Responsive image Audio

audiolab M-One - Kleiner Stereo Vollverstärker mit Hi-Res DAC und Bluetooth

Foto © audiolab / IAD GmbH

„Small is beautiful", dieses Credo darf durchaus auch in der Welt der HiFi gelten. Diesen Beweis will die englische HiFi-Schmiede audiolab mit dem neuen audiolab M-One antreten. Hierbei handelt es sich um einen, kleinen, aber reinrassigen Stereo Vollverstärker, der sich für analoge als auch digitale Quellen bestens gerüstet zeigt, gar Inhalte in Hi-Res über den integrierten DAC verarbeitet, und selbst mobile Devices über Bluetooth einbinden kann.

Kurz gesagt...

Der neue audiolab M-One bietet auf kleinstem Raum alle Merkmale eines vielseitigen Stereo Vollverstärkers, der somit für analoge als auch digitale Quellen, selbst für mobile Devices gerüstet ist.

Wir meinen...

Ein tadelloser DAC, der direkt vom audiolab M-DAC+ übernommen wurde, analoge Eingänge sowie ein Bluetooth Modul, ein in Class A/B arbeitender Verstärker mit durchaus mehr als ausreichend Leistung, all das soll den neuen audiolab M-One als sehr flexiblen, modernen Verstärker prädestinieren, der trotz seiner kompakten Abmessungen der Aufgabe als zentrale Schnittstelle eines HiFi-Systems problemlos gewachsen ist.
Hersteller:audiolab - IAG Group Ltd.
Vertrieb:IAD GmbH
Preis:€ 1.199,-

Von Michael Holzinger (mh)
04.08.2016

Share this article


Besonders kompakte HiFi-Lösungen genießen immer mehr Zuspruch, vor allem dann, wenn es sich um Lösungen handelt, die bei der Funktionalität keinerlei Abstriche verlangen, sondern vielmehr mit einer Ausstattung aufwarten können, die eine flexible Nutzung erlauben, also etwa verschiedenste Aufgaben in einem Gerät vereinen. In diese Kategorie fällt ganz klar das neueste Produkt der englischen HiFi-Schmiede audiolab, der audiolab M-One.

Hierbei handelt es sich um einen überaus kompakten Stereo Vollverstärker, der als neuester Spross der audiolab M-DAC Familie beworben wird. Allein dies ist bereits ein klarer Hinweis darauf, wo die Entwickler hier den Schwerpunkt setzten, nämlich bei einer möglichst vielseitigen Nutzung im Zusammenhang mit digitalen Daten. Schließlich diente dem neuen audiolab M-One besagter audiolab M-DAC als Grundlage, ein überaus flexibler, sehr hochwertiger D/A-Wandler, der bereits im Jahr 2011 am Markt eingeführt wurde, und aktuell als audiolab M-DAC+ angeboten wird.

Auch rein äußerlich gleichen sich die beiden Brüder sehr, misst doch auch der neue audiolab M-One nicht mehr als 247 mm in der Breite, 295 mm in der Tiefe, und 114 mm in der Höhe, und bringt es damit auf gut 5,5 kg. Das Gehäuse ist natürlich vollständig aus Metall gefertigt, und zwar aus Aluminium, mit einer makellosen Front, die nur das absolut Wesentliche an Bedienelementen aufweist, somit sehr schlicht und aufgeräumt wirkt.

So steht hier ein Drehgeber für die Lautstärke-Regelung sowie ein weitere Drehgeber zur Auswahl des Eingangs zur Verfügung. Zwischen diesen beiden Drehgebern findet man ein Display, das als OLED ausgeführt ist und alle relevanten Informationen klar ablesbar darstellt. Dazu findet man hier einen Standby-Taster sowie einen Anschluss für Kopfhörer.

