Klipsch The Sevens II – Aktive Stereo-Lautsprecher Streaming, HDMI und Dirac Live sowie Dolby Atmos
Für die Klipsch The Sevens II gehört der Hörraum zum Konzept. Das aktive Lautsprecherpaar bringt Dirac Live samt Messmikrofon mit und überlässt es seinen Besitzern, ob sie die beiden Lautsprecher per Kabel oder drahtlos verbinden. Ein 6,5 Zoll Tiefmittelton-Treiber pro Seite, integriertes Streaming und Dolby Atmos erweitern den Einsatz von der Musikanlage bis zum Filmabend.
- Die Klipsch The Sevens II kombinieren aktive Zweiwege-Lautsprecher mit Dirac Live Raumkorrektur, integriertem Streaming und einer gemeinsam mit Onkyo entwickelten Elektronik. Die Verbindung zwischen den Lautsprechern arbeitet wahlweise drahtlos mit 48 kHz oder kabelgebunden mit bis zu 24 Bit 96 kHz. HDMI 2.1 samt eARC und Dolby Atmos mit virtuellen Höhenkanälen erschließen zusätzlich TV- und Filmton. Ein Phono-Eingang, weitere Analog- und Digitalanschlüsse sowie ein Subwoofer-Ausgang ergänzen die Ausstattung.
Die Klipsch The Sevens II bringen ein Zubehör mit, das man zwischen Fernbedienung und Anschlusskabeln leicht unterschätzen könnte: ein Messmikrofon. Klipsch Group Inc. nimmt damit einen Mitspieler ins Visier, der auf keinem Geräte-Rack steht und dennoch jede Aufnahme prägt – den Hörraum. Denn über den Platz der Lautsprecher entscheiden im Wohnzimmer oft das Sideboard, eine Tür oder die Breite des Fernsehers mit. Genau dort setzt die zweite Generation der The Sevens an: mit einer Einmessung für die akustischen Gegebenheiten und einer Funkverbindung, die das Signalkabel quer durch die Einrichtung ersparen kann. Das macht neugierig auf ein Stereo-System, dessen interessanteste Neuerungen dort ansetzen, wo HiFi im Alltag tatsächlich stattfindet.
Key Facts Klipsch The Sevens II
- Aktives Zweiwege-Bassreflexsystem mit 25 mm Titan-LTS-Hochtöner am Tractrix-Horn und 6,5 Zoll Jet Cerametallic Tiefmittelton-Treiber pro Lautsprecher
- Frequenzgang 39 Hz bis 25 kHz bei ±3 dB; maximaler Schalldruck 106 dB für das Stereo-Paar in einem Meter Entfernung
- Dirac Live mit eingeschränkter Lizenz und mitgeliefertem Messmikrofon
- Drahtlose Verbindung zwischen den Lautsprechern mit 48 kHz; kabelgebunden bis zu 24 Bit 96 kHz
- Onkyo-Elektronik, Dolby Atmos mit virtuellen Höhenkanälen und 5-Band Equalizer
- HDMI 2.1 Ein- und Ausgang mit ARC/eARC, CEC, 8K-Passthrough und 4K bei 120 Hz
- Google Cast, Apple AirPlay 2, Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect
- Dualband-WiFi, Ethernet und Bluetooth 5.4 mit SBC und AAC
- Phono und Line über Cinch, optischer und koaxialer Digitaleingang, USB-C Audio, USB-A und Subwoofer-Ausgang
- Echt-Holzfurnier in Walnut, Ebony und Red Oak; Klipsch Connect Plus App und beleuchtete Fernbedienung
Raumkorrektur mit Dirac Live
Der entscheidende Schritt gegenüber dem kleineren Modell der Serie ist die integrierte Raumkorrektur. Die Klipsch The Sevens II werden mit einem Messmikrofon ausgeliefert, über das Dirac Live die Wiedergabe im Hörraum erfasst. Durch die Einrichtung führt die Klipsch Connect Plus App. Auf Basis der Messung wird eine Korrektur erstellt, die raumbedingte Unregelmäßigkeiten in der Wiedergabe verringern soll.
