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Die CD kommt zurück – aber wer baut künftig noch die Laufwerke?

Von einer großen Renaissance der Compact Disc sollte man nicht vorschnell sprechen, doch tot ist das Format ganz offensichtlich ebenso wenig. Junge ebenso wie etablierte HiFi-Hersteller bringen neue Disc-Lösungen auf den Markt oder halten konsequent an CD und SACD fest. Gleichzeitig zeigen Beispiele aus der Industrie, dass geeignete hochwertige Laufwerke keineswegs mehr selbstverständlich verfügbar sind. Die entscheidende Frage lautet deshalb zunehmend: Wer entwickelt künftig noch jene Mechaniken, die hochwertige CD- und SACD-Player überhaupt erst möglich machen?

In aller Kürze
  • Die Compact Disc ist weit davon entfernt, wieder zum dominierenden Musikformat zu werden, besitzt aber weiterhin unbestreitbare Relevanz. Gleichzeitig ist die industrielle Basis für hochwertige optische Laufwerke deutlich kleiner geworden. Gerade im High-end-Segment entscheiden deshalb spezialisierte Zulieferer und Hersteller mit eigenen Laufwerksarchitekturen zunehmend darüber, ob neue CD- und vor allem SACD-Produkte langfristig realisierbar bleiben.

Erst kürzlich haben wir auf sempre-audio.at die Frage gestellt: „Die CD ist wieder da – wirklich?“ Die Antwort fiel bewusst differenziert aus. Für Euphorie besteht kein Anlass und von einer großen Renaissance der Compact Disc sollte man angesichts eines von Streaming dominierten Musikmarkts vorsichtig sprechen. Gleichzeitig wäre es ebenso falsch, das über vier Jahrzehnte alte Format abzuschreiben. In einzelnen Märkten wächst die Nachfrage wieder deutlich, vor allem aber erscheinen weiterhin neue CDs, Millionen Tonträger stehen in privaten Sammlungen und HiFi-Hersteller entwickeln nach wie vor neue Geräte für ihre Wiedergabe. Totgesagte leben bekanntlich länger.

Genau darin liegt jedoch ein bemerkenswerter Widerspruch. Während die Compact Disc als physische Musikquelle weiterhin relevant bleibt und neue CD-Player sowie CD-Transports auf den Markt kommen, ist die industrielle Infrastruktur für ihre Wiedergabe längst nicht mehr jene aus den Hochzeiten des Formats. Besonders hochwertige, langfristig verfügbare Laufwerksmechaniken sind zu einer vergleichsweise seltenen Ressource geworden. Bei SACD ist die Situation nochmals anspruchsvoller. Konkrete Fälle aus der HiFi-Industrie zeigen bereits, welche Folgen das haben kann.


Key Facts

  • Von einer großen Renaissance der CD zu sprechen wäre übertrieben, das Format besitzt aber weiterhin relevante Nachfrage und eine große installierte Basis.
  • Neue CD-Player und CD-Transports erscheinen weiterhin, zugleich integrieren Hersteller die Disc in moderne Streaming- und High-end-Systeme.
  • Die Zahl hochwertiger und langfristig verfügbarer Laufwerksplattformen ist deutlich kleiner als während der großen Zeit der Compact Disc.
  • Mehrere Gerätehersteller können auf dieselben beziehungsweise wenige spezialisierte Laufwerksplattformen angewiesen sein.
  • Fällt eine solche Plattform weg, kann dies Änderungen oder sogar das Ende eines kompletten Produkts erzwingen.
  • Die Wiener SUOS-HiFi GmbH entwickelt weiterhin komplette Laufwerks-, Servo- und Decoderlösungen für hochwertige CD-Produkte.
  • SUOS-HiFi firmierte bis März 2024 als StreamUnlimited Optical Storage GmbH, ist aber rechtlich und kommerziell von der ebenfalls in Wien ansässigen StreamUnlimited Engineering GmbH unabhängig.
  • Hersteller mit eigenen beziehungsweise proprietären Laufwerksarchitekturen können sich zumindest teilweise von externen Standardmechaniken unabhängig machen.
  • Besonders bei SACD ist die Auswahl geeigneter Laufwerks-, Servo- und Decoderplattformen deutlich kleiner als bei klassischer Red Book CD-DA.

Keine Renaissance mit Fanfaren – aber die CD ist weiterhin da

Die Compact Disc hat ihre frühere Rolle als beherrschendes Musikformat längst verloren. Streaming bestimmt heute den Musikkonsum, und niemand sollte aus einzelnen positiven Entwicklungen gleich eine große Rückkehr der Silberlinge ableiten.

Darum ging es bereits ausführlich in unserer Reportage zur aktuellen Situation der CD. Entscheidend für die hier behandelte Frage ist etwas anderes: Die Compact Disc besitzt auch 2026 weiterhin genügend Relevanz, dass Hersteller neue Geräte für ihre Wiedergabe entwickeln und bestehende Produktlinien fortführen.

