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Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A - Die neue Einsteiger-Klasse

Foto © Yamaha Music Europe GmbH

Mit einem komplett neuen Design, modernen Features bis hin zur Unterstützung on Inhalten in 8K und einem feinen Klang sollen die neuen Einstiegsmodelle aus dem Hause Yamaha im AV-Segment aufwarten können, und zwar die beiden neuen Netzwerk AV-Receiver Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A.

Kurz gesagt...

Es sei der bislang größte technologische Schritt im AV-Receiver Line-up, der mit den beiden Modellen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A eingeläutet wird.

Wir meinen...

Nun ist es soweit, Yamaha enthüllt die neue Netzwerk AV-Receiver-Generation, und zwar mit den beiden Lösungen, die das japanische Unternehmen als neue Lösungen für Einsteiger ansieht, den Modellen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A. Wie bereits im Vorfeld bekannt, ist die wohl auffälligste Neuerung ein komplett neu konzipiertes Design, doch auch aus technischer Sicht überraschen die beiden Lösungen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A mit einer Vielzahl an interessanten Ausstattungsmerkmalen, wie etwa der Unterstützung von Inhalten in 8K und damit HDMI der neuesten Generation, flexiblen Algorithmen zur individuellen Raumanpassung, hochwertigen Verstärker-Modulen und nicht zuletzt beeindruckender Flexibilität durch Anschluss-Vielfalt und Vielseitigkeit beim Streaming allen voran rund um Yamaha MusicCast.
Hersteller:Yamaha Music Europe GmbH
Vertrieb:Yamaha Music Europe GmbH
Preis:Yamaha RX-V4A € 506,-
Yamaha RX-V6A € 701,-

Von Michael Holzinger (mh)
07.09.2020

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Es köchelte ja schon länger in der Gerüchteküche, Yamaha Corporation arbeite an einer komplett neuen AV-Receiver Linie, wobei dies im Prinzip ja nicht wirklich überraschend ist, schließlich kann man allen voran rund um moderne Netzwerk AV-Receiver seit Jahr und Tag eine stete Abfolge an neuen Generationen nahezu im Jahresrhythmus beobachten. Was aber für Aufmerksamkeit sorgte ist, dass Yamaha an einem komplett neuen Design arbeite. Diese Gerüchte entpuppten sich als Tatsache, und zwar rund um eine allererste, unter strengsten Auflagen zur Geheimhaltung erfolgte Präsentation im Rahmen der CES 2020 zu Beginn diesen Jahres. Da das mit der Geheimhaltung nicht so ganz klappte, herrscht seit dem Gewissheit: da kommt etwas komplett Neues aus dem Hause Yamaha.

Nun ist es soweit, Yamaha enthüllt die neue Netzwerk AV-Receiver-Generation, und zwar mit den beiden Lösungen, die das japanische Unternehmen innert der Yamaha RX-Series als neue Lösungen für Einsteiger ansieht, den Modellen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A. Wie bereits im Vorfeld bekannt, ist die wohl auffälligste Neuerung ein komplett neu konzipiertes Design, doch auch aus technischer Sicht überraschen die beiden Lösungen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A mit einer Vielzahl an interessanten Ausstattungsmerkmalen, wie etwa der Unterstützung von Inhalten in 8K und damit HDMI der neuesten Generation, flexiblen Algorithmen zur individuellen Raumanpassung, hochwertigen Verstärker-Modulen und nicht zuletzt beeindruckender Flexibilität durch Anschluss-Vielfalt und Vielseitigkeit beim Streaming allen voran rund um Yamaha MusicCast.

Es sei der größte technologische Schritt, den man bislang im Bereich Netzwerk AV-Receiver machte, so das Versprechen von Yamaha anlässlich der Markteinführung der neuen Generation. Man sei darauf bedacht gewesen, dass bereits die Einsteigermodelle Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A modernste Funktionen für Filme, Gaming und Musik bieten, und zwar in herausragender Qualität.

