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Metronome c|AQWO D/A Converter im Test – Die Referenz aus Frankreich

Wenn ein ausgewiesener Spezialist für Digital-Technologie wie das französische Unternehmen Metronome Technologie eine Lösung als die Referenz beschreibt, dann lässt dies aufhorchen. Und genau das soll er sein, der Metronome c|AQWO D/A Converter, bei dem man nicht von einem, sondern schlicht dem D/A-Wandler spricht.

In aller Kürze
  • Metronome Technologie spricht beim Metronome c|AQWO D/A Converter völlig zu Recht nicht von einem D/A-Wandler, sondern dem D/A-Wandler. Prägnant und mit einem einzigen Wort bringt man damit zum Ausdruck, dass hiermit eine Lösung der Referenz-Klasse geboten wird.

Es sei nicht ein D/A-Wandler, sondern vielmehr der D/A-Wandler, so beschreibt Metronome Technologie den Metronome c|AQWO D/A Converter und damit eine Lösung, die an der Spitze der Metronome AQWO Series steht. Mit diesem dezenten Detail in der Beschreibung macht man auf subtile, aber letztlich unverständliche Art und Weise klar, wie man selbst den Metronome c|AQWO D/A Converter einstuft, zumal das französische Unternehmen seit Jahr und Tag als ausgewiesener Spezialist gilt, wenn es um „Digitales“ geht. „Digital“, das ist irgendwie die DNA des Unternehmens Metronome Technologie, dies kann man wohl mit Fug und Recht festhalten.

Metronome Technologie – Der Spezialist für Digital-Technik

Metronome Technologie ist ein französisches Unternehmen, das in der Nähe von Toulouse angesiedelt ist, und zwar in der kleinen Gemeinde Montans im Département Tarn. Ursprünglich wurde Metronome Technologie bereits im Jahr 1987 begründet, und zwar von Dominique Giner, der basierend auf einer bereits langjährigen Expertise in der Branche damit begann, Lösungen ganz und gar den eigenen Vorstellungen und vor allem auch Ansprüchen entsprechend zu entwickeln.

Über die Jahre hinweg widmete man sich der Entwicklung verschiedenster Elektronik-Komponenten sowie Lautsprecher-Systemen, wobei man aber nach und nach eine Spezialisierung hin zu einem Digital-Spezialisten vollzog.

Heute wird Metronome Technologie sowie ebenso die Schwestermarke Kalista von Jean Marie Clauzel geführt und insbesondere Metronome Technologie fokussiert sich ganz und gar auf Lösungen wie CD- und SACD-Player, D/A-Wandler und Streaming-Lösungen. Jean Marie Clauzel versteht hierbei die Bemühungen seines Unternehmens als Mission, nicht weniger als das Beste zu kreieren, Lösungen, die modernste Technologie aufbieten, um ein audiophiles Klangerlebnis auf allerhöchstem Niveau zu erschaffen.

An audiophile passion…

Jean Marie Clauzel selbst bezeichnet sich als leidenschaftlicher Musikliebhaber, und ja, er verfolge eine audiophile Passion, dies gesteht der Franzose im Gespräch gerne ein.

Interessant ist daher umso mehr, dass man bei der Entwicklung von Lösungen einen überaus pragmatischen Zugang verfolgt, es ist tatsächlich allen voran Technologie, die man als Werkzeug versteht, und die als Basis dafür dient, was man selbst gerne als den Metronome Sound bezeichnet. Man darf hier aber nicht den Fehler begehen, dahinter eine spezielle Klangsignatur zu vermuten, tatsächlich soll besagter Metronome Sound für absolute Neutralität stehen, und damit die perfekte Umsetzung dessen, was man hinlänglich gerne mit dem Motto „As intended by the artist…“ beschreibt.

Entwicklung und Fertigung in Frankreich

Lösungen aus dem Hause Metronone Technologie werden zur Gänze in Handarbeit in Frankreich gefertigt, was angesichts dessen, dass man sich als Digital-Spezialist versteht, schon sehr außergewöhnlich ist. Derartige Lösungen sind ja normalerweise der gerade der Inbegriff dessen, was als mehr oder weniger fix und fertige „Platine“ aus Fernost kommt, und lediglich die Endfertigung in Europa stattfindet.

