NetzwerkNews

Antipodes Music Server der Antipodes K-Series und Antipodes S-Series

Antipodes Music Server, dies sind speziell für Musik-Streaming auf höchstem Niveau ausgelegte Lösungen aus dem Hause Antipodes Audio Limited, einem neuseeländischen Unternehmen, das hierbei die beiden Produktlinien Antipodes K-Series sowie Antipodes S-Series offeriert.


Musik-Streaming verspricht eine besonders intuitive Zugangsweise zu abertausenden Musik-Titel, und dies im besten Fall in herausragender Qualität. Und tatsächlich hält der Markt unterschiedlichste Lösungen bereit, die dies zu einem Gutteil erfüllen können. Eins vereint aber alle derartige Systeme, ein gewisses Maß an Kenntnissen rund um IT im Allgemeinen, Netzwerk-Technologie im konkreten, sollte durchaus vorhanden sein.

Dies gilt nicht so sehr für in sich geschlossene Plattformen, wie sie etwa BluOS der Lenbrook Group, Yamaha MusicCast oder HEOS built-in von Sound United LLC. anbieten, wohl aber für Plattformen, die Hersteller-unabhängige bzw. Hersteller-übergreifende Lösungen darstellen. Hier sei etwa die Software aus dem Hause Roon Labs LLC. genannt.

Ja, auch hier gibt es Lösungen die „Out-of-the-Box“ funktionieren, aber dann muss man auch akzeptieren, dass diese haargenauso sind, wie sie ausgeliefert werden, etwaige weitergehende persönliche Anpassungen sind hier schlichtweg nur bedingt oder gar nicht vorgesehen.

Bleibt also nur der Weg, sich selbst allen voran einen eigenen Server zusammen zu stellen? Nein, denn auch hier bietet der Markt passende Lösungen an, wie etwa jene Systeme, die in Neuseeland bei Antipodes Audio Limited entwickelt werden.

Antipodes Audio Limited widmet sich bereits seit dem Jahr 2009 der Entwicklung spezieller Server, die ganz gezielt auf die besonderen Anforderungen im direkten HiFi- oder AV-Umfeld hin ausgelegt sind. Im Jahr 2011 präsentierte das Unternehmen das erste derartige Produkt, wobei man damit für Aufsehen sorgte. Den tadellosen Ruf des von Mark Jenkins begründeten Unternehmens begründete man nicht zuletzt durch die Lösungen der Antipodes X-Series, die allerdings nunmehr durch neue Produktreihen abgelöst wurden.

Heute bietet Antipodes Audio Limited eine wirklich beeindruckende Produktpalette an, wobei man das Angebot grob in zwei Serien aufteilt, und zwar die Antipodes S-Series bestehend aus Lösungen mit besonders kompaktem Formfaktor, sowie die Antipodes K-Series bei denen höchste Performance in Full-width-Formfaktor geboten wird.

Um das Bild rund zu machen, in der Antipodes S-Series stehen die beiden Lösungen Antipodes S40 Music Server sowie Antipodes S30 Music Server zur Verfügung, die durch die Lösungen Antipodes S60 Power Supply sowie Antipodes S20 Reclocker kongenial erweitert werden.

In der Antipodes K-Series sind es gleich drei Server, die angeboten werden, und zwar die Lösungen Antipodes K30 Music Server und Antipodes K40 Music Server, plus dem neuesten System der Neuseeländer, dem Antipodes K50 Music Server, der als ausgewiesenes Flaggschiff zur Verfügung steht. Auch in der Antipodes K-Series stehen nicht allein Server, sondern mit dem Antipodes K10 Ripper auch eine passende Erweiterung zur Verfügung.

Natürlich sind auch die Lösungen aus dem Hause Antipodes Audio Limited im Kern nichts anderes als ein Computer, ein PC, oder wie auch immer man dies bezeichnen will. Die Entwickler gehen hier aber gänzlich anders an die Konzeption ihrer Lösungen heran, als dies ein reiner IT-Experte tun würde. Alles, und damit meinen wir wirklich alles, sei hier ganz und gar darauf ausgelegt, dass multimediale Inhalte in bestmöglicher Qualität verarbeitet werden, die schnöde „IT“ damit keinerlei negativen Einfluss auf die Qualität haben soll.

