Foto © Yamaha Music Europe GmbH

Yamaha CD-S2100 - SACD Player mit der Eleganz der guten, alten HiFi-Welt

Dem Vernehmen nach sieht sich der jüngste Spross Yamaha CD-S2100 konstruktiv und klanglich näher an der Yamaha 3000er Serie angelehnt, als an den Einsteigerklassen. Optisch glänzt der Filius aus der japanischen Schmiede mit edlem Alu-Design und auswechselbaren Edel-Seitenteilen. Technologisch aufgerüstet, bietet Yamaha nun den Player auch mit digitalen Eingängen an, um so als eine digitale Schaltzentrale zu fungieren.

Kurz gesagt...

Yamaha punktet wieder mit einem profundem CD/SACD Player. Der neue Player wartet zudem mit einem vollwertigen USB-DAC samt hochwertigem Wandler auf, und ermöglicht somit auch den Anschluss eines PCs an den edlen ESS DAC. Die Verarbeitung ist natürlich wie gewohnt auf höchstem Niveau. Der neue Filius schließt zudem die große Lücke zwischen dem Yamaha CD-S2000 und dem großen Yamaha CD-S3000.

Wir meinen...

Der Yamaha CD-S2100 positioniert sich gekonnt in einem Bereich, der für viele Musikliebhaber leistbar sein dürfte, und belohnt zusätzlich mit einem leistungsfähigen Wandler-Teil für fremde Quellen, einem Aufbau mit weiteren Yamaha-Komponenten zu einer ganz feinen HiFi-Kette steht somit nichts im Wege, denn für dieses Geld bekommt man feinste Verarbeitung und den besonderen edlen Retro-Touch "made by Yamaha".
Hersteller:Yamaha
Vertrieb:Yamaha Music Europe GmbH
Preis:€ 1.990,-

Von Jürgen Weber-Rom (jwr)
22.06.2014

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Yamaha ist bekannt für feinste und bestens klingende Komponenten. Die japanische Edelschmiede darf sich zu Recht rühmen, einer der ersten gewesen zu sein, die die Retro-Welle wieder Salonfähig gemacht zu haben. Einst war die optische Retrospektive in die alten Kataloge der 70er Jahre belächelt worden. Schnell kolportierten sich Meinungen wie „die machen auch aus allem noch eine Geschäftsidee“. Eine Aussage, die vielleicht sogar noch als eine der netteren angesehen werden musste. Heute hat sich das Bild zu dieser Vermarktungsnische deutlich gewandelt. Und das ist gut so, denn der Kunde nahm diese „Welle“ erfreulicherweise gerne an. Die Verkaufszahlen dürften das belegen. Und auch das Bestreben des Mitbewerbs, hier nachzuziehen zeigt klar, dass Yamaha hier goldrichtig lag.


Yamaha bildete in den letzten Jahren ein wirklich feines Sortiment aus, welches verschiedene Stereo Vollverstärker, CD- oder gar SACD-Player, einen modernen Streaming Client, aber auch alt-ehrwürdige Radio-Tuner enthielt. Die Staffelung der jeweiligen Qualitätsklassen erscheinen gut gewählt.

Oberhalb der Consumer-Klasse mit Yamaha S300, Yamaha S500 und Yamaha S700, geht es im Portfolio von Yamaha mit der 1000er Serie weiter, welche mit sehr moderaten Preisen eine außergewöhnliche Qualität offeriert. Die Geräte sind allesamt sehr solide verarbeitet, und drücken dementsprechend auf die Waage. Die 2000er Komponenten positionieren sich mit den klanglichen Leistungen deutlich darüber, wobei auch hier mit der Verarbeitung möglicherweise eine eigene Klasse geschaffen wurde. Die Referenz-Linie, beziffert mit S3000 in der Typenbezeichnung, macht dann in jeglicher Hinsicht Nägel mit Köpfen. Leider auch preislich, aber Qualität und beste Klangeigenschaften waren noch nie wirklich billig. Aber trotz der prallen Ausstattung und Verarbeitung der niederen Serien, setzte Yamaha gerade mit der 3000er Linie weitere Akzente und die Messlatten neu. Man sollte bedenken, dass Yamaha ein Großserien-Hersteller ist, welcher neben der Home HiFi-Sparte auch professionelles Studio-Equipment und Musikinstrumente baut. Ein derart breit aufgestellter Hersteller fokussiert sich normalerweise nicht so wie Manufakturen und Kleinserien-Hersteller mit viel Energie und Ehrgeiz auf wenige einzelne Produkte. Unter diesem Aspekt muss man Yamaha schon einen extra Sympathiebonus zugestehen. Denn die findigen und umtriebigen Damen und Herren aus Japan kümmern sich um uns HiFi-Verrückten und Musikliebhaber mit ganz besonderer Hingabe.



