In-ear KopfhörerBluetooth KopfhörerKopfhörerPersonal AudioTests

Nothing Ear (3a) im Test – Stil, satter Klang und erstaunlich viel Qualität

Der Nothing Ear (3a) fällt bereits auf den ersten Blick aus dem üblichen Raster kompakter True Wireless In-ear Kopfhörer. Hinter dem transparenten Auftritt steckt ein erstaunlich komplettes Paket aus 12 mm Treiber, LDAC und damit Hi-res Audio Wireless, adaptivem ANC und einer hervorragend gemachten Nothing X App. Im Test begeisterte uns vor allem der volle, satte und dennoch ausgewogene Klang, weshalb der Nothing Ear (3a) mit 8 von 10 Punkten eine klare Empfehlung erhält.

In aller Kürze
  • Der Nothing Ear (3a) setzt sich mit seinem transparenten Design, dem winzigen Ladecase und vier Farbvarianten bewusst vom verbreiteten Einheitslook ab. Klanglich überzeugt er mit einem kräftigen, tief reichenden Bass, glaubhaften Mitten und klaren Höhen, ohne die Musik in einzelne Effekte zu zerlegen. Die ausgezeichnete Nothing X App, LDAC, adaptives ANC und die lange Laufzeit runden einen True Wireless In-ear Kopfhörer ab, den wir für € 99,- ohne Zögern empfehlen können.

Noch bevor beim Nothing Ear (3a) der erste Ton erklingt, hat Nothing Technologies Limited bereits einen Standpunkt bezogen. Kein glänzender Schuber, keine aufwendig inszenierte Bühne, kein Versuch, einen winzigen True Wireless In-ear Kopfhörer mit möglichst viel Verpackung größer erscheinen zu lassen: Eine kleine Schachtel aus Karton genügt, und auch in ihrem Inneren bleibt Karton das bestimmende Material. Öffnet man danach das fast winzige, weitgehend transparente Ladecase, wird aus dieser Zurückhaltung plötzlich unverkennbares Nothing-Design. Die Earbuds sehen nicht aus wie der nächste beliebige Beitrag zu einer längst überfüllten Produktklasse, sondern wie eine bewusste Alternative zu deren ästhetischem Gleichklang. Das ist kein beiläufiges Detail, denn gerade bei einem Kopfhörer für € 99,- zeigt sich Charakter selten schon vor dem Einschalten so deutlich. Der eigentliche Reiz dieses Tests lag deshalb weniger darin, eine lange Liste technischer Versprechen abzuhaken, als herauszufinden, ob dieser klare gestalterische Standpunkt auch dann trägt, wenn das Case geschlossen ist und nur noch die Musik zählt.


Key Facts Nothing Ear (3a)

  • True Wireless In-ear Kopfhörer mit dynamischem 12 mm Treiber und 32 Ohm Impedanz
  • Frequenzbereich von 20 Hz bis 40.000 Hz
  • Hi-res Audio Wireless Zertifizierung und LDAC bis 24 Bit 96 kHz
  • Bluetooth 6.0 mit SBC, AAC, LDAC und Bluetooth Multipoint über Dual Connection
  • Adaptives ANC mit bis zu 45 dB sowie Transparenzmodus
  • Drei MEMS-Mikrofone je Earbud, AI ENC und Clear Voice Technology für Telefonate
  • Audio Snapshot und Call Recording mit 32 MB integriertem Speicher
  • Nothing X App für Apple iOS und Google Android mit Simple EQ und 8-Band Equalizer
  • Bis zu 10 Stunden Wiedergabe, mit Ladecase bis zu 42 Stunden
  • IP54 für Earbuds und Ladecase
  • Preis: € 99,-

Nothing und die Kunst, unverkennbar zu bleiben

Nothing Technologies Limited gehört zu jenen noch jungen Unternehmen, deren Produkte man nicht erst anhand des Logos identifizieren muss. Transparenz ist hier kein gelegentlich eingesetzter Gestaltungseffekt, sondern die visuelle Klammer des gesamten Portfolios. Das gilt für Smartphones ebenso wie für Kopfhörer und Zubehör. Der Nothing Ear (3a) führt diese Linie besonders konsequent fort.

Das ist deshalb bemerkenswert, weil sich gerade True Wireless In-ear Kopfhörer in Form und Funktion zwangsläufig ähneln. Zwei kleine Earbuds, ein Ladecase, möglichst wenig Volumen: Der gestalterische Spielraum scheint eng. Nothing findet dennoch eine eigene Antwort und setzt einen klaren Kontrapunkt zu den glatten, meist völlig geschlossenen Kunststoffformen vieler Mitbewerber. Der Ear (3a) fällt auf Anhieb auf, ohne schrill oder bemüht anders zu wirken. Das hat Stil.

