Wadia 121 Decoding Computer - High-end D/A-Wandler mit 32 Bit und 1,4 MHz Upsampling

Der neue Wadia 121 Decoding Computer vereint nach Herstellerangaben die Funktionalität eines erstklassigen D/A-Wandlers mit jener einer digitalen Vorstufe und bringt alles mit sich, was man für eine moderne, digitale Schnittstelle als zentraler Bestandteil eines HiFi-Systems benötigt.

Von Michael Holzinger (mh)
07.06.2012

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Externe D/A-Wandler haben sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer essentiellen Komponente moderner HiFi-Systeme entwickelt. Nach und nach haben ambitionierte Musik-Liebhaber erkannt, dass diese Werkzeuge einen maßgeblichen Anteil an der tatsächlich erzielbaren Qualität haben und somit eine der wirklich entscheidenden Schnittstellen darstellen. Zudem wird ihnen eine immer wichtigere Bedeutung zuteil, denn immer mehr Quellen liefern an sich hochwertige digitale Signale, weisen aber mitunter erhebliche Mängel in der Güte der Wandler auf. Sei es nun ein TV-Gerät, eine Settop-Box eines Kabel TV-Anbieters oder ein SAT-Receiver, ein an sich flexibler und komfortabler Streaming-Client im günstigen oder mittleren Preissegment, all diese Komponenten können mit einem entsprechenden externen Wandler weitgehend bedenkenlos selbst in hochwertige HiFi-Systeme integriert werden.

Wadia richtet sich mit dem neuesten Gerät dieser Klasse eigenem Bekunden nach an besonders anspruchsvolle Anwender, die neben einem bestens ausgestatteten DAC auch die Vorzüge einer digitalen Vorstufe nutzen wollen. Das neueste Produkt der Spezialisten trägt die Bezeichnung Wadia 121 Decoding Computer und reiht sich in die so genannte Mini-Serie des Herstellers ein, die so legendäre Lösungen wie etwa den Wadia 170 iTransport, dessen Nachfolger Wadia 171 iTransport und den so genannten Wadia 151 Power DAC mini umfasst.

Der Wadia 121 Decoding Computer präsentiert sich somit im Design dieser Produkt-Serie mit Abmessungen von 203,2 x 203,2 x 68,6 mm und einem durchaus massiv ausgeführten Gehäuse aus Aluminium, das pulverbeschichtet und in Schwarz gehalten ist. Damit bringt es das Gerät auf immerhin 1,13 kg und es ruht auf vier Spikes nachempfundenen Standfüssen. Dank entsprechender Ausnehmungen an der Oberseite können mehrere Geräte der Wadia Mini-Serie aufeinander platziert werden.

An der Rückseite des Wadia 121 Decoding Computer stehen eine Vielzahl an Schnittstellen zur Verfügung, allen voran natürlich digitale Eingänge in Form von zwei koaxialen S/PDIF-Eingängen (einmal RCA, der zweite als BNC ausgeführt), einem optischen TOS-Link Eingang sowie einer AES/ EBU-Schnittstelle. Das Gerät nimmt Signale mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz entgegen. Dies gilt auch für den USB-Port, über den sich ein PC oder Mac anschließen lässt, sodass der Wadia 121 Decoding Computer zum Audio-Interface mutiert. Selbstverständlich handelt es sich um einen asynchronen USB-Port, sodass die Taktung bei der Signalübertagung vom externen DAC, und nicht vom PC oder Mac vorgegeben wird. Für Apple OS X ist kein spezieller Treiber erforderlich, dieses Betriebssystem unterstützt bereits ab Werk das Interface, selbst mit Auflösungen von 24 Bit und 192 kHz. Für Microsoft Windows stellt Wadia auf der Webseite des Unternehmens den passenden Treiber zur Verfügung.

Unabhängig vom Eingangssignal erfolgt die Verarbeitung des DAC mit Hilfe des so genannten Wadia DigiMaster Algorithmus & Filter Technologie mit 32 Bit und 1,4 MHz Upsampling. Auch die digitale Lautstärke-Regelung erfolgt mit 32 Bit wobei der Hersteller auch hier mit Wadia DirectConnect auf eine eigene Technologie setzt. Die analogen Signale verlassen entweder über ein Cinchbuchsen-Pärchen oder symmetrische Ausgänge in Form von XLR-Buchsen das Gerät. Beide Ausgänge können übrigens gleichzeitig genutzt werden wobei deren Pegel individuell geregelt werden kann. Auch ein Kopfhörer-Ausgang mit so genannter SwiftCurrent-Technologie ist am Wadia 121 Decoding Computer zu finden, sodass dieses Gerät tatsächlich problemlos als zentrale Vorstufe für digitale Quellen genutzt werden kann.

Der aus Plymouth stammende US-amerikanische Spezialist für digitale High-end Lösungen setzt bei diesem Gerät auf eine Bedienung ausschließlich mit Hilfe der im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung. An der Frontseite des Geräts geben jedoch Status-LEDs darüber Auskunft, an welchen Eingängen welche Art von Signal anliegt. Auch der Lautstärke-Pegel wird über eine LED-Kette an der Front angezeigt. Diese Fernbedienung ist übrigens aus Metall gefertigt, sodass diese auch betreffend der Haptik dem hohen Qualitätsanspruch dieses Geräts gerecht wird.

Der neue Wadia 121 Decoding Computer soll nach Angaben des österreichischen Vertriebs Audio Tuning Vertriebs GmbH ab sofort im Fachhandel erhältlich sein. Der empfohlene Verkaufspreis beträgt € 1.550,-.

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