Damit erhält der Nutzer ein Werkzeug, das über eine manuelle Anpassung von Bässen und Höhen hinausgeht. Gerade bei einer Anlage, die ihren Platz in einem bereits eingerichteten Wohnzimmer finden soll, ist diese Möglichkeit relevant. Die mitgelieferte Dirac-Live-Lizenz ist allerdings im Funktionsumfang beziehungsweise Korrekturbereich begrenzt; eine uneingeschränkte Vollbereichslizenz gehört nicht zur ausgewiesenen Ausstattung. Eine sorgfältige Positionierung der Lautsprecher bleibt auch mit Einmessung sinnvoll.
Zwei Lautsprecher, freie Wahl bei der Verbindung
Zwischen den beiden Lautsprechern lässt Klipsch die Wahl zwischen Funk und Kabel. Die drahtlose Verbindung arbeitet mit einer Abtastrate von 48 kHz und erspart die Verlegung einer Signalleitung von einer Seite des Raums zur anderen. Beide Lautsprecher benötigen weiterhin einen Stromanschluss. Der primäre Lautsprecher lässt sich über die App dem linken oder rechten Kanal zuordnen, was die Positionierung in der Nähe der vorhandenen Zuspieler erleichtert.
Wer das System mit bis zu 24 Bit 96 kHz betreiben möchte, verbindet die beiden Gehäuse mit dem beiliegenden, vier Meter langen CAT6-Verbindungskabel. Damit betrifft die Entscheidung für oder gegen das Kabel auch die maximal mögliche Auflösung der Verbindung. Die Buchsen für diese Lautsprecherkopplung sind dabei vom separaten Ethernet-Anschluss für das Heimnetzwerk zu unterscheiden.
Mehr Bassreichweite als beim kleineren Serienmodell
Akustisch setzen die Klipsch The Sevens II auf einen 6,5 Zoll Jet Cerametallic Tiefmittelton-Treiber und einen belüfteten 25 mm Titan-LTS-Hochtöner mit Tractrix-Horn. Das Bassreflexsystem arbeitet mit einer rückseitigen Öffnung. Klipsch nennt einen Frequenzgang von 39 Hz bis 25 kHz bei ±3 dB sowie einen maximalen Schalldruck von 106 dB für das Lautsprecherpaar in einem Meter Entfernung.
Diese Eckdaten helfen auch bei der Einordnung innerhalb der Serie. Die in unserem Artikel zu den Klipsch The Fives II vorgestellte kompaktere Lösung erreicht laut Hersteller 50 Hz als untere Grenzfrequenz und 103 dB Maximalpegel. Die The Sevens II bieten auf dem Papier somit mehr Bassreichweite und Pegelreserve; hinzu kommen Dirac Live und die drahtlose Verbindung zwischen den Lautsprechern. Das sind konkrete Gründe für den Schritt zum größeren Modell, auch wenn viele Streaming- und TV-Funktionen beiden gemeinsam sind.
Die neue einteilige BMC-Schallwand soll durch ihre Dichte und Steifigkeit unerwünschte Resonanzen reduzieren. Ihre abgerundeten Konturen dienen laut Klipsch zudem einer gleichmäßigeren Abstrahlung abseits der direkten Hörachse. Für ein Wohnzimmer mit mehreren Sitzplätzen ist das ein ebenso relevanter Konstruktionsaspekt wie der Frequenzgang am idealen Hörplatz.
Erstmals auf der CES 2026 präsentiert
Den übergeordneten Ansatz dieser Generation haben wir bereits in unserem Bericht zur Vorstellung der Klipsch The Fives II, The Sevens II und The Nines II auf der CES 2026 eingeordnet. Die Zusammenarbeit mit Onkyo schafft dabei eine gemeinsame Elektronikbasis, die Aufgaben klassischer HiFi-Komponenten und eines AV-Receivers direkt in die Lautsprecher verlagert.
Bei den Klipsch The Sevens II zeigt sich das unter anderem an der Verarbeitung von Dolby Atmos. Das System erzeugt virtuelle Höhenkanäle über die beiden Lautsprecher und soll so eine räumlich erweiterte Filmtonwiedergabe ermöglichen. Zusätzliche Höhenlautsprecher gehören nicht zu diesem Aufbau. Die räumliche Wirkung beruht auf Signalverarbeitung und bleibt entsprechend von Hörposition und Raum abhängig.
HDMI mit Anschluss für Fernseher und Zuspieler
Die HDMI-Sektion bietet einen Eingang für ein Quellgerät sowie einen Ausgang zum Fernseher. Der TV-Ton gelangt über ARC beziehungsweise eARC zurück ins Lautsprechersystem, während CEC die Lautstärkeregelung mit der Fernbedienung des Fernsehers ermöglicht. Eine Spielkonsole oder ein anderer HDMI-Zuspieler kann direkt an den Lautsprechern angeschlossen werden; das Bildsignal wird an den Bildschirm weitergeleitet.
