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Yamaha MusicCast YSP-2700 - Der „kleine“ Digital Sound Projector mit 7.1 Surround Sound…

Foto © Yamaha Music Europe GmbH

Die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 soll weit mehr sein, als eine weitere Soundbar. Vielmehr versteht Yamaha diese Lösung als vollwertiges AV-System, das basierend auf Yamaha Digital Sound Projector-Technologie realistischen 7.1 Surround Sound aus nur „einer“ Quelle liefert. Zudem, wie könnte es anders sein, ist die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 eine weitere Komponente für das Yamaha MusicCast System.

Kurz gesagt...

Basierend auf der Yamaha Digital Sound Projector-Technologie soll die neue Soundbar Yamaha MusicCast YSP-2700 nicht nur 7.1 Surround Sound liefern, sie ist natürlich auch Teil des Yamaha MusicCast Systems.

Wir meinen...

So genannte Virtual Surround-Lösungen versprechen zumeist mehr, als sie tatsächlich halten können. Surround aus „einer einzigen Quelle“ ist eben alles andere als einfach zu realisieren, außer man kann auf eine Technologie wie die Yamaha Digital Sound Projector-Technologie setzen, die sich seit Jahr und Tag bewährt hat und nunmehr auch in der neuen Soundbar Yamaha MusicCast YSP-2700 zu finden ist. 7.1-Kanal Surround soll diese liefern, und bietet dafür 16 Beamspeaker als Array in ihrer Front, reichlich DSP-Power, und einen über Funk angesteuerten Subwoofer auf. Zudem ist sie eine weitere Komponente des Yamaha MusicCast Multiroom Audio-Streaming-Systems.
Hersteller:Yamaha Music Europe GmbH
Vertrieb:Yamaha Music Europe GmbH
Preis:€ 999,-

Von Michael Holzinger (mh)
04.08.2016

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Surround Sound ist ja eine überaus feine Sache. Einzig dass dies natürlich mit zumeist entsprechend aufwendigen Surround-Lösungen verbunden ist, schreckt viele Anwender doch ab. Vor allem dann, wenn diese etwa im Wohnzimmer realisiert werden sollen, scheuen wohl die meisten den immensen Aufwand. Selbst ein schlanker AV-Receiver samt etlicher Speaker verteilt im Raum sind nur für die wenigsten ein gangbarer Weg. Zumal ja so manch Hersteller verspricht, Surround Sound auch mit sehr geringem Aufwand realisieren zu können, teils gar aus einer einzigen Quelle wie etwa einer Soundbar. Allein, die Praxis zeigt, dass von all diesen so genannten Virtual Surround-Lösungen letztlich nicht allzu viel zu halten ist, die von den Herstellern versprochenen raumfüllenden Klangerlebnisse in keinster Weise mit einer echten Mehrkanal AV-Lösung auch nur annähernd mithalten können, ja, diese nicht einmal im Ansatz eine klare Ortung von Klangereignissen im Raum bieten.

Es gibt aber auch Ausnahmen, denn so mancher Hersteller schafft es mit innovativen Technologien tatsächlich, einer Klangquelle zumindest glaubhaften Surround Sound zu entlocken. Allen voran ein Hersteller gilt hier als ausgewiesener Spezialist, nämlich das japanische Unternehmen Yamaha. Seit Jahr und Tag bietet Yamaha insbesondere eine Technologie an, die tatsächlich in der Lage ist, realistischen Mehrkanal-Ton aus einer Klangquelle zu zaubern, die so genannte Yamaha Digital Sound Projector-Technologie.

Wobei, fairerweise muss man hier gleich zu Beginn anführen, dass es im konkreten Fall nicht eine einzige Klangquelle ist, sondern letztlich doch zahlreiche Speaker für die einzelnen Kanäle zum Einsatz kommen, allerdings sind diese geradezu winzig und in einer Einheit „verpackt“, etwa einer Soundbar.

Im letzten Jahr präsentierte Yamaha mit der Yamaha YSP-5600 die neueste, nach wie vor aktuelle Generation an Soundbar-Systemen mit dieser Yamaha Digital Sound Projektor-Technologie, die hier gar auf die Spitze getrieben wurde. Nicht weniger als 46 Lautsprecher verrichten in der Yamaha YSP-5600 ihren Dienst, jeder separat angesteuert durch eine DSP-basierte Signalverarbeitung, und dadurch in der Lage, selbst neueste Surround-Formate bis hin zu Dolby Atmos und DTS:X glaubhaft abbilden zu können.

