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Arcam SA35 Streaming Integrated Amplifier im Test – Class-G-Verstärkertechnik, moderne Streaming-Plattform und Dirac Live als audiophiles Gesamtkonzept

Mit dem SA35 verfolgt Arcam konsequent das Ziel, Streaming-Komfort und klassische HiFi-Tugenden in einem einzigen Gerät auf hohem Niveau zu vereinen. Class-G-Endstufen, eine neu entwickelte Digital- und Streaming-Plattform sowie Dirac Live sollen Klangqualität, Kontrolle und Alltagstauglichkeit gleichermaßen verbessern. Der ausführliche Test zeigt, ob dieses Konzept nicht nur technisch überzeugt, sondern auch langfristig musikalisch begeistert.

In aller Kürze
  • Der Arcam SA35 im ausführlichen Test: Streaming-Vollverstärker mit Class-G-Endstufen, Dirac Live und moderner Digitaltechnik – klangstark, vielseitig und alltagstauglich.

Mit dem Arcam SA35 Streaming Integrated Amplifier steht ein Verstärker der englischen HiFi-Schmiede Arcam bereit, der in bemerkenswert eleganter Form nahezu alles vereint, was ein modernes Audio-System heute leisten soll. Streaming, klassische analoge Quellen, Phono-Wiedergabe, TV-Integration, Raumkorrektur und leistungsfähige Endstufen sind hier nicht als lose aneinandergereihte Funktionen umgesetzt, sondern als geschlossenes, durchdachtes Gesamtkonzept. Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Geräts: Der SA35 versteht sich nicht als Kompromisslösung, sondern als vollwertiges HiFi-Zentrum, das den Anspruch „Just add speakers“ ernst nimmt – und ihn auf hohem klanglichen Niveau einlöst.


Key Facts

  • Streaming Integrated Amplifier mit integrierter Netzwerkplattform
  • Class-G-Endstufen der fünften Generation
  • 2 × 120 Watt an 8 Ohm, 2 × 200 Watt an 4 Ohm
  • ESS Hyperstream iV DAC in symmetrischer Konfiguration
  • Unterstützung von Linear PCM bis 32 Bit und 384 kHz, DSD bis DSD256
  • HDMI eARC für TV-Integration
  • MM- und MC-Phono-Eingang
  • Dirac Live Raumkorrektur inklusive Messmikrofon
  • 6,5 Zoll Farbdisplay für Cover und Metadaten
  • Roon Ready, Apple AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect

Just add speakers – Wenn ein Verstärker zum vollständigen HiFi-System wird

Dass ein derart umfassendes Konzept, wie es dieser Verstärker aus England bietet, nicht in Beliebigkeit mündet, ist der Erfahrung und technischen Kompetenz von Arcam zu verdanken. Als traditionsreiche HiFi-Schmiede hat Arcam über Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass moderne Funktionalität und audiophile Substanz kein Widerspruch sein müssen. Der SA35 knüpft genau hier an: Er richtet sich an Musikliebhaber, die ein leistungsfähiges, zeitgemäßes System suchen, ohne sich mit einer Vielzahl einzelner Komponenten beschäftigen zu wollen – und die dennoch keinerlei Abstriche bei Klangqualität, Kontrolle und Verarbeitungsniveau akzeptieren.

In einer Zeit, in der Streaming Integrated Amplifier zur populärsten Kategorie im HiFi-Markt avanciert sind, positioniert sich der Arcam SA35 selbstbewusst im gehobenen Segment. Mit einem Preis von € 3.499,- spricht er Hörer an, die mehr erwarten als bloßen Komfort: nämlich ein erwachsenes, langfristig tragfähiges Audio-System, das Musik, Raum und Alltag gleichermaßen im Blick behält. Warum dies so ist, das soll der folgende ausführliche Test aufzeigen.