Dabei reicht das Spektrum von jungen Anbietern, die erstmals oder erneut CD-Player und CD-Transports ins Programm aufnehmen, bis zu traditionsreichen HiFi- und High-end-Herstellern, für die optische Medien seit Jahrzehnten Bestandteil des Portfolios sind. Gleichzeitig finden sich immer mehr Systeme, in denen die Disc nicht mehr als Gegenmodell zum Streaming auftritt, sondern schlicht neben Netzwerk-Audio, Streaming-Diensten und anderen digitalen Quellen steht.

Die spannendere Frage lautet deshalb nicht, ob die CD plötzlich wieder Streaming verdrängen könnte. Das wird sie nicht. Interessanter ist, warum Hersteller weiterhin in ihre Wiedergabe investieren – und ob die dafür notwendige Technik langfristig überhaupt noch in ausreichender Qualität verfügbar sein wird.

Die Compact Disc bleibt Teil moderner HiFi-Systeme

Gerade der deutschsprachige HiFi-Markt liefert zahlreiche Beispiele dafür, dass die Compact Disc keineswegs aus hochwertigen Audiosystemen verschwunden ist. Pro-Ject Audio Systems aus Österreich zählt seit Jahren zu jenen Herstellern, die ein vergleichsweise breites Angebot an dedizierten CD-Playern und CD-Transports pflegen. Auch T+A elektroakustik hält nicht nur an CD, sondern selbst an SACD fest und verbindet optische Disc-Wiedergabe je nach Produkt mit Streaming, Netzwerk-Audio und D/A-Wandlung.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt AVM Audio Video Manufaktur. Auch hier finden sich aktuelle Systeme, die Red Book CD-DA mit moderner Streaming-Technologie kombinieren. International zeigen Hersteller wie Marantz, Denon, Arcam, Rotel, Accuphase, LUXMAN, Quad und TEAC sowie Esoteric ebenfalls, dass selbst im oberen und obersten Preissegment weiterhin beträchtlicher Entwicklungsaufwand in die Wiedergabe optischer Discs fließt.

Dazu kommen jüngere Anbieter aus Fernost wie etwa FiiO, Eversolo, Shanling Audio oder Fosi Audio, die CD-Produkte neu in ihr Portfolio aufnehmen. Einzelne aktuelle Geräte sind dabei weniger als isolierte Neuheiten interessant. In ihrer Gesamtheit zeigen sie vielmehr, dass die Compact Disc 2026 keineswegs nur als auslaufendes Format verwaltet wird. Sie bleibt beziehungsweise wird wieder zu einer von mehreren gleichberechtigten Musikquellen moderner HiFi-Systeme.

Viele CD-Player – aber deutlich weniger Laufwerksplattformen

Genau hier lohnt sich allerdings der Blick hinter die Gerätefront. Denn aus der Zahl angebotener CD-Player lässt sich keineswegs ableiten, dass ebenso viele unterschiedliche Laufwerksmechaniken zur Verfügung stehen.

Ein HiFi-Hersteller muss das optische Laufwerk seines Players nicht selbst entwickeln. Er kann eine komplette Mechanik samt Servoelektronik von einem spezialisierten Anbieter beziehen, auf eine bereits vorhandene Plattform seines Konzerns zurückgreifen oder eine proprietäre Lösung über mehrere Gerätegenerationen hinweg weiterentwickeln. Eine vergleichsweise kleine Zahl an Laufwerksplattformen kann deshalb in Produkten zahlreicher unterschiedlicher Marken zum Einsatz kommen.

Solange diese Mechaniken verfügbar sind, fällt diese Abhängigkeit kaum auf. Ein Hersteller kann Gehäuse, Stromversorgung, digitale Elektronik, D/A-Wandlung und analoge Ausgangsstufe neu entwickeln und dennoch auf eine bewährte Laufwerksplattform zurückgreifen. Für den Anwender entsteht ein neues Produkt, obwohl dessen mechanische Grundlage möglicherweise bereits über mehrere Gerätegenerationen hinweg eingesetzt wird.

Problematisch wird es erst, wenn eine solche Plattform nicht mehr produziert wird oder für die jeweiligen Anforderungen kein geeigneter Ersatz verfügbar ist. Dann betrifft das nicht nur ein einzelnes Bauteil. Mechanik, Servoelektronik, Firmware, Gerätesteuerung und konstruktiver Aufbau sind so eng miteinander verbunden, dass sich ein Laufwerk nicht ohne Weiteres gegen irgendeine andere Mechanik austauschen lässt.

Genau darin besteht der gegenwärtige Widerspruch: Es gibt weiterhin zahlreiche aktuelle CD-Produkte, während die Auswahl an hochwertigen, langfristig verfügbaren Laufwerksplattformen wesentlich kleiner ist als während der großen Zeit der Compact Disc. Bei SACD verschärft sich die Situation zusätzlich, weil geeignete Multi-Format-Mechaniken samt entsprechender Servo- und Decodertechnik benötigt werden.