Nunmehr, nahezu exakt ein Jahr später, präsentiert Yamaha die „kleine“ Schwester der Yamaha YSP-5600, die Soundbar Yamaha MusicCast YSP-2700, natürlich basierend auf besagter Yamaha Digital Sound Projektor-Technologie. Demzufolge ist es nur bedingt korrekt, bei der Yamaha MusicCast YSP-2700 von einer Soundbar zu sprechen, denn auch hier handelt es sich vielmehr um einen so genannten Digital Sound Projektor…

Dies gilt umso mehr, da die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 auch betreffend ihres übrigen Funktionsumfangs weit mehr ist, als eine „einfache“ Soundbar, vielmehr versteht der Hersteller diese als komplette AV-Lösung, die zudem bestens gerüstet ist, auch als Streaming-Lösung zu glänzen.

Auch wenn die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 lediglich 944 mm in der Breite, 51 mm in der Höhe, und 154 mm in der Tiefe misst, so verbergen sich in ihrem Inneren nicht weniger als 16 Speaker. Natürlich ist dies nur ein Bruchteil ihrer großen Schwester, aber es soll laut Yamaha problemlos dafür ausreichen, um diesem System 7.1-Kanal Surround zu entlocken.

Die Signalverarbeitung erfolgt, wie bereits angedeutet, DSP-basiert, wobei die einzelnen Speaker so angesteuert werden, dass das frontseitige Array von Speakern so genannte Beams erzeugt, und über gezielte Raum-Reflektionen an der Hörposition das Surround-Abbild realisieren. Jeder dieser Beamspeaker weist einen Durchmesser von lediglich 2,8 cm auf und wird mit lediglich 2 Watt befeuert. Klingt nach wenig, ergibt durch Advanced YST (Advanced Yamaha Active Servo Technology) in Summe aber dann doch ein sattes Klangbild, zumal ja noch ein kabelloser Aktiv-Subwoofer, der hier Teil des Systems ist, für den nötigen Tiefgang sorgt. Hier kommt ein 14 cm Woofer zum Einsatz, dem bei Abmessungen von 295 x 297 x 307 mm ausreichend Volumen zur Verfügung steht. Er wird mit 75 Watt befeuert.

Die DSP-basierte Signalverarbeitung erlaubt die Unterstützung aller relevanter Surround-Formate bis hin zu Dolby TrueHD und dts-HD Master Audio, auch Dolby Pro Logic IIx, dts-ES, dts-NEO 6 usw. wird unterstützt. Nicht mit auf der Liste ist Dolby Atmos und DTS:X, diese beiden Formate bleiben der großen Schwester Yamaha YSP-5600 vorbehalten.

Die Signalverarbeitung setzt auf Yamaha CINEMA DSP Digital Technology, das verschiedenste Surround Modi, und zwar zehn Stück an der Zahl, bereit hält. Zudem erlaubt es die DSP-basierte Signalverarbeitung, verschiedenste Optimierungen vorzunehmen, etwa Yamaha Clear Voice für eine optimale Sprachverständlichkeit.

Natürlich muss die Yamaha MusicCast YSP-2700 erstmals nach der Installation wie jedes Mehrkanal-System auf den Raum eingestellt, sprich justiert werden. Dies übernimmt in bewährter Art und Weise Yamaha IntelliBeam, das anhand einer automatischen Einmessung mit Hilfe des im Lieferumfang enthaltenen Meßmikrofons alle Einstellungen vornimmt.

An Anschlüssen stehen bei der neuen Yamaha MusicCast YSP-2700 zunächst drei HDMI-Eingänge zur Verfügung, um verschiedenste Quellen anschließen zu können. Die Verbindung zum TV-Gerät erfolgt natürlich ebenfalls über HDMI, wobei alle Schnittstellen dem neuesten Standard entsprechen und damit auch Inhalte in 4K mit 60 Hz durchleiten und HDCP 2.2 unterstützen. Für weitere Quellgeräte stehen zudem ein koaxialer sowie optischer S/PDIF-Eingang sowie ein analoger Eingang zur Verfügung.

Soweit die Eckdaten der Yamaha MusicCast YSP-2700 wenn es um ihre ureigenste Aufgabe als Soundbar unter einem TV-Gerät geht, nun aber zu den Möglichkeiten, die dieses System aufweist, sobald man es ins Netzwerk einbindet. Dies kann einerseits mittels Kabel oder über WiFi erfolgen, sodass die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 Teil des Yamaha MusicCast Multiroom Audio-Streaming-Systems ist.

