einstellung am Bildschirm vorzunehmen. Apropos Steuerung: für die Integration in Steuersysteme wie etwa aus dem Hause Crestron steht nunmehr auch ein RJ45 Netzwerk-Anschluss zur Verfügung. Für bescheidenere Anwender gibt‘s nach wie vor eine Infrarot-Fernbedienung.

Wer bei den Modellen der neuen Velodyne Digital Drive Plus Serie auch nur einen Anschluss vermisst, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Das Anschlussfeld der Subwoofer ist wirklich prall gefüllt und bietet somit für jedes Anwendungsszenario die richtigen Schnittstellen. So stehen für den Einsatz im Mehrkanal-Verbund (LFE) Cinch als auch XLR-Eingänge zur Verfügung, ebenso für ein Stereo-Setup. Selbstverständlich können über entsprechende Ausgänge die Signale auch an weitere Subwoofer durchgeschleift werden und selbst für Speaker stehen entsprechende Anschlüsse zur Verfügung, die sowohl blanke Kabelenden als auch mit Bananas konfektionierte Kabel aufnehmen. Für den Anschluss eines Messmikrofons steht eine XLR-Buchse zur Verfügung.

In diesem Zusammenhang muss noch erwähnt werden, dass die neuen Modelle nun gleichzeitig mit zwei Audio-Leitungen angeschlossen und auch separat eingestellt werden können. Dies ist vor allem dann sehr wesentlich, wenn man für eine AV-Anwendung den Subwoofer als LFE-Kanal betreibt, für die Wiedergabe von Stereo aber auf die Eingänge mit Speaker-Level setzt, um so den Subwoofer optimal ins Geschehen einzubinden.

Nach Ansicht des österreichischen Vertriebs zeichnet sich die neue Velodyne Digital Drive Plus Serie durch eine einzigartige Flexibilität und beeindruckende Performance aus, die diese Modelle als absolute Referenz-Geräte klassifiziert. Leider konnte man, so Rado Mezek gegenüber sempre-audio.at jedoch für die neuen Subwoofer der Digital Drive Plus Serie nicht die Preise der direkten Vorgänger-Modelle halten, sondern musste eine Anpassung vornehmen.

So ist der Velodyne Digital Drive Plus DD-10+ bereits zum Preis von € 3.500,- ebenso im Fachhandel erhältlich, wie der Velodyne Digital Drive Plus DD-12+ um € 3.890.-. Der Velodyne Digital Drive Plus DD-15+ wird ab Mitte März erhältlich sein, wobei der Vertrieb für dieses Modell einen empfohlenen Verkaufspreis von € 4.800,- angibt. Auch das neue Topmodell, der Velodyne Digital Drive Plus DD-18+ wird ab Mitte März zum Preis von € 6.000,- im Fachhandel zu finden sein. Wie bereits erwähnt ist der Velodyne Digital Drive DD-10 als besonders kompakte Lösung nach wie vor erhältlich. Dieses Modell wird in Hochglanz Schwarz auch weiterhin zum Preis von € 2.800,- angeboten.

Michael Holzinger

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