Was passiert, wenn eine Laufwerksplattform verschwindet?

Dass diese Abhängigkeit keineswegs theoretischer Natur ist, zeigen Fälle, in denen Hersteller ihre Produktstrategie bereits aufgrund nicht mehr verfügbarer Mechaniken ändern mussten.

Ein besonders anschauliches Beispiel liefert Naim Audio. Der Naim Uniti Star kombinierte über Jahre hinweg Netzwerk-Streaming, D/A-Wandlung, Verstärker, CD-Wiedergabe und CD-Ripping in einem Gerät. Das optische Laufwerk gehörte damit zu den wesentlichen Merkmalen des Systems.

Beim 2026 vorgestellten Uniti Star Lite entfiel genau diese Funktion. Richard Dane von Naim Audio erklärte den Hintergrund im offiziellen Naim-Forum ausgesprochen klar:

“Naim could no longer source a suitable CD drive for the Star so the evolution became necessary.”

Natürlich spielt bei jeder Produktentscheidung auch eine Rolle, welche Funktionen Anwender tatsächlich nutzen. Dennoch ist die Aussage bemerkenswert: Ein etablierter europäischer High-end-Hersteller konnte eine zentrale Komponente seines bisherigen Produkts nicht mehr in geeigneter Form beschaffen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei PS Audio. Der US-amerikanische Hersteller nahm seinen Referenz-SACD-Transport 2026 aus der Produktion. Firmengründer Paul McGowan formulierte den entscheidenden Punkt ebenso eindeutig:

“The drives appropriate for a PMG are no longer available.”

Zugleich machte McGowan deutlich, dass die Entwicklung einer komplett eigenen optischen Laufwerksmechanik für einen vergleichsweise kleinen High-end-Hersteller kaum realistisch ist.

Diese beiden Beispiele belegen nicht, dass CD- oder SACD-Laufwerke generell verschwinden. Sie zeigen etwas wesentlich Interessanteres: Sobald ein Hersteller auf eine bestimmte hochwertige Mechanik angewiesen ist und diese Plattform wegfällt, kann selbst für etablierte High-end-Anbieter eine komplette Produktarchitektur zur Disposition stehen.

Warum man ein CD-Laufwerk nicht einfach austauscht

Von außen betrachtet erscheint das Problem zunächst kaum nachvollziehbar. Wenn ein Laufwerk nicht mehr erhältlich ist, warum baut man nicht einfach ein anderes ein?

Weil ein hochwertiger CD- oder SACD-Player eben nicht aus einem beliebigen optischen Laufwerk und etwas Audioelektronik besteht. Zur Laufwerksplattform gehören die eigentliche Lademechanik oder der Toploader, Spindelantrieb und Traverse, optische Abtasteinheit, Servoelektronik, Decoder, Steuerprotokolle und Firmware. All diese Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein.

Hinzu kommen mechanische Entkopplung, Vibrationsverhalten, Stromversorgung, elektromagnetische Verträglichkeit, Fehlerkorrektur, Geräuschentwicklung und die Integration in die Steuerung des jeweiligen Geräts. Schon der Wechsel auf eine andere Traverse oder Servoelektronik kann eine Anpassung der mechanischen Konstruktion und neue Software erfordern.

Ein Hersteller muss sein Produkt zudem nicht nur für den heutigen Tag entwickeln. Er muss möglichst sicherstellen, dass während des geplanten Produktionszeitraums ausreichend Komponenten zur Verfügung stehen und idealerweise auch Jahre später noch Reparaturen möglich sind.

Gerade bei vergleichsweise kleinen Stückzahlen im High-end-Segment wird das zur Herausforderung. Was für Unterhaltungselektronik in Millionenauflage entwickelt wird, ist als langfristig verfügbare Speziallösung für einige hundert oder einige tausend hochwertige Geräte wirtschaftlich eine völlig andere Aufgabe.

Warum nicht einfach ein Computerlaufwerk verwenden?

Eine naheliegende Frage drängt sich bei all diesen Überlegungen geradezu auf: Warum greifen HiFi-Hersteller nicht einfach auf handelsübliche CD-ROM- oder DVD-Laufwerke zurück, wie sie seit Jahrzehnten in Computern eingesetzt werden? Schließlich können auch diese die digitalen Audiodaten einer Compact Disc auslesen, und das oft sogar mit einem Vielfachen der normalen Wiedergabegeschwindigkeit.

Tatsächlich ist dieser Ansatz keineswegs neu und wurde selbst im High-end-Segment bereits erfolgreich umgesetzt. Ein prominentes Beispiel ist der frühere PS Audio PerfectWave Transport, bei dem ein handelsübliches optisches Computerlaufwerk von LG zum Einsatz kam. Die ausgelesenen Audiodaten wurden zunächst in einem Speicher gepuffert und anschließend über eine separate, präzise getaktete digitale Ausgangsstufe weitergegeben. Das eigentliche Laufwerk musste damit nicht unmittelbar den zeitlichen Ablauf der Musikwiedergabe bestimmen.