Einordnung und Anspruch

Die englische HiFi-Schmiede Arcam steht seit Jahrzehnten für eine Ingenieursphilosophie, die Klangqualität nicht isoliert betrachtet, sondern stets als Ergebnis sauberer Schaltungskonzepte, stabiler Stromversorgung und sinnvoller Systemintegration versteht. Während viele Hersteller in den letzten Jahren entweder konsequent auf klassische Verstärkertechnik oder auf digitale All-in-One-Lösungen setzten, beschreitet Arcam mit der Arcam Radia Series einen bewusst integrativen Weg.

Der Arcam SA35 nimmt innerhalb dieser Serie eine Schlüsselrolle ein. Er ist nicht einfach nur als „kleiner Bruder“ des Arcam SA45 gedacht, sondern soll sich durchaus selbstbewusst als leistungsfähiges Zentrum für anspruchsvolle Stereo-Setups präsentieren, das klassische Quellen ebenso ernst nimmt wie Streaming, Netzwerk und TV-Integration. Mit einem Preis von € 3.499,- positioniert sich der SA35 klar im gehobenen Segment – und muss sich damit nicht nur an Feature-Listen, sondern vor allem an klanglicher Substanz und langfristigem Nutzwert messen lassen.

Class G, Radia und Arcam – Technik mit Tradition

Kurz vorweg, ein zentrales Element der Arcam-DNA ist die seit Jahrzehnten gepflegte Class-G-Verstärkertechnik. Anders als klassische Class-AB-Konzepte arbeitet Class G mit mehreren Versorgungsspannungen: Bei niedrigen und mittleren Pegeln kommt eine reduzierte Betriebsspannung zum Einsatz, was Verzerrungen und Verlustleistung minimiert. Erst bei dynamischen Spitzen wird eine höhere Spannung zugeschaltet, um Leistung und Kontrolle bereitzustellen.

Im SA35 kommt die fünfte Generation dieses Konzepts, auf das wir gleich genauer eingehen werden, zum Einsatz, ergänzt um modernisierte Bauteile, optimierte Signalwege und ein neu entwickeltes Netzteil mit linearem Ringkerntransformator. Parallel dazu markiert die Arcam Radia Series einen technologischen Neustart im Digital- und Streaming-Bereich für die zu Harman International zählende Marke. Statt bestehende Module weiterzuentwickeln, wurde eine vollständig neue Plattform geschaffen, die von Beginn an auf geringe Störeinflüsse, hohe Rechenleistung und langfristige Updatefähigkeit ausgelegt ist. Der SA35 ist damit kein klassischer Verstärker mit Streaming-Modul, sondern ein echtes Hybridkonzept für optimale Ergebnisse.

Design und Verarbeitung

Äußerlich gibt sich der Arcam SA35 bewusst zurückhaltend. Die klare Linienführung, die symmetrisch angeordneten Drehregler und das großzügige, bündig eingelassene Display vermitteln Ordnung und Ruhe. Gerade dieses Understatement wirkt im Alltag angenehm: Der SA35 will nicht plakativ beeindrucken, sondern mit zeitloser Eleganz überzeugen.

Das 6,5 Zoll große Farbdisplay ist funktional hervorragend integriert und erlaubt es, Albumcover, Titelinformationen und Quellen aus typischer Hörentfernung problemlos abzulesen. Die Haptik der Bedienelemente ist präzise, das Gehäuse verwindungssteif und sauber verarbeitet. Insgesamt vermittelt der SA35 den Eindruck eines langlebigen, erwachsenen HiFi-Bausteins, der nicht nach kurzfristiger Mode aussieht.

Technik im Detail

Verstärkerkonzept und Endstufentechnologie

Die Class-G-Endstufen liefern im SA35 2 × 120 Watt an 8 Ohm und bis zu 200 Watt an 4 Ohm. Entscheidend ist jedoch weniger die nackte Zahl als die Art, wie diese Leistung bereitgestellt wird. Der SA35 agiert kontrolliert, verzerrungsarm und mit spürbaren Reserven – auch bei komplexen Lasten. Gerade bei dynamisch anspruchsvoller Musik zeigt sich die Stärke dieser Architektur: schnelle Transienten, saubere Impulse und ein Bassbereich, der jederzeit unter Kontrolle bleibt.

