- Die ARCAM Radia AV Series wird jetzt vom Messeprojekt zur tatsächlich verfügbaren Produktfamilie. Drei AV-Verstärker mit Class D, Class AB beziehungsweise Class G, ein vollständig symmetrisch nutzbarer 16-Kanal-AV-Prozessor, HDMI 2.1a, Roon Ready, umfassendes Streaming sowie Dirac Live einschließlich optionalem Dirac Live Bass Control und Dirac Live Active Room Treatment ergeben eine ungewöhnlich breit skalierbare Plattform für hochwertiges Home Cinema. Bei ARCAM PA4 und ARCAM PA9 stehen die vollständigen Spezifikationen allerdings weiterhin aus.
Als die Harman Luxury Audio Group Anfang Februar 2026 die neue ARCAM Radia AV Series ankündigte, war zunächst vor allem die strategische Tragweite bemerkenswert: ARCAM beschränkt sich nicht auf einen einzelnen neuen AV-Verstärker, sondern stellt eine komplette Plattform auf die Beine, die vom integrierten Neun-Kanal-Modell bis zur modularen Kombination aus 16-Kanal-Prozessor und separaten Mehrkanal-Endverstärkern reicht. sempre-audio.at berichtete bereits zur ISE 2026 ausführlich über diesen Neustart von ARCAM im Home-Cinema-Segment und widmete der Unterstützung der ARCAM Radia AV Series von Dirac Live Active Room Treatment eine eigene Meldung. Nun wird aus der damaligen Ankündigung ein konkretes Produktprogramm: Die Markteinführung läuft an und die finalen Spezifikationen zeigen erstmals im Detail, wie deutlich ARCAM AVA15, ARCAM AVA25 und ARCAM AVA35 technisch voneinander abgegrenzt sind, welche Möglichkeiten der ARCAM AVP45 für modulare Systeme bietet und wie umfassend ARCAM Streaming, 8K-Video, moderne immersive Audioformate und Raumkorrektur miteinander verknüpft. Die beiden Leistungsverstärker ARCAM PA4 und ARCAM PA9 komplettieren das Konzept, wenngleich ARCAM hier weiterhin noch nicht sämtliche technischen Parameter offengelegt hat, da diese beiden Systeme etwas später als die AV-Receiver und der AV-Prozessor verfügbar sein werden.
Key Facts ARCAM Radia AV Series
- ARCAM Radia AV Series mit ARCAM AVA15, ARCAM AVA25, ARCAM AVA35, ARCAM AVP45, ARCAM PA4 und ARCAM PA9
- ARCAM AVA15 mit 12 Verarbeitungskanälen, neun Class-D-Endstufen und 85 W an 8 Ohm
- ARCAM AVA25 mit 16 Verarbeitungskanälen, neun Class-AB-Endstufen und 120 W an 8 Ohm
- ARCAM AVA35 mit 16 Verarbeitungskanälen, neun Class-G-Endstufen und 145 W an 8 Ohm
- ARCAM AVP45 als 16-Kanal-AV-Prozessor mit 16 Cinch- und 16 XLR-Ausgängen
- Dolby Atmos und DTS bei allen AV-Modellen, zusätzlich AURO-3D und IMAX Enhanced bei ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45
- MPEG-H bei ARCAM AVA15, ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45
- Dirac Live Room Correction inklusive, Dirac Live Bass Control und Dirac Live Active Room Treatment als optionale Upgrades
- Sieben HDMI 2.1a Eingänge mit 8K 60 Hz und 4K 120 Hz
- HDR, HDR10, HDR10+, HDR10+ Gaming, Dolby Vision und HLG
- Roon Ready, Apple AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect
- Bluetooth 5.4 mit Snapdragon Sound, LE Audio und Auracast
- ARCAM PA4 mit vier Class-D-Kanälen und 4 × 50 W an 8 Ohm
- ARCAM PA9 mit neun Class-G-Kanälen und 9 × 100 W an 8 Ohm
Die ARCAM Radia AV Series nimmt endgültig Kontur an
Zur ersten Vorstellung im Februar 2026 ging es vor allem darum, die Struktur des neuen Portfolios zu zeigen. ARCAM kündigte drei integrierte Audio Video Amplifier, einen dedizierten 16-Kanal-Prozessor sowie zwei Mehrkanal-Endverstärker an und positionierte damit die Radia Series erstmals als vollständige Plattform für Home Cinema. Die weltweite Premiere fand im Rahmen der Integrated Systems Europe 2026 in Barcelona statt, wenig später konnten Besucher der HIGH END Vienna 2026 die neue Gerätegeneration erneut in Augenschein nehmen.
