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Luxman B-100 CENTENNIAL – Referenz-Mono-Endstufe mit Class A bis 25 Watt und 1.000 Watt Spitzenleistung

Mit der Luxman B-100 CENTENNIAL erhält die Centennial Series ihr leistungsstärkstes Modell. Die Mono-Endstufe arbeitet bis 25 Watt an 8 Ohm in Class A, liefert regulär 125 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 250 Watt an 4 Ohm und erreicht kurzfristig bis zu 1.000 Watt an 1 Ohm. LIFES 1.1, eine aufwendige 4×4-Ausgangsstufe sowie ein 1.250-VA-EI-Kerntransformator sollen dabei hohe Leistung mit besonders geringer Verzerrung verbinden.

In aller Kürze
  • Die Luxman B-100 CENTENNIAL liefert 125 Watt an 8 Ohm, arbeitet bis 25 Watt in Class A und erreicht kurzfristig 1.000 Watt an 1 Ohm.

Die Luxman B-100 CENTENNIAL ist keine nostalgische Rückschau auf 100 Jahre Unternehmensgeschichte. Luxman Corporation nutzt das Jubiläum vielmehr für eine neue Referenz-Mono-Endstufe der Luxman CENTENNIAL Series, deren Entwicklung klar auf Stromlieferfähigkeit, geringe Ausgangsimpedanz und den kontrollierten Betrieb anspruchsvoller Lautsprecher ausgerichtet wurde. Schon die Eckdaten machen deutlich, wie konsequent dieses Vorhaben umgesetzt wird: Jede Endstufe wiegt 61,5 kg, arbeitet bis 25 Watt an 8 Ohm in Class A und kann kurzfristig bis zu 1.000 Watt an 1 Ohm bereitstellen.


Key Facts Luxman B-100 CENTENNIAL

  • Produkt: Referenz-Mono-Endstufe der Luxman Centennial Series
  • Verstärkertechnik: LIFES 1.1, 4×4-Ausgangskonfiguration
  • Betriebsart: Class A bis 25 Watt an 8 Ohm, darüber Class A/B
  • Leistung: 125 Watt an 8 Ohm, 250 Watt an 4 Ohm, kurzfristig 1.000 Watt an 1 Ohm
  • Stromversorgung: 1.250-VA-EI-Kerntransformator, 160.000 µF Siebkapazität
  • Anschlüsse: Cinch, XLR, zwei Lautsprecheranschlüsse für Bi-wiring, Trigger-Ein- und Ausgang
  • Abmessungen und Gewicht: 440 × 243 × 651 mm, 61,5 kg
  • Preis: € 52.990,- pro Paar

Vier Ausgangsmodule mit jeweils vier parallelen Verstärkerzügen

Luxman bezeichnet den Aufbau der B-100 CENTENNIAL als 4×4-Ausgangskonfiguration. Zum Einsatz kommen vier Ausgangsmodule, die jeweils mit vier parallel arbeitenden dreistufigen Darlington-Push-Pull-Verstärkerzügen aufgebaut sind. Die Last verteilt sich damit auf eine große Zahl parallel arbeitender Leistungstransistoren, wodurch sowohl die Stromlieferfähigkeit als auch die Linearität der Ausgangsstufe steigen sollen.

Bei optimal eingestelltem Ruhestrom arbeitet die Mono-Endstufe bis zu einer Ausgangsleistung von 25 Watt an 8 Ohm in Class A. Wird mehr Leistung verlangt, geht sie in den Class A/B-Betrieb über. Die Nennleistung beträgt 125 Watt an 8 Ohm und verdoppelt sich an 4 Ohm auf 250 Watt. An 1 Ohm gibt Luxman eine kurzfristige maximale Ausgangsleistung von 1.000 Watt an.

Diese Leistungsstaffelung ist vor allem für Lautsprecher mit stark schwankender Impedanz relevant. Luxman beschränkt sich nicht auf einen möglichst hohen Leistungswert an 8 Ohm, sondern legt die Endstufe gezielt für hohe Ströme bei niedrigen Lastimpedanzen aus.

LIFES 1.1 als aktuelle Verstärkergeneration

Die Verstärkerschaltung basiert auf LIFES 1.1 – Luxman Integrated Feedback Engine System. Das Konzept entstand als Nachfolger der über viele Jahre eingesetzten ODNF-Schaltung und wurde erstmals 2021 in der Luxman M-10X eingesetzt.

LIFES vergleicht Eingangs- und Ausgangssignal und führt laut Hersteller ausschließlich die dabei ermittelten Verzerrungsanteile zur Korrektur zurück. Für Version 1.1 wurde die Eingangsstufe des differentiellen Fehlerverstärkers parallel ausgeführt. Luxman verspricht sich davon nochmals geringere Verzerrungen bei gleichzeitig möglichst geringer Beeinflussung des ursprünglichen Musiksignals.