Nur so könne man höchste Fertigungsstandards erfüllen, wobei zudem jedes Produkt, so Metronome Technologie, aufwendige Kontrollen durchlaufe, um stets die optimale Performance zu garantieren.

Höchste Spezialisierung – Eine kleine Familiengeschichte

Ganz bewusst geht Metronome Technologie den Weg, sich auf einige wenige Lösungen zu spezialisieren, man pflegt somit ein eher überschaubares, dafür umso feineres Produktsortiment. Wie bereits beschrieben, sind es CD- und SACD-Player, D/A-Wandler und Streaming-Lösungen, die man feilbietet, aber allesamt Lösungen, bei denen man keinerlei Kompromisse eingeht.

So findet man etwa die Metronome Classica Series, die mit dem Le Player 3 by Metronome einen reinen CD-Transport, mit dem Le DAC by Metronome einen reinen D/A-Wandler, und mit dem Le Player 3+ by Metronome einen DAC und CD-Player aufweist.

Eine immer wichtigere Rolle nimmt die Metronome Digital Sharing Range ein, denn hier verbindet man klassische Tugenden von Metronome Technologie mit modernsten Streaming-Funktionen. Diese Produktreihe setzt sich aus den Lösungen Metronome DSC als D/A-Wandler, Streamer und Vorstufe, dem Metronome DSC 1 als D/A-Wandler und Streamer, sowie dem Metronome DSS als Network Player und Streamer zusammen.

Und dann ist da die Metronome AQWO Series, aus der unser aktueller Testkandidat stammt, wobei Metronome Technologie diese Produktreihe als eine beschreibt, die drei unterschiedliche Geräte, die den gleich hohen Standards in Bezug auf die Fertigungsqualität und die Klangwiedergabe entsprechen, und einzeln oder im Verbund eingesetzt werden können, je nach individueller Anforderung.

Mit dem Metronome AQWO steht die neueste Generation eines D/A-Wandlers sowie CD- und SACD-Players bereit, der Metronome t|AQWO ist als einer CD- und SACD-Transport ausgelegt, und mit dem Metronome c|AQWO steht der D/A Wandler der Produktreihe zur Verfügung.

Metronome AQWO Series

Um ein wenig zu verstehen, was sich speziell hinter der Metronome AQWO Series verbirgt, sollte man sich den Ursprung des Namens dieser Produktreihe ansehen. Dieser geht auf den Altgriechischen Begriff für „Ich höre“ bzw. „Ich höre zu“ zurück“, somit ist wohl auf Anhieb völlig klar, was hier aus Sicht der Entwickler im Fokus steht.

Wie bereits beschrieben, versteht man die Metronome AQWO Series als eine Produktreihe an Spezialisten, speziell die Lösungen Metronome t|AQWO und Metronome c|AQWO sind jeweils auf eine einzige Aufgabe hin optimiert.

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter
Foto © Michael Holzinger – sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter

Der Metronome c|AQWO D/A Converter – Ein Wandler, und nicht mehr

Um es gleich nochmals unmissverständlich auf den Punkt zu bringen, der Metronome c|AQWO D/A Converter ist einzig und allein ein D/A-Wandler, dieses System dient somit allein einer einzigen Aufgabe, nämlich der möglichst perfekten Signalkonvertierung von Digital hin zu Analog, nicht mehr, nicht weniger.

D/A-Wandler, die zentrale Komponente moderner HiFi-Ketten

D/A-Wandler sind ja seit Jahr und Tag eigentlich die zentrale Komponente jedes modernen Audio-Systems. Nachdem wir Musik, abgesehen allen voran von Schallplatte, letztlich eigentlich ausschließlich „digital“ konsumieren, gibt es kaum ein Produkt, in dem kein D/A-Wandler zum Einsatz kommt. Dass dieser Produktgattung also eigentlich höchste Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte, wenn Qualität den Maßstab darstellt, liegt auf der Hand, wird aber nach wie vor viel zu selten tatsächlich getan.

Ein D/A-Wandler basiert letztlich auch auf nicht mehr als einem Baustein, wenn man es überspitzt ausdrücken will, und die finden sich in Streaming-Clients, CD- und SACD-Playern, Verstärkern, Aktiv-Lautsprecher-Systemen, AV-Receivern, Soundbars, Smart Speakern und selbst Bluetooth Kopfhörern. Warum also sollte man sich übermässig Gedanken über diesen Baustein machen?

