Grado Labs überarbeitet Grado Prestige Series, Grado Timbre Series und Grado Lineage Series für präzisere Analog-Wiedergabe
Bei einem Tonabnehmer entscheidet oft ein kaum sichtbarer Eingriff darüber, ob Musik nur sauber abgebildet oder wirklich überzeugend aus der Rille gelöst wird. Genau an dieser empfindlichen Stelle setzt Grado Labs an und überarbeitet mit der Grado Prestige Series, der Grado Timbre Series und der Grado Lineage Series sein komplettes Cartridge-Programm. Für Analog-Liebhaber ist das deshalb bemerkenswert, weil die Änderungen direkt jene Bereiche betreffen, die über Abtastsicherheit, tonale Balance, Auflösung und Alltagstauglichkeit entscheiden.
- Grado Labs überarbeitet mit der Grado Prestige Series, der Grado Timbre Series und der Grado Lineage Series das komplette Cartridge-Programm. Neue Materialien, verfeinerte Abtasteinheiten und eine klarere Modellstaffelung sollen Vinyl-Hörern über alle Preisklassen hinweg mehr Präzision, bessere Kontrolle und eine konsistentere analoge Wiedergabe bieten.
Es sind oft die kleinsten Bauteile, die einer Anlage den größten Teil ihrer Wahrhaftigkeit abverlangen. Ein Tonabnehmer ist kein dekoratives Detail und kein technischer Nebendarsteller, sondern jener Punkt, an dem sich entscheidet, ob in der Rille bloß Information steckt oder bereits Musik. Genau hier setzt Grado Labs Inc. nun an. Der traditionsreiche amerikanische Hersteller hat seine Cartridge-Familie umfassend überarbeitet und spannt den Bogen dabei von der Grado Prestige Series über die Grado Timbre Series bis hin zur Grado Lineage Series. Verändert werden nicht Oberflächen und Etiketten, sondern jene Kernbereiche, die in der Praxis den Unterschied machen: Stylus Assembly, Spulenmaterial und Gehäusekonstruktion. Das macht diese Neuheit für Vinyl-Hörer weit relevanter, als es eine bloße Modellpflege je sein könnte.
Key Facts
- Grado Labs überarbeitet die Grado Prestige Series, die Grado Timbre Series und die Grado Lineage Series.
- Zur neuen Familie zählen Grado Epoch4, Grado Aeon4, Grado Statement4, Grado Reference4, Grado Master4, Grado Sonata4, Grado Platinum4, Grado Opus4, Grado Gold4, Grado Red4 und Grado Green4.
- Im Fokus stehen laut Grado Labs Verbesserungen bei Stylus Assembly, Spulenmaterial und Gehäusegeometrie.
- Ausgewählte Modelle arbeiten nun mit Nude-Shibata-Diamanten.
- Über alle Serien hinweg kommt OCC-Kupfer in unterschiedlichen Reinheitsgraden zum Einsatz.
- Die Grado-eigene Moving-Iron-Konstruktion mit patentiertem Flux-Bridge-Prinzip bleibt zentraler Bestandteil.
- Die Grado Prestige Series setzt weiterhin auf ein wechselbares Stylus-System.
- Die Preise starten bei US$ 140,- für die Grado Prestige Series, bei US$ 300,- für die Grado Timbre Series und bei US$ 3.500,- für die Grado Lineage Series.
Welche Modelle das Update konkret umfasst
Grado Labs lässt von Beginn an keinen Zweifel daran, dass die Überarbeitung das Portfolio in voller Breite betrifft. In der Grado Lineage Series stehen Grado Epoch4, Grado Aeon4 und Grado Statement4. Die Grado Timbre Series umfasst Grado Reference4, Grado Master4, Grado Sonata4, Grado Platinum4 und Grado Opus4. In der Grado Prestige Series finden sich Grado Gold4, Grado Red4 und Grado Green4. Damit wird rasch klar, dass der Hersteller nicht nur einzelne Spitzenmodelle nachschärft, sondern die gesamte Familie stringenter aufstellt. Grado Labs beschreibt diesen Schritt als fokussierteren Ansatz, bei dem jedes Modell innerhalb seiner Klasse mehr Leistung entfalten soll, während Entwicklungen aus den oberen Baureihen in die gesamte Serie hineinwirken. Für den Kunden bedeutet das vor allem eines: eine nachvollziehbarere Staffelung und eine klarere Erwartungshaltung vom Einstieg bis zur Referenzlösung.