Dies bedeutet, dass sie als dlna-zertifizierter UPnP-Streaming-Client Inhalte in allen relevanten Formaten etwa von einer zentralen Netzwerk Speicherlösung wiedergeben kann, einer so genannten NAS, und zwar bis hin zu Hi-Res Audio mit 24 Bit und 192 kHz. Für verlustbehaftet komprimierte Inhalte steht der Yamaha Compressed Audio Enhancer zur Verfügung, um zumindest ein wenig die mit MP3, AAC und WMA einhergehenden Einbussen zu kompensieren. Über den Dienst vTuner kann auf abertausende Internet Radio-Stationen zugegriffen werden und es stehen Dienste wie Spotify inklusive Spotify Connect, Napster, JUKE! und Qobuz zur Verfügung. Devices aus dem Hause Apple lassen sich über Apple AirPlay einbinden und auch Bluetooth wird unterstützt.

Die Steuerung erfolgt hier mittels Yamaha MusicCast App, die der japanische Hersteller für Apple iOS sowie Google Android kostenlos anbietet. Diese glänzt durch eine überaus einfach gehaltene Oberfläche, bei der rund um die Geräte einzelne Räume definiert werden können, etwa Wohnzimmer für die Yamaha MusicCast YSP-2700, um ein Beispiel zu nennen. Visualisiert wird jeder Raum durch ein Foto, wobei der Anwender aus verschiedensten Vorgaben wählen, aber auch ein eigenes Foto seines Zimmers knipsen und verwenden kann. Wird ein Raum ausgewählt, so kann man je nach Gerät alle zur Verfügung stehenden Eingänge sowie all die genannten Dienste im Web und Online auswählen. Verfügt man über mehrere Yamaha MusicCast-fähige Geräte, so kann man diese nicht nur zentral steuern, man kann auch jede Quelle von jedem Gerät auf jedes andere leiten. Dies geht sogar soweit, dass das bereits angesprochene Bluetooth Modul auch als Sender fungiert, um etwa einen Kopfhörer mit Bluetooth anzusteuern. Gerade bei einer TV-Lösung wie der neuen Yamaha MusicCast YSP-2700 eine überaus praktische Geschichte… Die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 präsentiert sich mit einem besonders eleganten, flachem Design. Wir haben es zwar bereits erwähnt, es sei an dieser Stelle dennoch erneut angeführt, die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 misst 944 mm in der Breite, 51 mm in der Höhe, und 154 mm in der Tiefe und wiegt 4 kg. Damit lässt sie sich wahlweise direkt unterm Fernseher flach auf ein Sideboard oder Lowboard legen. Ebenso ist es natürlich möglich, sie direkt an der Wand zu montieren, wobei dafür aber die optionale Montage-Vorrichtung Yamaha SPM-K20 erforderlich ist.

Das Gehäuse der Yamaha MusicCast YSP-2700 ist aus Aluminum gefertigt, wobei die Oberseite gebürstet ist und der Soundbar somit einen überaus eleganten Look verpasst. Der Hersteller selbst spricht von einem besonders schlankem geradezu minimalistischen Erscheinungsbild. Etwas wuchtiger ist der aktive Subwoofer ausgefallen, denn der misst 295 x 297 x 307 mm und bringt es damit auf 9,1 kg. Da dieser aber ohne Kabel sondern allein mit Funk mit der Soundbar verbunden wird, kann man diesen dezent im Raum „verstecken“. Der Kunde kann sich bei der neuen Yamaha MusicCast YSP-2700 zwischen einer silbernen und schwarzen Ausführung entscheiden.

Im Lieferumfang ist eine passende Infrarot-Fernbedienung enthalten, wobei man aber wohl ohnedies die wesentlichen alltäglichen Dinge wie Ein/ Aus und die Lautstärke mit Hilfe der Fernseher-Fernbedienung erledigt, da die Steuercodes natürlich über HDMI mittels HDMI CEC übertragen werden. Zudem stehen direkt am Gerät ebenso Tasten für alle wesentlichen Funktionen zur Verfügung.

Apropos Steuerung, ausdrücklich betont der Hersteller, dass die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 für Steuerungslösungen von Control4 zertifiziert ist.

Die neue Yamaha MusicCast YSP-2700 steht bereits dieser Tage im  Fachhandel zur Verfügung, selbst wenn der Hersteller erst im Rahmen der IFA 2016 in Berlin Anfang September 2016 diese neue Lösung offiziell präsentiert wird. Der empfohlene Verkaufspreis wird vom Hersteller mit € 999,- angegeben.

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