So sollen bereits die beiden neuen Einsteigermodelle kompatibel mit aktuellsten HDMI-Features wie 8K/ 60 Hz und 4K/ 120 Hz sowie HDR10+ und Dolby Vision sein. Beide Modelle weisen zumindest drei hochauflösende 8K HDMI-Eingänge auf, wobei insgesamt beim Yamaha RX-V4A vier, und beim Yamaha RX-V6A gar sieben HDMI-Eingänge zur Verfügung stehen, um so verschiedenste Quellen einbinden zu können. Beide Modelle seien zukunftssicher ausgelegt, denn über Firmware-Updates lassen sich Funktionen wie etwa QMS für eine unterbrechungsfreie Umschaltung zwischen verschiedenen HDMI-Quellgeräten und ähnliche Neuerungen implementieren. Ein besonderes Detail hebt Yamaha rund um die HDMI-Schnittstellen zudem ganz explizit hervor. So habe man die Stromlieferfähigkeit der HDMI-Ausgänge auf 300 mA gesteigert, um so die Verwendung von aktiven HDMI-Kabel zu verbessern. Auch das Thema Gaming ist Yamaha speziell bei den Modellen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A ganz wesentlich, wobei man die beiden AV-Receiver nicht allein wegen der bereits erwähnten Unterstützung von 8K/ 60 Hz bzw. 4K/ 120 Hz bestens für aktuelle und künftige Game-Consolen gerüstet sieht. So soll etwa ALLM die automatische Umschaltung in den Low-Latency Modus bei angeschlossenen Bildschirmen sicherstellen, um maximale Performance zu garantieren. Eine variable Bildwiederholrate VRR sorgt mit QFT (Quick Frame Transport) selbst bei hoher Auslastung des Grafikprozessors (GPU) für eine stets ruckelfreie und flüssige Darstellung.

Beim Thema Klang sollen beide neuen Netzwerk AV-Receiver auftrumpfen können, wobei man dem Yamaha RX-V6A naturgemäß ein paar herausragende Merkmale mehr gönnte. So sind beide Lösungen mit Technologien ausgestattet, die Yamaha True Sound bei Filmen, Spielen und Musik liefern sollen. Als Grundlage dafür dienen allen voran moderne DSPs, wobei der Yamaha RX-V6A sogar mit drei leistungsstarken DSPs für eine besonders akkurate Signalverarbeitung ausgestattet ist.

Besagte DSPs kommen natürlich insbesondere für die Signalverarbeitung von Surround-Inhalten zum Einsatz, wobei hierbei Yamaha Cinema DSP 3D zum Einsatz kommt. Das größere der beiden neuen Einsteigermodelle kann hier bis hin zu Dolby Atmos aufspielen, wobei man neben einem klassischen 5.1.2-Kanal Setup gar eine Höhensimulation bietet, die Höheninformationen auch bei einem normalen 5.1-Kanal Setup abbilden könne. Yamaha Cinema DSP 3D kann aber auch aus Stereo „virtuelle Räume“ zaubern, sei es nun ein kleiner Jazz-Club, ein Stadion oder eine Kathedrale.

Besonders wesentlich bei allen AV-Receivern ist, dass deren Wiedergabe dem individuellen Raum optimal angepasst werden kann, ebenso den verwendeten Lautsprecher-Systemen. Hierbei kann seit Jahr und Tag Yamaha YPAO, das so genannte Yamaha Parametric Room Optimizer System, das eine automatische Einmessung erlaubt. Das Modell Yamaha RX-V6A weist gar das Yamaha YPAO R.S.C Multipoint-Einmess-System auf, das die Japaner bislang allein in den Modellen der Yamaha AVANTAGE Series einsetzten, und das eine besonders akkurate Optimierung anhand mehrer Hörpositionen garantiert.

Die Signalverarbeitung erfolgt ebenfalls beim Yamaha RX-V6A mit bis zu 24 Bit und 384 kHz, was nicht nur bei Home Cinema, sondern ebenso beim Thema Streaming für tadellose Klangqualität sorgen soll. Für Inhalte, die verlustbehaftet komprimiert wurden, wie etwa von DVD oder MP3 Dateien verschiedener Streaming-Dienste, steht der Yamaha Compressed Music Enhancer zur Verfügung, der diesen wieder etwas mehr Fülle und Details einhauchen soll.

Die Endstufen der neuen Yamaha RX-Serie sind als analoge High-Slew-Rate-Verstärker aufgebaut, die mit besonders schnellen Anstiegszeiten für eine außergewöhnlich detailreiche Wiedergabe auch komplexer Audiosignale sorgen sollen, zeigt sich der Hersteller überzeugt. Der Yamaha RX-V4A liefert eine Ausgangsleistung von 80 Watt, wobei dies bei zwei Kanäle in Betrieb gemessen wurde. Der Yamaha RX-V6A liefert unter gleichen Bedingungen 100 Watt pro Kanal.