Unterstützt werden 8K-Passthrough und 4K bei 120 Hz sowie HDR10+, Dolby Vision und BT.2020. Mit VRR, ALLM und QFT berücksichtigt die HDMI-2.1-Ausstattung auch variable Bildwiederholraten, den automatischen Wechsel in einen latenzarmen Bildmodus und eine beschleunigte Bildübertragung. Für den Ton stehen zusätzlich die Modi Music, Movie und Direct, eine Dialoganhebung und ein 5-Band Equalizer zur Verfügung.
Für jede Spielart bestens gerüstet
Im Musikbetrieb lassen sich die Klipsch The Sevens II über Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect direkt aus den jeweiligen Anwendungen ansprechen. Apple AirPlay 2 und Google Cast ergänzen diese Zugänge. Ins Heimnetzwerk gelangt das System über WiFi auf 2,4 und 5 GHz oder über Ethernet, sodass kein separater Netzwerk-Player erforderlich ist.
Auch vorhandene Geräte können weiter genutzt werden. Ein dedizierter Phono-Eingang mit integriertem Phono-Vorverstärker und ein separater Line-Eingang stehen ebenso bereit wie optische und koaxiale Digitaleingänge. USB-C Audio bindet einen Computer ein, USB-A ergänzt die Anschlüsse für Speichermedien. Für die direkte drahtlose Zuspielung ist Bluetooth 5.4 mit den Codecs SBC und AAC integriert; ein aktiver Subwoofer lässt sich über einen Cinch-Ausgang anschließen.
Holzfurnier für elegantes Erscheinungsbild und intuitive Bedienung
Mit 381 mm Höhe, 206,38 mm Breite und 317,5 mm Tiefe pro Lautsprecher beanspruchen die Klipsch The Sevens II durchaus ihren Platz. Die MDF-Gehäuse tragen Echt-Holzfurnier in Walnut, Ebony oder Red Oak. Letztere Ausführung kombiniert das Furnier mit einer weißen Schallwand und hellgrauen, abnehmbaren Abdeckungen. Als passende optionale Lautsprecher-Ständer nennt Klipsch die KS-24.
Lautstärke und Quellenwahl sind über einen Metallregler und eine Metalltaste an der Oberseite zugänglich. Die beleuchtete Fernbedienung erleichtert den Zugriff im abgedunkelten Raum, während die Klipsch Connect Plus App Einrichtung, Fernbedienung und Equalizer-Einstellungen am Smartphone ermöglicht. So bleibt die Bedienung auch dann unkompliziert, wenn die Lautsprecher auf Ständern neben dem TV-Möbel stehen.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick
- Einmessung für den eigenen Hörraum: Dirac Live kann raumbedingte Unregelmäßigkeiten innerhalb des unterstützten Korrekturbereichs reduzieren.
- Weniger Aufwand bei der Kabelverlegung: Die drahtlose Kopplung erspart auf Wunsch das Signalkabel zwischen den Lautsprechern.
- Hi-res Audio per Kabel: Die beiliegende Verbindung erlaubt den Betrieb mit bis zu 24 Bit 96 kHz.
- Mehr Spielraum im Bass: Die gegenüber den The Fives II tiefere untere Grenzfrequenz spricht für den Einsatz als eigenständiges Stereo-System.
- Musik aus der vertrauten Anwendung: Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect vereinfachen den direkten Zugriff auf Streaming-Dienste.
- TV und Zuspieler zentral anschließen: HDMI eARC und ein zusätzlicher HDMI-Eingang erschließen Filmton und Gaming ohne separaten AV-Receiver.
- Vorhandene Quellen weiterverwenden: Phono-, Line- und Digitaleingänge binden Plattenspieler, CD-Player oder Computer ein.
- Einrichtung vom Hörplatz aus: Die Klipsch Connect Plus App führt durch die Einmessung und erlaubt die Anpassung der Wiedergabe.
Preis und Verfügbarkeit
Der Paarpreis der Klipsch The Sevens II beträgt € 1.999,-. Angeboten werden die Ausführungen Walnut, Ebony und Red Oak. Die neuen Aktiv-Lautsprecher-Systeme von Klipsch stehen bereits dieser Tage im Fachhandel zur Verfügung.
