NetzwerkTests

devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit im Test

Es gibt viele Arten, ein zuverlässiges Netzwerk zu realisieren, eine besonders spannende stellt Powerline in Kombination mit WLAN dar, wie dies etwa das Unternehmen devolo AG in Form verschiedenster Produkte, unter anderem etwa dem devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit bereit hält.

Man habe garantiert die passende Lösung gegen ein schwaches WLAN, so wirbt das deutsche Unternehmen devolo AG etwa für das devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit, ein Komplett-Paket, mit dem man im gesamten Haus auf einfachste Art und Weise ein hoch performantes, zuverlässiges drahtloses Netzwerk realisieren können soll.

Wir haben uns diese Lösung etwas genauer angesehen, denn ein zuverlässiges, leistungsstarkes Netzwerk ist natürlich die entscheidende Grundlage dafür, um alle Vorteile einer vernetzten Unterhaltungselektronik bis hin zum Smart Home auch tatsächlich vollends genießen zu können.

Ohne Netzwerk geht es nicht

Der Zugriff auf „Daten“ ist für uns alltäglich geworden, und zwar nahezu immer und überall. Emails, Webseiten, Informationen jedweder Art stehen und ständig zur Verfügung, ebenso ist es für uns selbstverständlich, dass wir Musik und Videos immer im direkten Zugriff haben, diese auch auf vielerlei Art wiedergeben können.

Unsere Welt ist „vernetzt“, ganz besonders gilt dies für die Welt der Unterhaltungselektronik. Fernseher, Audio-Systeme, auch Smartphones und Tablets, die seit Jahr und Tag ein fester Bestandteil der Unterhaltungselektronik sind, überall ist „das Netz“ die Grundlage.

Dies ist inzwischen so selbstverständlich, dass wir vielfach gar nicht mehr darüber nachdenken, woher die Inhalte tatsächlich stammen, was dafür an Infrastruktur erforderlich ist, allerdings nur so lange, bis irgendwas mal nicht so reibungslos funktioniert, wie es soll…

Wenn das Netzwerk nicht „mitspielt“

Es verhält sich ja prinzipiell so, dass zu Hause ein Netzwerk in vielen Fällen letztlich nur so irgendwie funktioniert, dies zumindest ist unsere ganz persönliche Erfahrung im privaten Umfeld. Viele Anwender geben sich mit dem zufrieden, was sie „aufs Auge“ gedrückt bekommen, und das ist in erster Linie der Router des Internet Providers.

Dass diese Lösungen zumeist nicht die besten ihrer Art sind, sollte eigentlich seit Jahr und Tag bekannt sein, schließlich handelt es sich um recht günstige, zudem schon bei der Auslieferung an den Kunden vielfach veraltete Modelle. Und genauso verrichten sie letztlich ihren Dienst.

Besonders dramatisch wirkt sich das speziell beim drahtlosen Netzwerk aus. Die Reichweite eines eher mittelmässigen Routers ist ohnehin eher begrenzt, und da es sich um Modelle handelt, die schon sehr viele Jahre auf dem Buckel haben, kommen längst veraltete Standards zum Einsatz, die per se nur für eine sehr geringe Performance und eine in der Praxis sehr bescheidene Reichweite ausreichen.

Hinzu kommt, dass man den Router mit integriertem WiFi Access Point natürlich da platziert, wo die zentrale Zuleitung ist, sei es nun die Telefonsteckdose oder der Zugriffspunkt fürs Kabel TV Netz. Dieser Platz ist nur in den seltensten Fällen dazu geeignet, um wirklich die gesamte Wohnung, geschweige denn ein ganzes Haus, optimal zu versorgen. Die Abdeckung des drahtlosen Netzwerks weist somit mitunter nicht nur einzelne Lücken auf, oftmals sind ganze Bereiche des Wohnumfelds gar nicht mit vernünftigem drahtlosen Netzwerk abgedeckt.