Aus technischer Sicht spricht grundsätzlich nichts gegen eine solche Konstruktion. Werden die Audiodaten vollständig und fehlerfrei ausgelesen, spielt es zunächst keine Rolle, ob sie von einer besonders aufwendigen High-end-Mechanik oder einem vergleichsweise preiswerten Computerlaufwerk stammen. Entscheidend ist vielmehr, wie zuverlässig die Daten erfasst, gegebenenfalls durch erneute Leseversuche korrigiert, zwischengespeichert und anschließend an den D/A-Wandler übergeben werden. Gerade bei einer konsequent gepufferten Architektur lässt sich die eigentliche Audiotaktung vom mechanischen Laufwerksbetrieb entkoppeln.

Die Herausforderungen liegen daher weniger in einer prinzipiell unzureichenden Klangqualität handelsüblicher Computerlaufwerke als in deren Integration in ein hochwertiges Audiogerät. Laufgeräusche, Vibrationen, Steuerung, Firmware und mechanischer Aufbau müssen den Anforderungen eines HiFi-Produkts entsprechen. Hinzu kommt die Frage der langfristigen Verfügbarkeit, denn auch Computerlaufwerke unterliegen Produktwechseln und werden oftmals nach vergleichsweise kurzer Zeit durch andere Modelle ersetzt. Ein vermeintlich einfacher Austausch kann dann erneut Anpassungen an Hardware und Software erforderlich machen.

Bei SACD ist dieser Weg zudem nicht ohne Weiteres möglich. Gewöhnliche Computerlaufwerke können die hochauflösende SACD-Schicht üblicherweise nicht auslesen, weshalb dafür geeignete Multi-Format-Mechaniken sowie entsprechende Servo- und Decodertechnik benötigt werden. Gerade in diesem Bereich bleibt die Auswahl an geeigneten Plattformen besonders begrenzt.

Die Verwendung eines Computerlaufwerks ist für einen hochwertigen CD-Player somit durchaus eine technisch sinnvolle Alternative. Sie löst aber nicht automatisch jene Probleme, um die es in dieser Geschichte geht: die zuverlässige Integration einer geeigneten Mechanik, ihre langfristige Verfügbarkeit und die Möglichkeit, ein hochwertiges Audiogerät auch nach vielen Jahren noch warten und reparieren zu können.

Von StreamUnlimited Optical Storage zu SUOS-HiFi – und warum Bose hier nicht ins Spiel kommt

Dass hochwertige CD-Laufwerke dennoch keineswegs verschwunden sind, zeigt ausgerechnet ein Unternehmen aus Wien, dessen Wurzeln tief in die europäische CD-Entwicklung zurückreichen. Die heutige SUOS-HiFi GmbH wurde 2006 von ehemaligen Philips-Spezialisten für CD-Technologie gegründet und firmierte über viele Jahre als StreamUnlimited Optical Storage GmbH. Seit März 2024 trägt das Unternehmen den Namen SUOS-HiFi GmbH.

Gerade diese Historie führt leicht zu einer Verwechslung mit der ebenfalls in Wien ansässigen StreamUnlimited Engineering GmbH. Das ist umso naheliegender, seit Bose Corporation im Juni 2026 die StreamUnlimited Engineering GmbH übernommen und in den Geschäftsbereich Bose Audio Technology integriert hat. Diese Übernahme betrifft allerdings nicht die CD-Laufwerksaktivitäten von SUOS-HiFi. StreamUnlimited Engineering GmbH und SUOS-HiFi GmbH sind rechtlich und kommerziell eigenständige Unternehmen.

Damit verlaufen heute zwei Entwicklungslinien mit gemeinsamen historischen Wurzeln nebeneinander. StreamUnlimited Engineering konzentriert sich insbesondere auf Streaming-Plattformen, Embedded Software, Hardware-Entwicklung und Technologien für vernetzte Audioprodukte und gehört seit 2026 zu Bose Corporation. SUOS-HiFi widmet sich dagegen weiterhin optischen Laufwerken sowie der dazugehörigen Servo- und Decodertechnik und bleibt als eigenständiges Unternehmen bestehen.

Diese Trennung ist für unsere Geschichte besonders relevant. Denn während einer der bekanntesten Wiener Audio-Technologiespezialisten inzwischen Teil eines internationalen Konzerns ist, bleibt das Know-how für hochwertige CD-Laufwerksplattformen bei einem unabhängigen Spezialisten in Wien erhalten.

SUOS-HiFi bietet heute unterschiedliche Lösungen für Top-Loading- und Tray-Konstruktionen sowie passende Servo- und Decoderplattformen an. Hinzu kommen komplette Development Kits, die Geräteherstellern erlauben, eine funktionsfähige Laufwerksplattform in die eigene Produktentwicklung zu integrieren, ohne Lasersteuerung, Servoregelung und grundlegende Decoderfunktionen vollständig selbst entwickeln zu müssen.