Dass die Verstärker der Arcam Radia Series klanglich so geschlossen und souverän auftreten, ist nicht zuletzt auch auf eine bemerkenswerte personelle Konstellation zurückzuführen. Mit John Dawson, dem Mitgründer von Arcam im Jahr 1972, ist seit einigen Jahren eine zentrale Figur der Unternehmensgeschichte wieder aktiv in die Entwicklung eingebunden. Dawson gilt als einer der prägenden Köpfe hinter der ursprünglichen Verstärkerphilosophie der Marke – einer Denkweise, bei der Schaltungstopologie, Stromversorgung und klangliche Balance stets wichtiger waren als kurzfristige Effekte oder Marketingzahlen.

Für die aktuelle Radia-Serie, und damit auch für den SA35, zeichnet John Dawson maßgeblich für die Konzeption der Endstufen verantwortlich.

Class G im Detail erklärt: Die klangliche Balance zwischen Wärme und Leistung

Die Class-G-Verstärkertechnik, die Arcam seit Jahrzehnten verfeinert, ist ein zentraler Baustein für den charakteristischen Klang des SA35. Um zu verstehen, warum dieser Verstärker gleichzeitig warm, rund und dennoch kraftvoll spielt, lohnt ein kurzer Blick auf das Grundprinzip.

Im Gegensatz zu klassischen Class-A/B-Verstärkern arbeitet Class G mit mehreren Versorgungsspannungen. Bei niedrigen und mittleren Lautstärken – also genau dort, wo Musik überwiegend stattfindet – nutzt der Verstärker eine reduzierte Betriebsspannung. In diesem Bereich arbeitet er besonders linear, verzerrungsarm und mit einer klanglichen Geschmeidigkeit, die viele Hörer mit Class-A-Verstärkern verbinden: Stimmen wirken körperhaft, Mitten fließen, die Wiedergabe bleibt entspannt und frei von Härten.

Erst wenn die Musik dynamisch wird und hohe Leistungsreserven gefragt sind, schaltet Class G auf eine höhere Versorgungsspannung um. Dadurch stehen plötzlich jene Leistungsreserven zur Verfügung, die man klassischerweise von kräftigen Class-A/B-Endstufen kennt. Der entscheidende Vorteil: Diese Leistung wird nur dann abgerufen, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Das Ergebnis ist ein Verstärker, der im Alltag klanglich die Wärme und Natürlichkeit von Class A bietet, bei Bedarf aber mit Autorität, Dynamik und Kontrolle aufwartet.

Im Arcam SA35 ist diese Technik so umgesetzt, dass der Übergang zwischen den Versorgungsebenen unhörbar bleibt. Es gibt kein Umschalten, kein „Anspringen“, sondern einen durchgehend geschlossenen Klangcharakter. Genau das erklärt, warum der SA35 im Hörtest sowohl bei intimen Singer-Songwriter-Aufnahmen als auch bei großorchestralen oder elektronischen Produktionen gleichermaßen überzeugt. Class G ist hier kein Marketingbegriff, sondern ein klanglich relevanter Ansatz, der Wärme, Kontrolle und Leistungsfähigkeit in ein stimmiges Gleichgewicht bringt.

Digitalarchitektur und DAC

Herzstück der digitalen Signalverarbeitung ist eine neu entwickelte sechslagige Leiterplatte mit durchgehender Massefläche, um Störungen und Übersprechen konsequent zu minimieren. Der eingesetzte ESS-DAC mit Hyperstream-iV-Topologie arbeitet in symmetrischer Auslegung und wird von einer aufwendigen Jitter-Reduktion flankiert. Unterstützt werden alle relevanten Hi-res-Formate bis 32 Bit und 384 kHz sowie DSD bis DSD256. Das Resultat ist ein sehr ruhiges, fein aufgelöstes Klangbild mit klarer Struktur.