Probleme, die leicht gelöst werden könnten

Unserer Erfahrung nach wollen sich viele Anwender mit der Thematik „Netzwerk“ tunlichst nicht auseinander setzen, da sie meinen, sich mit dieser Technik schlichtweg nicht auszukennen. Man nimmt es, wie beschrieben, einfach so hin, wie es ist…

Dabei bietet der Markt längst eine Vielzahl an Lösungen an, die letztlich perfekt für genau diese Zielgruppe wären, da sie keinerlei Fachkenntnis erfordern, binnen weniger Augenblicke installiert sind, und zudem mit recht geringen Investitionen verbunden sind.

devolo AG mit umfangreichem Produktangebot

Eines dieser Unternehmen, die sich im Wesentlichen genau auf das von uns thematisierte Umfeld spezialisiert hat, ist etwa die devolo AG.

Das deutsche Unternehmen versteht sich als Netzwerk-Spezialist mit mittlerweile jahrzehntelanger Erfahrung im professionellen Umfeld, aber auch im Consumer Segment. Da wie dort hat man sich allen voran einen tadellosen Namen als Experte für so genannte Powerline-Lösungen erarbeitet, einem ganz speziellen Gebiet der Netzwerk-Technologie.

Powerline – eine der flexibelsten Netzwerk-Technologien

Unter Powerline versteht man eine spezielle Technik, bei der schlichtweg das vorhandene Stromnetz im Haus dazu genutzt wird, ein lokales Netzwerk aufzubauen. Um also im gesamten Haus ein Netzwerk zu realisieren, muss man keine zusätzlichen Kabel verlegen, vielmehr baut man auf die bereits existierenden Stromleitungen auf, um es ganz einfach auszudrücken.

devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit im Test
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Wenn das Stromnetz zum Netzwerk wird…

Oftmals wird diese Technologie auch als PowerLAN, PLC für Powerline Communication oder etwa auch dLAN (direct LAN) bezeichnet, im Prinzip handelt es sich aber stets ums gleiche. Stets wird das bestehende Stromnetz damit zum Netzwerk.

Diese Technik ist, wie schon angedeutet, keineswegs neu, über viele Jahre hinweg wurde diese stets weiter optimiert und verbessert. Eine der treibenden Kräfte hierbei war auch das deutsche Unternehmen devolo AG.

Umfangreiches Produktsortiment

Das Produktangebot von devolo AG ist wirklich beeindruckend, reicht längst von „simplen“ Lösungen als Basis eines Netzwerks bis hin zu Smart Home Systemen. Der große Vorteil für den Kunden ist dabei, dass die meisten Lösungen aus dem Hause devolo AG problemlos miteinander kombiniert werden können, somit für nahezu jede individuelle Anforderung letztlich die optimalen Produkte zur Verfügung stehen.

Powerline – Überaus simple Installation

Ein ganz wesentlicher Aspekt aber ist, dass für die Installation dieser Lösungen von devolo AG absolut keine technischen Kenntnisse erforderlich sind, das Produktsortiment für Konsumenten ist so ausgelegt, dass es von wirklich jedem binnen weniger Augenblicke in Betrieb genommen werden kann.

Überspitzt formuliert handelt es sich um Produkte, die nicht nur aussehen wie ein herkömmliches Netzteil für ein beliebiges Gerät, die Installation gestaltet sich haargenau so. Ab in die Steckdose damit, und die Sache ist nahezu erledigt.

Ganz bewusst versucht devolo AG Kunden etwa bei ihrem Internet Auftritt so anzusprechen, dass keinerlei Hürden aufgebaut werden. Man verrennt sich nicht in technischen Abhandlungen, bringt vielmehr alles möglichst simpel auf den Punkt, skizziert etwaige Probleme rund um mangelnde Netzwerk-Abdeckung und -Performance, und zeigt die dafür geeigneten Lösungen auf. Alles steht letztlich unter dem Motto, ein lückenloses, leistungsstarkes Netzwerk im gesamten Haus zu ermöglichen.

devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit

Wir haben uns für diesen Test ein Produkt heraus gepickt, das unserer Einschätzung nach die ideale Basis für den Aufbau eines wirklich lückenlosen Netzwerks im gesamten Haus ermöglicht, und zwar das so genannte devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit.

Das Set besteht aus drei identischen Adaptern, die gleich zwei Aufgaben erfüllen können. Einerseits dienen sie natürlich dazu, ein so genannte Powerline Netzwerk im Haus zu etablieren. Das wirklich entscheidende aber ist, dass man hier gleich auf zweierlei Arten Lösungen ins Netzwerk einbinden kann, und zwar zunächst ganz simpel über ein Netzwerk-Kabel, zudem aber wird auch ein drahtloses Netzwerk aufgebaut, jeder Adapter dient dabei dazu, dieses drahtlose Netzwerk zu erweitern.