Gerade diese Kombination aus Mechanik, Servoelektronik, Firmware und Entwicklungswerkzeugen macht solche Spezialisten für die Branche zunehmend wichtig.

Spezialisten ermöglichen weiterhin neue CD-Produkte

Wie diese Arbeitsteilung in der Praxis aussehen kann, zeigt unter anderem Pro-Ject Audio Systems. Der österreichische Hersteller greift bei hochwertigen CD-Produkten auf aktuelle Laufwerks- und Servotechnologie von SUOS-HiFi zurück und kombiniert diese mit eigener Stromversorgung, Elektronik, mechanischem Aufbau und je nach Gerät zusätzlicher D/A-Wandlung oder analoger Ausgangsstufe.

Entscheidend ist dabei weniger das einzelne Produkt als das dahinterstehende Prinzip. Ein Gerätehersteller muss nicht selbst einen optischen Pickup entwickeln, Servoregelungen programmieren und komplette Laufwerksmechaniken konstruieren. Er kann auf eine spezialisierte Plattform zurückgreifen und seine Entwicklungsressourcen auf jene Bereiche konzentrieren, in denen er selbst besondere Kompetenzen besitzt.

Gerade für kleinere und mittelgroße HiFi-Hersteller können solche Plattformen künftig darüber entscheiden, ob sich die Entwicklung eines hochwertigen CD-Players wirtschaftlich überhaupt noch darstellen lässt. Nur die wenigsten Unternehmen können oder wollen eine vollständige optische Laufwerksplattform selbst entwickeln.

Wer baut heute noch hochwertige Laufwerke?

Die Zahl der Unternehmen, die heute noch substanzielle eigene Kompetenz bei hochwertigen CD- und SACD-Laufwerken besitzen, ist größer als es auf den ersten Blick scheint – aber dennoch überschaubar. Dabei muss zwischen unabhängigen Technologieanbietern, die Laufwerksplattformen für andere Gerätehersteller bereitstellen, und HiFi-Herstellern unterschieden werden, die eigene beziehungsweise proprietäre Mechaniken für ihre Produkte entwickeln.

Anbieter bzw. UnternehmensgruppeAktueller AnsatzMedienEinordnung
SUOS-HiFi GmbHCD-Pro8, CD-Pro8 Tray, DM-3381, CD-84/CD-88CDUnabhängiger Technologieanbieter
C.E.C.Belt Drive / Double Belt DriveCDProprietäre CD-Laufwerke
TEAC Corporation / EsotericVRDS / VRDS-ATLASCD bzw. CD/SACDMehrere eigene Laufwerkskonzepte innerhalb derselben Unternehmensgruppe
AccuphaseEigenentwickeltes SA-CD/CD-LaufwerkCD/SACDEigene High-end-Laufwerkseinheit
T+A elektroakustikEigenentwickelter Decoder-/LaufwerksmechanismusCD/SACDDeutsche Eigenentwicklung
LUXMANLxDTM-iCD/SACDEigene Laufwerksarchitektur
HARMAN / Denon & MarantzAdvanced S.V.H. bzw. SACDM-3CD/SACDUnterschiedliche proprietäre Ansätze zweier Marken derselben Unternehmensgruppe

SUOS-HiFi nimmt innerhalb dieser Gruppe eine besondere Stellung ein. Das nun schon mehrfach genannte Wiener Unternehmen entwickelt seine Laufwerks-, Servo- und Decoderlösungen ausdrücklich als Plattform für andere Gerätehersteller. Gerade für kleinere und mittelgroße HiFi-Anbieter ist ein solcher unabhängiger Spezialist entscheidend, weil sich damit hochwertige CD-Produkte realisieren lassen, ohne eine komplette optische Plattform selbst entwickeln zu müssen.

C.E.C. verfolgt mit seiner seit 1991 kontinuierlich weiterentwickelten Belt-Drive-CD-Laufwerkstechnologie einen ausgesprochen eigenständigen Ansatz. Statt die Disc direkt vom Spindelmotor antreiben zu lassen, setzt der japanische High-end-Spezialist auf einen Riemenantrieb, der mechanische und elektromagnetische Einflüsse des Motors von der eigentlichen Abtasteinheit fernhalten soll. Bei den aufwendigsten Double-Belt-Drive-Konstruktionen wird zusätzlich auch die Bewegung des optischen Pickups über einen separaten Riemenantrieb realisiert.

Innerhalb der TEAC Corporation finden sich gleich mehrere Varianten eigener Laufwerkstechnik. TEAC setzt bei hochwertigen CD-Lösungen auf VRDS, das Vibration-Free Rigid Disc-Clamping System. Die High-end-Marke Esoteric treibt dieses Prinzip mit VRDS-ATLAS für SACD und CD nochmals erheblich weiter. Seit der Verschmelzung von Esoteric Company mit TEAC Corporation im Jahr 2024 gehören beide Entwicklungsstränge auch organisatorisch demselben Unternehmen an.