Streaming- und Netzwerkfunktionen

Der SA35 lässt sich per Ethernet oder Wi-Fi ins Netzwerk integrieren. Die Einrichtung über die Arcam Radia App verläuft stabil und unkompliziert. Unterstützt werden Apple AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect, zudem ist der SA35 Roon Ready. Auch lokale Inhalte lassen sich über UPnP oder USB-Massenspeicher wiedergeben. Die Streaming-Plattform wirkt reaktionsschnell und ausgereift – ein klarer Fortschritt gegenüber früheren Arcam-Generationen.

Anschlüsse und Integration

Neben mehreren analogen Line-Eingängen bietet der SA35 einen vollwertigen MM- und MC-Phono-Eingang, der klanglich deutlich über dem liegt, was man häufig als Zusatzlösung vorfindet. Digitalseitig stehen HDMI eARC, S/PDIF optisch und S/PDIF koaxial zur Verfügung. Zwei Subwoofer-Ausgänge ermöglichen flexible Stereo-Setups mit aktiver Tieftonunterstützung. Die technischen Eckdaten lassen also keinerlei Wünsche offen, wenn man ein flexibles System sucht.

Raumkorrektur mit Dirac Live

Das gilt umso mehr als das hier mit Dirac Live Arcam eine der derzeit effektivsten Raumkorrekturlösungen direkt in den Verstärker integriert. Ziel ist nicht eine klangliche „Neufärbung“, sondern die gezielte Reduktion raumbedingter Probleme, insbesondere im Bassbereich.

Die Messung erfolgt über das mitgelieferte Mikrofon, die Filterberechnung direkt im Gerät. In der Praxis sorgt Dirac Live für mehr Präzision, eine homogenere Basswiedergabe und eine klarere Raumabbildung. Wichtig ist dabei, dass der SA35 bereits ohne aktivierte Raumkorrektur überzeugend spielt – Dirac Live dient hier als Werkzeug zur Feinjustierung, nicht als Notlösung, um etwaige Schwächen zu kaschieren!

Testumgebung

Der Arcam SA35 spielte im Test an Monitor Audio Gold 100 6G, verkabelt mit Signal- und Lautsprecherkabeln der Wireworld Series 10. Für Vinyl kam ein Pro-Ject Signature 12 Turntable über den integrierten Phono-Eingang zum Einsatz. Als Streaming-Quellen dienten Qobuz über Qobuz Connect sowie im lokalen Netzwerk ein Roon NUCLEUS+, gesteuert über ein Apple iPhone 14 Pro. Die TV-Integration wurde mit einem Samsung OLED mit 77 Zoll Diagonale über HDMI eARC geprüft.

Klang im Test

Der Arcam SA35 überzeugt im Hörtest durch eine bemerkenswerte Mischung aus Kontrolle, Ruhe und Musikalität. Er spielt nicht spektakulär, sondern glaubwürdig – und genau darin liegt seine Stärke. Mit den Monitor Audio Gold 100 6G entsteht ein Setup, das sowohl feindynamisch als auch druckvoll agiert und den SA35 als vollwertigen Vollverstärker ausweist.

Jack Johnson – In Between Dreams

Diese intime Aufnahme profitiert enorm von der ruhigen, sauberen Darstellung des SA35. Die Stimme steht plastisch im Raum, feinste Atem- und Artikulationsdetails bleiben erhalten, ohne je aufdringlich zu wirken. Die akustische Gitarre klingt körperhaft und natürlich, mit klarer Trennung zwischen Saitenanschlag und Resonanz des Korpus. Der SA35 lässt die Musik fließen, ohne sie zu glätten – eine sehr stimmige, entspannte Wiedergabe.

Taj Mahal & Keb’ Mo’ – Room on the Porch

Hier zeigt der SA35 sein ausgeprägtes Gespür für Timing und Groove. Der Bass setzt präzise Akzente, ohne zu dominieren, und bildet das stabile Fundament für Gitarren und Stimmen. Die beiden Stimmen sind klar voneinander getrennt, behalten aber ihre Wärme und Präsenz. Besonders überzeugend ist die rhythmische Geschlossenheit, mit der der Arcam das musikalische Zusammenspiel transportiert.