MESH – Ins Netz gegangen

Hierbei wiederum wird ein ganz besonderes drahtloses Netzwerk aufgebaut, und zwar ein so genanntes MESH-WLAN.

MESH steht dabei tatsächlich für den Begriff Netz, aber kann ebenso als ineinandergreifend verstanden werden. Dabei wird über jeden Wireless LAN Access Point nicht ein separates drahtloses Netzwerk aufgebaut, sondern jeder Wireless LAN Access Point sorgt mit anderen überspitzt formuliert für ein gemeinsames WiFi Netzwerk. Geräte, die sich somit im Netzwerk befinden, werden allen Access Points nahtlos übernommen, wenn man die Reichweite des einen Access Points verlässt, und in die Nähe eines weiteren kommt. Jeder zusätzliche Wireless LAN Access Point kann damit dazu dienen, das MESH zu erweitern oder etwaige Lücken zu schließen, die sich durch die jeweiligen baulichen Gegebenheiten der Wohnung oder des Hauses ergeben.

Im Prinzip verhält sich das so, wie wir es von Mobiltelefonen kennen. Auch da wird der Empfang nicht abgebrochen, wenn man sich von einer Funkzelle zur nächsten bewegt, vielmehr bucht sich das Handy von einer Zelle aus, und nahtlos in die nächste ein. Selbst Telefonate können damit ohne Unterbrechung weiter geführt werden. Nicht umsonst spricht man bei einem MESH Netzwerk mitunter auch von Roaming, das damit problemlos abgewickelt wird.

Erster Schritt – Laden der devolo Home Network App

Es gibt durchaus verschiedene Arten, die Adapter des devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit zu installieren, die einfachste stellt jene über die devolo Home Network App dar, die für Apple iOS und Google Android angeboten wird.

Diese App ermittelt zunächst, ob im Netzwerk bereits Powerline Adapter aus dem Hause devolo AG vorhanden sind, werden keine gefunden, so kann man direkt neue Geräte installieren. Das ist es, was wir ja wollen.

Hierfür fragt die App den Anwender, welches Gerät er installieren will, in unserem Fall sind es gleich drei devolo MESH WLAN Adapter. Wir könnten dies nun auswählen, noch simpler aber ist es, wenn man einfach den Bar-Code scannen lässt, der sich auf der Packung des Kits befindet.

Mit einem Schlag „weiss“ die App damit, dass wir insgesamt drei Powerline Adapter mit WiFi Access Point installieren wollen und listet diese artig auf.

Schritt für Schritt zum Ziel – Einstecken der Adapter, Verbindung zum Router

Die App ist so gestaltet, dass der Anwender nun wirklich Schritt für Schritt durch den Installationsprozess geleitet wird.

So wird man zunächst aufgefordert, zwei der Adapter in Steckdosen zu stecken. Übrigens, die drei Adapter des devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit sind komplett identisch, es ist also unerheblich, wo man welchen einsetzt.

Zu Beginn sollte man die Adapter des devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit idealerweise im gleichen Raum einstecken, das erleichtert den Installationsprozess. Hierbei darf man auch eine Netzleiste verwenden, allerdings nur für diese Erstinstallation, genauer wollen wir dann gleich auf dieses Thema eingehen.

Innerhalb von zwei Minuten sollte man zudem den letzten, den dritten Adapter in eine Steckdose stecken, und zwar in unmittelbarer Nähe des zentralen Routers des Internet Providers.

Nun bauen die drei Adapter automatisch eine Powerline-Verbindung auf.

Dabei blinken die LEDs an den Adaptern einige Zeit, ist die Verbindung etabliert, so leuchten die Status LEDs in Form eines kleinen „Häuschen“ konstant Weiss.

Als nächsten Schritt wird man aufgefordert, den letzten eingesteckten Adapter, also jenen neben dem bestehenden Router, mit diesem zu verbinden, und zwar mit dem Netzwerk-Kabel, das Teil des Lieferumfangs des devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit ist.

Ist auch das erledigt, so zeigt die App an, wenn alle drei Adapter erfolgreich eine Powerline Verbindung aufgebaut haben, hinter jedem der Adapter erscheint damit ein grünes Häkchen.