Ja, man kann festhalten, das ein D/A-Wandler letztlich nicht mehr als „ein Baustein“ ist, die Unterschiede in der tatsächlich erzielbaren Qualität der Signalverarbeitung sind aber allen voran bei der Art dieses Bausteins selbst, sowie der Art und Weise, wie man diesen einsetzt, zu finden.

Um ein ganz extremes Beispiel zur Veranschaulichung dieser Thematik anzuführen: ein D/A-Wandler in Form eines SoC (Silicon on a Chip) im Verbund mit einem Bluetooth Modul, wie es etwa bei einem In-ear Kopfhörer zum Einsatz kommt, wird kaum die Qualität und Güte bei der Signalverarbeitung erzielen, wie ein auf genau diese Merkmale hin getrimmter DAC, der zudem in einer ausgeklügelten, bis ins letzte Detail optimierten Schaltung in diskreter Bauweise zu finden ist.

Und genau dies hat Metronome Technologie einmal mehr beim Metronome c|AQWO D/A Converter getan. Ein Werkzeug ganz allein optimiert für eine einzige Aufgabe, die bestmögliche Signalkonvertierung von Digital hin zu Analog, das ist der Metronome c|AQWO D/A Converter.

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter
Foto © Michael Holzinger – sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter

Zwei, und nicht nur eine Kiste

Das eben skizzierte Bild mit einem Bluetooth In-ear Kopfhörer kam mir in den Sinn, als ich den Metronome c|AQWO D/A Converter für den Test auspackte und aufstellte, denn hier galt es gleich zwei mächtige Kisten in den Hörraum zu tragen. In einer findet sich der eigentliche D/A-Wandler, die zweite Kiste beherbergt das zugehörige Netzteil, und ich weiss nicht mehr, welche schwerer war, das Gewicht jeder einzelnen ist dazu geeignet, um im Anschluss einen Termin beim Chiropraktiker zu vereinbaren.

Um dieses Thema gleich vorweg abzuschließen, ein Blick ins Datenblatt verrät, dass das Netzteil letztlich doch einen Deut mehr auf die Waage bringt. Metronome Elektra nennt Metronome Technology dieses Netzteil, das übrigens in gleicher Form beim Metronome t|AQWO CD- und SACD-Transport zum Einsatz kommt und mit 430 x 80 x 420 mm stolze 12,7 kg wiegt. Der eigentliche Wandler bringt es mit 430 x 120 x 420 mm „nur“ auf 12 kg. Rechnet man jeweils die überaus stabile Verpackung hinzu…

Der erste Kontakt

Nach dem Aufstellen sorgte der Anblick des Metronome c|AQWO D/A Converter für ein kleines Lächeln, denn einmal mehr beweist Metronome Technologie hier ganz klar, dass man ein durch und durch Technologie-getriebenes Unternehmen ist, das einen sehr pragmatischen Ansatz verfolgt und die Detailverliebtheit allen voran bei der Konzeption der Schaltung auslebt, das Design der Lösungen jedoch, nun ja, vergleichsweise nüchtern gestaltet.

Damit dies nun nur ja nicht falsch verstanden wird, das Design der gesamten Metronome AQWO Series ist ohne Fehl und Tadel, aber man kann klar festhalten, dass es sich durch eine bewusst schlicht gehaltene Formensprache auszeichnet, was wohl mit dazu beiträgt, dass man sich hier jedwedem modischen Trend entzieht, die ja durchaus auch in der High-end HiFi zu beobachten sind.

Tatsächlich ist es so, dass das solide Aluminium-Gehäuse, das wahlweise in Schwarz eloxiert oder rein in Silber angeboten wird, an der Front nicht schlichter ausgeführt sein könnte, denn auf den ersten Blick präsentiert sich beim eigentlichen D/A-Wandler dem Anwender einzig und allein ein zentral angeordnetes Display sowie eine kleine Infrarot-Diode darunter, das zugehörige Netzteil kommt an der Front gar nur mit einer Status LED aus. Mehr gibt es hier nicht.