Zudem, und auch das ist ein nicht zu unterschätzender Punkt, sind die Lösungen aus dem Hause Antipodes Audio Limited so ausgelegt, dass sie nicht irgendwo im verborgenen ihren Dienst verrichten müssen, da sie zu laut ans Werk gehen oder schlicht typische unansehnliche „PC-Kisten“ sind. Vielmehr sollen mit den Lösungen der Neuseeländer Produkte zur Verfügung stehen, die den speziellen Anforderungen bei einem Einsatz im HiFi- oder AV-Umfeld auch betreffend eines lautlosen Betriebs und einer gewissen Ästhetik vollends gerecht werden. Kurzum, die Systeme der Antipodes S-Series bzw. Antipodes K-Series sollen sogar ins HiFi- oder AV-Rack gestellt werden, denn hier bilden sie die zentrale Schnittstelle für alle Belangen rund um Streaming, fungieren aber auch direkt als Player, wenn man dies wünscht.

Besonders wird letztgenanntes natürlich bei den Lösungen der Antipodes S-Series offensichtlich, die, wie bereits angedeutet, mit einem besonders kompakten Formfaktor aufwarten. Alle Geräte dieser Produktlinie messen nicht mehr als 165 mm in der Breite, 260 mm in der Tiefe, sowie 70 mm in der Höhe, letztlich handelt es sich somit bis auf Details um gleich konzipierte Gehäuse, gefertigt aus Aluminium und wahlweise in Silber oder Schwarz erhältlich.

Dies gilt auch für die Lösungen der Antipodes K-Series, allerdings weisen diese Abmessungen von 445 mm in der Breite auf, präsentieren sich also in etwa mit den Gardemaßen der HiFi. Konkret weisen die Modelle Antipodes K50 Music Server und Antipodes K40 Music Server Abmessungen von 445 x 370 x 120 mm, und der Antipodes K30 Music Server 445 x 370 x 78 mm auf. Ein wenig aus der Reihe tanzt hier der Antipods K10 Ripper, denn dieser misst lediglich 165 mm in der Breite, 140 mm in der Tiefe, sowie 28 mm in der Höhe.

Interessant ist, dass Antipodes Audio Limited bei allen Systemen darauf verzichtet, jene typischen Merkmale anzuführen, die man normalerweise bei der Auswahl eines PCs heran ziehen würde, wie etwa den Typ und die Leistungsdaten des Prozessors und anderer wesentlichen Komponenten. Das Unternehmen gibt vielmehr an, wofür die Systeme konzipiert wurden, und garantiert, dass dafür mehr als ausreichend Performance zur Verfügung steht. Selbst die Speicherkapazität für eigene multimediale Inhalte – Audio, Video und Foto – ist letztlich beim Kauf eines Musik-Servers aus dem Hause Antipodes Audio Limited irrelevant, denn die bestimmt der Anwender durch die Auswahl der Festplatte bzw. SSD selbst, diese sind ab Werk also nicht vorgegeben.

Was der Hersteller aber ganz klar hervor hebt ist, dass es sich bei allen Komponenten, die bei der Konfiguration der Antipodes Music Server zum Einsatz kommen, stets um ausgewählte, besonders hochwertige und vor allem langlebige Lösungen handelt. Das gilt einerseits für die Komponenten der reinen „IT“ ebenso, wie für die entsprechende Stromversorgung, und natürlich insbesondere für die für die direkte Audio-Verarbeitung relevanten Komponenten. Denn auch das soll nochmals explizit hervor gehoben werden, die Lösungen aus dem Hause Antipodes Audio Limited sind eben nicht nur reine Server, sie können zudem auch direkt als Player fungieren.

