IFA 2010: Mit dem NP-S2000 erweitert Yamaha die erfolgreiche S-Serie edler, klassischer HiFi-Komponenten um einen dlna-zertifizierten Streaming-Client der selbst audiophile Anwender erfreuen könnte." /> Sempre Audio

Yamaha NP-S2000 - Streaming mit Stil und etwas Retro-Touch

IFA 2010: Mit ein Grund dafür, dass die Komponenten der S-Serie Yamahas derart erfolgreich sind, ist sicher darin begründet, dass diese Lösungen frei von jeglichem Schnickschnack sind und sich allein auf die audiophile Wiedergabe von Musik in Stereo konzentrieren. Doch nun werden die Serien bestehend aus SACD-Player bzw. CD-Player, Tuner und jeweils zugehörigem Stereo-Vollverstärker um den dlna-zertifizierten Streaming-Client Yamaha NP-S2000 erweitert.

Von Michael Holzinger (mh)
05.09.2010

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Mit dem SACD-Player CD-S2000 sowie dem zugehörigen Stereo Vollverstärker A-S2000 meldete sich Yamaha zurück in der Welt der anspruchsvollen Stereo Komponenten und bewies damit einmal mehr ein perfektes Gespür dafür, wohin sich der Markt entwickeln würde, denn mit diesen Komponenten traf der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern genau den Geschmack der Kunden und begründete damit geradezu einen Trend, dem viele anderen Hersteller folgten.

Mit ein Grund für den großen Erfolg dieser, und aller weiteren Lösungen, die Yamaha in Folge zu etwas günstigeren Preisen auf den Markt brachte, war ganz sicher der Fokus aufs Wesentliche, und zwar die möglichst erstklassige Wiedergabe von Musik in Stereo. Selbst der SACD-Player CD-S2000 begnügte sich somit ausschließlich auf die Wiedergabe der Stereo-Spur entsprechender Medien, gab diese aber in beeindruckender Qualität wieder. Auch sonst wiesen die Komponenten nichts von all dem modernen Schnickschnack auf, mit dem so manch anderer Hersteller versuchte aufzutrumpfen. Zudem spielten die Entwickler Yamahas passend dazu gekonnt mit einem gewissen Retro-Touch, der ganz bewusst Reminiszenzen an die „guten, alten“ Tage der HiFi wach rief und somit den ganz besonderen Flair der Lösungen ausmachte.

Nun überrascht Yamaha auf der IFA 2010 in Berlin mit einer Komponente für die S2000-Serie, die somit eigentlich ganz und gar nicht ins Konzept zu passen scheint. Es handelt sich beim neuen Yamaha NP-S2000 nämlich um einen dlna-zertifizierten Streaming-Client, der aber nicht nur perfekt zum bereits erwähnten CD-S2000 und dem ebenfalls bereits angeführten Verstärker Yamaha A-S2000 passt, sondern ebenso mit den günstigeren Stereo-Komponenten wie etwa dem CD-S1000 bzw. A-S1000 oder CD-S700 und A-S700 ein sicher perfektes Gespann ergibt.

Natürlich präsentiert sich auch der neue NP-S2000 im klassischen Design der übrigen Systeme. Eine schicke Front aus gebürstetem Aluminium, Seitenteile aus Holz sowie ebenfalls aus Aluminium gefertigte Bedienelemente, allen voran der für die S2000-Serie geradezu typische Kippschalter und der große Drehgeber zeichnen auch den NP-S2000 aus. Selbstverständlich hat auch hier der Kunde die Wahl zwischen einer Ausführung in Silber oder Schwarz, wobei es nach wie vor schwer fällt zu bestimmen, welche Version objektiv betrachtet schicker aussieht.

Der Yamaha NP-S2000 Streaming-Client soll laut derzeit vorliegenden Informationen nahezu alle relevanten Audio-Formate wiedergeben können. Damit versteht sich das Gerät nicht nur auf verlustbehaftete Datenformate wie etwa MP3, WMA oder AAC, es kann zudem auch das verlustfrei komprimierte Formate FLAC sowie unkomprimierte Daten im WAV-Format, jeweils mit Auflösungen bis zu 24 Bit und 96 kHz abspielen.

Die Signalverarbeitung soll auf höchstem Niveau erfolgen, und zwar mit erstklassigen Wandlern aus dem Hause Burr-Brown. An Anschlüssen soll auf der analogen Seite nicht nur ein Stereo Chinchbuchsenpärchen zur Verfügung stehen, sondern zudem symmetrische Ausgänge. Natürlich wurde aber auch nicht auf digitale Schnittstellen verzichtet, wobei Yamaha hier neben einer koaxialen S/PDIF-Buchse auch eine optische TOS-Link Schnittstelle anbietet.

Damit es sich beim Yamaha NP-S2000 um einen würdiges Familienmitglied der S2000-Serie handelt, die den übrigen Geräten dieser Serie in nichts nachsteht, legte Yamaha nach eigenem Bekunden auch hier viel Wert auf ausgesuchte Bauteile, ein blitzsauberes Schaltungskonzept, mit streng getrennten analogen sowie digitalen Schaltkreisen, bis hin zu separaten Netzteilen.

Als dlna-zertifizierter Streaming-Client versteht sich der neue Yamaha NP-S2000 natürlich perfekt mit entsprechenden Netzwerk-Speicherlösungen verschiedensten Hersteller, sodass er unmittelbar ohne großen Installationsaufwand ins Netzwerk integriert werden kann. Yamaha liefert aber dennoch die Software Twonky Media mit dem Gerät aus, sodass auch ein herkömmlicher PC als Datenlieferant fungieren kann.

Auch die Steuerung der Wiedergabe sowie die Verwaltung der Daten kann somit mit diversen Applikationen für die unterschiedlichsten Plattformen erfolgen. Im einfachsten Fall - laut Yamaha - direkt über ein Web-Interface und einen beliebigen Webbrowser. Darüber hinaus wird Yamaha für Apples iPhone bzw. iPod touch, eventuell auch für Apples iPad, eine spezielle App über Apples entsprechende Rubrik im iTunes Store anbieten. Wer darauf nicht angewiesen sein will, der findet auch hier - wie bereits erwähnt - zahlreiche Alternativen, mitunter sogar ebenfalls kostenlos. Zudem: natürlich legt Yamaha eine passende Infrarot-Fernbedienung mit ins Paket, die ebenfalls im Zusammenspiel mit dem Display an der Frontseite eine komfortable Bedienung des Geräts erlauben soll.

Im Rahmen der IFA 2010 wollte sich Yamaha beim Preis noch nicht festlegen. Es war nur zu erfahren, dass der Yamaha NP-S2000 wohl im Dezember an den Fachhandel ausgeliefert wird.

Michael Holzinger

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