Übrigens, ein kleiner Hinweis sei an dieser Stelle angeführt. Fürs Aufstellen des Metronome c|AQWO D/A Converter sollte man entsprechende Unterlagsscheiben parat haben, denn während der D/A-Wandler problemlos auf dem Netzteil platziert werden kann, kommen an der Unterseite des besagten Netzteils Füsse in Form eines Aluminium-Konus zum Einsatz. Das sorgt zwar für eine bestmögliche Entkopplung, bei in Summe nahezu 25 kg Gewicht der Kombination aber auch für garantiert bleibende Spuren an Möbelstücken…

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter
Foto © Michael Holzinger – sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter

Reich bestücktes Anschluss-Feld

Während sich die Front des Metronome c|AQWO D/A Converter und dessen Netzteil Metronome Elektra, wie beschrieben, sehr reduziert präsentiert, finden sich an der Rückseite des Wandlers erfreulich viele Schnittstellen.

Strom, der wird natürlich am Metronome Elektra angeschlossen, hier findet man auch an der Rückseite den Hauptschalter. Die Verbindung zum eigentlichen Wandler wird über ein entsprechendes Systemkabel vorgenommen, das schon beim Anfassen eine hochwertige Verarbeitung vermittelt und mit soliden, ebenfalls Wertigkeit ausstrahlenden Steckern für eine optimale Stromversorgung Sorge trägt.

Für digitale Quellen stehen zunächst zwei so genannte TOS-Link Anschlüsse, also optische S/PDIF-Schnittstellen bereit, ebenso zwei koaxiale S/PDIF-Schnittstellen. Gleich zwei AES/EBU bilden die nächste Anschluss-Option und ebenso ein I2S, der einmal mehr auch hier in Form einer HDMI-Schnittstelle ausgeführt ist.

Wir haben es ja schon erwähnt, nach Ansicht von Metronome Technologie bilden der Metronome t|AQWO und der Metronome c|AQWO ein geradezu perfektes Gespann, es erstaunt somit nicht, dass man beim Metronome c|AQWO D/A Converter den eben besprochenen I2S als SACD I2S beschreibt, somit jenem Eingang, der perfekt für den Anschluss des CD- und SACD-Transport und die damit einhergehende Signalübertragung in nativem DSD ist.

Den Abschluss bei der Auflistung der beim Metronome c|AQWO D/A Converter gebotenen Schnittstellen machen eine USB 2.0 Schnittstelle ausgeführt als USB-B Port, also eine Option zur direkten Verbindung mit einem PC oder Mac, sowie ein USB-A Port, wobei dieser für den Anwender keine unmittelbare Funktion bereit hält, sondern allein für Service-Zwecke dient.

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter
Foto © Michael Holzinger – sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter

32 Bit 768 kHz DAC im Dual Mono-Aufbau

Im Wesentlichen stellt der Metronome c|AQWO D/A Converter einen 32 Bit 768 kHz Wandler dar, der im so genannten Dual Mono-Aufbau konzipiert ist. Konkret bedeutet dies, dass hier gleich zwei DAC des Typs AKM AK4497 des Spezialisten Asahi Kasei Microdevices Corporation zum Einsatz kommen, und zwar pro Kanal einer dieser D/A-Wandler.

Diese D/A-Wandler gelten nach wie vor als eine der besten ihrer Art in der HiFi-Welt, nachdem das japanische Unternehmen aber auf Grund eines verheerenden Brandes diese seit Jahr und Tag nicht mehr liefern kann, gelten sie als heiß begehrt in der Branche, wobei Metronome Technologie zu Protokoll gibt, diesbezüglich entsprechende Vorräte vorweisen zu können, die einem Schatz gleich gehütet werden.

Einmal mehr wollen wir auf das zurück kommen, was wie zuvor schon kurz angedeutet haben, ein exzellenter D/A-Wandler ist mehr als allein der eigentliche DAC-Baustein, entscheidend ist allen voran, welche Schaltung man rund um diesen aufbaut. So ergibt sich eine Einheit, bei der alles im Idealfall bestmöglich aufeinander abgestimmt ist. Das komplette Design der Schaltung wird also perfekt auf den jeweils eingesetzten DAC zugeschnitten, ein Vorgang, der Entwicklern ein Höchstmaß an Expertise und Erfahrung abverlangt.

