High End 09: Marantz enthüllt KI Pearl by Ken Ishiwata

Ken Ishiwata ist Geiger, Elektronik-Ingenieur und zählt zu einem der legendärsten Klang-Gurus Japans. Seinen hervorragenden Ruf erarbeitete sich Ishiwata in nunmehr 30 Jahren Entwicklung bei Marantz. Anlässlich dieses Jubiläums stellt der japanische Hersteller von Unterhaltungselektronik auf der High End in München die neue KI-Pearls-Serie erstmals vor.

Von Michael Holzinger (mh)
13.05.2009

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Die neue KI-Pearls-Serie sei nicht einfach nur ein weiteres „Upgrade“ eines bereits verfügbaren Produkts durch den Klang-Guru Ken Ishiwata, die neuen Geräte beinhalten vielmehr die 30jährige Erfahrung in der Entwicklung von HiFi-Lösungen auf höchstem Niveau. Er sehe die KI-Pearls als Geschenk an wahre HiFi-Freunde anlässlich seines 30jährigen Firmenjubiläums, so Ken Ishiwata.

Ishiwata beginnt mit 10 Jahren Verstärker zu bauen

Bereits im Alter von 10 Jahren bastelte Ishiwata an seinem ersten Verstärker, ein Hobby, dem er jahrelang nachging. Der Vater eines Freundes, ein passionierter HiFi-Fan, führte ihm eines Tages seine Anlage mit den Worten „es würde ihn ändern“ vor. Und das tat es. Denn an diesem Tag entdeckte Ishiwata seine Liebe für die reine, möglichst unverfälschte Musikwiedergabe. Es war ein Marantz Model 7C, den der junge Ishiwata an diesem Tag hörte.

Ein erfolgreicher Modefotograf, danach bei Marantz angelangt

Seine Karriere begann der junge Japaner aber bei Pioneer in Europa. Zudem folgte er den Fussstapfen seines Vaters, der ein erfolgreicher Modefotograf war. Erst in den späten 70iger Jahren wechselte er zu Marantz als Technical Coordinator, bevor er bereits zwei Jahre später in die Produktentwicklung des japanischen Unternehmens wechselte. Er war somit genau bei dem Unternehmen in entscheidender Position angelangt, dessen Produkt ihn Jahre zuvor für die Welt des audiophilen Klangs begeisterte.

Über 30 Jahre entscheidet Ken Ishiwata darüber, wann ein Produkt aus dem Hause Marantz wert ist, tatsächlich vorgestellt zu werden. Bei einigen, ganz speziellen Modellen aber legt der Meister selbst noch einmal Hand an, und versucht durch seine Expertise und Erfahrung, die ohnedies exzellenten Komponenten nochmals zu verbessern, und somit das absolut Beste herauszuholen. Diese Geräte tragen bei Marantz dann das Siegel „KI Signatur“. Ein Konzept, das über die letzten Jahre überaus erfolgreich war, denn die KI-Modelle von Marantz genießen einen erstklassigen Ruf in der Branche.

Und nun, zu seinem runden Jubiläum, machte sich Ken Ishiwata daran, nicht nur ein Serienmodell zu verfeinern, sondern seine eigene Serie, ganz nach seinen Vorstellungen, zu entwickeln. Die daraus entstandene KI Pearl-Serie wird nun erstmals in München auf der High End zu bestaunen sein.

Ein neuer SACD Player und ein Vollverstärker von Marantz zum Jubiläum

Die Serie umfasst zunächst zwei Modelle. Dies ist in erster Line der KI Pearl SACD Player, oder nüchterner SA-KI Pearl, der laut Marantz nicht durch technische Daten allein beschrieben werden kann, man müsse ihn einfach hören.

Herzstück sei ein „kugelsicheres“, gegen Vibrationen geschütztes Chasis, eine leistungsstarke und stabile Stromversorgung mit Ringkern-Transformator, und ein, nach Angaben von Marantz, unübertroffenes Marantz M1-Laufwerk, bestehend aus SACDM-10 CD-Mechanismus mit Xyron Tray Loader. Ein Cirrus Logic CS4398 DAC und selektierte DAC-Filter sorgen für die Wandlung der Signale aus der digitalen in die analoge Welt. Diese können auch für die Wandlung anderer digitaler Quellen genutzt werden. Hierfür bietet der KI Pearl weitere digitale Schnittstellen.

Untergebracht ist diese feinste Elektronik in einem überaus massiven Metallgehäuse, wobei allein das Top-Cover aus 5 mm starkem Aluminium gefertigt ist. Auch die Unterseite des Gehäuses ist aus massivem Metall und das komplette Chassis auf der Innenseite mit einer Kupferschicht überzogen. Das ganze Gehäuse ruht auf soliden Standfüssen, ebenfalls aus Aluminium gefertigt. Selbst die Oberseite der Fernbedienung ist aus diesem Leichtmetall.

Als passende Verstärkung wird es den KI Pearl Integrated Amplifier PM-KI Pearl geben. Dieser Verstärker soll sich vor allem dadurch auszeichnen, dass er völlig unauffällig agiert, der Musik also nicht seinen Stempel aufdrückt, sondern diese komplett unverfälscht an die Lautsprecher weitergibt, diese aber vollständig kontrolliert.

Erreicht wird dies bei dem als diskreter Zweikanal-Amp ausgelegtem PM-KI Pearl mit einer Nennleistung von 140 Watt pro Kanal an 4 Ω bzw. 90 Watt pro Kanal an 8 Ω. Insgesamt stehen fünf Eingänge sowie ein MM/MC-Phonoeingang zur Verfügung. Ebenso wie beim SACD-Player kommen nur selektierte Bauteile sowie eine leistungsstarke Spannungsversorgung zum Einsatz. Auch das Gehäuse ist natürlich komplett aus Metall gefertigt. Die solide Aluminiumfront, eine ebenfalls aus Aluminium gefertigte Abdeckung mit 5 mm Wandstärke, eine zusätzlich verstärkte Basisplatte, dies alles auf der Innenseite mit Kupfer überzogen und natürlich auch hier Standfüsse aus Aluminium, dies alles sorgt dafür, dass die hochwertige Elektronik von äußeren Einflüssen ihre Aufgabe in bestmöglicher Weise vollbringen kann.

Marantz KI Pearl Serie nur in Schwarz erhältlich

Die beiden neuen Komponenten der KI Pearl-Serie werden übrigens nur in Schwarz angeboten, und sollen sich - ungeachtet ihrer erstklassigen Ausstattung - durch einen vergleichsweise erfreulich günstigen Preis auszeichnen. So gibt Ken Ishiwata an, die neuen Komponentenen sollen durchaus auf dem Level von Marantz absoluten Referenz-Geräten spielen, der Preis soll aber deutlich unterhalb anvisiert sein.

Allerdings werden sich nur sehr wenige über dieses ausgezeichnete Preis/Leistungsverhältnis freuen können. Denn Marantz legt großen Wert darauf, dass die KI Pearl-Serie wirklich exklusiv bleibt. Sehr exklusiv sogar, denn es werden jeweils nur 500 Stück zu haben sein.

Daher sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen, sich die neuen Glanzstücke des japanischen Klangspezialisten zumindest einmal anhören zu können. Die Chance dazu hat man zwischen dem 21. und 24. Mai auf der High End in München.

Michael Holzinger

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