Die nun veröffentlichten finalen Spezifikationen machen die Staffelung der Modellreihe erheblich klarer. Entscheidend ist nämlich keineswegs nur die Ausgangsleistung: ARCAM differenziert ebenso über die Zahl der Verarbeitungskanäle, die Verstärkertechnologie, die Möglichkeiten der Kanalzuweisung, die unterstützten immersiven Formate und die Zahl der Vorverstärkerausgänge. Gerade dadurch lässt sich die Plattform vom vergleichsweise kompakten 5.1.4- oder 7.1.2-System bis hin zu sehr umfangreichen 16-Kanal-Konfigurationen ausbauen.
Durchgängiges Radia-Design mit 6,5 Zoll Farbdisplay
Optisch schließen die neuen AV-Komponenten unmittelbar an die aktuelle ARCAM Radia Series im Stereo-Bereich an. Das schwarze Gehäuse, die charakteristischen gelben Akzente und die reduzierte Frontgestaltung schaffen eine klare Familienzugehörigkeit, wobei ARCAM AVA15, ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45 jeweils über ein hochauflösendes 6,5 Zoll Farbdisplay verfügen. Dieses soll Statusinformationen und Metadaten so groß darstellen, dass sie auch vom Hörplatz aus problemlos abzulesen sind.
Hinzu kommen ein On-Screen-Menü, eine beleuchtete Bluetooth-Fernbedienung sowie die neue ARCAM Radia AV Control App. Sie übernimmt Einrichtung und Steuerung, ermöglicht den Zugriff auf Internetradio und Podcasts und bindet auch UPnP-Wiedergabe ein. Damit soll die neue Generation nicht nur technisch deutlich aufwendiger, sondern trotz ihrer erheblichen Konfigurationsmöglichkeiten auch einfacher zu handhaben sein.
HDMI 2.1a für 8K, 4K 120 Hz und Gaming
Ein wesentlicher gemeinsamer Nenner der neuen AV-Plattform ist die Videosektion. Alle vier signalverarbeitenden Modelle verfügen über sieben HDMI-Eingänge nach HDMI 2.1a beziehungsweise HDCP 2.3 und verarbeiten Signale bis 8K 60 Hz sowie 4K 120 Hz. Neben HDR und HDR10 werden HDR10+, HDR10+ Gaming, Dolby Vision und HLG unterstützt.
Auch für aktuelle Spielkonsolen und Gaming-PCs sind die entscheidenden Funktionen vorhanden. Variable Refresh Rate (VRR) und Auto Low Latency Mode (ALLM) gehören ebenso zur Ausstattung wie CEC und eARC/ARC. Beim ARCAM AVA15 stehen zwei HDMI-Ausgänge zur Verfügung, ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45 bieten drei HDMI-Ausgänge, darunter einen separaten Ausgang für Zone 2.
Dirac Live als zentraler Bestandteil der Plattform
Auch bei der Raumkorrektur verfolgt ARCAM ein durchgängiges Konzept. ARCAM AVA15, ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45 werden mit Dirac Live Room Correction angeboten; ein Messmikrofon sowie ein 5 m langes USB-Kabel gehören zum Lieferumfang. Darüber hinaus lassen sich alle vier Modelle mit Dirac Live Bass Control und Dirac Live Active Room Treatment erweitern. ARCAM beziehungsweise Dirac unterscheiden hier ausdrücklich zwischen der enthaltenen Room Correction und den zusätzlich erhältlichen Software-Upgrades.