Dem aufmerksamen Beobachter fällt spätestens hier auf, dass sich doch eine preisliche und hierarchische Kluft zwischen den beiden Top-Linien auf tut. Die Preisliste verdeutlicht den Umstand ganz gut. Während der Yamaha CD-S2000 mit etwa €1.300,- in den Preislisten steht, muss der Musikliebhaber für den schönen Yamaha CD-S3000 schon fast dreimal so tief in die Geldbörse greifen, wenn nämlich € 4.200,- auf die Ladentheke zu legen sind. Das scheint auch Yamaha erkannt zu haben.

Die neue Linie, hier stellvertretend der brandneue CD Player namens Yamaha CD-S2100 soll diese Lücke schließen, und dem Musikliebhaber ein passendes Gerät bieten. Wem der 3000er zu kostspielig erscheint, und der 2000er leider eine „Nummer“ zu klein ist, wird sich sicher in den neuen 2100er verlieben. Er ist mit seinem avisierten Kaufpreis von etwa € 2.000,- sehr attraktiv positioniert. Große Freude sollte aufkommen, wenn man sich in die Details des Players einarbeitet, und zur Probe hört, und dabei dem Umstand gewahr wird, dass der Neuling in Yamahas Familie sich klanglich und technisch eher am Yamaha CD-S3000 orientiert. So zumindest verspricht es der Hersteller. Mitnichten ein aufgepimpter 2000er, sondern ein feinfühlig abgespeckter 3000er.

Technisch ist der Yamaha CD-S2100 ein wahres Füllhorn. Neben einer feinen symmetrischen Signalverarbeitung und strikter Trennung der analogen und digitalen Bereiche setzen die Japaner auf den 32 Bit D/A-Wandlerchip ES9016 von ESS Technology Inc. Entscheidend für die Japaner war nicht nur die präzise Verarbeitung von 32 Bit, sondern auch die Verarbeitung großer Datenmengen. Da sich die Master-Clock im Inneren des D/A-Wandlers befindet, besitzt er auch eine Jitter-Reduktion, so dass Taktfehler kaum Einfluss auf die D/A-Wandler haben. Zudem ist im Chip ein 8-Kanal-D/A-Wandler verbaut, der mit jeweils 4 Kanälen auf der linken und rechten Seite arbeitet. Er ist extrem leistungsfähig und gibt ein hochqualitatives Signal mit exzellentem Signal-Rausch-Abstand wieder, da er einen analogen, symmetrischen Signal-Verarbeitungsschaltkreis einsetzt.

Da Audio-Quellen immer hochauflösender werden, wurde der Yamaha CD-S2100 für den optimalen Genuss dieser Quellen mit einer äußerst hochwertigen D/A-Wandlung, symmetrischen Audio-Ausgängen und einem USB DAC ausgestattet, welcher es ermöglicht, über den USB-Anschluss direkt digitale Audio-Daten zu empfangen. Somit hat Yamaha auch den für viele Anwender immer wichtiger werdenden PC oder Mac als Quelle ins Auge gefasst. Der dafür vorgesehene USB DAC verwendet einen IC, der speziell für die Japaner entwickelt wurde. Er setzt, wie bereits erwähnt, auf eine interne Master-Clock und ermöglicht so eine Übertragung mit rekordverächtig geringem Jitter.