Wir haben das Thema Streaming bereits mehrfach erwähnt, diesbezüglich punkten die beiden neuen Netzwerk AV-Receiver natürlich insbesondere durch Yamaha MusicCast der neuesten Generation. Damit steht nicht nur eine Vielzahl an Inhalten, eigene wie auch aus verschiedensten Streaming-Diensten zur Verfügung, die beiden AV-Receiver Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A lassen sich dadurch auch intuitiv mit Hilfe der entsprechenden App für Apple iOS und Google Android steuern, zudem in ein Multiroom Audio-Streaming-System integrieren. Auch der Aufbau eines Surround-Systems „ohne Kabel“ ist somit möglich, denn die Surround-Kanäle lassen sich durch Yamaha MusicCast Surround einfach mit Wireless Speakern wie den Modellen Yamaha MusicCast 20 sowie Yamaha MusicCast 50 realisieren. Auch ein Subwoofer lässt sich auf diese Art und Weise einbinden, und zwar der Yamaha MusicCast SUB 100.

Yamaha MusicCast ist übrigens auch die Schnittstelle zu Sprachsteuerung, sei es nun Google Assistant oder Amazon Alexa. Natürlich ist dafür jeweils ein passendes Device erforderlich, das die Sprachbefehle entgegen nimmt.

Abgesehen von Yamaha MusicCast wird zudem Apple AirPlay 2 und Spotify Connect direkt unterstützt und natürlich verfügen die Systeme Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A auch über Bluetooth, sodass Smartphones, Tablets und andere mobile Geräte direkt ohne Netzwerk-Infrastruktur als Quelle eingesetzt werden können.

Wer Radio liebt, der kann bei den beiden neuen Systemen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A nicht nur auf Internet Radio über Airable Radio zugreifen, es stehen zudem ein UKW als auch ein DAB+ Tuner zur Verfügung.

Abschließend muss man natürlich auf das komplett neue Design-Konzept eingehen, das Yamaha nunmehr mit den beiden Systemen Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A einläutet. Dieses hat im Vorfeld bereits für heftige Diskussionen gesorgt, seit erste Abbildungen durchsickerten.

Fakt ist, dass sich die neue Design-Linie gänzlich von der bisherigen unterscheidet, die neuen Modelle Yamaha RX-V4A und Yamaha RX-V6A weisen eine sehr schlichte Front auf, bei der nunmehr ein massiver Drehgeber im Mittelpunkt steht, der wiederum von einem Display sowie einigen Tastern und einem weiteren, kleinerem Drehgeber auf der rechten Seite flankiert wird. Etwas nach hinten abgesetzt stehen auf der linken Frontseite der Hauptschalter, ein USB-Port, der Eingang fürs Messmikrofon sowie ein Kopfhörer-Anschluss zur Verfügung.

Das „kantige“ Design bisheriger AV-Systeme von Yamaha ist Geschichte, vielmehr zeigt sich die Front mit runden Seiten, sodass sich ein durchaus sehr harmonisches Gesamtbild ergibt. Die Lösungen wirken damit weniger „technisch nüchtern“, entsprechen damit eher Lifestyle-Systemen, um es ein wenig überspitzt zu formulieren. Die Integration ins Wohnumfeld wird dadurch wohl erleichtert, da die Netzwerk AV-Receiver damit dezenter und zurückhaltender erscheinen. Wenn sich also die erste „Aufregung“ gelegt hat, werden sich wohl auch die lautesten Kritiker nach und nach an das neue Design gewöhnen. Neue Kunden könnte dieses Design-Konzept unserer bescheidenen Einschätzung nach eher überzeugen, als der schlichte technische Touch…

Zu haben sind die neuen Netzwerk AV-Receiver der Yamaha RX-Serie bereits dieser Tage, denn zumindest das Modell Yamaha RX-V4A soll bereits Mitte September 2020 im Fachhandel zu finden sein. Hierfür gibt Yamaha Music Europe GmbH einen empfohlenen Verkaufspreis von € 506,- an. Für den neuen Yamaha RX-V6A muss man sich wohl noch bis Mitte Oktober 2020 in Geduld üben, dann soll auch dieser im Fachhandel zu finden sein. Der empfohlene Verkaufspreis wird mit € 701,- angegeben.

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