Reb Fountain – Like Water

Die Stimme von Reb Fountain wird vom SA35 groß, frei und sauber fokussiert dargestellt. Feinste dynamische Nuancen bleiben nachvollziehbar, ohne dass Zischlaute oder Präsenzbereiche überbetont würden. Der Verstärker schafft es, Detailreichtum mit emotionaler Durchlässigkeit zu verbinden – man hört nicht nur mehr, man fühlt den Ausdruck.

Dolly Parton – Rockstar

Das sehr hart am Limit ausgesteuerte Album verlangt nach Druck, aber auch nach Ordnung. Der SA35 liefert beides: die inzwischen durchaus ein wenig rauchige Stimme von Dolly Parton steht klar im Fokus, hat Volumen, hat Druck, Gitarren haben Biss und Textur, das Schlagzeug kommt mit Punch, bleibt aber jederzeit kontrolliert. Auch bei höheren Pegeln behält der Verstärker die Übersicht, das Klangbild bleibt stabil und differenziert. Die Kombination aus Kraft und Kontrolle sorgt für echten Hörspaß.

Yello – The Expert

Elektronische Klanglandschaften stellt der SA35 mit beeindruckender Präzision dar. Tiefe Bässe sind straff und strukturiert, Effekte klar im Raum verortet. Der Verstärker behält jederzeit die Kontrolle über Dynamik und Lautsprecher, sodass selbst komplexe Passagen transparent und spannungsvoll bleiben.

Editors – In Dream

Dichte Arrangements werden sauber aufgefächert, die Bühne wirkt breit und stabil. Der SA35 kombiniert Druck mit Transparenz und vermittelt genau jene Mischung aus Atmosphäre und Kontrolle, die diese Musik benötigt. Stimmen bleiben klar fokussiert, ohne im Arrangement unterzugehen.

Rothenberger, Gedda, Moser, Chor der Bayerischen Staatsoper, Symphonie-Orchester Graunke, Willy Mattes – Kálmán: Gräfin Mariza (Großer Querschnitt)

Großorchestrale Passagen und Chor stellt der SA35 mit überzeugender Übersicht dar. Die Bühne skaliert glaubwürdig, Solisten bleiben klar im Fokus, auch wenn das Orchester aufblüht. Besonders bei Pegelspitzen zeigt sich die Souveränität der Class-G-Endstufen, die Ordnung und Dynamik gleichermaßen bewahren.

Aus der Praxis

Im täglichen Einsatz überzeugt der Arcam SA35 durch eine wohltuende Selbstverständlichkeit. Streaming startet schnell, Verbindungen bleiben stabil, Quellenwechsel erfolgen ohne Verzögerung. Das große Display fördert die direkte Nutzung am Gerät und reduziert die Abhängigkeit vom Smartphone – ein nicht zu unterschätzender Komfortgewinn.

Im Hörraum wirkt der SA35 ruhig, souverän und wertig. Er tritt nicht als Lifestyle-Gadget auf, sondern als ernsthafter HiFi-Baustein, der Technik und Musik in den Hintergrund rückt. Die Kombination aus Streaming, hochwertigem Phono-Eingang und HDMI eARC macht ihn zu einer echten Zentrale, die den Alltag vereinfacht und gleichzeitig audiophilen Ansprüchen gerecht wird.

Für wen ist der Arcam SA35 besonders geeignet?

Der Arcam SA35 richtet sich an Musikliebhaber, die ein modernes HiFi-System aufbauen möchten, ohne sich in einer Vielzahl einzelner Komponenten zu verlieren. Wer Streaming, klassische analoge Quellen, Vinyl-Wiedergabe und TV-Ton in einem einzigen, hochwertigen Gerät bündeln will, findet hier eine Lösung, die konsequent zu Ende gedacht ist. Gerade für Hörer, die bewusst auf einen separaten Vor- und Endstufenaufbau verzichten möchten, ohne klangliche Abstriche zu akzeptieren, bietet der SA35 eine überzeugende Alternative.