Die App bietet im Anschluss die Möglichkeit, jedem Adapter einen individuellen Namen zu verleihen, dies sollte sinnvollerweise etwa anhand des jeweiligen Zimmers erfolgen, in dem dieser letztlich zum Einsatz kommt. Wählt man hier einen Adapter an, so blinkt dessen LED, man weiss also, welchen Adapter man gerade in der App bearbeitet.

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Einrichten des WLAN

Nun geht es ans Einrichten des drahtlosen Netzwerks, wobei die App dafür die Möglichkeit bietet, sich auf das bestehende drahtlose Netzwerk zu beziehen. Hierfür wird WPS eingesetzt, das so genannte WiFi Protected Setup. Dies bedingt aber, dass der bestehende Router dies auch unterstützt, zumeist ersichtlich anhand einer WPS Taste. Manchmal findet sich diese Option aber auch nur im Setup-Menü des Routers, und wir wollen es ja eigentlich besonders einfach haben. Praktischerweise gibt es aber auch die Möglichkeit, ohne WPS fortzufahren, dann listet die App bestehende WiFi Netzwerke auf, in die man sich einfach mittels Benutzernahme und Passwort einklinkt.

Tja, und schon ist die Sache eigentlich erledigt, und die App wechselt in die Übersicht der eben installierten drei Adapter, die das bestehende WiFi Netzwerk von nun an erweitern. Damit leuchten auch die jeweils zweiten LEDs an den Adaptern, die das WiFi Netzwerk symbolisieren.

Ganz wichtig – Firmware-Updates

Doch bevor man nunmehr alles als erledigt betrachtet, sollte man noch einen wichtigen Punkt kontrollieren, und zwar ob die Firmware der Adapter auf dem neuesten Stand ist. Dies ist eine essentielle Frage, denn allen voran geht es hierbei gar nicht um etwaige neue Funktionen die hinzu kommen, sondern in erster Linie um die Sicherheit. Hersteller liefern mit neuen Firmware-Versionen stets die neuesten Sicherheits-Patches, sodass es anzuraten ist, immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Hierzu wechselt man in der App auf den entsprechenden Menü-Eintrag, und gerade bei der Erstinstallation wird man garantiert auf neue Firmware-Versionen hingewiesen, die zur Installation bereit stehen.

Das entsprechende Update erfolgt dann automatisch und nach wenigen Minuten ist man tatsächlich am Ziel, die Konfiguration ist fürs Erste erledigt.

Verteilen der Adapter im Haus

Nun geht es darum, die Adapter bestmöglich im Haus zu verteilen, um tatsächlich ein lückenloses, leistungsstarkes WLAN zu garantieren.

Hier müssen wir nun noch ein wenig Technik einfließen lassen. Das devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit umfasst drei Powerline Adapter, die jeweils einen Wireless Access Point auf Basis des aktuellen Standards IEEE 802.11ac aufweisen. Im Vergleich zu den meisten von Internet Providern angebotenen Routern spielt diese Lösung also schon in einer gänzlich anderen Liga, der Hersteller spricht gar von Gigabit WiFi. Im 2,4 GHz Band sind damit Datenraten bis zu 300 Mbit/s möglich, im 5 GHz Band sollen Datenraten bis hin zu 867 MBit/s erzielt werden. Trotz kompakter Abmessungen haben die Entwickler in den Adaptern die Antennen so ausgelegt, das eine größtmögliche Abdeckung im Raum gewährleistet ist.

Das Stromnetz als „Backbone“

Platziert man diese nun an den richtigen Stellen, steht einem leistungsstarkem Netzwerk im gesamten Haus tatsächlich nichts im Weg. Zumal die Verbindung zwischen den Adaptern selbst nicht auf Basis von WiFi erfolgt, sondern übers Stromnetz, man hat somit, auch hier mag man uns diese „Übertreibung“ nachsehen, einen hoch performanten Backbone, letztlich das Stromnetz als Rückgrat fürs WiFi Netzwerk.