Die technischen Werte fallen entsprechend ambitioniert aus. Luxman nennt einen Gesamtklirrfaktor von höchstens 0,0014 Prozent bei 1 kHz an 8 Ohm und höchstens 0,04 Prozent zwischen 20 Hz und 20 kHz. Der Fremdspannungsabstand wird mit 119 dB nach IHF-A angegeben.

160.000 µF für schnelle Leistungsanforderungen

Die Stromversorgung ruht auf einem eigens ausgelegten EI-Kerntransformator mit 1.250 VA. Dessen flache Kupferwicklungen sollen Verluste reduzieren und eine enge magnetische Kopplung ermöglichen. Der Transformator sitzt abgeschirmt und über dämpfendes Material mechanisch vom Chassis entkoppelt im linken Bereich des Gehäuses.

Hinzu kommen 16 kundenspezifisch gefertigte Siebkondensatoren mit jeweils 10.000 µF. Insgesamt stehen somit 160.000 µF Siebkapazität bereit. Die Kondensatoren sind in zwei übereinander angeordneten Gruppen zu je acht Stück zusammengefasst und mit möglichst kurzen, gleich langen Verbindungen in die Stromversorgung eingebunden.

Dieser Aufwand ist keine bloße Begleiterscheinung der hohen Nennleistung. Gerade schnelle Impulse und niedrige Lautsprecherimpedanzen verlangen eine Stromversorgung, die Energie ohne nennenswerten Spannungseinbruch zur Verfügung stellt.

Dämpfungsfaktor von mehr als 1.000

Auch zwischen Ausgangsstufe und Lautsprecheranschlüssen arbeitet Luxman konsequent an einer möglichst niedrigen Impedanz. Neu entwickelte Ausgangsleitungen, groß dimensionierte Spulen und sechs parallel geschaltete Lautsprecherrelais mit insgesamt zwölf Kontaktpunkten sollen Übergangsverluste reduzieren. Busbars stellen die direkte Verbindung zu den Lautsprecheranschlüssen her.

Luxman gibt einen Dämpfungsfaktor von 1.000 bei 1 kHz und 2.300 bei 50 Hz an. Die Messung erfolgt nach der EIAJ-Stromeinspeisemethode. Die hohen Werte lassen erkennen, welchen Stellenwert die Entwickler der elektrischen Kontrolle angeschlossener Lautsprecher eingeräumt haben.

Goldbeschichtete Leiterbahnen ohne Schutzlack

Für sämtliche Audioschaltungen verwendet Luxman sogenannte Peel-Coat-Leiterplatten. Auf den 100 µm starken, goldbeschichteten Kupferleiterbahnen befindet sich kein üblicher Schutzlack. Damit sollen die durch dessen dielektrische Eigenschaften verursachten Einflüsse vermieden werden.

Die Leiterbahnen folgen zudem abgerundeten Verläufen. Harte 90-Grad-Winkel werden vermieden, um unerwünschte induktive Effekte besonders bei hohen Frequenzen zu reduzieren. Für die interne Verbindung der Eingänge setzt Luxman erstmals Leitungen mit hochreinem 7N Class D.U.C.C. Kupfer ein.

61,5 kg und ein mehrlagiger Gehäuseboden

Die mechanische Konstruktion folgt dem von Luxman entwickelten Loopless-Chassis. Dieser Aufbau soll geschlossene Masseschleifen und daraus resultierende elektrische Störeinflüsse innerhalb des Gehäuses vermeiden.

Der Boden besteht aus zwei miteinander verbundenen Stahlplatten mit 2,3 und 3,2 mm Stärke. Gemeinsam bilden sie eine 5,5 mm starke Basis für Transformator, Kondensatorbank und Verstärkermodule. Speziell geformte Gusseisenfüße sollen äußere Vibrationen abschirmen und im Gerät entstehende Schwingungen ableiten.

Das Gehäuse misst 440 mm in der Breite, 243 mm in der Höhe und einschließlich der rückseitigen Anschlüsse 651 mm in der Tiefe. Mit 61,5 kg pro Mono-Endstufe müssen Aufstellung und Unterbau entsprechend geplant werden.

Großes Analoginstrument und Centennial-Emblem

Die Front übernimmt die dreidimensionale Formensprache der Luxman Centennial Series. Eine 15 mm starke, seitlich abgeschrägte Frontplatte trifft auf eine 5 mm starke Aluminiumabdeckung mit großflächigen Lüftungsöffnungen.

Im Zentrum sitzt ein großformatiges analoges Zeigerinstrument, dessen Gestaltung an die frühere Luxman B-10 erinnert. Weiße LEDs erzeugen eine warm wirkende Beleuchtung. Ein verchromtes Centennial-Emblem neben dem Luxman-Logo kennzeichnet die Endstufe als Jubiläumsmodell.

Cinch, XLR und Bi-wiring-Anschlüsse

Für die unsymmetrische Signalzuführung steht ein von Luxman entwickelter Cinch-Anschluss zur Verfügung. Der symmetrische Eingang ist mit einer XLR-Buchse von Neutrik ausgestattet. Die Eingangsempfindlichkeit beträgt 1,12 V für 125 Watt an 8 Ohm, die Eingangsimpedanz 51 kOhm über RCA beziehungsweise 55 kOhm über XLR.