Ein Blick ins Innere des Metronome c|AQWO D/A Converter zeigt, dass man dies einmal mehr in diskreter Art und Weise gelöst hat, und zwar mit einem atemberaubendem Aufwand, Bauteil reiht sich hier an Bauteil, alles perfekt einerseits für eine optimale Trennung zwischen den Baugruppen, andererseits für kürzeste Signalwege angeordnet. Irgendwann hört man auf, hier etwa allein die verbauten Kondensatoren zu zählen, die paarweise für die beiden Kanäle angeordnet gut ein Viertel der Platine einnehmen. Damit ist klar, warum es der Metronome c|AQWO D/A Converter trotz ausgelagertem Netzteil auf beachtliche 12 kg Gewicht bringt.

Dazu trägt zumindest zu einem kleinen Teil auch eine Baugruppe bei, die etwas abgesetzt vom Rest der Schaltung, quasi als Huckepack-Platine ausgeführt ist.

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter
Foto © Michael Holzinger – sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter

Solid State oder doch Röhre?

Eine wirklich herausragende Eigenschaft des Metronome c|AQWO D/A Converter ist, dass dieser nicht nur über eine in Transistor-Technologie ausgeführte Ausgangsstufe verfügt, sondern auf Wunsch auch Röhren ins Spiel bringen kann, zumindest dann, wenn man sich für die entsprechende optionale Erweiterung entschieden hat. Dann ist nämlich der Metronome c|AQWO D/A Converter zusätzlich mit einer Ausgangsstufe in Class A, bestückt mit zwei Glaskolben ausgestattet, wobei es sich um Philips JAN 6922 handelt.

Ausgeklügelte Stromversorgung

Einen ebenso hohen Aufwand wie beim eigentlichen D/A-Wandler betreiben die Entwickler von Metronome Technologie auch bei dessen Stromversorgung Metronome Elektra, bei der man auf gleich vier Ringkern-Transformatoren als Grundlage für nicht weniger als elf unabhängig geregelten Netzteile setzt.

Technische Eckdaten

Der Wandler des Metronome c|AQWO D/A Converter arbeitet mit 32 Bit, soviel haben wir schon verraten, wobei er bei Linear PCM Signalen Audio-Daten mit bis zu 32 Bit und 768 kHz unterstützt. Auch die Verarbeitung von DSD ist natürlich möglich, wobei hierbei das Spektrum bis hin zu DSD512 reicht, also achtfach DSD und damit 22,5 MHz.

Das volle Potential bringt der Metronome c|AQWO D/A Converter natürlich über USB auf die Strasse, wenn man etwa einen PC oder Mac als Quelle nutzt. Entsprechende Treiber für Microsoft Windows bietet der Hersteller natürlich auf seiner Webseite an, für Apple macOS sind hingegen keinerlei Treiber erforderlich.

Auch der als HDMI ausgeführte I2S ist natürlich dazu geeignet, Signale in Linear PCM mit bis zu 32 Bit und 768 kHz sowie DSD512 zu verarbeiten.

Die optischen und koaxialen Schnittstellen des Metronome c|AQWO D/A Converter hingegen sind ebenso wie die AES/EBU-Schnittstellen „nur“ für Signale in Linear PCM mit bis zu 24 Bit und 192 kHz gerüstet.

Der Vollständigkeit wegen sei an dieser Stelle angeführt, dass der Metronome c|AQWO D/A Converter bislang nicht als Roon Tested ausgewiesen wird. Auch ein weiteres Merkmal, das immer wieder nachgefragt wird, fehlt in der Liste, und zwar die Unterstützung von Inhalten kodiert in MQA. Der Metronome c|AQWO D/A Converter selbst kann diese also nicht direkt verarbeiten, dies muss etwa über eine Software am PC bzw. Mac erfolgen, sollte man derart kodierte Audio-Daten wiedergeben wollen.