Feinarbeit dort, wo Vinyl wirklich entschieden wird
Der Kern der Überarbeitung liegt in jenen Elementen, die das Verhalten eines Tonabnehmers unmittelbar prägen. Grado Labs hat den Aufbau der Abtasteinheit weiterentwickelt und Diamantprofile sowie Cantilever-Materialien gezielter den einzelnen Modellen zugeordnet. Ausgewählte Systeme setzen nun auf Nude-Shibata-Diamanten und rücken damit über die in weiten Teilen der Vorgängergeneration genutzten elliptischen Profile hinaus. Für die Praxis ist das ein entscheidender Punkt. Ein Shibata-Schliff kann die Kontaktfläche in der Rille vergrößern, was in saubererer Nachführung, höherer Informationsdichte und stabilerer Abtastung resultieren kann. Gerade in komplexen Passagen, bei dichten Arrangements oder in den kritischen Innenrillen kann sich das als mehr Ruhe, präzisere Zeichnung und bessere Durchhörbarkeit bemerkbar machen.
Auch bei der Spulentechnik legt Grado Labs Hand an. Künftig arbeitet die gesamte Familie mit OCC-Kupfer in unterschiedlichen Reinheitsstufen. Das ist keine bloße Vokabel für Datenblätter, sondern ein Detail mit klarer Relevanz für das Nutzsignal. Je sauberer und verlustärmer dieses weitergeleitet wird, desto eher bleiben Feininformationen, Kanalgleichheit und die innere Ordnung des Klangbilds erhalten. Wer analoge Wiedergabe ernst nimmt, weiß, dass solche Maßnahmen nicht spektakulär aussehen, im Hörraum aber rasch über Natürlichkeit und Präzision entscheiden.
Hinzu kommt eine überarbeitete Gehäusegeometrie bei den Holzgehäuse-Modellen. Hier verfolgt Grado Labs nicht nur das Ziel einer nochmals verfeinerten mechanischen Arbeitsweise, sondern auch einer einfacheren Montage und höherer Stabilität im täglichen Einsatz. Das ist ein erfreulich bodenständiger Ansatz, denn ein guter Tonabnehmer muss nicht nur klanglich überzeugen, sondern sich auch sauber installieren und dauerhaft zuverlässig betreiben lassen.
Die Grado Lineage Series als Spitze des Programms
Am oberen Ende des Portfolios steht die Grado Lineage Series. Sie markiert jene Zone, in der Grado Labs maximale Entwicklungsarbeit mit hohem Materialaufwand zusammenführt. Grado Epoch4 und Grado Aeon4 arbeiten mit Saphir-Cantilever, Grado Statement4 mit einem präzise gefertigten Boron-Cantilever. Dazu kommen Nude-Shibata-Diamanten sowie besonders hochreine Spulen. In Verbindung mit Gehäusen aus brasilianischem Ebenholz soll so eine Wiedergabe entstehen, die Geschwindigkeit, Feinauflösung und Kontrolle mit dem organischen Charakter klassischer Vinyl-Wiedergabe vereint. Gerade diese Verbindung ist für anspruchsvolle Analog-Hörer interessant, denn sie suchen nicht bloß analytische Schärfe, sondern ein stimmiges Verhältnis aus Präzision, Körper und musikalischem Fluss.
Grado Labs hält in der Grado Lineage Series zugleich am firmeneigenen Moving-Iron-Prinzip mit patentiertem Flux-Bridge-System fest. Der Hersteller versteht diesen Ansatz als Alternative, die jene Schnelligkeit, Detailauflösung und Tiefe anstrebt, die man häufig mit Moving-Coil-Konzepten verbindet, dabei aber mit Stabilität, Konstanz und Langzeitverhalten punkten soll. Hinzu kommt, dass die Modelle der Grado Lineage Series in Low-Output-Ausführungen sowie in Stereo- und Mono-Varianten angeboten werden. Damit zielt diese Linie klar auf ambitionierte Analog-Ketten, bei denen nicht nur der Tonabnehmer selbst, sondern das gesamte Umfeld auf höchstem Niveau spielt.
Die Grado Timbre Series als Herzstück für ambitionierte Systeme
Die Grado Timbre Series nimmt innerhalb des neuen Programms eine besonders reizvolle Position ein. Sie richtet sich an Hörer, die mehr als einen bloßen Einstieg suchen, aber nicht zwingend in die absolute Referenzklasse vorstoßen wollen. Grado Labs setzt hier auf elliptische Diamanten, abgestimmte Cantilever-Konstruktionen und OCC-Kupfer, legt den Fokus also auf das Zusammenspiel aller Elemente statt auf einzelne plakative Superlative. Genau das macht diese Baureihe in der Praxis so spannend, denn sehr oft ist nicht das spektakulärste Einzelmerkmal entscheidend, sondern die Art, wie alle Komponenten gemeinsam arbeiten.