Ein Adapter muss natürlich neben dem zentralen Router verbleiben, die übrigen verteilen wir nun im Haus an strategisch richten Stellen. Idealerweise wählt man dabei Räume, in denen man besonders auf ein zuverlässiges Netzwerk angewiesen ist, also etwa im Wohnzimmer, sofern da nicht ohnehin bereits der erste Adapter als Basis zum Einsatz kam, das Arbeitszimmer und das Kinderzimmer…

Eins gilt es dabei aber unbedingt zu beachten, die Powerline Adapter sollten direkt in eine Steckdose gesteckt werden, und nicht in eine Netzleiste. Dies war zwar bei der Erstinstallation praktisch, wird aber vom Hersteller für den dauerhaften Betrieb ausdrücklich als nicht wirklich ideale Lösung angeführt und sollte daher tunlichst vermieden werden.

Tatsächlich aber ist es ohnehin kein Problem, denn blockiert wird die Steckdose durch die Powerline Adapter nicht. Jeder Adapter weist selbst eine Steckdose auf, die somit auch weiterhin für verschiedenste Geräte zur Verfügung steht. Da kann dann auch problemlos eine Netzleiste angeschlossen werden…

Nicht nur WiFi

Ganz wesentlich anzuführen ist übrigens nochmals, dass das System von devolo AG nicht allein auf WiFi beschränkt ist, an jedem Adapter finden sich zwei Gigagbit Ethernet Ports. Man kann also auch Geräte direkt anschließen, dies empfiehlt sich etwa bei TV-Geräten, Blu-ray Playern oder Streaming-Clients. Ja, auch essentielle Netzwerk-Komponenten wie eine NAS, also eine zentrale Speicherlösung lässt sich so zum Beispiel im Arbeitszimmer ins Netzwerk einbinden. Die Performance reicht dafür allemal aus, schließlich ist ja das Powerline Netzwerk hierfür die Grundlage für die Datenübertragung.

Thema Sicherheit

Ganz besonders wichtig ist natürlich, um dies nochmals hervor zu heben, das Thema Sicherheit im Netzwerk. Wie essentiell es ist, die Firmware der Komponenten stets auf dem aktuellsten Stand zu halten, haben wir ja schon ausgeführt. Zudem ist darauf zu achten, dass die Signalübertragung verschlüsselt erfolgt. Diesbezüglich setzt devolo AG auf aktuellste Verschlüsselungsstandards WPA2/ WPA3 und entspricht damit eigenen Angaben zufolge dem Bankenstandard. Letztlich muss sich der Anwender also auch diesen Punkt betreffend keine Gedanken machen…

Wer es ganz genau wissen will…

Wir haben bislang ganz bewusst auf technische Hintergründe tunlichst verzichtet, letztlich interessiert es uns ja eigentlich auch nicht wirklich, was, warum und wie genau funktioniert, Hauptsache ist, das es funktioniert. Zudem, gerade die Lösungen aus dem Hause devolo AG sind in allen Aspekten genau so konzipiert, dass es dem Anwender gleichgültig sein kann, was da im Hintergrund passiert, für ihn ist einzig das Ergebnis relevant, und das er dieses auf einfachste Art und Weise erzielt.

Wer es aber doch wirklich ganz genau wissen will, was da in seinem Netzwerk vorgeht, all jene, die das Netzwerk individuell konfigurieren wollen, die können dies natürlich jederzeit problemlos tun. Und sogar auf verschiedene Art und Weise.

So bietet schon die bereits angeführte devolo Home Network App eine gute Grundlage dafür, zumindest, um eine Übersicht des Netzwerks zu erhalten. Unter „Einstellungen“ kann man hier einen Erweiterten Modus aktivieren, sodass auch Übertragungsraten angezeigt werden.

Darüber hinaus bietet der Hersteller aber auch die Möglichkeit, die Software devolo Cockpit auf einem PC oder Mac zu installieren, die ebenfalls zur erweiterten Konfiguration dient.

Hier kann etwa eine Kindersicherung aktiviert oder ein Gastnetzwerk für Besucher eingerichtet werden, sodass auch diese im gesamten Haus auf ein Netzwerk nicht verzichten müssen, aber eben nicht auf das eigentliche, sensible Netzwerk zugreifen können.

Die meisten Anwender werden sich aber eher daran erfreuen, dass sie sich an eine als komplex geltende Erweiterung und Optimierung ihres Netzwerk heran gewagt haben, und sie mit wenigen Handgriffen eine deutlich höhere Performance und weitere Abdeckung erzielen konnten.

Geht da noch mehr?