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter
Foto © Michael Holzinger – sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter

Individuell einstellbare Filter

Wer in die Signalverarbeitung des D/A-Wandlers eingreifen will, um dessen Charakter den eigenen Vorstellungen entsprechend in Nuancen zu adaptieren, dem stehen beim Metronome c|AQWO D/A Converter Digital Filter Settings mit sechs Optionen zur Verfügung. Hierbei kann man zwischen „Sharp Roll-off“, „Short Delay Roll-off“, „Slow Roll-off“, Short Delay Slow Roll-off“, „Super Slow Roll-off“ sowie „Low Dispersion Short Delay“ wählen.

Die Auswahl der Filter steht aber, dies sei ausdrücklich erwähnt, allein für Signale in Linear PCM zur Verfügung, nicht aber für Inhalte in DSD.

Individuelle Anpassung des Ausgangspegels

Durchaus für so manchen wohl interessant ist die Möglichkeit, den Ausgangspegel des Metronome c|AQWO D/A Converter anzupassen, wobei dies sowohl für die unsymmetrischen Ausgänge in Form von Cinch-Buchsen, als auch die symmetrischen Ausgänge ausgeführt als XLR-Anschlüsse gilt. Der Anwender kann hier jeweils zwischen 1,4, 2,5 und 3 V wählen.

6,5 Zoll Display als zentrales Bedienelement

Gleich vorweg, allzu viel gibt es beim Metronome c|AQWO D/A Converter ohne hin nicht zu konfigurieren oder auswählen, letztlich beschränkt sich das, was der Anwender hier an Eingriffen vornehmen kann, allen voran auf die Wahl des aktiven Eingangs, die Auswahl der Arbeitsweise der Ausgangsstufe – Solid State oder Röhre – sowie einige wenige Justierungen in den Einstellungen, von denen wir das meiste ja schon beschrieben haben.

Einziges Bedienelement für all dies ist direkt am Gerät das zentral angeordnete 6,5 Zoll Touchscreen-Display des Metronome c|AQWO D/A Converter, das mit einer klaren Darstellung punktet.

Einfaches Tippen wechselt zwischen den Eingängen, links unten im Eck aktiviert man über ein entsprechendes Symbol die Röhren-Ausgangsstufe, sofern diese installiert ist.

In die Einstellungen gelangt man allein über die im Lieferumfang enthaltene Infrarot-Fernbedienung, die natürlich auch die Kontrolle über alle übrigen Funktionen erlaubt. Im Einstellungsmenü des Geräts kann man aber nicht allein die besagten Filter auswählen und den Ausgangspegel justieren, hier lässt sich ebenso das Benutzer-Interface des Metronome c|AQWO D/A Converter dem eigenen Geschmack anpassen.

Ob man sich nun für ein helles oder dunkles Theme entscheidet, die Farbe der Darstellung aus einer Vielzahl an Möglichkeiten individuell festlegt, oder das Hintergrundbild verändert, all dies erfolgt im Einstellungsmenü des Metronome c|AQWO D/A Converter.

Erwähnt sei zudem auch, dass man – bis auf den I2S – einzelne Eingänge auf Wunsch deaktivieren kann. Dies ist etwa dann sinnvoll, wenn diese ohnehin nicht belegt sind, sodass man schneller zwischen den übrigen hin und her springen kann.

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter
Foto © Michael Holzinger – sempre-audio.at | Metronome c|AQWO D/A Converter

Aus der Praxis

Zunächst wollen wir ganz offen aussprechen, dass es zunächst schon ein wenig befremdlich anmutet, dass man mit dem Metronome c|AQWO D/A Converter ein überaus exquisites System vor sich hat, bei dem man – unterm Strich – nicht viel tun kann. Irgendwie wird bei uns HiFi-Freaks mit der Anschaffung feinster Lösungen ja auch der Spieltrieb geweckt, man will Knöpfe drücken, Regler justieren und verschiedenste Einstellungen ausprobieren.

Da spielt der Metronome c|AQWO D/A Converter aber nicht ganz mit, das muss man klar festhalten.

Letztlich ist die einzige Möglichkeit, ein wenig ins Klanggeschehen einzugreifen, der Filter des DACs, aber das bringt, selbst bei einer Lösung wie dieser in der Referenz-Klasse, letztlich Unterschiede die nur in Nuancen wahrgenommen werden können.