Innerhalb des Portfolios übernimmt die (a)-Series die Rolle der besonders zugänglichen Produktlinie. Beim Nothing Ear (3a) bedeutet das jedoch nicht, dass der Hersteller das Konzept auf eine schmucklose Basislösung reduziert hätte. 12 mm Treiber, adaptives ANC, Bluetooth 6.0 mit LDAC und damit Hi-res Audio Wireless, Bluetooth Multipoint über Dual Connection, umfangreiche Klangregelung und mehrere Komfortfunktionen ergeben vielmehr eine Ausstattung, die für € 99,- ungewöhnlich vollständig ausfällt, soviel gleich zu Beginn vorweg.

Weniger Verpackung, mehr Konsequenz

Das erste Lob gilt nicht dem Klang, sondern der Verpackung. Nothing verzichtet ganz bewusst auf eine große Schachtel und jene üppige Präsentation, mit der selbst kleine Produkte bisweilen künstlich aufgewertet werden sollen. Eine dezente Kartonschachtel reicht vollkommen aus, und auch im Inneren begegnet einem konsequent Karton statt unnötiger Kunststoffeinlagen.

Diese Zurückhaltung wirkt nicht nach Sparprogramm, sondern nach einer überlegten Entscheidung. Die Verpackung passt zum tatsächlichen Format des Produkts, schützt den Inhalt und lässt sich ohne umständliche Materialtrennung entsorgen. Nothing gibt darüber hinaus an, dass die Verpackung plastikfrei ausgeführt sei, die Endmontage mit 100 Prozent erneuerbarer Energie erfolge und auf dem Mainboard zu 100 Prozent recyceltes Lötzinn zum Einsatz komme. Den CO2-Fußabdruck über den Produktlebenszyklus beziffert das Unternehmen mit 2,8 kg CO2e. Man weiss offensichtlich, was der anvisierten Zielgruppe wichtig ist, denn andere Unternehmen geben derartige Informationen schlichtweg nicht an.

Im Lieferumfang finden sich neben den beiden Earbuds und dem Ladecase vier Paar Ohrstöpsel, eine Kurzanleitung sowie Sicherheits- und Garantieinformationen. Ein USB-C-Kabel legt Nothing nicht bei. Angesichts der heute üblichen Ausstattung vieler Haushalte ist das vertretbar und vermeidet ein weiteres Kabel, das womöglich ungenutzt in einer Schublade endet.

Transparent, elegant und außerordentlich kompakt

Das Ladecase zählt zu den erfreulichsten Details des Nothing Ear (3a). Es misst lediglich 64,8 x 48,95 x 22,8 mm, wiegt 40,92 g und verschwindet damit ohne störende Ausbeulung in nahezu jeder Tasche. Nothing hat seine Form stärker abgerundet und kombiniert einen verdeckten Magnetverschluss mit einem Edelstahl-Scharnier, das ein besonders geschmeidiges Öffnen ermöglichen soll. Seine weitgehend transparente Ausführung macht aus einem rein funktionalen Behälter ein kleines Designobjekt. Gleichzeitig dient das Case wie üblich als Powerbank und schützt die Earbuds unterwegs.

Auch die Kopfhörer selbst greifen den transparenten Look auf. Die Technik wird nicht vollständig entblößt, aber visuell angedeutet und Teil der Gestaltung. Als Inspirationsquellen nennt Nothing unter anderem die Form von Tabletten-Blisterpackungen, eingeschweißte Materialien der Finish-Fetish-Kunstbewegung sowie Josef Albers’ Werkreihe „Homage to the Square“. Das klingt auf dem Papier beinahe akademischer, als der ausgesprochen spielerische Entwurf letztlich wirkt. Gerade in der getesteten Ausführung entsteht eine elegante Mischung aus technischer Präzision und visueller Leichtigkeit. Schwarz und Weiß stehen für einen vergleichsweise dezenten Auftritt bereit, Gelb und Pink setzen einen deutlich kräftigeren Farbakzent.

Mit 4,53 g je Earbud und Abmessungen von 31,2 x 21,7 x 24 mm bleiben die Ohrhörer angenehm leicht. Die Ohrstöpsel werden aus weichem Flüssigsilikon gefertigt und liegen in den vier Größen XS, S, M und L bei. Gemeinsam mit einer neu gestalteten Schallröhrchen-Konstruktion sollen sie für einen sicheren, komfortablen und möglichst dichten Sitz sorgen. Gerade bei In-ear Kopfhörern entscheidet diese Abdichtung nicht allein über den Tragekomfort, sondern ebenso über ein stabiles Bassfundament und eine wirksame Geräuschunterdrückung.

12 mm Treiber, Bluetooth 6.0 mit LDAC für Hi-res Audio Wireless

Akustisch setzt Nothing auf einen dynamischen 12 mm Treiber mit einer Verbundmembran aus PMI und TPU. Das steife und leichte Zentrum soll eine präzise Wiedergabe begünstigen, während der flexible Rand den nötigen Hub für ein kräftiges Tieftonfundament ermöglicht. Der Hersteller nennt eine Impedanz von 32 Ohm und einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 40.000 Hz.

