Von kompakt bis Stand-Lautsprecher - Piega präsentiert vier neue Modelle

Der Schweizer Lautsprecher-Schmiede Piega gelang es, sich im breiten Angebot exklusiver Lösungen eine Nische zu erarbeiten, in die kein anderer Anbieter vordringen konnte. Zu eigenständig, zu außergewöhnlich sind die Produkte, die direkt am Ufer des Zürich See gefertigt werden. Dies beweisen auch die neuesten vier Modelle, die das Unternehmen mit der Piega Premium 1.2, Piega Premium 5.2, Piega Coax 10.2 und der Piega Coax 30.2 präsentiert.

Von Michael Holzinger (mh)
08.10.2012

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Nein, es ist natürlich nicht allein die Hingabe und Leidenschaft, die Liebe zum noch so unscheinbaren Detail und eine absolute Perfektion allein, mit der Leo Greiner sowie Kurt Scheuch an der Spitze eines überaus engagierten Teams Lautsprecher-Systeme entwickeln und fertigen, diese Eigenschaften zeichnen selbstverständlich viele renommierte Lautsprecher-Produzenten im High-end Segment aus. Es ist vor allem die Tatsache, dass Kurt Scheuch als für die Entwicklung verantwortlicher Part der beiden Unternehmensgründer zumeist ganz spezielle, von der Norm mitunter sehr weit abweichende Vorstellungen verfolgt, und diese in bewusst designorientierten, aber ebenso audiophilen Systemen umsetzt, die zudem durch eine Materialauswahl glänzen, die man so wohl nirgendwo sonst findet.

Mit diesem sehr eigenständigen Konzept ist man nunmehr seit Jahr und Tag sehr erfolgreich, und unterstreicht dies einmal mehr mit der Präsentation von vier neuen Lautsprecher-Modellen, die ganz und gar der bisher verfolgten Philosophie entsprechen.

Das nunmehr präsentierte neue Sortiment umfasst sowohl kompakte Lösungen, also so genannte Regal-Lautsprecher-Systeme, als auch zwei Stand-Lautsprecher-Systeme im mittleren Preissegment.

So präsentiert Piega mit der neuen Piega Premium 1.2 ein neues Kompakt-Lautsprecher-System, das, so zeigt man sich in Horgen bei Zürich überzeugt, trotz sehr kompakter Abmessungen viele Vorzüge bietet, die man sonst bei bei weitaus größeren Modellen findet. So ist das System, das als so genannter Regal-Lautsprecher ausgeführt ist, keineswegs allein für kleine Räume konzipiert. Vielmehr soll sich die neue Piega Premium 1.2 auch in mittelgroßen Räumen behaupten können. Dafür soll allen voran ein neu konstruiertes Bass-Chassis mit so genanntem MDS-Technologie (Maximum Displacement Suspension) sorgen. Dieser Treiber weist einen Durchmesser von 13 cm auf und wird durch einen - wie könnte es bei Piega anders sein - Bändchen Hochton-Treiber LDR 2642 MKII ergänzt. So soll sich ein Klangbild mit Transparenz im Mittelton-Breich und eine hohe Präzision im Bassbereich ausbilden, mit der die neue Piega Premium 1.2 für jedes Genre gerüstet ist. Als Basis dient ein Aluminium-Gehäuse, das in der neuesten Version eine nochmals größere Wandstärke aufweist und somit durch die erhöhte Steifigkeit jeglichen Einfluss des Gehäuses durch Eigenklang ausschließt.

Das als Zweiweg-System ausgelegte Lautsprecher-System ist mit einer Impedanz von 4 Ohm sowie einem Wirkungsgrad von 89 dB für Verstärker mit einer Leistung zwischen 20 und 150 Watt ausgelegt. Nach Angaben des Herstellers deckt die Piega Premium 1.2 einen Frequenzbereich zwischen 39 Hz und 50 kHz ab. Sie bringt es mit Abmessungen von lediglich 32 x 19 x 22 cm immerhin auf eine Masse von 8 kg. In der Standard-Ausführung präsentiert sich die Piega Premium 1.2 mit einem „naturbelassenem“ Aluminium-Gehäuse und einem schwarzen Lochgitter als Lautsprecher-Grill. Optional sind auch Ausführungen in Schwarz eloxiertem Aluminium, ein Lochgitter in Silber sowie ein Weiß lackiertes und auf Hochglanz poliertes Gehäuse erhältlich.

Ähnlich präsentiert sich die neue Piega Premium 5.2, wenngleich es sich hierbei natürlich um ein Standlautsprecher-System handelt, das als 2 1/2-Wege-System ausgeführt ist. Auch hier sorgt der neue Piega LDR 2642 MKII für feinst abgebildete Höhen und wird jedoch von zwei 13 cm Bass-Chassis mit MDS-Technologie nach unten hin abgerundet. Dementsprechend beträgt der Frequenzumfang der Piega Premium 5.2 nach Herstellerangaben 34 Hz bis 50 kHz. Das Lautsprecher-System mit einer Impedanz von 4 Ohm und einem Wirkungsgrad von 90 dB ist für Verstärker mit einer Leistung zwischen 20 und 200 Watt konzipiert.

