High End 2014: Als einen wahren Wunderknaben aus Wien rühmt die Wiener Lautsprecher Manufaktur das neueste portable Lautsprecher-System inklusive Bluetooth-Empfänger, kurz und prägnant als Wiener Wunderkind bezeichnet." /> Sempre Audio
Foto © Wiener Lautsprecher Manufaktur

Wiener Lautsprecher Manufaktur präsentiert: Das Wiener Wunderkind

High End 2014: Es ist wohl mit Sicherheit kein alltägliches portables Lautsprecher-System, das die Wiener Lautsprecher Manufaktur im Rahmen der High End 2014 in München erstmals präsentierte. Dies bringt das junge Unternehmen allen voran bereits mit dessen Produktbezeichnung zum Ausdruck. Wiener Wunderkind, so der Name dieses tatsächlich außergewöhnlichen Spross der Donaumetropole.

Kurz gesagt...

Als einen wahren Wunderknaben aus Wien rühmt die Wiener Lautsprecher Manufaktur das neueste portable Lautsprecher-System inklusive Bluetooth-Empfänger, kurz und prägnant als Wiener Wunderkind bezeichnet.

Wir meinen...

In Wien werden Knaben ja zumeist schlicht als Lausbuam bezeichnet, nur wenige erweisen sich als wahre Wunderkinder, und genau so eins will die Wiener Lautsprecher Manufaktur nunmehr im Angebot haben. Dabei handelt es sich um ein besonders wertiges, aber vor allem besonders leistungsfähiges portables Lautsprecher-System, das Signale bevorzugt über Bluetooth entgegen nimmt, und diese auf einem Niveau wiedergibt, das herkömmlichen Lautsprecher-Systemen entsprechen soll.

Von Michael Holzinger (mh)
23.05.2014

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Zugegeben, es ist immer das gleiche leidige Problem mit stolzen Eltern. Der Sprössling sei ja so begabt, und aber sowas von gescheit, geradezu ein Wunderkind, das man da groß ziehe. Als Außenstehender überhört man derartige Lobeshymnen der glücklichen Eltern wohl am besten, oder man erfreut sich daran, dass unserer Gesellschaft hier also ein überaus begabter Mensch heran wächst…

Was aber, wenn nun auch HiFi-Schmieden dazu übergehen, uns ihre neuen Produkte als wahre Wunderknaben anzupreisen, wie etwa das junge Unternehmen Wiener Lautsprecher Manufaktur, das einen ebensolchen Spross erstmals im Rahmen der High End 2014 in München präsentierte?

Ja, ja, allzu bescheiden klingt der Name des neuesten Produkts nämlich nicht, das Martin Schützenauer hier unter anderem demonstrierte, entschied er sich doch, ausgerechnet ein portables, aktives Lautsprecher-System Wiener Wunderkind zu taufen. Aber, dies können wir schon jetzt festhalten, unrecht hat der ambitionierte Entwickler damit nicht, denn bei dieser Lösung handelt es sich so gar nicht um ein alltägliches Produkt, vielmehr um eine Lösung, die einen direkten Vergleich mit ähnlich positionierten Systemen keinesfalls scheuen muss, sofern dies im konkreten Fall überhaupt zulässig ist.

Denn das Wiener Wunderkind mag sich so gar nicht in die Reihe entsprechender Lösungen einzureihen, zu unterschiedlich ist die Herangehensweise an die Thematik, für die sich Martin Schützenauer in diesem Fall entschied.

Dies beginnt etwa mit der Auslegung des Systems als durchaus gar nicht so kompakte Lösung, denn der Wunderknabe bringt es immerhin auf eine Breite von 44 cm, eine Tiefe von maximal 19 cm, und eine Höhe von 26,5 cm. Es handelt sich also eher um eine Lösung, die man nicht als ständiger Begleiter verstehen sollte, sondern vielmehr um ein aktives Lautsprecher-System, das man vor allem dann einsetzt, wenn es  einer wirklich in jeder Beziehung überzeugenden Beschallung bedarf, und man zwar außer Haus, aber dann doch an einem festen Ort verweilt. Denn genau dafür ist das Wiener Wunderkind ausgelegt, und dafür bedarf es auch dieser Abmessungen, etwa, wenn man einen entspannten Tag im Freien verbringt, auf der Terrasse etwa, oder dem Grillfest mit Freunden im Garten.