Besonders interessant ist der SA35 für Nutzer, die Lautsprecher mit Anspruch betreiben wollen. Dank der souveränen Class-G-Endstufen fühlt er sich auch an leistungshungrigeren oder komplexeren Lautsprechern wohl und bewahrt selbst bei höheren Pegeln Kontrolle und Ruhe. Gleichzeitig eignet er sich für Hörer, die Wert auf Langzeittauglichkeit legen: Seine klangliche Balance, die hohe Übersicht und die fehlende Effekthascherei machen ihn zu einem Verstärker, der nicht beeindruckt, sondern überzeugt – auch nach Stunden und Tagen des Hörens.

Nicht zuletzt ist der SA35 ideal für all jene, die ein System suchen, das sich harmonisch in den Wohnraum integriert. HDMI eARC, Streaming-Komfort, das große Display und die Möglichkeit zur Raumkorrektur machen ihn zu einem Gerät, das Musikgenuss, Alltag und Wohnsituation gleichermaßen berücksichtigt. Wer „Just add speakers“ nicht als Sparlösung, sondern als bewusst gewählte High-End-Strategie versteht, ist hier genau richtig.

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Preis und Verfügbarkeit

Der Arcam SA35 ist im autorisierten Fachhandel zu einem Preis von € 3.499,- erhältlich und positioniert sich damit klar im gehobenen Segment moderner Streaming Integrated Amplifier. Er richtet sich an Hörer, die bewusst auf eine hochwertige, integrierte Lösung setzen und ein Gerät suchen, das Streaming, klassische HiFi-Quellen, Phono-Wiedergabe und TV-Integration in einem zentralen Baustein vereint.

Fazit

Der Arcam SA35 ist ein Streaming Integrated Amplifier, der den Begriff „All-in-One“ nicht als Vereinfachung, sondern als konsequent durchdachtes HiFi-Konzept versteht. Er verbindet die klangliche Autorität eines ausgewachsenen Vollverstärkers mit einer modernen, stabilen Streaming-Plattform und sinnvoll integrierter Raumkorrektur. Dabei wirkt nichts additiv oder nachträglich ergänzt – der SA35 tritt als geschlossenes System auf, das Musik, Raum und Alltag gleichermaßen berücksichtigt.

Klanglich überzeugt der SA35 durch Ruhe, Struktur und Musikalität über alle Genres hinweg. Die Class-G-Endstufen verbinden jene Wärme und Natürlichkeit, die man mit Class-A-ähnlichen Schaltungen assoziiert, mit der Kontrolle und Leistungsfähigkeit klassischer Class-A/B-Verstärker. Gerade in längeren Hörsessions wird deutlich, dass der SA35 nicht auf Effekte zielt, sondern auf langfristige Hörzufriedenheit – unabhängig davon, ob es sich um Streaming, Vinyl oder TV-Ton handelt.

Betrachtet man Ausstattung, Leistungsreserven und Integration, wird deutlich, dass der SA35 mehrere klassische Komponenten ersetzen kann, ohne deren klangliche Qualität zu vermissen. Streaming-Bridge, DAC, Vollverstärker, Phono-Vorstufe und Raumkorrektur greifen hier schlüssig ineinander. Wer diese Funktionen separat realisieren wollte, müsste nicht nur mehr Platz einplanen, sondern in der Regel auch ein deutlich höheres Budget.

In dieser Perspektive erscheint der Preis von € 3.499,- nicht als Eintrittshürde, sondern als realistische Investition in ein hochwertiges, vielseitiges und langfristig tragfähiges Audio-System. Mit dem Arcam SA35 richtet sich die englische HiFi-Schmiede Arcam an Hörer, die „Just add speakers“ nicht als Sparlösung, sondern als bewusst gewählte High-End-Strategie verstehen – und genau in diesem Anspruch überzeugt er auf ganzer Linie.