Die Signalübertragung erfolgt über Bluetooth 6.0. Unterstützt werden die Codecs SBC, AAC und LDAC, wobei LDAC bei einem geeigneten Quellgerät Audiodaten mit bis zu 24 Bit 96 kHz übertragen kann. Der Nothing Ear (3a) ist dementsprechend als Hi-res Audio Wireless zertifiziert. Im Zusammenspiel mit dem Apple iPhone 14 Pro kommt AAC zum Einsatz, während der FiiO JM21 Portable High Resolution Music Player LDAC als höher auflösende Option bereitstellt.

Das ist eine wichtige Unterscheidung: Die Hi-res Audio Wireless Wiedergabe steht nicht automatisch mit jedem Smartphone zur Verfügung. Apple iOS unterstützt LDAC nicht. Die klangliche Qualität des Nothing Ear (3a) beschränkt sich allerdings keineswegs auf diesen Codec, wie der Test am Apple iPhone 14 Pro klar zeigte. LDAC eröffnet mit einem kompatiblen Player zusätzliche Reserven, ist aber keine Voraussetzung dafür, mit diesem Kopfhörer sehr überzeugend Musik zu hören.

Adaptives ANC für den Alltag

Das adaptive Active Noise Cancelling soll Umgebungsgeräusche um bis zu 45 dB reduzieren und laut Nothing in einem Bereich von 40 Hz bis 5.000 Hz arbeiten. Ein dichter ausgelegtes akustisches Mesh und ein überarbeiteter Algorithmus sollen dabei typische Alltagsgeräusche über einen breiteren Frequenzbereich erfassen und zugleich den wahrgenommenen Druck im Ohr reduzieren. Über die Nothing X App stehen drei ANC-Stufen zur Wahl, zusätzlich bietet der Ear (3a) einen Transparenzmodus.

In seiner Preisklasse ist das ANC ein überzeugender Bestandteil des Gesamtpakets. Es reduziert gleichförmige Störgeräusche wirksam und schafft unterwegs eine angenehm ruhigere Grundlage für Musik, ohne dass der Nothing Ear (3a) damit den Anspruch kostspieliger Spitzenmodelle erheben müsste. Der Transparenzmodus ist praktisch, wenn Durchsagen, Verkehr oder ein kurzes Gespräch wahrnehmbar bleiben sollen.

Für Telefonate nutzt Nothing drei MEMS-Mikrofone pro Earbud, insgesamt also sechs Mikrofone, sowie AI ENC zur Hervorhebung der Stimme. Die Clear Voice Technology sei nach Angaben des Herstellers anhand von 28 Millionen unterschiedlichen Szenarien trainiert worden und soll Verkehr, Wind oder Baustellenlärm gezielt ausblenden. Ergänzt wird die Ausstattung durch statisches Spatial Audio. Diese Funktion verbreitert die Darstellung, arbeitet jedoch ohne Headtracking. Für Filme oder bestimmte Live-Aufnahmen kann das reizvoll sein; für die Musikbewertung blieb die klassische Stereo-Wiedergabe unsere bevorzugte Einstellung.

Nothing X App – Vorbildlich unkompliziert

Die Nothing X App für Apple iOS und Google Android zählt zu den großen Stärken des Produkts. Installation, Kopplung und Grundeinrichtung sind binnen weniger Augenblicke erledigt, die Oberfläche erklärt sich praktisch von selbst. Man findet alle wesentlichen Funktionen dort, wo man sie erwartet, ohne sich durch verschachtelte Menüs arbeiten zu müssen.

Über die App lassen sich ANC und Transparenzmodus steuern, Druckgesten konfigurieren, Bluetooth Multipoint über Dual Connection aktivieren, der Sitz der Ohrstöpsel prüfen und Firmware-Updates einspielen. Der Simple EQ stellt die Presets Balanced, More Bass, More Treble und Boosted Vocals bereit. Wer gezielter eingreifen möchte, kann den 8-Band Equalizer nutzen und ein eigenes Klangprofil erstellen. In der EQ Library stehen darüber hinaus Profile der Nothing Community und beteiligter Künstler zum Download bereit.

Find My Earbuds bietet die Möglichkeit, über akustische Signale beim Auffinden eines Ohrstöpsel zu helfen, sofern sich dieser zumindest in Bluetooth- und Hörweite befindet.

Für Audio Snapshot und Call Recording verfügen die Earbuds über 32 MB integrierten Speicher. Durch gleichzeitiges Drücken beider Earbuds lässt sich ein Abschnitt von bis zu einer Minute aus Musik, Podcasts oder Vorträgen sichern. Alternativ kann Audio Snapshot die 30 Sekunden festhalten, die bereits vor dem Auslösen vergangen sind. Die gewünschte Länge wird in der Nothing X App festgelegt.