Der Yamaha CD-S2100 unterstützt das sogenannte ASIO 2.3 Protokoll, um die größtmögliche Qualität der USB DAC-Funktion nutzen zu können. Das ASIO 2.3 Protokoll ist ein Standard für die professionelle Nutzung von Digital Audio, mit einem zentralen Klangvorteil, wie die Besonderheit einer geringen Verzögerung und einem wesentlich höheren Datendurchsatz als mit einem Standard-Treiber, natürlich erhältlich als Download auf der Yamaha Website. Aber auch die wichtige, und mit klangentscheidende analoge Ausgangsstufe weiß sich den ehrgeizigen Doktrin unter zu ordnen, wobei Yamaha hier besondere Wege einschlägt. Im Yamaha CD-S2100 wird das Signal über eine einstufige Konfiguration ausgegeben, die auf einem diskreten Design für den I/V-Wandler-Schaltkreis basiert. Diese besitzt eine hohe Spannungs-Anstiegsgeschwindigkeit, und reduziert deutlich den Signalverlust gegenüber mehrstufigen Schaltungen. Auch ein Negative-Feedback wird hier deutlich verringert, und Schalldämpfung verhindert, wodurch ein natürlicher, räumlicher Klang entsteht. Die Schaltkreise hinter den D/A-Wandlern übertragen das Signal symmetrisch. Ebenso konsequent getrennt geht es in der immens wichtige Stromversorgung weiter, hier werden auch die Bereiche Digital und Analog mittels eigener Transformatoren und Sieb-Kapazitäten getrennt aufgebaut. Yamaha verspricht sich hier eine besonders effektive Rausch- und Störminderung.

Ein besonderer Leckerbissen stellt der Lade-Mechanismus des flüsterleisen CD/SACD Laufwerkes dar - nicht nur für technikverliebte Musikhörer. Die immens stabile, hauchdünne Aluminium-Lade sucht in allen Preisklassen rundherum ihres Gleichen. Sie vermittelt einen immens stabilen, gleichzeitig grazilen Eindruck. Industrie-Design vom Feinsten. Das Laufwerk ist rundum aus massivsten Bauteilen zusammen gestellt. Die Schublade selbst wird von einem Kettenzug bewegt, und über auf Hochglanz polierte Stahlstangen geführt. Meines Wissens nach bieten hier nur mehr die sündteuren Edelhersteller Accuphase und Esoteric noch mehr Materialeinsatz. Vorbildlich, denn eine massive Bauweise sorgt für viel Spielfreude und lange Haltbarkeit der Baugruppen.

Selbstverständlich folgt das Gehäuse und dessen edles Erscheinungsbild dem, was das die Ingenieure der Japaner im Inneren der feinen Komponente bereits vorlegten. Die Alu-Frontplatte ist an allen Ecken und Enden schlicht perfekt vollendet ausgearbeitet. Ein perfekter Schliff der Oberfläche wird ergänzt durch passgenaue und fein rastende Bedienelemente. Das Display, leider kein Kristallglas wie beim Yamaha CD-S3000, ist gegenüber seinem kleinen Bruder oberhalb der CD-Lade angebracht. 



Selbstverständlich zeigt sich ein moderner CD-Player allen gängigen Formaten zugetan. Der Musikliebhaber kann hier neben der Standard Audio CD auch die SACD lesen. Weiters lassen sich selbst gebrannte CD-R und CD-RW, aber auch MP3- und WMA-Dateien von Daten CD-ROMs wiedergeben. Der bereits erwähnte USB-B Anschluss rundet gemeinsam mit RCA und TOS-Link Anschlüssen als S/PDIF-Schnittstellen den CD Player als integrierten D/A Wandler ab, und stellt somit weiteren Komponenten den feinen ESS -Wandler zur Verfügung.


Bei seinen Abmessungen von 435 mm in der Breite, 137 mm in der Höhe, sowie 438 mm in der Tiefe und einem Gewicht von immerhin 16 Kilogramm findet der feine Player in jedem stabilen Rack Platz, ist vielmehr eine wahre Zierde. Yamaha bietet den Yamaha CD-S2100 in edlem Schwarz und dezentem Alu Natur an. Die schicken Holz-Seitenteile sind in Klavierlack Schwarz, und dunklem, aber auch sehr hellen Holzoberflächen erhältlich, und lassen sich natürlich zu jeder der beiden Gehäusevarianten kombinieren. Das ist feinste HiFi! Gratulation!

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