Accuphase entwickelt für seine aktuellen Referenzlösungen ebenfalls eigene SA-CD/CD-Laufwerkseinheiten. Beim DP-770 spricht das Unternehmen ausdrücklich von einem im eigenen Haus entwickelten Mechanismus mit besonders steifer Konstruktion, niedrigem Schwerpunkt und einem über elastische Dämpfer entkoppelten Pickup.

Für den DACH-Markt besonders interessant ist T+A elektroakustik. Das Unternehmen entwickelte für seine hochwertigen CD/SACD-Lösungen einen eigenen Decoder- und Laufwerksmechanismus mit Präzisions-Linearlaufwerk und getrennten Lasersystemen für CD und SACD. Gerade dieses Beispiel zeigt, dass entsprechendes Know-how keineswegs allein in Japan vorhanden ist.

Auch LUXMAN, Denon und Marantz verfügen weiterhin über klar ausgewiesene proprietäre Lösungen. LUXMAN bezeichnet LxDTM-i ausdrücklich als eigene Disc-Transport-Architektur, Denon setzt auf seinen patentierten S.V.H.-Mechanismus und bezeichnet die aktuelle SACD-Plattform als Denon-eigene Mechanik. Marantz wiederum verwendet mit SACDM-3 einen selbst entwickelten Disc-Transport für CD und SACD.

Dabei darf „eigene Mechanik“ nicht mit der Behauptung gleichgesetzt werden, ein Hersteller müsse jedes einzelne Bauteil vom Laserdiodenmodul über den Motor bis zum letzten Zahnrad selbst fertigen. Gerade optische Pickups, Motoren und andere Basiskomponenten stammen auch bei proprietären Konstruktionen häufig von spezialisierten Zulieferern.

Entscheidend ist vielmehr, wer die Architektur des Laufwerks kontrolliert, Mechanik, Servoelektronik, Decoder, Firmware und Gerätesteuerung aufeinander abstimmen kann und wie stark ein Hersteller damit von einer fertig zugelieferten Standardplattform abhängig ist. Genau darin liegt heute der strategische Unterschied.

SACD macht die Situation noch schwieriger

Bei der klassischen Red-Book-CD existieren weiterhin unterschiedliche Wege zu einem hochwertigen Produkt. Bei SACD wird das Feld erheblich enger.

SUOS-HiFi beantwortet die Frage, ob die eigenen aktuellen Servoplattformen SACD wiedergeben können, eindeutig: nein. Zwar können einzelne eingesetzte optische Komponenten grundsätzlich entsprechende Voraussetzungen mitbringen, die aktuellen Servo- und Decoderplattformen des Unternehmens sind jedoch auf klassische CD-DA ausgelegt.

Damit eignet sich das Angebot für die Entwicklung hochwertiger CD-Player und CD-Transports, nicht jedoch für neue SACD-Systeme.

Genau hier wächst der strategische Wert jener Hersteller, die bereits über eigene oder langfristig abgesicherte Multi-Format-Laufwerke verfügen. Wer heute einen neuen SACD-Player entwickeln möchte und keine entsprechende Plattform besitzt, steht vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe als bei einem klassischen Red-Book-CD-Player.

Die Zahl geeigneter Laufwerke und kompletter Entwicklungsplattformen ist erheblich kleiner. Damit wird verständlich, weshalb das Ende einer einzigen Mechanik im Extremfall über Fortbestand oder Einstellung eines Produkts entscheiden kann.

Die moderne CD muss Streaming nicht ersetzen

Parallel dazu verändert sich die Rolle der Compact Disc selbst. Aktuelle Systeme verschiedener Hersteller zeigen exemplarisch, dass sich CD und Streaming längst nicht mehr ausschließen. Das optische Laufwerk steht dort neben Hi-res Streaming, Netzwerk-Audio, Internetradio, verschiedenen Streaming-Diensten und klassischen digitalen Eingängen.

Die Compact Disc kehrt damit vielerorts gar nicht als nostalgisches Zentrum der HiFi-Anlage zurück. Sie bleibt vielmehr eine zusätzliche physische Quelle innerhalb eines modernen, vernetzten Systems.

Das könnte für die Zukunft des Formats sogar wichtiger sein als ein klassisches Revival separater CD-Player. Wer über Jahrzehnte eine CD-Sammlung aufgebaut hat, muss sich schließlich nicht zwischen dieser Sammlung und Streaming entscheiden. Ein modernes System kann beides bereitstellen.

Am anderen Ende des Spektrums bleiben dedizierte CD-Transports und High-end-Player dennoch relevant. Hier stehen eine möglichst aufwendige mechanische Konstruktion, präzise Servosteuerung, geringe Laufgeräusche und langfristige Zuverlässigkeit im Mittelpunkt. Beide Ansätze können problemlos nebeneinander existieren.