Telefonate und Meetings können bis zu zwei Stunden lang aufgezeichnet werden. Zu Beginn wird für alle Gesprächsteilnehmer ein akustischer Hinweis abgespielt, die Aufzeichnung endet mit dem Gespräch oder einer erneuten Druckgeste. Audio Snapshots und Gesprächsaufnahmen werden anschließend mit Nothing X synchronisiert und lassen sich dort wiedergeben, bearbeiten, beschleunigt abspielen, teilen und transkribieren.

Zum Ear (3a) gehören drei kostenlose Monate Pro Transcription mit jeweils 120 Minuten pro Monat. Der Dienst kann Aufzeichnungen zusammenfassen, Sprecher unterscheiden und Kalendererinnerungen erzeugen. Für den reinen Musikgenuss ist all das nicht entscheidend, es zeigt aber, dass Nothing den Kopfhörer ebenso als Werkzeug für Lernen, Arbeit und das Festhalten kurzer Audioinhalte versteht.

Aus der Praxis

Der Nothing Ear (3a) war im Test erfreulich unproblematisch. Das Case ist klein genug, um tatsächlich immer mitzukommen, die Earbuds sind rasch entnommen und ebenso schnell wieder sicher verstaut. Dank In-ear Erkennung kann die Wiedergabe beim Herausnehmen automatisch pausieren, die Druckgesten vermeiden unbeabsichtigte Eingaben, wie sie bei sehr empfindlichen Touch-Flächen häufiger vorkommen.

Bluetooth Multipoint wird beim Nothing Ear (3a) als Dual Connection bezeichnet und erlaubt die parallele Verbindung mit zwei Quellgeräten. Wer etwa zwischen Smartphone und Notebook wechselt, muss daher nicht jedes Mal neu koppeln. Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair beschleunigen die erstmalige Verbindung mit kompatiblen Geräten, ein Low Latency Mode richtet sich insbesondere an Videos und Spiele.

Die Schutzklasse IP54 gilt sowohl für die Earbuds als auch für das Ladecase. Damit ist der Nothing Ear (3a) gegen Staub in schädigender Menge und gegen Spritzwasser geschützt, aber nicht für das Untertauchen ausgelegt. Für den täglichen Weg, Reisen und Training bietet diese Auslegung eine sinnvolle Absicherung.

Nothing verweist zudem auf mehr als 50 Belastungsprüfungen. Das Ladecase sei dabei 20.000-mal geöffnet und geschlossen worden, außerdem habe man den Ear (3a) für 96 Stunden Temperaturen von bis zu 75 °C ausgesetzt. Das sind Herstellerangaben und kein Ersatz für Langzeiterfahrungen, sie zeigen aber, dass der auffällige transparente Aufbau nicht allein unter gestalterischen Gesichtspunkten entwickelt wurde.

Ohne ANC nennt Nothing bis zu 10 Stunden Wiedergabe mit den Earbuds und bis zu 42 Stunden gemeinsam mit dem Ladecase. Mit ANC sinken diese Werte auf bis zu sechs beziehungsweise 25 Stunden. Bei LDAC werden bis zu sechs Stunden ohne und bis zu 4,5 Stunden mit ANC angegeben. Fünf Minuten Ladezeit sollen für bis zu eine weitere Stunde Wiedergabe genügen; zehn Minuten am Stromnetz versorgen Earbuds und Case laut Hersteller mit Energie für bis zu zehn Stunden.

Das Testumfeld

Für den Test kam der Nothing Ear (3a) sowohl mit einem Apple iPhone 14 Pro als auch mit dem FiiO JM21 Portable High Resolution Music Player zum Einsatz. Damit ließ sich der Kopfhörer einerseits in einer typischen Apple iOS Umgebung über AAC, andererseits über Google Android und LDAC mit bis zu 24 Bit 96 kHz beurteilen. Als Musikdienste dienten Qobuz sowie Roon und Roon ARC, die Musikbibliothek wurde über einen Roon NUCLEUS+ bereitgestellt. Diese Kombination deckte sowohl den alltäglichen mobilen Einsatz als auch bewusst ausgewählte Hörsessions mit unterschiedlichsten Genres ab.

Klang im Test – Voll, satt und erstaunlich ausgewogen

Der Nothing Ear (3a) gefiel uns auf Anhieb. Sein Klang besitzt Substanz, Energie und eine angenehme Wärme, die Musik unmittelbar zugänglich macht. Einen wesentlichen Anteil daran hat das kräftige Bassfundament. Es reicht tief, vermittelt Druck und gibt rhythmisch geprägten Produktionen das nötige Gewicht, trägt dabei aber nicht so dick auf, dass Stimmen und Instrumente von einer permanenten Tieftonwolke überlagert würden.