Aber genau das ist die bereits mehrfach erwähnte pragmatische Herangehensweise des französischen Herstellers, Metronome Technologie liefert hier ein Werkzeug für eine klar umrissene Aufgabe, und diese soll möglichst akkurat, wenn nicht gar perfekt, aber tunlichst ohne viel Zutun des Anwenders erfüllt werden.

Somit läuft das Setup rund um den Metronome c|AQWO D/A Converter im Wesentlichen darauf hinaus, dass man diesen aufstellt, alle Anschlüsse vornimmt, und dann einfach Musik genießt. Und das haben wir sehr ausgiebig getan.

Famose Darbietung

Wir wollen gar nicht allzu ausschweifende Beschreibungen dessen liefern, was wir alles mit dieser Lösung aus Frankreich mit Begeisterung hörten, denn tatsächlich kann man die Darbietung, die der Metronome c|AQWO D/A Converter bietet, mit einem einzigen Wort beschreiben: famos!

Es ist geradezu bemerkenswert, welche Details man plötzlich bei Aufnahmen wahrnimmt, selbst wenn man diese schon zigfach hörte und somit eigentlich zu kennen glaubt. Klar, die waren auch vorher da, allerdings bedarf es derart ausgeklügelter Lösungen wie dem Metronome c|AQWO D/A Converter, dass man sie auch tatsächlich wahrnimmt. Das gilt übrigens nicht allein für Hi-res Audio Inhalte, eine sehr gute Aufnahme kann auch bereits in altbewährter „CD-Qualität“ und damit 16 Bit und 44,1 kHz hervorragenden klingen und mit einer beeindruckenden Detailvielfalt und faszinierender Dynamik aufwarten. Somit kann man festhalten, dass ein Wandler wie der Metronome c|AQWO D/A Converter auch hier bereits zur Höchstform auflaufen kann, umso mehr, wenn perfekte Aufnahmen in höherer Auflösung vorliegen, aber allein die Auflösung ist nicht entscheidend, um es auf den Punkt zu bringen.

Denn natürlich vermag ein Wandler selbst vom Kaliber eines Metronome c|AQWO D/A Converter keine Wunder zu vollbringen, wir wollen hier also keine falschen Erwartungen wecken, man bekommt zu Gehör, was auf dem Datenträger oder in Form von Bits auf der Festplatte ist. Der Unterschied zu vielen anderen Lösungen besteht aber darin, dass man hier wirklich alles dargeboten bekommt, und zwar exakt so, wie es vorliegt, es wird nichts hinzu gefügt, aber auch nichts weggelassen. Allein dadurch offenbart sich bei vielen Aufnahmen ein viel detailreicheres Geschehen. Da rücken plötzlich Spielereien der Künstler in den Fokus, die diese geschickt ins Klanggeschehen eingewoben haben, weitet sich die Darbietung und Instrumente sowie Stimmen haben mehr Raum um sich in den Mittelpunkt zu spielen, ohne aber dabei das Gesamtbild zu zerreissen.

Das Klanggeschehen bleibt somit stets harmonisch, ergibt ein natürlich wirkendes Ganzes.

Was die Filter betrifft, so haben wir ja schon beschrieben, dass es hier letztlich um Nuancen geht, wobei hierbei allein die persönlichen Vorlieben entscheidend sind, für welche Variante man sich entscheidet.

Ausdrücklich empfehlen wollen wir jedoch die optionale Erweiterung um die Röhren-Ausgangsstufe, wobei man diesbezüglich festhalten muss, dass Metronome Technologie auch hier selbstverständlich seiner Philosophie treu bleibt, und nicht auf Effekthascherei abzielt. Die Detailvielfalt bleibt auch bei aktivierter Röhren-Ausgangsstufe vollends erhalten, ebenso die Prägnanz und Klarheit der Darbietung, die allerdings einen zarten Schmelz verliehen bekommt. Die aktivierte Röhren-Ausgangsstufe ist somit als eine Art allerletzter Feinschliff für einen überaus musikalischen Vortrag zu verstehen, auf den zumindest wir nicht verzichten wollten, sodass die Option stets aktiviert war.

