Foto © Aspiro Group

WiMP ist Geschichte… Tidal künftig als zentrales Angebot weltweit

Mit der Übernahme der Aspiro Group durch den HipHop-Musiker Jay Z und dessen Plänen rund um Tidal stellte sich die Frage, welche Strategie man mit dem Dienst WiMP verfolgt, das ja identisch mit dem zunächst für den US-Markt konzipiertem Tidal war. Nun ist klar, WiMP ist Geschichte, und geht in Tidal über.

Von Michael Holzinger (mh)
31.03.2015

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Erst vor Kurzem übernahm der HipHop-Musiker Jay Z den schwedischen Konzern Aspiro Group, der unter anderem die Streaming-Angebote Tidal sowie WiMP betreibt. Bislang kamen sich diese beiden Dienste nicht wirklich in die Quere, selbst wenn diese letztlich ein und das selbe Angebot darstellen, und nahezu bis hin zum allerletzten Detail identisch waren. Denn während WiMP für den europäischen Markt konzipiert war, fokussierte sich Tidal allen voran auf den US-amerikanischen Markt.

Nun aber ist alles anders, denn wie berichtet, erweiterte Tidal das Angebot auf zahlreiche weitere Länder. Immerhin 31 sind es nun, darunter auch Deutschland, die Schweiz und Österreich, und man will diese Expansion nach eigenen Angaben aggressiv fortführen.

Und auch bei der Ausrichtung des Dienstes soll es deutliche Änderungen geben, wobei man hier ganz klar eine Kampfansage an Spotify richtet. Ausdrücklich streicht man hervor, dass Tidal künftig ein Dienst sein soll, bei der die Musiker selbst und deren Musik im Mittelpunkt stehen, und konnte zahlreiche internationale Superstars für diese Idee gewinnen. Diese, und wohl viele mehr, werden Tidal mit teils exklusiven Angeboten eine völlig neue Marktmacht verleihen, die wohl tatsächlich für eine eventuell drastische Veränderung am Markt sorgen wird…

Bei all dem stellt sich natürlich die Frage, wie es nun mit WiMP weiter gehen soll, und diese ist nunmehr geklärt. Die Antwort lautet schlicht: gar nicht! WiMP wird ab sofort defakto eingestellt, was nun auf den ersten Blick drastischer klingt, als es ist.

Wie bereits erwähnt, WiMP und Tidal gleichen sich defakto eins zu eins, und genau dies wird nunmehr genutzt, um bestehende Kunden von WiMP direkt auf Tidal weiter zu leiten. Diese können sich, wie gehabt, nunmehr eben bei Tidal mit ihren Account-Daten einloggen, und das Angebot von Tidal nutzen.

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