Das ist die eigentliche Leistung dieser Abstimmung. Nothing setzt hörbar auf einen charaktervollen, keineswegs scheuen Bass, wahrt aber die Proportionen. Der Tiefton bleibt Teil des musikalischen Zusammenhangs. Er sorgt bei elektronischen Produktionen für körperliche Präsenz, gibt Bassgitarre und Schlagzeug in Rock-Aufnahmen Nachdruck und verleiht Orchester sowie großen Bühnenproduktionen ein glaubhaftes Fundament.

In den Mitten lässt der Nothing Ear (3a) ebenfalls kaum etwas vermissen. Stimmen erscheinen körperhaft, verständlich und nuanciert, Solo-Instrumente behalten ihren individuellen Ausdruck und werden nicht bloß als helle Kontur vor einem mächtigen Bass abgebildet. Gerade akustische Aufnahmen profitieren davon, dass der Kopfhörer Klangfarben nicht glattbügelt. Er löst ausreichend fein auf, ohne aus jeder Aufnahme eine Demonstration technischer Detailarbeit zu machen.

Die Höhen schließen sauber und klar an, setzen genügend Akzente für Offenheit und Struktur, vermeiden im Normalfall aber eine aggressive Schärfe. Dadurch bleibt der Ear (3a) auch bei kräftig produzierter Rock- und Popmusik angenehm. Zugleich besitzt er genug Durchzeichnung, um Streicher, Blechbläser, Raumanteile und feine elektronische Texturen glaubhaft herauszuarbeiten.

Seine räumliche Darstellung ist für einen kompakten True Wireless In-ear Kopfhörer überzeugend. Der Ear (3a) sortiert Stimmen und Instrumente nachvollziehbar, hält auch dichtere Arrangements zusammen und lässt das Geschehen nicht unmittelbar an den Ohren kleben. Statisches Spatial Audio kann die Bühne weiter aufziehen, klanglich am geschlossensten und natürlichsten wirkte der Kopfhörer für uns jedoch in konventionellem Stereo.

Vor allem aber ist der Nothing Ear (3a) kein Spezialist für eine eng umrissene Musikrichtung. Elektronik, akustische Singer-Songwriter-Aufnahmen, Rock, Pop, Musical und Klassik funktionieren gleichermaßen. Diese Vielseitigkeit, gepaart mit seinem unkomplizierten, aber nicht oberflächlichen Charakter, macht ihn zu einem ausgesprochen angenehmen Begleiter.

Unsere Hörbeispiele

Yello – „Till Tomorrow (feat. Till Brönner)“ aus „Touch Yello“

Die tiefen elektronischen Impulse dieses Titels zeigen sofort, wie selbstbewusst der Nothing Ear (3a) im Bass auftritt. Das Fundament besitzt Kraft und Volumen, bleibt aber sauber genug, damit Till Brönners Trompete mit ihrer charakteristischen Farbe und feinen räumlichen Staffelung bestehen kann. Der Kontrast zwischen synthetischer Tiefe und dem organischen Blasinstrument gelingt erstaunlich stimmig.

Green Day – „Boulevard of Broken Dreams“ aus „American Idiot“

Hier zählen Druck, Gitarrenkörper und ein stabiler rhythmischer Fluss. Der Ear (3a) gibt der Bassdrum genügend Gewicht und lässt die Gitarren satt erscheinen, ohne Billie Joe Armstrongs Stimme im Arrangement zu begraben. Die Produktion wirkt kompakt und energisch, behält aber auch in dichteren Passagen ihre Übersicht.

Simple Minds – „Don’t You (Forget About Me)“ aus „Acoustic“

Die akustische Neuinterpretation lebt stärker von Stimme, Saiten und Raum als von der monumentalen Wirkung des bekannten Originals. Der Nothing Ear (3a) stellt Jim Kerrs Stimme glaubhaft und körperhaft dar, zeichnet die Gitarren sauber nach und wahrt den Zusammenhang der Aufnahme. Gerade hier wird deutlich, dass sein kräftiger Bass nicht auf Kosten der Mitten geht.

Depeche Mode – „Enjoy the Silence“ aus „Violator“

Dieser Titel fordert eine klare Ordnung zwischen elektronischen Flächen, prägnanter Rhythmik und Dave Gahans Stimme. Der Ear (3a) liefert das nötige Tieftongewicht, hält die synthetischen Strukturen kontrolliert und gibt der Stimme genügend Präsenz. Die Wiedergabe besitzt Drive, ohne in eine überzogene Effektshow zu kippen.

Mel Parsons – „Far Away“ aus „Drylands“

Bei dieser Aufnahme rücken Natürlichkeit, Intimität und die feinen Abstufungen der Stimme in den Mittelpunkt. Der Nothing Ear (3a) vermittelt Mel Parsons’ Gesang mit angenehmer Wärme, lässt aber auch Artikulation und Atem hörbar. Die Begleitung bleibt klar umrissen und fügt sich organisch ein, anstatt in Bass und Hochton zerlegt zu werden.