Zwei Paare groß dimensionierter Lautsprecheranschlüsse erlauben eine Bi-wiring-Verkabelung. Sie nehmen blanke Kabelenden, Bananenstecker und geeignete Kabelschuhe auf. Ein Trigger-Ein- und Ausgang ermöglicht darüber hinaus das gemeinsame Ein- und Ausschalten mit kompatiblen Komponenten. Zum Lieferumfang gehört das eigens für die B-100 CENTENNIAL entwickelte Netzkabel Luxman JPA-17000.


Die wichtigsten Vorteile im Überblick

  • Hohe Stromlieferfähigkeit: Bis zu 1.000 Watt an 1 Ohm stehen kurzfristig für anspruchsvolle Lasten bereit.
  • Class A für moderate Pegel: Die ersten 25 Watt an 8 Ohm werden vollständig in Class A bereitgestellt.
  • Konsequenter Mono-Aufbau: Jeder Lautsprecher erhält eine eigene Verstärkereinheit samt Netzteil.
  • Niedrige Ausgangsimpedanz: Busbars und parallel geschaltete Relais unterstützen die Kontrolle des Lautsprechers.
  • Große Energiereserven: 160.000 µF Siebkapazität stabilisieren die Versorgung bei schnellen Dynamiksprüngen.
  • Flexible Verkabelung: RCA und XLR stehen eingangsseitig zur Verfügung, Bi-wiring ist direkt möglich.
  • Mechanische Stabilität: Der massive Gehäuseboden und Gusseisenfüße reduzieren unerwünschte Schwingungen.
  • Systemintegration: Trigger-Anschlüsse erlauben das gemeinsame Schalten kompatibler Komponenten.

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Preis und Verfügbarkeit

Die Luxman B-100 CENTENNIAL soll ab September 2026 über den autorisierten Luxman-Fachhandel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt € 52.990,- pro Paar.

Wir meinen…

Eine Jubiläums-Endstufe allein über ein Emblem und ein besonders massives Gehäuse zu definieren, wäre Luxman offenkundig zu wenig gewesen. Bei der B-100 CENTENNIAL steckt der entscheidende Aufwand dort, wo er technisch zählt: in der 4×4-Ausgangsstufe, der niederohmigen Signalführung und einer Stromversorgung, die auch bei schwierigen Lautsprecherlasten nicht frühzeitig an ihre Grenzen geraten soll. € 52.990,- pro Paar markieren zweifellos die oberste Preisklasse – Konstruktion und Leistungsdaten begründen aber unmissverständlich den Anspruch auf eine neue Referenzposition im Verstärkerprogramm der Luxman Corporation.

ProduktLuxman B-100 CENTENNIAL
Preis€ 52.990,- pro Paar

Technische Daten Luxman B-100 CENTENNIAL

ProduktLuxman B-100 CENTENNIAL
CharakterisierungMono-Endstufe
VerstärkerschaltungLIFES 1.1
AusgangskonfigurationVier Module mit jeweils vier parallel arbeitenden dreistufigen Darlington-Push-Pull-Verstärkerzügen
BetriebsartClass A bis 25 Watt an 8 Ohm, darüber Class A/B
Nennleistung125 Watt an 8 Ohm, 250 Watt an 4 Ohm
Maximale Ausgangsleistung1.000 Watt an 1 Ohm, kurzfristig
Eingangsempfindlichkeit1,12 V für 125 Watt an 8 Ohm
Verstärkung29 dB
EingangsimpedanzRCA: 51 kOhm; XLR: 55 kOhm
Frequenzgang20 Hz bis 20 kHz: +0/-0,1 dB; 1 Hz bis 180 kHz: +0/-3 dB
GesamtklirrfaktorMaximal 0,0014 Prozent bei 1 kHz an 8 Ohm; maximal 0,04 Prozent von 20 Hz bis 20 kHz an 8 Ohm
Fremdspannungsabstand119 dB, IHF-A
Dämpfungsfaktor1.000 bei 1 kHz; 2.300 bei 50 Hz
NetztransformatorEI-Kerntransformator, 1.250 VA
Siebkapazität16 × 10.000 µF, insgesamt 160.000 µF
Analoge Eingänge1 × RCA, 1 × XLR
LautsprecheranschlüsseZwei Anschlussgruppen für Bi-wiring
SteueranschlüsseTrigger-Ein- und Ausgang
Abmessungen440 × 243 × 651 mm
Gewicht61,5 kg
LieferumfangLuxman JPA-17000 Netzkabel
MarkeLuxman Corporation
HerstellerLuxman Corporation
VertriebIAD GmbH
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Über
Luxman Corporation
Quelle
Luxman Corporation

Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.at | Der HiFi Blog - Das HiFi Magazin und HiFi BLOG, ist seit Jahrzehnten als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig. Mit den Magazinen HiFi.Luxury sowie the LUXURY HOME guide begründete er zudem zwei weitere Plattformen, die für modernen, exquisiten Lebensstil stehen.

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