Ersatzteile werden zum strategischen Thema

Für Käufer hochwertiger CD- und SACD-Player rückt damit ein Punkt in den Vordergrund, der bei der Anschaffung bislang nur selten diskutiert wurde: die langfristige Reparierbarkeit.

Viele Bauteile eines Verstärkers oder D/A-Wandlers können im Servicefall auch Jahre später durch geeignete Alternativen ersetzt werden. Bei einer proprietären optischen Mechanik ist das wesentlich schwieriger.

Fehlen nach zehn oder fünfzehn Jahren eine passende optische Abtasteinheit, Traverse, Servoelektronik oder ein spezifischer Loader und existiert keine kompatible Alternative, kann ein ansonsten vollständig intaktes Gerät wirtschaftlich oder technisch kaum noch zu reparieren sein.

Für Hersteller wird damit die Ersatzteilbevorratung zu einer strategischen Entscheidung. Wie lange werden komplette Laufwerke eingelagert? Gibt es für eine Mechanik später eine kompatible Nachfolgegeneration? Lassen sich einzelne Verschleißteile austauschen? Und bleibt der ursprüngliche Zulieferer überhaupt über den gesamten Lebenszyklus eines hochwertigen Produkts verfügbar?

Gerade bei einem High-end-CD- oder SACD-Player, der viele Jahre oder sogar Jahrzehnte genutzt werden soll, sind das längst keine nebensächlichen Servicefragen mehr.

Das eigentliche Problem ist nicht die CD

All das bedeutet ausdrücklich nicht, dass der Welt plötzlich die CD-Laufwerke ausgehen. Für einfache Consumer-Anwendungen existieren weiterhin optische Mechaniken, und auch hochwertige Red-Book-CD-Player lassen sich nach wie vor entwickeln. Spezialisierte Anbieter stellen dafür weiterhin aktuelle, gezielt auf anspruchsvolle Audiogeräte zugeschnittene Plattformen zur Verfügung.

Das Problem liegt an anderer Stelle. Je höher die Anforderungen an mechanische Qualität, Laufruhe, langfristige Verfügbarkeit und Integration werden, desto kleiner wird die Zahl geeigneter Plattformen. Kommt SACD hinzu, schrumpft die Auswahl nochmals erheblich.

Damit verändert sich auch die Wertschöpfung eines CD-Players. Früher konnte ein Gerätehersteller auf eine breite industrielle Basis optischer Laufwerke zurückgreifen. Heute wird die Entscheidung für eine bestimmte Mechanik zu einer langfristigen strategischen Festlegung.

Die Frage lautet deshalb nicht mehr nur, welches Laufwerk sich besonders wirkungsvoll mechanisch integrieren lässt. Sie lautet zunehmend: Welche Plattform können wir während der gesamten Produktlaufzeit beziehen – und auch viele Jahre danach noch warten?

Die CD verschwindet nicht – ihr Laufwerk wird wertvoller

Der Widerspruch könnte kaum interessanter sein. Gerade in einer Zeit, in der die Compact Disc nach Jahren des scheinbar sicheren Niedergangs wieder neue Aufmerksamkeit erhält, ist die industrielle Infrastruktur ihrer Wiedergabe deutlich kleiner als während ihrer großen Zeit.

Die Silberlinge selbst sind nicht das Problem. Millionen CDs existieren in privaten Sammlungen, neue Alben erscheinen weiterhin auf CD und ausreichend Musikliebhaber wollen diese Tonträger auch künftig auf hochwertigen Anlagen wiedergeben. Die entscheidende Ressource ist zunehmend die Technologie, mit der sich diese Discs zuverlässig und langfristig auslesen lassen.

Dass etablierte Hersteller bereits Produkte verändern oder auslaufen lassen mussten, weil geeignete Mechaniken nicht mehr verfügbar waren, sind keine theoretischen Zukunftsszenarien. Sie zeigen, dass die Verfügbarkeit optischer Laufwerksplattformen längst Teil der Produktstrategie geworden ist.

Gleichzeitig gibt es keinen Grund für Untergangsszenarien. Spezialisten wie SUOS-HiFi entwickeln weiterhin komplette hochwertige CD-Laufwerksplattformen. Zahlreiche europäische und internationale HiFi-Hersteller nutzen solche Lösungen oder verfügen über eigene beziehungsweise proprietäre Ansätze.

Optische Disc-Wiedergabe im High-end-Segment ist damit keineswegs abgeschrieben. Ihre Zukunft hängt aber zunehmend davon ab, wie viele Unternehmen bereit sind, das dafür nötige mechanische, elektronische und softwareseitige Know-how weiterzuführen.

FAQ – Häufige Fragen zu CD-Laufwerken und ihrer Zukunft

  • Gibt es künftig keine CD-Laufwerke mehr?

    Davon kann keine Rede sein. Laufwerke für die klassische Red Book CD-DA sind weiterhin verfügbar, und spezialisierte Anbieter entwickeln auch heute noch hochwertige Mechaniken samt Servo- und Decodertechnik. Kleiner geworden ist allerdings die Auswahl an Plattformen, die für anspruchsvolle HiFi-Produkte geeignet und über lange Zeiträume verfügbar sind.