Bette Midler – „Hello, Dolly!“ aus „Hello, Dolly! (New Broadway Cast Recording)“

Eine große Broadway-Produktion verlangt Übersicht, Dynamik und Freude am musikalischen Überschwang. Der Ear (3a) nimmt diese Einladung gerne an: Bette Midlers Stimme steht präsent im Zentrum, das Ensemble behält Farbe und Bewegung, und der kräftige Grundton verleiht der Bühne Format. Trotz des dichten Geschehens bleibt die Darbietung nachvollziehbar gestaffelt.

Nightwish – „Dead to the World“ aus „Century Child“

Massive Gitarren, Schlagzeug, orchestrale Elemente und zwei sehr unterschiedliche Stimmen können kompakte Kopfhörer rasch überfordern. Der Nothing Ear (3a) hält die Energie hoch und bewahrt dennoch genügend Ordnung. Das Bassfundament stützt die Wucht der Produktion, während Stimmen und melodische Linien nicht in der dichten Mischung verschwinden.

Jonas Kaufmann – „Le Cid, Acte III, Scène 3: ‚Ah! tout est bien fini!… Ô souverain, ô juge, ô père‘“ aus „L’Opéra“

Mit Jonas Kaufmann muss der Ear (3a) zeigen, ob er neben Kraft auch feine dynamische Entwicklungen, vokale Farbe und orchestrale Tiefe vermitteln kann. Die Stimme besitzt Körper und Ausdruck, bleibt klar fokussiert und hebt sich glaubhaft vom Orchester ab. Der Kopfhörer macht aus der Arie kein analytisches Prüfstück, sondern bewahrt ihre Spannung und emotionale Größe – ein überzeugender Beleg dafür, dass ihm auch Klassik hörbar Freude bereitet.


Die wichtigsten Vorteile im Überblick

  • Unverwechselbares Design: Transparente Elemente geben Earbuds und Ladecase einen eigenständigen, eleganten Auftritt.
  • Sehr überzeugender Klang: Das kräftige Bassfundament verbindet sich mit glaubhaften Mitten und klaren Höhen zu einem harmonischen Ganzen.
  • Breite musikalische Eignung: Elektronik, Rock, Pop, akustische Musik, Musical und Klassik funktionieren gleichermaßen überzeugend.
  • Hervorragende App: Die Nothing X App ist übersichtlich, schnell eingerichtet und bietet mit 8-Band Equalizer und EQ Library ungewöhnlich viel Spielraum.
  • Hi-res Audio Wireless: LDAC ermöglicht mit kompatiblen Quellgeräten eine Übertragung mit bis zu 24 Bit 96 kHz.
  • Alltagstaugliche Ausstattung: Adaptives ANC, Transparenzmodus, Dual Connection und Druckgesten erleichtern den täglichen Einsatz.
  • Außerordentlich kompaktes Case: Das kleine Ladecase passt bequem in die Tasche und erweitert die Laufzeit auf bis zu 42 Stunden.
  • Attraktives Preis-Leistungsverhältnis: Für € 99,- bietet der Nothing Ear (3a) ein bemerkenswert vollständiges und klanglich starkes Gesamtpaket.

FAQ zum Nothing Ear (3a)

  • Für wen eignet sich der Nothing Ear (3a)?

    Der Nothing Ear (3a) empfiehlt sich für Hörer, die einen charaktervoll und kräftig abgestimmten True Wireless In-ear Kopfhörer mit eigenständigem Design, sehr guter App und umfangreicher Alltagsausstattung suchen. Er ist kein nüchternes Analysewerkzeug und auch kein Spezialist für maximal mögliche Geräuschunterdrückung, bietet für € 99,- aber ein bemerkenswert stimmiges Verhältnis aus Klang, Bedienung, Ausstattung und Laufzeit.

  • Wie holt man klanglich das Beste aus dem Nothing Ear (3a)?

    Entscheidend ist zunächst die richtige Größe der Ohrstöpsel, denn nur eine saubere Abdichtung ermöglicht das vorgesehene Bassfundament und eine wirksame Geräuschunterdrückung. Vier Größen von XS bis L liegen bei. Anschließend kann die Abstimmung über die Presets des Simple EQ oder den 8-Band Equalizer an den eigenen Geschmack angepasst werden; wer eine kompatible Google Android Quelle verwendet, kann zusätzlich LDAC aktivieren.

  • Kann man den kräftigen Bass reduzieren oder weiter anheben?