Wir meinen…
Dirac Live und die wahlweise drahtlose Lautsprecherverbindung geben den Klipsch The Sevens II ein klares Profil innerhalb der neuen Serie. Beides betrifft Fragen, die beim Kauf einer Lösung fürs Wohnzimmer oft erst nach der Entscheidung für ein bestimmtes Modell auftauchen: den Einfluss des Raums und die praktische Verkabelung. Zusammen mit der größeren Bassreichweite macht das die The Sevens II von Klipsch besonders für jene interessant, die ein vollwertiges Stereo-System in eine bestehende Einrichtung integrieren möchten. Die Wahl zwischen Funkkomfort und 24 Bit 96 kHz per Kabel bleibt dabei ebenso bewusst zu treffen wie die Entscheidung, ob der mitgelieferte Umfang von Dirac Live den eigenen Anforderungen entspricht.
| Produkt | Klipsch The Sevens II |
|---|---|
| Preis | € 1.999,- |
Technische Daten Klipsch The Sevens II
| Produkt | Klipsch The Sevens II |
|---|---|
| Produktart | Aktives Stereo-Lautsprecherpaar |
| Akustisches Prinzip | Zweiwege-Bassreflexsystem mit rückseitigem Port |
| Treiber pro Lautsprecher | 25 mm Titan-LTS-Hochtöner am Tractrix-Horn; 6,5 Zoll Jet Cerametallic Tiefmittelton-Treiber |
| Frequenzgang | 39 Hz bis 25 kHz, ±3 dB |
| Maximaler Schalldruck | 106 dB, Stereo-Paar in 1 m Entfernung, Herstellerangabe |
| Verstärkerleistung | In den geprüften Herstellerunterlagen nicht ausgewiesen |
| Raumkorrektur | Dirac Live, eingeschränkte Lizenz; Messmikrofon im Lieferumfang |
| Verbindung zwischen den Lautsprechern | Drahtlos mit 48 kHz oder kabelgebunden bis zu 24 Bit 96 kHz |
| Raumklang | Dolby Atmos mit virtuellen Höhenkanälen |
| HDMI | HDMI 2.1 Eingang und Ausgang; ARC/eARC, CEC, HDCP 2.3 |
| Video-Durchleitung | 8K, 4K bei 120 Hz, HDR10+, Dolby Vision, BT.2020, VRR, ALLM, QFT |
| Netzwerk | WiFi 802.11ac, 2,4/5 GHz, 2 × 2 MIMO; Ethernet 10/100 Mbit/s |
| Streaming | Google Cast, Apple AirPlay 2, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect |
| Bluetooth | Version 5.4, A2DP, SBC und AAC |
| Analoge Eingänge | Phono über Cinch; Line über Cinch |
| Weitere digitale Anschlüsse | Optischer und koaxialer Digitaleingang, USB-C Audio, USB-A |
| Weitere Anschlüsse | Messmikrofon-Eingang, Cinch-Ausgang für aktiven Subwoofer |
| Klangfunktionen | Music, Movie, Direct, Dialoganhebung, 5-Band Equalizer |
| Bedienung | Regler und Taste am Gerät, beleuchtete Fernbedienung, Klipsch Connect Plus App, HDMI CEC |
| Gehäuse | MDF mit Echt-Holzfurnier; einteilige BMC-Schallwand |
| Ausführungen | Walnut, Ebony, Red Oak |
| Abmessungen pro Lautsprecher | 206,38 × 381 × 317,5 mm (B × H × T) |
| Gewicht | Primärer Lautsprecher 10,73 kg; sekundärer Lautsprecher 10,4 kg |
| Stromversorgung | Beide Lautsprecher mit Netzanschluss; 100–240 V, 50/60 Hz |
| Lieferumfang | Lautsprecherpaar, zwei Netzkabel, Fernbedienung samt Batterien, Messmikrofon, HDMI-Kabel, CAT6-Verbindungskabel 4 m |
| Optionales Zubehör | Klipsch KS-24 Lautsprecher-Ständer |
| Marke | Klipsch |
|---|---|
| Hersteller | Premium Audio Company LLC. |
| Vertrieb Österreich | Audio Tuning Vertriebs GmbH |
| Vertrieb Deutschland | Premium Audio Company Germany GmbH |
| Vertrieb Schweiz | novis electronics AG |
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