Gerade Dirac Live Active Room Treatment ist für aufwendige Mehrkanalsysteme interessant, da die Technologie nicht lediglich einzelne Lautsprecher korrigiert. Vielmehr werden Lautsprecher und Subwoofer als zusammenwirkendes System genutzt, um insbesondere das zeitliche Verhalten und problematische Energie im Tieftonbereich aktiv zu kontrollieren. Damit rückt die Raumakustik bei der neuen ARCAM-Plattform wesentlich stärker ins Zentrum als bei einer klassischen frequenzgangbasierten Einmessung.
ARCAM AVA15 – Zwölf Kanäle Processing und neun Class-D-Endstufen
Den Einstieg bildet der ARCAM AVA15. Er verarbeitet maximal zwölf Kanäle und verfügt über neun integrierte Class-D-Endstufen. Damit lassen sich bereits ohne zusätzliche Leistungsverstärker Konfigurationen wie 7.1.2 oder 5.1.4 realisieren, während zwölf Cinch-Vorverstärkerausgänge eine spätere Erweiterung ermöglichen.
ARCAM gibt bei zwei angesteuerten Kanälen und 8 Ohm über 20 Hz bis 20 kHz eine Dauerleistung von 85 W pro Kanal bei 0,5 Prozent THD an. An 4 Ohm und 1 kHz werden bei zwei Kanälen 150 W erreicht. Bei sieben beziehungsweise neun gleichzeitig betriebenen Kanälen weist das Datenblatt 85 beziehungsweise 65 W an 8 Ohm sowie jeweils 65 W an 4 Ohm aus. Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Atmos Height Virtualisation und Dolby Surround stehen ebenso bereit wie DTS, DTS-HD Master Audio, DTS Neural und DTS Virtual; hinzu kommt MPEG-H. IMAX Enhanced und AURO-3D bleiben den größeren Modellen vorbehalten.
Damit ist der ARCAM AVA15 keineswegs lediglich ein stark reduziertes Basismodell. Wesentlich ist vielmehr die Kombination aus neun integrierten Endstufen und zwölf Verarbeitungskanälen, wodurch externe Verstärkung gezielt dort ergänzt werden kann, wo ein größeres Lautsprecher-Layout dies verlangt.
ARCAM AVA25 – Class AB und 16-Kanal-Verarbeitung
Eine deutliche Stufe darüber rangiert der ARCAM AVA25. Zwar bleibt es auch hier bei neun integrierten Endstufen, ARCAM setzt nun jedoch auf Class AB und erweitert die Signalverarbeitung auf maximal 16 Kanäle. Auch die Zahl der Cinch-Vorverstärkerausgänge steigt auf 16.
Die endgültigen Leistungsdaten fallen zudem höher aus als es die ersten allgemeinen Ankündigungen vermuten ließen. Das aktuelle Spezifikationsblatt nennt 120 W pro Kanal an 8 Ohm bei zwei angesteuerten Kanälen über 20 Hz bis 20 kHz und 160 W an 4 Ohm bei 1 kHz. Bei sieben beziehungsweise neun Kanälen stehen 90 beziehungsweise 75 W an 8 Ohm sowie 100 beziehungsweise 80 W an 4 Ohm zur Verfügung.
Mit dem ARCAM AVA25 kommen außerdem IMAX Enhanced und AURO-3D beziehungsweise AURO-2D hinzu. Dolby Atmos, DTS und MPEG-H werden ebenfalls unterstützt. Die Kanalzuweisung lässt sich für Front-, Surround-Back- und Height-Kanäle anpassen, wodurch sich das System deutlich flexibler ausbauen lässt als der reine Blick auf neun eingebaute Endstufen vermuten lässt.
ARCAM AVA35 – Class G als Topmodell der integrierten Lösungen
Der ARCAM AVA35 bildet die Spitze der integrierten AV-Verstärker und setzt auf jene Class-G-Technologie, die ARCAM auch bei seinen anspruchsvolleren Stereo-Verstärkern der Radia Series einsetzt. Neun Endstufen stehen zur Verfügung, zugleich kann die Signalverarbeitung bis zu 16 Kanäle umfassen.