    Ja. Der Nothing Ear (3a) ist ab Werk bewusst druckvoll abgestimmt, lässt sich über die Nothing X App aber deutlich verändern. Der Simple EQ bietet unter anderem Balanced, More Bass und More Treble, während der 8-Band Equalizer gezielte Korrekturen ermöglicht. Eigene Klangprofile können gespeichert werden, weitere Profile stehen in der EQ Library bereit.

  • Wie gut funktionieren ANC und Transparenzmodus im Alltag?

    Das adaptive Active Noise Cancelling reduziert vor allem gleichförmige Störgeräusche wirksam und bietet drei wählbare Intensitätsstufen. Es schafft unterwegs, im Büro oder in öffentlichen Verkehrsmitteln eine angenehm ruhigere Grundlage für Musik, erreicht aber nicht die nahezu vollständige Abschirmung deutlich teurerer Spitzenmodelle. Der Transparenzmodus empfiehlt sich, wenn Durchsagen, Verkehr oder Gespräche weiterhin wahrnehmbar bleiben sollen.

  • Kann der Nothing Ear (3a) mit Smartphone und Computer gleichzeitig verbunden bleiben?

    Ja. Bluetooth Multipoint wird als Dual Connection umgesetzt und hält zwei kompatible Quellgeräte parallel verbunden. Dadurch kann man beispielsweise Musik am Computer hören und einen eingehenden Anruf am Smartphone übernehmen, ohne den Kopfhörer zuvor neu koppeln zu müssen. Aktiviert und verwaltet wird die Funktion über Nothing X.

  • Reicht die Akkulaufzeit für einen ganzen Tag?

    Ohne ANC nennt Nothing bis zu zehn Stunden Wiedergabe mit den Earbuds, mit ANC bis zu sechs Stunden. Das Ladecase erhöht die Gesamtlaufzeit auf bis zu 42 beziehungsweise 25 Stunden. Bei aktiviertem LDAC sinkt die Laufzeit auf bis zu sechs Stunden ohne und 4,5 Stunden mit ANC. Fünf Minuten Schnellladen sollen Energie für eine weitere Stunde Wiedergabe bereitstellen.

  • Eignet sich der Nothing Ear (3a) für Sport und Reisen?

    Mit 4,53 g pro Earbud, Ohrstöpseln in vier Größen und IP54-Schutz eignet sich der Nothing Ear (3a) gut für den mobilen Alltag, Reisen und Training. Earbuds und Ladecase sind gegen Staub und Spritzwasser geschützt, dürfen jedoch nicht untergetaucht werden. Das besonders flache und leichte Case lässt sich zudem bequem in einer Hosen- oder Jackentasche mitführen.

  • Wozu dienen Audio Snapshot und Call Recording in der Praxis?

    Audio Snapshot kann per Druckgeste bis zu eine Minute eines laufenden Podcasts, Vortrags oder anderen Audioinhalts sichern. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, rückwirkend die vorherigen 30 Sekunden festzuhalten, wenn eine interessante Passage bereits vorüber ist. Call Recording zeichnet Telefonate oder Meetings bis zu zwei Stunden auf und informiert alle Beteiligten zu Beginn akustisch. Die Dateien werden mit Nothing X synchronisiert und können dort wiedergegeben, bearbeitet, geteilt und transkribiert werden. Verfügbarkeit und zulässige Nutzung richten sich nach Region, Quellgerät, Software und den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben.

Preis und Verfügbarkeit

Der Nothing Ear (3a) ist in den Farben Schwarz, Weiß, Gelb und Pink erhältlich. Der reguläre Preis beträgt € 99,-. Angeboten wird das Modell direkt über Nothing sowie über ausgewählte Handelspartner.

Fazit

Der Nothing Ear (3a) zeigt, wie viel Überzeugungskraft ein konsequent gedachtes Produkt entfalten kann, ohne in einer höheren Preisklasse antreten zu müssen. Nothing beginnt bei einer kleinen, plastikfreien Kartonverpackung, setzt die eigene transparente Design-Linie bis ins kompakte Ladecase fort und liefert mit der Nothing X App eine Bedienung, die vom ersten Moment an Freude macht.

Vor allem aber stimmt der Klang. Der Ear (3a) spielt voll, satt und mit einem kräftigen Fundament, verliert dabei jedoch weder die Mitten noch die Höhen aus dem Blick. Stimmen wirken glaubhaft, Solo-Instrumente nuanciert, dichte Arrangements bleiben geordnet. Damit eignet er sich nicht nur für jene elektronischen, Rock- und Pop-Produktionen, die von seinem Bass profitieren, sondern ebenso für akustische Musik, Musical und Klassik.

Natürlich kann hier die adaptive Geräuschunterdrückung nicht mit jener kostspieliger Spitzenmodelle der Branchengrößen in diesem Bereich mithalten, und statisches Spatial Audio ist eher ein unbedeutendes Detail als ein wirklicher Kaufgrund. Nichts davon verändert jedoch das Gesamturteil. Für € 99,- bietet der Nothing Ear (3a) einen eigenständigen, klanglich bemerkenswert guten und im Alltag hervorragend zugänglichen True Wireless In-ear Kopfhörer. Eine zweifelsfreie Empfehlung mit sehr attraktivem Preis-Leistungsverhältnis.