Innerhalb der Serie differenziert Grado Labs die Modelle auch über die Materialwahl. Grado Reference4 und Grado Master4 setzen auf amerikanisches Osage-Holz und Boron-Cantilever. Grado Sonata4 und Grado Platinum4 kombinieren mediterranes Olivenholz mit eigens entwickelten Aluminium-Cantilever-Lösungen. Grado Opus4 arbeitet mit amerikanischem Ahorn und ebenfalls Aluminium. Solche Unterschiede sind keineswegs nur ästhetischer Natur. Holzart, Masseverteilung und Resonanzverhalten können das klangliche Temperament beeinflussen und darüber mitentscheiden, wie ausgewogen, kontrolliert und fein ein Tonabnehmer aufspielt. Grado Labs formuliert das Ziel dieser Reihe als Balance aus Auflösung, Musikalität und Kontrolle. Das ist eine Einordnung, die für diese Klasse durchaus schlüssig erscheint.
Die Grado Prestige Series bleibt das Fundament
So reizvoll die oberen Baureihen sind, für viele Hörer beginnt der Alltag mit einem robusten und vernünftig kalkulierbaren System. Genau an dieser Stelle bleibt die Grado Prestige Series das Fundament des Programms. Grado Gold4, Grado Red4 und Grado Green4 setzen auf elliptische Diamanten, Aluminium-Cantilever und OCC-Kupfer. Entscheidend ist hier weniger Exotik als Verlässlichkeit. Grado Labs betont stabile Performance, einfache Handhabung und langfristige Konstanz, also genau jene Tugenden, die in einem realen Analog-Setup besonders viel zählen.
Ein wesentlicher Vorteil der Grado Prestige Series bleibt das wechselbare Stylus-System. Für den Nutzer bedeutet das geringeren Wartungsaufwand, niedrigere Folgekosten und eine deutlich entspanntere Langzeitperspektive. Wer viel hört und seine Schallplatten nicht als museales Ritual, sondern als Teil des täglichen Musiklebens versteht, wird diesen Punkt höher gewichten als manch spektakulär klingenden Datenwert. Gerade deshalb bleibt die Grado Prestige Series innerhalb des Programms so wichtig: Sie ist nicht bloß der Einstieg, sondern eine ernstzunehmende, pragmatische Lösung für langjährigen Musikgenuss.
Material, Konstruktion und Charakter als zusammenhängende Idee
Interessant ist an der neuen Familie auch, wie konsequent Grado Labs Materialwahl und Konstruktion als Teil einer klanglichen Gesamtidee versteht. Die Holzgehäuse-Modelle entstehen aus gezielt ausgewählten Harthölzern, während die Systeme der Grado Prestige Series auf präzise geformte Gehäuse setzen, die Konstanz und Haltbarkeit in den Vordergrund stellen. Diese Unterschiede formen nicht nur die äußere Erscheinung, sondern ebenso das Verhalten im Betrieb. Resonanzkontrolle, mechanische Stabilität, Nachführgenauigkeit und tonale Balance sind keine voneinander getrennten Disziplinen. Sie greifen ineinander wie Zahnräder in einem Uhrwerk. Genau deshalb wirkt die Neuaufstellung der Familie so schlüssig: Sie denkt Performance nicht als einzelne Kennzahl, sondern als Ergebnis eines fein austarierten Ganzen.
Kontinuität statt lauter Neuerfindung
Grado Labs beschreibt die neue Generation nicht als Bruch mit der eigenen Tradition, sondern als stetige Evolution. Das ist eine Haltung, die im Analog-Bereich beinahe sympathischer wirkt als jede große Revolutionsrhetorik. Bewährte Grundlagen bleiben erhalten, dort wo hörbare Verbesserungen möglich sind, wird gezielt nachgeschärft. Für Vinyl-Hörer ist genau das eine beruhigende Nachricht. Denn niemand verlangt von einem guten Tonabnehmer, dass er den Charakter der Schallplatte ausradiert. Viel entscheidender ist, dass er Musik mit mehr Präzision, größerer innerer Ordnung und besserer Nachvollziehbarkeit aus der Rille löst. Genau darauf scheint die neue Grado-Familie abzuzielen.
Preis und Verfügbarkeit
Die überarbeitete Cartridge-Familie von Grado Labs soll, wie beschrieben, über alle drei Baureihen hinweg verfügbar sein. Der Einstieg beginnt bei US$ 140,- für Modelle der Grado Prestige Series. Die Grado Timbre Series startet bei US$ 300,-, während für die Grado Lineage Series ein Einstiegspreis ab US$ 3.500,- genannt wird. Damit reicht das Angebot von bodenständigen Lösungen für den Einstieg in die Grado-Welt bis hin zu klar auf High-end Systeme zugeschnittenen Tonabnehmern. Für Holzgehäuse-Modelle bietet Grado Labs zudem weiterhin ein Trade-in-Programm an, das langfristige Nutzung und flexible Upgrades erleichtern soll.