So stecken in dieser Lösung immerhin zwei 16 cm Tieftöner, die eine Kevlar-Membran aufweisen, und die nach oben hin zu ebenfalls zwei 5 cm Konus-Hochtontreibern unterstützt werden. Dies allein zeigt, dass man es hier mit einer Lösung zu tun hat, die sich eigentlich an Maßstäben messen lässt, die für herkömmliche Lautsprecher-Systeme gelten. Und genau dies war auch der Anspruch, den Martin Schützenauer mit dem Wiener Wunderkind verfolgt. Es soll sich zwar um ein transportables, aber eben tatsächlich vollwertiges Lautsprecher-System handeln. Dies unterstreicht auch das massiv gestaltete, aufwendig im Inneren verstrebte und akkurat bedämpfte Gehäuse, das immerhin nicht weniger als 10,3 kg Masse auf die Waage bringt.

Selbstverständlich bedarf es für eine aus diesen Gesichtspunkten überzeugende Leistung auch des entsprechenden Verstärkers. Somit liefert jener im Wiener Wunderkind beachtliche 250 Watt, und zwar pro Kanal (!!!), also insgesamt nicht weniger als 500 Watt. Das Lautsprecher-System deckt nach Angaben des Herstellers einen Frequenzbereich zwischen 30 und 20.000 Hz ab, und soll sich mit einer überaus detailreichen, dynamischen und vor allen natürlichen Wiedergabe auszeichnen, eben einer Charakteristik, die man auch von regulären Lautsprecher-Systemen erwartet, und nicht weniger.

Das Wiener Wunderkind präsentiert sich mit einem überaus schicken Gehäuse in seidenmatt Weiss, kann aber auch in verschiedenen weiteren Ausführungen gestaltet werden, etwa in diversen Holz-Furnieren. Die leicht abgeschrägte Front bietet den beachtlichen Treibern Platz, während an der Oberseite alle Bedienelemente zu finden sind, die auf einer Metall-Applikation zusammen gefasst wurden, sodass sie nicht nur haptisch, sondern auch optisch den hohen Anspruch dieser Lösung unterstreichen.

An Eingängen steht zunächst ein herkömmlicher analoger Eingang zur Verfügung. Viel flexibler aber ist es, das System über das integrierte Bluetooth 3.0 Modul anzusteuern, sodass jedwedes Smartphone oder Tablet, jedes Notebook oder Netbook als Quelle fungieren können. Die Signalverarbeitung setzt hierbei zunächst auf einen 24 Bit 192 kHz D/A-Wandler, und in Folge auf einen rein analog ausgelegten Signalweg, wobei auch hier alle Tugenden der klassischen HiFi-Welt genutzt wurden, um ein tadelloses Ergebnis zu erzielen.

Das Tüpfelchen auf dem i aber stellt die „Verpackung“ dar, mit der das Wiener Wunderkind ausgeliefert wird. Schließlich handelt es sich um ein portables aktives Lautsprecher-System, also gibt´s einen passenden Koffer dazu. Solide aus Metall gefertigt, ausgefüllt mit entsprechender Fütterung zum optimalen Schutz des Systems, bietet er auch noch ausreichend Platz, um alle Kabel unterzubringen. Eine überaus pfiffige Idee, wie wir meinen, die perfekt zu diesem außergewöhnlichem Produkt passt.

Ein derart akribischer Aufbau und eine tadellose Bestückung, die für das Erzielen der hohen Ansprüche zweifellos notwendig ist, hat natürlich auch ihren Preis. So wird das Wiener Wunderkind der Wiener Lautsprecher Manufaktur mit € 2.900,- zu Buche schlagen. Aber wer auf der Suche nach dem wirklich Besonderen, der Lösungen fernab der Maßenproduktion ist, der dürfte davor nicht zurück schrecken. Edle, wertige Lösungen spielen nunmal in anderen Kategorien.

Übrigens, die Wiener Lautsprecher Manufaktur betont ausdrücklich, dass Händleranfragen höchst erwünscht sind. Als junges Unternehmen ist man derzeit bestrebt, das Händlernetz gemeinsam mit ambitionierten Partnern sukzessive zu erweitern.

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