Unser Testfazit

Ganz klar muss man sagen, dass rund um Lösungen wie dem Metronome c|AQWO D/A Converter die Luft schon sehr dünn ist. Ein empfohlener Verkaufspreis von immerhin € 21.800,- plus nochmals € 1.990,- für die optionale Röhren-Ausgangsstufe, das sind Preise die einem netten Neuwagen entsprechen. Dass man mit Produkten dieser Klasse nur eine überschaubare Zielgruppe anspricht, ist aber ohnehin jedem Hersteller klar, der sich in diesen Sphären bewegt, so auch Metronome Technologie.

Umso mehr ist man sich der Verantwortung bewusst, dieser exklusiven Kundenschicht nicht weniger als das Beste zu bieten, und genau dies zeigt der Metronome c|AQWO D/A Converter auf eindrucksvolle Art und Weise.

Der Metronome c|AQWO D/A Converter ist ein Werkzeug, dass einzig und allein für die tunlichst exakte Signalkonvertierung von Digital hin zu Analog konzipiert wurde, man verzichtet hier auf jedwedes „Beiwerk“, und konzentriert sich ganz und gar auf die eine Aufgabe perfekte Signalverarbeitung. Der Aufwand, den man dafür betreibt, ringt wohl jedem Technik-affinem Anwender eine gehörige Portion Respekt ab und ist in Verbindung mit jahrzehntelanger Expertise die Grundlage dafür, dass man den Metronome c|AQWO D/A Converter als klare Referenz seiner Klasse bezeichnen kann.

Nubert Banner 1 April 2022

Wir meinen…

Ganz klar kann man festhalten, dass mit dem Metronome c|AQWO D/A Converter aus dem Hause Metronome Technologie ein D/A-Wandler der Referenz-Klasse zur Verfügung steht. Das französische Unternehmen fährt hier alles an jahrzehntelanger Expertise auf, was das Unternehmen als ausgewiesenen Digital-Spezialisten auszeichnet und liefert eine Lösung ab, die mit immensem Aufwand nur einem einzigen Ziel folgt, und zwar der perfekten Signalverarbeitung. Welche Ergebnisse man damit erzielt, ist schlichtweg atemberaubend, diese Detailvielfalt, diese Auflösung und klare Darbietung muss man erlebt haben.

ProduktMetronome c|AQWO D/A Converter
PreisMetronome c|AQWO D/A Converter € 21.800,-
optionale Röhren-Ausgangstufe € 1.990,-
MarkeMetronome
HerstellerMetronome Technologie
Vertrieb ÖsterreichAudio Exclusive GmbH
Vertrieb DeutschlandH.E.A.R. GmbH
Vertrieb SchweizPortier Hi-Fi
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sempre-audio.at Review Award Referenz

Metronome Technologie zeigt mit dem Metronome c|AQWO D/A Converter eindrucksvoll, wie entscheidend ein D/A-Wandler als zentrale Komponente einer modernen HiFi-Kette letztlich ist. Es ist schlichtweg atemberaubend, welch Detailvielfalt, welche Auflösung und welch Klarheit der Metronome c|AQWO D/A Converter dem Anwender liefert.


Positiv

  • makellose Verarbeitung
  • beeindruckender Aufwand und Detailliebe
  • schlichtes, zeitlos elegantes Design
  • Anschluss-Vielfalt einschließlich I2S und USB
  • simples, effektives Bedienkonzept
  • exzellenter, präziser und klarer Klang mit enormer Detailabbildung
  • Wählbare Filter-Charakteristik
  • Optionale Röhren-Ausgangsstufe

Negativ

  • Fernbedienung nicht ganz optimal angepasst

Testumgebung

  • Apple MacBook Pro
  • Audirvana Studio
  • TIDAL HiFi
  • Musical Fidelity M8xi
  • KEF Blade
  • AudioQuest Carbon USB Cable
  • Wireworld Oasis 8 Speaker Cable

WERTUNG

KLANG
DESIGN
BEDIENUNG
PREIS/LEISTUNG

REFERENZ

Metronome Technologie spricht beim Metronome c|AQWO D/A Converter völlig zu Recht nicht von einem D/A-Wandler, sondern dem D/A-Wandler. Prägnant und mit einem einzigen Wort bringt man damit zum Ausdruck, dass hiermit eine Lösung der Referenz-Klasse geboten wird.

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Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.at | Der HiFi Blog - Das HiFi Magazin und HiFi BLOG, ist seit Jahren als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig.

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