Umso essentieller ist es, dass der Aufbau der Music Server so ausgelegt ist, dass die einzelnen Bereiche optimal voneinander abgetrennt sind, sich die „IT“ nicht negativ auf die Signalverarbeitung der D/A-Wandler und Ausgangsstufe auswirkt. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Antipodes S-Series mit ihrem kompakten Formfaktor eine separate Stromversorgung als optionales Zubehör aufweist.

Überhaupt ist das Thema Stromversorgung eines, dem die Entwickler von Antipodes Audio Limited große Bedeutung zuschreiben und demzufolge viel Aufmerksamkeit schenken. Ist es in der Antipodes S-Series das optionale Netzteil, das zur Aufrüstung zur Verfügung steht, so setzt man etwa im Flaggschiff Antipodes KS50 Music Server auf eine Kombination aus Schalt- und Linear-Netzteilen und spricht hierbei von Hybrid Switched Linear Power Supply, kurz auch als HLS Power Supply bezeichnet. 

HLS ist wiederum ein Teil des so genannten OLADRA Technology, das ebenfalls erstmals mit dem neuesten Spross aus dem Hause Antipodes Audio Limited, dem Antipodes K50 Music Server eingeführt wurde. Hierbei stehen Komponenten im Mittelpunkt, die unerlässlich für einen Server sind, etwa das Mainboard, das hinsichtlich des Rauschspektrums mittels Interfereence Spectrum Management, kurz ISM, für Audio optimiert wurde. Zudem kommen, und dies sei ein weiteres Detail zur Untermauerung des hohen Aufwands, bei dieser Lösung gleich drei für ihre jeweilige Aufgabe optimierten Mainboards zum Einsatz. Und jedes der drei Mainboards hat, wie könnte es anders sein, eine separate, bewusst überdimensionierte Stromversorgung.

Wie bereits erwähnt, verzichtet das Unternehmen ganz bewusst auf die konkrete Angabe von Leistungsdaten, diese Lösungen sind also nichts für reine Zahlenfetischisten, das muss man klar festhalten.

Vielmehr bringt man mit der Beschreibung klarer Aufgaben auf den Punkt, für wen die jeweiligen Systeme konzipiert wurden.

Den Einstieg bildet der Antipodes S30 Music Server, den der Hersteller als Medium Power Server and Player, aber auch als reinen Player beschreibt. Auch der Antipodes S40 Music Server kann diese Aufgabe erfüllen, aber hierbei spricht das Unternehmen bereits von einer High Power Server and Player Solution. Ein wesentlicher Unterschied liegt in den Schnittstellen, denn während der Antipodes S30 Music Server als reiner Player über USB für externe D/A-Wandler und analoge Ausgänge verfügt, verzichtet der Antipodes S40 Music Server auf einen integrierten Wandler, ist somit allein für den Einsatz im Verbund mit externen D/A-Wandlern ausgelegt.

Diese Strategie findet man natürlich auch in der Antipodes K-Series, denn der als High-power Dual-Computer Music Server ausgewiesene Antipodes K30 Music Server verfügt ebenfalls über keinen integrierten D/A-Wandler, wohl aber der als High-power Single-Computer Music Server deklarierte Antipodes K40 Music Server.

Über allem thront das neue Flaggschiff, der Antipodes K50 Music Server, den die Neuseeländer als High-power Dual-Computer Music Server tituliert. Interessanterweise verzichtet man aber auch hier auf einen integrierten Wandler, statte diese Lösung stattdessen mit allen nur erdenklichen digitalen Schnittstelle, sowie zusätzlich einem Fully-Isolated High-Precision Reclocker aus. Wenn es um die Aufbereitung digitaler Daten geht, ist man hier also tatsächlich bestens bedient und kann einem externen D/A-Wandler kaum „sauberere“ Signale überantworten.