  • Warum können Hersteller ein nicht mehr verfügbares CD-Laufwerk nicht einfach durch ein anderes ersetzen?

    Ein optisches Laufwerk ist eng mit Servoelektronik, Firmware, Gerätesteuerung und mechanischem Aufbau eines Players verbunden. Der Wechsel auf eine andere Plattform kann daher Änderungen an Mechanik, Elektronik und Software erforderlich machen und im Extremfall beinahe einer Neuentwicklung des Geräts gleichkommen.

  • Sind CD-Player deshalb vom Aussterben bedroht?

    Nein. Zahlreiche Hersteller bieten weiterhin CD-Player und CD-Transports an oder integrieren die Compact Disc in moderne Streaming-Systeme. Die Herausforderung liegt weniger in der grundsätzlichen Verfügbarkeit von CD-Technik als in der langfristigen Versorgung mit hochwertigen Laufwerksplattformen.

  • Warum ist die Situation bei SACD schwieriger?

    Für SACD werden geeignete Multi-Format-Laufwerke sowie entsprechende Servo- und Decoderlösungen benötigt. Die Auswahl solcher Plattformen ist deutlich kleiner als bei Red Book CD-DA. Hersteller mit eigenen oder langfristig abgesicherten SACD-Laufwerksarchitekturen besitzen deshalb einen besonderen Vorteil.

  • Wer entwickelt heute noch hochwertige CD-Laufwerke?

    Neben Herstellern mit eigenen oder proprietären Laufwerkskonzepten gibt es spezialisierte Zulieferer. Dazu zählt etwa die Wiener SUOS-HiFi GmbH, die komplette Lösungen aus Mechanik, Servoelektronik, Decodertechnik und Entwicklungswerkzeugen für Gerätehersteller anbietet.

  • Sollte man beim Kauf eines hochwertigen CD- oder SACD-Players auf die Ersatzteilversorgung achten?

    Gerade bei hochpreisigen Geräten ist das sinnvoll. Optische Abtasteinheiten, Laufwerksmechaniken und spezifische Servoelektronik lassen sich später nicht immer durch beliebige Alternativen ersetzen. Eine langfristige Ersatzteilstrategie des Herstellers kann deshalb wesentlich dazu beitragen, dass ein Player auch nach vielen Jahren noch repariert werden kann.

  • Bedeutet die aktuelle Entwicklung eine Renaissance der CD?

    Der Begriff Renaissance wäre zu groß gewählt. Streaming bleibt die dominierende Form des Musikkonsums, und die Entwicklung der CD verläuft keineswegs überall gleich. Fakt ist aber, dass das Format weiterhin relevant ist, neue Geräte erscheinen und Millionen bestehender CDs auch künftig hochwertige Wiedergabegeräte benötigen – Totgesagte leben eben manchmal länger.

Wir meinen…

Totgesagte leben länger – auf die Compact Disc trifft diese alte Weisheit einmal mehr zu. Von einer großen Renaissance zu sprechen wäre übertrieben, und niemand sollte erwarten, dass die CD Streaming wieder ernsthaft Konkurrenz macht. Das muss sie allerdings auch gar nicht.

Entscheidend ist, dass genügend Musikliebhaber weiterhin CDs besitzen, kaufen und hören wollen und dass Hersteller deshalb nach wie vor Geräte für deren hochwertige Wiedergabe entwickeln. Die interessantere Frage ist längst eine andere: Wie breit bleibt die technische Basis, auf der solche Geräte entstehen können?

Für die klassische Red-Book-CD stehen weiterhin überzeugende Lösungen bereit. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht ist, dass mit der SUOS-HiFi GmbH in Wien ein Spezialist sitzt, der dieses besondere Know-how von Mechanik über Servoelektronik bis zu kompletten Entwicklungsplattformen weiterführt.

Bei SACD ist die Situation schwieriger und die Abhängigkeit von wenigen Laufwerksplattformen deutlicher sichtbar. Wer hier über eigene oder langfristig gesicherte Technologien verfügt, besitzt einen Vorteil, dessen Bedeutung künftig noch wachsen dürfte.

Vielleicht liegt darin die eigentliche Ironie dieser Geschichte: Die Compact Disc muss gar kein großes Comeback feiern, um relevant zu bleiben. Die Musik auf den Silberlingen dürfte uns noch sehr lange begleiten. Kostbar wird zunehmend das Wissen darum, wie man sie zuverlässig ausliest.

ThemaCD-Comeback mit einem Laufwerksproblem
sempre-audio.at

Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.at | Der HiFi Blog - Das HiFi Magazin und HiFi BLOG, ist seit Jahrzehnten als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig. Mit den Magazinen HiFi.Luxury sowie the LUXURY HOME guide begründete er zudem zwei weitere Plattformen, die für modernen, exquisiten Lebensstil stehen.

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