ARCAM nennt 145 W pro Kanal an 8 Ohm über 20 Hz bis 20 kHz bei zwei betriebenen Kanälen sowie 200 W an 4 Ohm und 1 kHz. Werden sieben beziehungsweise neun Kanäle gleichzeitig betrieben, stehen laut Datenblatt 110 beziehungsweise 95 W an 8 Ohm und 130 beziehungsweise 110 W an 4 Ohm zur Verfügung. Der Hersteller nennt zudem 0,004 Prozent harmonische Verzerrungen bei 80 Prozent Leistung, 8 Ohm und 1 kHz.
Noch entscheidender ist allerdings die Flexibilität. Beim ARCAM AVA35 können über das Matrix Channel Assignment sämtliche Kanäle neu zugewiesen werden, womit ARCAM die Grenzen klassisch fest definierter AV-Verstärker-Konfigurationen deutlich aufweicht. Dolby Atmos, DTS, IMAX Enhanced, AURO-3D und MPEG-H gehören zur unterstützten Formatpalette. ARCAM verweist darüber hinaus auf eine D/A-Wandlerarchitektur, die sich an den höher positionierten Stereo-Komponenten des Unternehmens orientiert.
ARCAM AVP45 – 16 Kanäle und XLR für modulare High-end-Systeme
Wer die Leistungsverstärkung vollständig auslagern will, findet mit dem ARCAM AVP45 die konsequenteste Lösung der Serie. Der AV-Prozessor verarbeitet 16 Kanäle und stellt sämtliche 16 Kanäle sowohl unsymmetrisch über Cinch als auch symmetrisch über XLR zur Verfügung. Die symmetrischen Ausgänge erreichen einen maximalen Pegel von 5 V RMS, die Cinch-Ausgänge 2 V RMS.
Auch eingangsseitig unterscheidet sich der ARCAM AVP45 von den drei integrierten Modellen. Neben drei analogen Cinch-Stereoeingängen steht ein symmetrischer XLR-Stereoeingang zur Verfügung. Digitale Quellen lassen sich wie bei den AVA-Modellen über zweimal koaxial S/PDIF und zweimal TOSLINK anschließen.
Matrix Channel Assignment erlaubt die freie Zuordnung der 16 Kanäle, und bei den immersiven Formaten steht das komplette Angebot der Serie bereit: Dolby Atmos, Dolby TrueHD, DTS, DTS-HD Master Audio, IMAX Enhanced, AURO-3D und MPEG-H. Damit eignet sich der ARCAM AVP45 insbesondere für Installationen, bei denen Endstufen, Lautsprecherkonfiguration und Leistungsreserven unabhängig von der eigentlichen Signalverarbeitung geplant werden sollen.
Streaming bis 24 Bit 192 kHz und Roon Ready
ARCAM behandelt die neuen AV-Modelle nicht allein als Heimkino-Elektronik, sondern zugleich als vollwertige Netzwerk-Audio-Lösungen. ARCAM AVA15, ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45 unterstützen Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect ebenso wie Apple AirPlay und Google Cast. Hinzu kommen Roon Ready, Internetradio, Podcasts und UPnP.
FLAC, WAV beziehungsweise LPCM, AAC, ALAC, AIFF, MP3 und OGG werden verarbeitet, wobei ARCAM Auflösungen bis 24 Bit 192 kHz und Gapless Playback nennt. Damit lässt sich ein Radia-AV-System auch abseits von Filmton ohne zusätzliche Streaming-Komponente als zentrale Musiklösung einsetzen.
Bluetooth 5.4 mit Snapdragon Sound, LE Audio und Auracast
Bemerkenswert umfangreich fällt auch die Bluetooth-Ausstattung aus. Bluetooth 5.4 wird nicht nur als klassischer Empfänger eingesetzt, denn A2DP Sink und Source ermöglichen bidirektionalen Betrieb. Hinzu kommen AAC, Qualcomm Snapdragon Sound, LE Audio und Auracast sowie verschiedene Profile der neuen Bluetooth-LE-Audio-Generation.
Damit kann Bluetooth innerhalb der ARCAM Radia AV Series über die klassische Smartphone-Zuspielung hinausgehen. Insbesondere die Senderfunktion und Auracast eröffnen Möglichkeiten, den laufenden Ton beispielsweise zusätzlich an kompatible drahtlose Kopfhörer oder andere entsprechende Empfangsgeräte weiterzugeben.