Ganz besonders streicht Piega bei der neuen Piega Premium 5.2 deren überaus schlanke Formgebung hervor. Ziel war es, ein Lautsprecher-System zu entwickeln, das auch dann perfekt aufspielt, wenn die Räume kleiner als die Ansprüche sind, so Piega. Es müsse eben nicht sein, dass man selbst bei beengten Platzverhältnissen auf ein begeisterndes Musikerlebnis verzichten muss. Dementsprechend spricht das Schweizer Unternehmen bei der Piega Premium 5.2 auch von einer eleganten und schlanken Säule, die perfekten Klang und erstklassiges Design verbinden soll. Sie misst dementsprechend lediglich 102 x 19 x 22 cm und bringt es dennoch auf beachtliche 23 kg Masse. Auch dieses Lautsprecher-System ist in der Standard-Version mit einem unbehandeltem Aluminium-Gehäuse zu haben. Auf Wunsch kann man natürlich auch bei diesem Modell ein Gehäuse aus Schwarz eloxiertem Aluminium, ein in Weiss lackiertes Gehäuse, sowie ein Lochgitter in Silber, anstelle der schwarzen Ausführung in der Standard-Variante ordern.

Auch in der so genannten Coax-Baureihe gibt es Neues aus der Schweiz, und zwar in Form der kompakten Piega Coax 10.2 sowie der neuen Generation des wohl mit erfolgreichsten Standlautsprecher-Systems des Unternehmens, der Piega Coax 30.2.

Die Piega Coax 10.2 präsentiert sich als überaus kompaktes Dreiwege-System, denn diese misst gerade einmal 41 x 19 x 22 cm und bringt es auf eine Masse von 13 kg. Dieses „Regal-Lautsprecher-System“ bedarf also durchaus einer sehr soliden Grundlage, sodass man wohl am Besten zu einem passenden Standfuss greift.

Hier setzt Kurt Scheuch selbstverständlich auf das inzwischen längst legendäre Bändchen-System, das so genannte Piega C2 Koaxial Bändchen-System, das Hoch- und Mittenton-Treiber in sich vereint und mit Lob von Fachleuten als auch Kunden überhäuft wird. So mancher spricht in diesem Zusammenhang gar von einem Meilenstein in der Geschichte der Lautsprecher-Entwicklung, wie dessen Vater durchaus zu Recht mit Stolz anführt. Für das untere Frequenzspektrum ist ein 15 cm Bass-Chassis mit so genannter MOM-Technologie verantwortlich, das durch seine ausgeprägt dynamische und akkurate Wiedergabe in Kombination mit dem koaxialen Bändchen-System dafür sorgen soll, dass dieses äußerst kompakte System etwa in Verbindung mit dem Subwoofer Piega P SUB 1 MKII problemlos selbst in großen Räumen bestehen kann.

Immerhin ist es mit einer Impedanz von 4 Ohm und einem Wirkungsgrad von 90 dB für Verstärker mit einer Leistung zwischen 20 und 200 Watt geeignet und deckt einen Frequenzbereich zwischen 36 Hz und 50 kHz ab. Für derartige Leistungsdaten ist natürlich ein immens steifes Gehäuse zwingend nötig, wobei selbstverständlich auch hier Aluminium für den Entwickler die erste Wahl darstellt. Erstmals kommt hierbei ein Gehäuse in so genannter C-Form zum Einsatz, was für ein noch schlankeres Design, aber ebenso eine noch höhere Steifigkeit sorgen soll.

Dies gilt natürlich auch für das neue Standlautsprecher-System Piega Coax 30.2, dessen Aluminium-Gehäuse in C-Form aus einem drei Tonnen schweren Aluminium-Block entsteht. Eine einzigartige Produktions-Technologie, auf die Piega hier setzt, und die übrigens in Österreich stattfindet, als kleines Detail am Rande.

Wie bereits erwähnt, soll dadurch die Steifigkeit nochmals erhöht und somit auch Resonanzen weiter vermindert werden. Dementsprechend spricht der Hersteller auch von einem Gehäuse ohne Eigenklang, denn getreu der Philosophie von Kurt Scheuch sollen allein die Treiber ihr Werk ohne Beeinflussung durch das Gehäuse erledigen können. Und natürlich findet sich auch hier mit dem Piega C2 Koaxial Bändchen-System gepaart mit zwei 15 cm MOM-Bass-Chassis nur Feinstes, wenn es um die Bestückung des Lautsprecher-Systems geht.

Damit deckt das System mit einer Impedanz von 4 Ohm und einem Wirkungsgrad von 90 dB an Verstärkern mit einer Leistung zwischen 20 und 250 Watt einen Frequenzbereich zwischen 33 Hz und 50 kHz ab. Das System misst für einen Lautsprecher mit derartigen Leistungsdaten geradezu bescheidene 112 x 19 x 22 cm, bringt es aber auf eine beachtliche Masse von 29 kg.

Sowohl die Piega Coax 10.2 als auch die Piega Coax 30.2 sind in der Standard-Version mit Aluminium-Finish und einem Lautsprecher-Grill in Form eines Lochgitter aus schwarz lackiertem Metall erhältlich. Optional sind auch hier Ausführungen in Schwarz eloxiert sowie Weiss lackiert erhältlich und auch das Lochgitter kann man auf Wunsch in Silber ordern.

Nach Angaben des österreichischen Vertriebs Novis Electronics GmbH sollen alle vier Lautsprecher-Systeme aus dem Hause Piega voraussichtlich bereits Ende Oktober im Fachhandel erhältlich sein. Leider stehen aber noch keine finalen Preise für die neuen Modelle fest. Nach derzeit vorliegenden Informationen werden sich diese aber in etwa auf dem Niveau der jeweiligen Vorgänger-Modelle bewegen. Details dazu liefern wir natürlich umgehend nach, sobald diese uns vorliegen.

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