ProduktArcam SA35 Streaming Integrated Amplifier
Preis€ 3.499,-

Technische Daten

ProduktArcam SA35 Streaming Integrated Amplifier
VerstärkerprinzipClass G Dual-Rail Versorgung
Ausgangsleistung2 × 120 Watt an 8 Ohm, 2 × 200 Watt an 4 Ohm
DACESS Hyperstream iV, symmetrische Konfiguration
Unterstützte Formate (Streaming)Linear PCM bis 32 Bit und 384 kHz, DSD bis DSD256
Unterstützte Formate (Digitaleingänge)Linear PCM bis 24 Bit und 192 kHz
Streaming & NetzwerkEthernet, Wi-Fi, USB-Media, Roon Ready, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Apple AirPlay, Google Cast
RaumkorrekturDirac Live
Analoge Eingänge3 × Cinch Line-In, 1 × Phono MM/MC
Digitale EingängeHDMI eARC, 2 × S/PDIF optisch, 2 × S/PDIF koaxial
Subwoofer-Ausgänge2 × Sub-Out (Cinch)
Weitere AnschlüsseUSB-A (Massenspeicher), Ethernet
Drahtlose SchnittstellenBluetooth 5.4 mit Snapdragon Sound, LE Audio, Auracast
Display6,5 Zoll Farbdisplay
Leistungsaufnahmemax. 700 Watt
Standby-Verbrauch< 0,5 Watt
Abmessungen (B × T × H)432 × 344 × 99 mm
Gewicht12 kg

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Der Arcam SA35 verbindet Class-G-Verstärkertechnik mit moderner Streaming-Integration auf hohem Niveau. Klanglich souverän, technisch vielseitig und im Alltag überzeugend. Ein echter Streaming-Vollverstärker für anspruchsvolle HiFi-Hörer.


Positiv

  • Sehr ausgewogene Class-G-Verstärkung mit hoher Kontrolle und Langzeittauglichkeit
  • Klanglich überzeugende Balance aus Wärme, Präzision und Dynamik
  • Hochwertige Digital- und Streaming-Plattform mit breiter Service-Unterstützung
  • Dirac Live sinnvoll integriert zur raumakustischen Feinabstimmung
  • Vollwertiger MM- und MC-Phono-Eingang für anspruchsvolle Vinyl-Wiedergabe
  • HDMI eARC für nahtlose TV-Integration im Wohnraum
  • Großes, gut ablesbares Farbdisplay mit klarer Darstellung von Cover-Art und Metadaten
  • Sehr solide Verarbeitung und zeitlos-elegantes Design

Negativ

  • Ein Paar symmetrische Eingänge wäre wünschenswert gewesen

Testumgebung

  • Monitor Audio Gold 100 6G
  • Signalkabel der Wireworld Series 10
  • Lautsprecherkabel der Wireworld Series 10
  • Pro-Ject Signature 12 Turntable
  • Apple iPhone 14 Pro
  • Samsung OLED 77 Zoll
  • Roon NUCLEUS+
  • Qobuz
MarkeArcam
HerstellerHarman International Industries Ltd.
Vertrieb ÖsterreichR.M.S. State of the Art Audiovisual Products
Vertrieb DeutschlandGP Acoustics GmbH
Vertrieb SchweizGP Acoustics GmbH
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WERTUNG

KLANG
DESIGN
BEDIENUNG
PREIS/LEISTUNG

EXZELLENT

Mit dem SA35 liefert Arcam ein stimmiges, erwachsenes Gesamtkonzept. Kontrolle, Musikalität und Komfort greifen überzeugend ineinander. Ein klar empfehlenswertes HiFi-Zentrum in der 3.500-Euro-Klasse.

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Über
A & R Cambridge Ltd.
Quelle
A & R Cambridge Ltd.

Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.at | Der HiFi Blog - Das HiFi Magazin und HiFi BLOG, ist seit Jahrzehnten als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig. Mit den Magazinen HiFi.Luxury sowie the LUXURY HOME guide begründete er zudem zwei weitere Plattformen, die für modernen, exquisiten Lebensstil stehen.

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