ARCAM PA4 und ARCAM PA9 – Die passenden Mehrkanal-Endverstärker
Noch nicht in vergleichbarer Detailtiefe dokumentiert sind die beiden Leistungsverstärker der neuen Serie. Beim ARCAM PA4 steht bislang fest, dass es sich um einen Vier-Kanal-Class-D-Endverstärker handelt, der 4 × 50 W an 8 Ohm bereitstellen soll. ARCAM sieht ihn insbesondere als kompakte Erweiterung für zusätzliche Height-, Surround- oder Zonen-Kanäle.
Der ARCAM PA9 ist deutlich ambitionierter ausgelegt. Neun Class-G-Endstufen sollen jeweils 100 W an 8 Ohm liefern, womit er sich insbesondere als Partner des ARCAM AVP45 anbietet. ARCAM hatte bereits bei der ursprünglichen Präsentation darauf verwiesen, dass der PA9 gezielt für die Kombination mit dem 16-Kanal-Prozessor entwickelt wurde. Vollständige Angaben zu Messbedingungen, Leistungswerten an 4 Ohm, Verzerrungen, Anschlüssen, Abmessungen und Gewicht liegen derzeit jedoch noch nicht vor.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick
- Durchgängige Plattform: Vom integrierten Neun-Kanal-AV-Verstärker bis zur separaten 16-Kanal-Prozessor-Endstufen-Kombination.
- Drei Verstärkerkonzepte: Class D beim ARCAM AVA15, Class AB beim ARCAM AVA25 und Class G beim ARCAM AVA35.
- Hohe Skalierbarkeit: Zwölf Verarbeitungskanäle beim ARCAM AVA15 und jeweils 16 beim ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45.
- Aktuelle Video-Plattform: Sieben HDMI 2.1a Eingänge, 8K 60 Hz, 4K 120 Hz, Dolby Vision, HDR10+ Gaming, VRR und ALLM.
- Umfangreiche Raumkorrektur: Dirac Live Room Correction serienmäßig sowie optionale Upgrades auf Dirac Live Bass Control und Dirac Live Active Room Treatment.
- Komplette Streaming-Ausstattung: Roon Ready, Apple AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect und UPnP.
- Moderne Wireless-Technik: Bluetooth 5.4 mit Snapdragon Sound, LE Audio und Auracast.
- Konsequente High-end-Option: ARCAM AVP45 bietet alle 16 Kanäle sowohl über Cinch als auch symmetrisch über XLR.
Preis & Verfügbarkeit
Die Markteinführung der ARCAM Radia AV Series erfolgt nun schrittweise über den autorisierten Fachhandel. ARCAM hatte ARCAM AVA15, ARCAM AVA25, ARCAM AVA35 und ARCAM AVP45 für das dritte Quartal 2026 angekündigt, während ARCAM PA4 und ARCAM PA9 im vierten Quartal 2026 folgen sollen. Die aktuell genannten unverbindlichen Preisempfehlungen betragen € 2.999,- für den ARCAM AVA15, € 4.999,- für den ARCAM AVA25, € 6.999,- für den ARCAM AVA35 und € 5.999,- für den ARCAM AVP45. Der ARCAM PA4 wird mit € 999,- angegeben, für den ARCAM PA9 werden € 3.999,- genannt.
Wir meinen…
Die neue ARCAM Radia AV Series ist vor allem deshalb spannend, weil ARCAM unter dem Dach der Harman Luxury Audio Group Home Cinema wieder als vollständiges Systemthema behandelt. Statt drei weitgehend identische AV-Verstärker nur über unterschiedliche Leistungswerte zu staffeln, setzt man auf klar verschiedene Verstärkerkonzepte, unterschiedliche Verarbeitungstiefen und mit ARCAM AVP45, ARCAM PA4 und ARCAM PA9 auf eine echte modulare Ausbaustufe. HDMI 2.1a, ein ausgesprochen breites Streaming-Angebot und die Unterstützung von Dirac Live Active Room Treatment bringen die Plattform technisch auf einen sehr aktuellen Stand. Allerdings muss auch klar gesagt werden, dass man man sich preislich klar im Premium- bis High-end-Segment bewegt, und wer Dirac Live Bass Control beziehungsweise Dirac Live Active Room Treatment nutzen will, muss zusätzliche Software-Lizenzen einkalkulieren. Nichts desto trotz ist es überaus erfreulich, dass ein Hersteller vom Kaliber ARCAM sich dem Thema Home Cinema mit derart großem Engagement widmet.