Ebenso aufgeräumt geht es an der Rückseite des neuen audiolab M-One zu, wenngleich hier deutlich mehr Schnittstellen geboten werden. So findet man hier zunächst den Hauptschalter, sowie den Gerätestecker für die Stromversorgung, das Netzteil ist also beim audiolab M-One trotz seiner geringen Abmessungen integriert. Für analoge Quellen stehen zwei Eingänge zur Verfügung, beide ausgeführt als Cinchbuchsen-Pärchen. Digitale Quellen finden wahlweise über einen koaxiale oder optische S/PDIF-Schnittstelle Anschluss, zudem steht eine USB B-Schnittstelle für die direkte Verbindung mit einem PC oder Mac zur Verfügung. Eine weitere USB A-Schnittstelle dient dazu, mobile Devices aus dem Hause Apple Inc. anzuschließen. Ein Antennenanschluss dient für das integrierte Bluetooth Modul, und natürlich findet man hier auch solide Schraubklemmen für den Anschluss der Lautsprecher-Systeme, die sowohl blanke Kabel als auch Kabel versehen mit Bananas aufnehmen. Ein 12 V Trigger Out steht ebenfalls zur Verfügung.

Wie bereits angedeutet, ist der neue audiolab M-One mit einem Bluetooth Modul ausgestattet, sodass mobile Devices völlig ohne Netzwerk-Infrastruktur direkt als Quelle genutzt werden können.

Die Signalverarbeitung basiert zu weiten Teilen auf dem bereits angeführten Bruder des neuen audiolab M-One, dem audiolab M-DAC+. Dies ist eine überaus gute Referenz, denn der DAC der Engländer gilt seit Jahr und Tag als überaus feine Lösung, die sich bestens für die Herausforderungen im Umgang mit Hi-Res Inhalten gerüstet zeigt. Im neuen audiolab M-One kommt der ESS9018 K2M zum Einsatz, also im Prinzip der kleine Bruder des ESS9018 des audiolab M-DAC+. So können über die optische und koaxiale S/PDIF-Schnittstelle Daten mit bis zu 32 Bit und 192 kHz verarbeitet werden, die volle Flexibilität steht über die USB-Schnittstelle zur Verfügung. Setzt man einen PC oder Mac als Quelle ein, so ist der neue audiolab M-One nicht nur in der Lage, Linear PCM-Daten mit bis zu 32 Bit und 384 kHz zu verarbeiten, sondern ebenso Daten im DSD-Format, und zwar bis hin zu DSD256, also mit 11,2 MHz. Interessant hierbei ist, dass der neue audiolab M-One über verschiedene Filter verfügt, um die Signalverarbeitung stets optimal dem Quellmaterial, oder aber dem eigenen Geschmack entsprechend anzupassen. Für Linear PCM-Daten stehe drei, für DSD gar vier Filter zur Verfügung.

Die Verstärker-Sektion des neuen audiolab M-One setzt auf klassisches Class A/B, und liefert eine Leistung von zweimal 40 Watt an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 8 Ohm. Bei Speakern mit einer Impedanz von lediglich 4 Ohm stehen pro Kanal 60 Watt zur Verfügung. Der Schaltungsaufbau wurde so realisiert, dass möglichst kurze Signalwege und damit beste Qualität ohne klangschädigende Einflüsse erzielt wird. Eine hochwertige Stromversorgung basierend auf einem Ringkern-Transformator mit separaten Netzteilen für alle wesentlichen Sektionen der Schaltung versteht sich in dieser Klasse ohnedies als Selbstverständlichkeit.

Übrigens, der bereits erwähnte integrierte Kopfhörer-Verstärker soll sich durch eine sehr ansprechende Qualität auszeichnen, ist also weit mehr als eine „nette Zugabe“. Nicht zuletzt dadurch soll sichergestellt sein, das der neue audiolab M-One als sehr flexibler, moderner Verstärker eingesetzt werden kann, der trotz seiner kompakten Abmessungen der Aufgabe als zentrale Schnittstelle eines HiFi-Systems problemlos gewachsen ist.

Der neue audiolab M-One soll bereits dieser Tage im Fachhandel zur Verfügung stehen, wobei der Kunde zwischen Ausführungen in Silber und Schwarz wählen kann.

Share this article