Ein Aspekt sei unbedingt noch angeführt, das Produktangebot von Antipodes Audio Limited ist prinzipiell modular ausgeführt, dies war wohl schon aus dem bislang beschriebenen klar ersichtlich, sollte aber hier nochmals explizit heraus gestrichen werden. So kann der Anwender speziell bei der Antipodes S-Series vergleichsweise „klein“ einsteigen, und sein System nach und nach erweitern, um letztlich nahezu eine Lösung mit den Eigenschaften der Topmodelle sein Eigen zu nennen. 

Abschließend sei noch ein ganz wesentlicher Punkt angesprochen, und zwar die zur Verfügung stehende Software. Reine Hardware allein macht ja noch keinen Music Server, wobei man anführen muss, dass die Lösungen von Antipodes Audio Limited letztlich nicht allein für Musik, sondern durchaus auch für Film und Foto geeignet sind, denn an Performance, das ist gewiß, mangelt es diesen nicht.

So setzen alle Server der Neuseeländer als kleinster gemeinsamer Nenner für jedwede Streaming-Lösung auf UPnP, und zwar in Form von miniDLNA. Auch Systeme von Sonos Inc. können natürlich auf die Server zugreifen, ebenso wird Squeeze sowie HQPlayer unterstützt. Die wohl inzwischen wesentlichste Plattform im High-end Segment stellt aber mit Sicherheit Roon aus dem Hause Roon Labs LLC. dar. Und für Fotos und Videos, da findet sich PLEX vorinstalliert auf den Servern.

Die Kontrolle aller Dienste erfolgt natürlich ganz simpel und einfach übers Netzwerk, und zwar im besten Fall über ein Tablet.

Die Lösungen aus dem Hause Antipodes Audio Limited werden von CM-Audio Flöter Technology Service in Mönchengladbach betreut.

Das Unternehmen hat sich auch rund um die Produktlinie der Neuseeländer etwas wirklich außergewöhnliches einfallen lassen, und zwar so genannte Testpakete. Ziel dieser Testpakete ist es, dem Anwender die Möglichkeit zu bieten, die Produkte tatsächlich in der für ihn einzig relevanten Umgebung, und zwar seinem eigenen Hörraum zuhause, ausprobieren zu können.

Unter den verschiedenen Testpaketen, die CM-Audio Flöter Technology Service inzwischen feilbietet, steht auch eins rund um die Streaming-Lösungen von Antipodes Audio Limited zur Verfügung. Details dazu verrät die Webseite des deutschen Unternehmens.

Nubert 1 Januar 20211

Wir meinen…

Die Lösungen des neuseeländischen Unternehmens Antipodes Audio Limited sind vor allem deswegen besonders spannend, da es sich hierbei um genau jene für Streaming unerlässliche „IT“ handelt, die aber in keinster Weise als solche in Erscheinung tritt. Hier findet man keine Angaben zu Prozessor-Anzahl und deren Takt, weder Angaben zur Hauptspeicher-Ausstattung oder Informationen zum Motherboard. All dies ist aus Sicht der Neuseeländer letztlich uninteressant, denn man braucht keinen komplexen „Computer“, sondern einen ausreichend performanten, für Audio optimierten Music Server, um Streaming bestmöglich zu realisieren. Was in der „Box“ also letztlich tatsächlich drin ist, ist nicht die Frage, die den Anwender kümmern muss, vielmehr soll er sich allein darüber gewiss sein können, dass hiermit Lösungen geboten werden, die seinen Ansprüchen bestmöglich gerecht werden.

Hersteller: Antipodes Audio Limited
Vertrieb:CM-Audio Flöter Technology Service
Preis:Antipodes S30 Music Server € 2.950,-
Antipodes S40 Music Server € 5.200,-
Antipodes S20 Reclocker € 2.450,-
Antipodes S60 Power Supply € 1.950,-
Antipodes K30 Music Server € 10.600,-
Antipodes K40 Music Server € 9.600,-
Antipodes K50 Music Server € 15.890,-
Antipodes K10 Ripping Station € 690,-

Fishhead Audio

Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.com und HiFi BLOG, ist seit Jahren als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig.

Weitere Artikel

Kommentar verfassen

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"