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iFi Audio nano iDSD LE - The pocket rocket…

Foto © iFi Audio

Als portabler DAC und Kopfhörer-Verstärker ist der neue iFi Audio nano iDSD LE ausgelegt, der die gleiche DNA wie der iFi Audio nano iDSD aufweisen soll, nur auf ein paar Details verzichtet, dafür aber zu einem besonders attraktiven Preis angeboten wird.

Kurz gesagt...

Als portabler DAC mit integriertem Kopfhörer-Verstärker präsentiert sich der iFi Audio nano iDSD LE, der Audio in Hi-Res mit bis zu 32 Bit und 384 kHz sowie DSD mit bis zu DSD128 verarbeiten kann.

Wir meinen...

Mit dem neuen iFi Audio nano iDSD LE steht die „Light-Version“, oder der kleine Bruder des iFi Audio nano iDSD zur Verfügung. Beide setzen auf die gleiche DNA, somit eine sehr ausgeklügelte Signalverarbeitung, die auf einen erstklassigen DAC sowie DirectDrive-Konzept setzen. Einziger Unterschied: der kleine Bruder verzichtet auf eine Filter-Sektion, verfügt „nur“ über einen analogen Cinch-Ausgang und Kopfhörer-Anschluss, jedoch über keine S/PIF-Schnittstelle. Zudem kann er 32 Bit 384 kHz bei Linear PCM und DSD bis hin zu DSD128, aber nicht DSD256 verarbeiten.
Hersteller:iFi Audio
Vertrieb:WOD Audio
Preis:€ 149,-

Von Michael Holzinger (mh)
14.12.2016

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Mobile Audio-Lösungen dringen in immer höhere Sphären vor. Was lange Zeit als „Spielzeug“ abgetan und für eine ansprechende Musik-Wiedergabe auf hohem Niveau gar nicht in Betracht gezogen wurde, wird immer mehr zu einem wirklich sehr spannenden Markt, der einen Vergleich zu herkömmlichen Audio-Lösungen keineswegs scheuen muss, sondern vielmehr integraler Bestandteil sein kann. So liefern etwa selbst vielfach als seriöse Quelle verpönte mobile Devices in Verbindung mit dem richtigen Zubehör längst ein derart beeindruckendes Qualitätsniveau, dass man durchaus von einer audiophilen Lösung sprechen kann.

Dass dies auch zu sehr moderaten Preisen klappt, will nunmehr iFi Audio mit dem neuen iFi Audio nano iDSD LE unter Beweis stellen. Diese Lösung bezeichnet das Unternehmen als „The pocket rocket…“, selbst wenn es sich hierbei um die neueste Einstiegslösung des Herstellers handelt.

Der neue iFi Audio nano iDSD LE setze auf die gleiche DNA wie sein großer Bruder, der iFi Audio nano iDSD, kann also nahezu mit der ebenso ausgeklügelten Signalverarbeitung aufwarten, verzichtet aber auf einige Details, die für so manchen ohnedies nicht von großer Bedeutung sind, um einen besonders attraktiven Preispunkt zu erzielen.

So präsentiert sich der neue iFi Audio nano iDSD LE mit Abmessungen von lediglich 106 mm in der Länge, 67 mm in der Breite, und 28 mm in der Höhe, ist also überaus klein geraten. Ideal für eine portable Lösung, zumal er nicht mehr als 167 g auf die Waage bringt. Dafür sorgt ein zwar sehr robustes, aber eben auch sehr leichtes Gehäuse aus Metall, das in dunklem Silber gehalten ist.

Auf der einen Seite steht ein USB-Port zur Verfügung, der als USB 2.0 Schnittstelle mit asynchroner Datenübertragung ausgelegt ist, und zur Verbindung mit einem PC oder Mac, aber allen voran auch für Smartphones und Tablets ausgelegt ist. Je nach Typ und Hersteller des Smartphones oder Tablets sind natürlich entsprechende Adapter-Kabel erforderlich, etwa ein so genannter Apple Camera Connection Kit für Apples iPhone oder Apple iPad. Über diesen USB-Port erfolgt auch die Stromversorgung, um den integrierten Akku zu laden, der immerhin eine Spieldauer von bis zu zehn Stunden aufweisen soll.

Auf der gegenüberliegenden Stirnseite steht ein Lautstärke-Regler zur Verfügung, der auch als Hauptschalter dient, zudem ein Cinchbuchsen-Pärchen, sowie ein Kopfhörer-Anschluss, ausgelegt als 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse.

Im Inneren setzten die Entwickler beim iFi Audio nano iDSD LE, wie bereits erwähnt, auf nahezu die gleich ausgeklügelte Signalverarbeitung, wie beim iFi Audio nano iDSD. Dies bedeutet, dass allen voran auch hier ein überragender DAC zum Einsatz kommt, nämlich ein DAC des Typs Burr-Brown aus dem Hause Texas Instruments, der Inhalte sowohl in PCM als auch DSD nativ verarbeitet, der Hersteller spricht hier von True Native Signal Processing. Bei Linear PCM reicht das Spektrum bis hin zu 32 Bit und 384 kHz, es wird damit das so genannte DXD-Format unterstützt. Bei DSD-Inhalten können Signale mit DSD128, also DSD 11.2 MHz verarbeitet werden. Um eine besonders präzise Signalverarbeitung zu garantieren, setzt man auf eine spezielle Masterclock, und zwar von AMR, und bezeichnet dies als military-grade temperature compensated clock module. Damit jedweder klangschädigende Jitter ausgeschlossen ist, kommt zudem die so genannte AMR Zero Jitter Lite Technology des AMR DP-777 zum Einsatz, die direkt am asynchronen USB-Interface ansetzt.

Auch die übrige Signalverarbeitung soll so aufgebaut sein, das „nichts“ deren Güte stört, hierbei spricht der Hersteller von einem DirectDrive Signal Path, der etwa auf jedweden Kondensator im Signalweg verzichtet. Die Kontrolle der Lautstärke erfolgt allein auf analoger Ebene, sodass auch hier keinerlei Einbussen bei der Klangqualität in Kauf genommen werden müssen.

Im Vergleich zum großen Bruder fehlt dem neuen iFi Audio nano iDSD LE die Filter-Schaltung, es wird DSD, wie beschrieben, nur bis hin zu DSD128 unterstützt, und einen S/PDIF-Ausgang kann dieser auch nicht aufweisen.

Bedenkt man aber, dass man den neuen iFi Audio nano iDSD LE bereits zum empfohlenen Verkaufspreis von lediglich € 149,- erhält, so dürften diese „Einschränkungen“ für viele Kunden kein wirkliches Manko darstellen, und der neue iFi Audio nano iDSD LE damit eine wirklich überaus spannende Lösung sein.

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