| Produkt | Arcam Radia AV Series |
|---|---|
| Preis | ARCAM Radia AVA15 € 2.999,- ARCAM Radia AVA25 € 4.999,- ARCAM Radia AVA35 € 6.999,- ARCAM Radia AVP45 € 5.999,- ARCAM Radia PA4 € 999,- ARCAM Radia PA9 € 3.990,- |
Technische Daten Arcam Radia AV Series
| Produkt | ARCAM AVA15 | ARCAM AVA25 | ARCAM AVA35 | ARCAM AVP45 |
|---|---|---|---|---|
| Charakterisierung | AV-Verstärker | AV-Verstärker | AV-Verstärker | AV-Prozessor |
| Maximale Verarbeitungskanäle | 12 | 16 | 16 | 16 |
| Verstärkerkanäle | 9 | 9 | 9 | – |
| Verstärkertechnologie | Class D | Class AB | Class G | – |
| Leistung an 8 Ohm, 20 Hz bis 20 kHz, 2 Kanäle | 85 W | 120 W | 145 W | – |
| Leistung an 4 Ohm, 1 kHz, 2 Kanäle | 150 W | 160 W | 200 W | – |
| Leistung an 8 Ohm, 1 kHz, 7/9 Kanäle | 85 / 65 W | 90 / 75 W | 110 / 95 W | – |
| Leistung an 4 Ohm, 1 kHz, 7/9 Kanäle | 65 / 65 W | 100 / 80 W | 130 / 110 W | – |
| Klirrfaktor bei 80 % Leistung, 8 Ohm, 1 kHz | 0,003 % | 0,005 % | 0,004 % | – |
| Kanalzuweisung | Front, Surround Back, Height | Front, Surround Back, Height | alle Kanäle | alle Kanäle |
| Dolby | Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Atmos Height Virtualisation, Dolby Surround | Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Atmos Height Virtualisation, Dolby Surround | Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Atmos Height Virtualisation, Dolby Surround | Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Atmos Height Virtualisation, Dolby Surround |
| DTS | DTS, DTS-HD Master Audio, DTS Neural:X, DTS Virtual:X | DTS, DTS-HD Master Audio, DTS Neural:X, DTS Virtual:X | DTS, DTS-HD Master Audio, DTS Neural:X, DTS Virtual:X | DTS, DTS-HD Master Audio, DTS Neural:X, DTS Virtual:X |
| IMAX Enhanced | Nein | Ja | Ja | Ja |
| AURO-3D | Nein | Ja | Ja | Ja |
| MPEG-H | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Raumkorrektur | Dirac Live Room Correction, Dirac Live Bass Control optional, Dirac Live Active Room Treatment optional | Dirac Live Room Correction, Dirac Live Bass Control optional, Dirac Live Active Room Treatment optional | Dirac Live Room Correction, Dirac Live Bass Control optional, Dirac Live Active Room Treatment optional | Dirac Live Room Correction, Dirac Live Bass Control optional, Dirac Live Active Room Treatment optional |
| HDMI Eingänge / Ausgänge | 7 / 2 | 7 / 3, davon 1 × Zone 2 | 7 / 3, davon 1 × Zone 2 | 7 / 3, davon 1 × Zone 2 |
| HDMI / HDCP | HDMI 2.1a / HDCP 2.3 | HDMI 2.1a / HDCP 2.3 | HDMI 2.1a / HDCP 2.3 | HDMI 2.1a / HDCP 2.3 |
| Videoauflösung | bis 8K 60 Hz, 4K 120 Hz | bis 8K 60 Hz, 4K 120 Hz | bis 8K 60 Hz, 4K 120 Hz | bis 8K 60 Hz, 4K 120 Hz |
| HDR | HDR, HDR10, HDR10+, HDR10+ Gaming, Dolby Vision, HLG | HDR, HDR10, HDR10+, HDR10+ Gaming, Dolby Vision, HLG | HDR, HDR10, HDR10+, HDR10+ Gaming, Dolby Vision, HLG | HDR, HDR10, HDR10+, HDR10+ Gaming, Dolby Vision, HLG |
| HDMI Features | VRR, ALLM, CEC, eARC/ARC | VRR, ALLM, CEC, eARC/ARC | VRR, ALLM, CEC, eARC/ARC | VRR, ALLM, CEC, eARC/ARC |