Fazit – Die Kunst, am Richtigen zu feilen
Mit der Überarbeitung der Grado Prestige Series, der Grado Timbre Series und der Grado Lineage Series zeigt Grado Labs Inc., dass echte Produktpflege weit mehr sein kann als das Austauschen von Modellbezeichnungen. Der Hersteller setzt an genau jenen Stellen an, an denen analoge Wiedergabe gewonnen oder verschenkt wird. Für den Hörer ist das eine gute Nachricht, denn eine präzisere Abtastung, mehr Konstanz, bessere Kanalbalance und eine klarere Staffelung des gesamten Programms sind keine akademischen Werte, sondern Qualitäten, die sich Tag für Tag im Hörraum bemerkbar machen. Gerade weil Grado Labs nicht nach dem lauten Effekt sucht, sondern nach der sauberen Verbesserung, wirkt diese neue Cartridge-Familie so überzeugend. Sie will Vinyl nicht neu erfinden, sondern es auf höherem Niveau bewahren.
| Produkt | Grado Prestige Series, Grado Timbre Series und Grado Lineage Series |
|---|---|
| Preis | Grado Prestige Series ab US$ 140,- Grado Timbre Series ab US$ 300,- Grado Lineage Series ab US$ 3.500,- |
Technische Daten im Überblick
| Produkt | Grado Prestige Series, Grado Timbre Series und Grado Lineage Series |
|---|---|
| Charakterisierung | Überarbeitete Tonabnehmer-Familie vom soliden Einstieg bis zur Referenzklasse; klanglich auf mehr Präzision, Kontrolle, Stabilität und ein konsistenteres Serienprofil ausgelegt |
| Produktfamilie | Grado Prestige Series, Grado Timbre Series und Grado Lineage Series |
| Grado Lineage Series | High-end Baureihe für höchste Ansprüche; ausgelegt auf maximale Auflösung, Tempo, Kontrolle und Feinzeichnung |
| Modelle der Grado Lineage Series | Grado Epoch4, Grado Aeon4, Grado Statement4 |
| Gehäuse der Grado Lineage Series | Brasilianisches Ebenholz; relevant für Resonanzkontrolle, mechanische Stabilität und eine besonders ruhige, fokussierte Wiedergabe |
| Grado Timbre Series | Anspruchsvolle Mittel- und Oberklasse mit Fokus auf Balance aus Musikalität, Auflösung, Kontrolle und harmonischer Systemintegration |
| Modelle der Grado Timbre Series | Grado Reference4, Grado Master4, Grado Sonata4, Grado Platinum4, Grado Opus4 |
| Gehäuse der Grado Timbre Series | Je nach Modell amerikanisches Osage, mediterranes Olivenholz oder amerikanischer Ahorn; prägt Resonanzverhalten, tonale Balance und klanglichen Charakter |
| Grado Prestige Series | Zugängliche Baureihe mit Fokus auf Verlässlichkeit, Alltagstauglichkeit und langfristigen Nutzwert |
| Modelle der Grado Prestige Series | Grado Gold4, Grado Red4, Grado Green4 |
| Gehäuse der Grado Prestige Series | Präzisionsgeformte Gehäuse für Konstanz, Haltbarkeit und gleichbleibende Performance im Alltag |
| Produktkategorie | Phono-Tonabnehmer |
| Generatorprinzip | Moving Iron mit patentiertem Flux-Bridge-Prinzip; soll Schnelligkeit, Detailauflösung und stabile Langzeitleistung verbinden |
| Überarbeitete Kernbereiche | Stylus Assembly, Spulenmaterial und Gehäusegeometrie; relevant für Abtastgenauigkeit, Signalreinheit und Montagekomfort |
| Diamantprofile | Je nach Modell elliptisch oder Nude Shibata; Shibata kann feinere Rilleninformationen präziser erfassen und die Abtastsicherheit verbessern |
| Cantilever-Materialien | Aluminium, Boron oder Saphir je nach Modell; dies beeinflusst Steifigkeit, Impulsverhalten, Kontrolle und Feindynamik |
| Spulenmaterial | OCC-Kupfer in unterschiedlichen Reinheitsgraden; dient einer sauberen Signalübertragung und stabilen Kanalbalance |
| Ausgangsvarianten | Grado Lineage Series auch in Low-Output-Ausführungen sowie in Stereo- und Mono-Versionen erhältlich |
| Wechselbares Stylus-System | Bei der Grado Prestige Series vorgesehen; erleichtert Wartung, senkt Folgekosten und erhöht den Langzeitnutzen |
| Servicekonzept | Trade-in-Programm für Modelle mit Holzgehäuse; unterstützt langfristige Systempflege und flexible Upgrades |
| Marke | Grado Labs Inc. |
|---|---|
| Hersteller | Grado Labs Inc. |
| Vertrieb | Grado Labs Inc. |
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