Prinzipiell kann man sagen, dass das von uns getestete devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit bereits eine sehr gute Basis darstellt. Viele Anwender werden gar mit dem etwas kleineren Paket devolo Mesh WLAN 2 Starter Kit das Auslangen finden, das aus zwei Powerline Adapter mit WiFi Access Point besteht.

Wer aber dennoch selbst mit insgesamt drei Adaptern nicht das Auslangen findet, der kann das Netzwerk natürlich jederzeit mit weiteren devolo MESH WLAN Einheiten aufrüsten. Die Einbindung erfolgt dann ebenso simpel und schnell, wie die Erstinstallation.

Disclaimer in eigener Sache

An all die Netzwerk-Profis, die dies nun bisher gelesen haben und vielleicht ein wenig darüber echauffiert sind, dass wir alles nicht ganz so technisch exakt beschrieben haben, hier eine ausdrückliche Entschuldigung. Es ist nicht die Intension, Euch diese Lösung zu beschreiben, denn Ihr wisst haargenau, wie es funktioniert.

Mit diesem Test wollen wir ausdrücklich all jene ansprechen, für die das Thema Netzwerk insgesamt ein großes Mysterium ist, und an das sie sich daher nicht wirklich heran trauen. Ihnen wollen wir aufzeigen, dass es am Markt Lösungen gibt, die exakt auf ihre Bedürfnisse hin entwickelt wurden, die so ausgelegt sind, dass wirklich jeder damit umgehen kann und es somit keinen Grund gibt, sich mit schlechter Netzwerk-Performance zu begnügen.

Vorsicht ist nur bei einem Punkt geboten

Eins müssen wir dann am Schluss allerdings gerade im Umfeld von HiFi-Systemen dann doch anführen. Es gibt nämlich ein Szenario, bei dem man zumindest ein wenig Vorsticht walten lassen sollte, und das sind bei Stromstörungen allzu empfindliche Gerätschaften einer HiFi-Kette.

Der Test zeigte nämlich, dass es mit keinerlei Gerätschaften unserer HiFi-Ketten Probleme gab, außer mit einer Phono-Vorstufe auf Röhrenbasis. Hier war ganz deutlich eine klangschädigende Einstreuung zu vernehmen, allerdings konnten wir dieser dadurch begegnen, dass wir einen der zahllosen am Markt angebotenen hochwertigen Stromfilter nutzten.

Auf den Punkt gebracht…

Mit dem devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit steht die wohl einfachste und letztlich auch kostengünstigste Option zur Verfügung, um ein hoch performantes, sicheres Netzwerk im gesamten Haus zu etablieren. Die Installation ist derart simpel, dass man dafür wirklich absolut keine Grundkenntnisse in Netzwerk-Technik aufweisen muss, um nach nur wenigen Minuten am Ziel zu sein. Gleichzeitig ist das System so ausgelegt, dass es zuverlässig hohe Datenraten bietet und die flexible Integration verschiedenster Lösungen der Unterhaltungselektronik erlaubt. Letztlich können wir damit für das devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit eine klare Empfehlung aussprechen.

Hersteller:devolo AG
Vertrieb:devolo AG
Preis:€ 369,90

sempre audio Award SEHR GUT

Der devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit stellt wohl mit Abstand die einfachste Art und Weise dar, um im gesamten Haus ein Netzwerk aufzubauen, das zuverlässig und schnell funktioniert, keinerlei technischen Kenntnisse erfordert, und jederzeit erweiterbar ist.


Positiv

  • sehr simple Installation
  • schnell installiert
  • hohe Performance
  • flexibel einsetzbar
  • flexibel erweiterbar
  • attraktiver Preis

Negativ

  • Im Umfeld empfindlicher Vorstufen oder Phono-Vorstufen kann es zu Beeinträchtigungen kommen

WERTUNG

HANDHABUNG
PERFORMANCE
BEDIENUNG
PREIS/LEISTUNG

SEHR GUT

Beste Voraussetzungen für ein zuverlässiges Netzwerk im Haus liefert das devolo Mesh WLAN 2 Multiroom Kit. Keine Kabel, allein das Stromnetz reicht hierfür aus, um ein zuverlässiges Netzwerk zu etablieren.

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devolo Mesh WLAN 2 Kit

Fishhead Audio

Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.com und HiFi BLOG, ist seit Jahren als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig.

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