| Analoge Eingänge | 3 × Cinch Stereo | 3 × Cinch Stereo | 3 × Cinch Stereo | 3 × Cinch Stereo, 1 × XLR Stereo |
| Digitale Audioeingänge | 2 × koaxial S/PDIF, 2 × TOSLINK | 2 × koaxial S/PDIF, 2 × TOSLINK | 2 × koaxial S/PDIF, 2 × TOSLINK | 2 × koaxial S/PDIF, 2 × TOSLINK |
| Vorverstärkerausgänge | 12 × Cinch | 16 × Cinch | 16 × Cinch | 16 × Cinch, 16 × XLR |
| Maximaler Ausgangspegel Cinch | 2 V RMS | 2 V RMS | 2 V RMS | 2 V RMS |
| Maximaler Ausgangspegel XLR | – | – | – | 5 V RMS |
| Streaming | Roon Ready, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Apple AirPlay, Google Cast, Internetradio, Podcasts, UPnP | Roon Ready, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Apple AirPlay, Google Cast, Internetradio, Podcasts, UPnP | Roon Ready, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Apple AirPlay, Google Cast, Internetradio, Podcasts, UPnP | Roon Ready, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Apple AirPlay, Google Cast, Internetradio, Podcasts, UPnP |
| Audioformate Streaming | FLAC, WAV, AAC, ALAC, AIFF, MP3, OGG | FLAC, WAV, AAC, ALAC, AIFF, MP3, OGG | FLAC, WAV, AAC, ALAC, AIFF, MP3, OGG | FLAC, WAV, AAC, ALAC, AIFF, MP3, OGG |
| Hi-res Audio | bis 24 Bit 192 kHz | bis 24 Bit 192 kHz | bis 24 Bit 192 kHz | bis 24 Bit 192 kHz |
| Gapless Playback | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Bluetooth | Bluetooth 5.4, A2DP Sink/Source, AVRCP, Snapdragon Sound, AAC, LE Audio, Auracast | Bluetooth 5.4, A2DP Sink/Source, AVRCP, Snapdragon Sound, AAC, LE Audio, Auracast | Bluetooth 5.4, A2DP Sink/Source, AVRCP, Snapdragon Sound, AAC, LE Audio, Auracast | Bluetooth 5.4, A2DP Sink/Source, AVRCP, Snapdragon Sound, AAC, LE Audio, Auracast |
| WiFi | IEEE 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz | IEEE 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz | IEEE 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz | IEEE 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz |
| Display | 6,5 Zoll Farbdisplay | 6,5 Zoll Farbdisplay | 6,5 Zoll Farbdisplay | 6,5 Zoll Farbdisplay |
| Maximale Leistungsaufnahme | 900 W | 900 W | 900 W | 50 W |
| Abmessungen | 432 × 391,7 × 170 mm | 432 × 459,1 × 170 mm | 432 × 459,1 × 170 mm | 432 × 399 × 170 mm |
| Gewicht | 10 kg | 21,5 kg | 22,7 kg | 9,4 kg |
Technische Daten ARCAM PA4 und ARCAM PA9
| Produkt | ARCAM PA4 | ARCAM PA9 |
|---|---|---|
| Charakterisierung | Vier-Kanal-Endverstärker | Neun-Kanal-Endverstärker |
| Verstärkertechnologie | Class D | Class G |
| Verstärkerkanäle | 4 | 9 |
| Ausgangsleistung an 8 Ohm | 4 × 50 W | 9 × 100 W |
| Marke | Arcam |
|---|---|
| Hersteller | Harman International Industries Ltd. |
| Vertrieb Österreich | R.M.S. State of the Art Audio Products |
| Vertrieb Deutschland | Harman International Industries Ltd. |
| Vertrieb Schweiz | Harman International Industries Ltd. |
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