ProduktNothing Ear (3a)
Preis€ 99,-

Technische Daten Nothing Ear (3a)

ProduktNothing Ear (3a)
CharakterisierungTrue Wireless In-ear Kopfhörer mit Hi-res Audio Wireless, LDAC, adaptivem ANC, App-Steuerung und Ladecase
BauformTrue Wireless In-ear
TreiberDynamischer 12 mm Treiber mit PMI- und TPU-Membran
Impedanz32 Ohm
Frequenzbereich20 Hz bis 40.000 Hz
Audio-FeaturesHi-res Audio Wireless, LDAC, statisches Spatial Audio, Simple EQ mit vier Presets, 8-Band Equalizer, EQ Library
CodecsSBC, AAC, LDAC
GeräuschunterdrückungWideband Active Noise Cancelling mit bis zu 45 dB und Wirksamkeit bis 5 kHz, drei ANC-Stufen, Transparenzmodus
MikrofoneSechs Mikrofone insgesamt, drei MEMS-Mikrofone je Earbud, AI ENC und Clear Voice Technology für Telefonate
BluetoothBluetooth 6.0, bis zu 15 m Reichweite, Bluetooth Multipoint über Dual Connection
KompatibilitätApple iOS 13 und höher, Google Android 8.0 und höher
KomfortfunktionenGoogle Fast Pair, Microsoft Swift Pair, Low Latency Mode, In-ear Erkennung, Find My Earbuds mit Anzeige der Position der letzten Verbindung
AppNothing X App für Apple iOS und Google Android; Simple EQ, 8-Band Equalizer, EQ Library, Steuerung, Audioprofile, Dual Connection, Verwaltung von Aufnahmen und Firmware-Updates
SonderfunktionenAudio Snapshot mit bis zu 1 Minute beziehungsweise rückwirkend 30 Sekunden, Call Recording bis zu 2 Stunden, 32 MB Speicher, Synchronisation und Transkription über Nothing X
BedienungDruckgesten für Wiedergabe, Titelsprung, Lautstärke, ANC, Audio Snapshot und Call Recording; individuell anpassbar über Nothing X App
SchutzklasseIP54 für Earbuds und Ladecase
AkkusEarbuds je 55 mAh, Ladecase 500 mAh
Laufzeit AACBis zu 10 Stunden ohne ANC, bis zu 6 Stunden mit ANC; mit Ladecase bis zu 42 Stunden ohne ANC beziehungsweise 25 Stunden mit ANC
Laufzeit LDACBis zu 6 Stunden ohne ANC, bis zu 4,5 Stunden mit ANC
GesprächszeitBis zu 6 Stunden ohne ANC, bis zu 4,5 Stunden mit ANC; mit Ladecase bis zu 25 Stunden ohne ANC beziehungsweise 18 Stunden mit ANC
LadenUSB-C, vollständige Ladung in bis zu 70 Minuten
Schnellladen5 Minuten für bis zu 1 Stunde Wiedergabe; 10 Minuten mit Ladecase für bis zu 10 Stunden Wiedergabe
Abmessungen Earbuds31,2 x 21,7 x 24 mm
Gewicht Earbuds4,53 g je Earbud
Abmessungen Ladecase64,8 x 48,95 x 22,8 mm
Gewicht Ladecase40,92 g
Gesamtgewicht49,98 g
Materialien und KonstruktionTransparente Gehäuse, MIM-Antenne, verdeckter Magnetverschluss, Edelstahl-Scharnier, Ohrstöpsel aus Flüssigsilikon in XS, S, M und L
Statusanzeige1×3-LED-Anzeige für Akku, Laden, Kopplung und Systemstatus
FarbenSchwarz, Weiß, Gelb, Pink
NachhaltigkeitPlastikfreie Verpackung, Endmontage mit 100 Prozent erneuerbarer Energie, 100 Prozent recyceltes Lötzinn auf dem Mainboard, CO2-Fußabdruck 2,8 kg CO2e
LieferumfangZwei Earbuds, Ladecase, vier Paar Ohrstöpsel, Sicherheits- und Garantieinformationen, Kurzanleitung

sempre audio Award Exzellent

Der Nothing Ear (3a) zeigt, dass ein True Wireless In-ear Kopfhörer für € 99,- weder beliebig aussehen noch klanglich Durchschnitt sein muss. Sein kräftiges, tief reichendes Bassfundament verleiht Musik Substanz und Energie, während glaubhafte Mitten und klare Höhen dafür sorgen, dass Stimmen, akustische Instrumente und komplexere Arrangements ebenso überzeugend zur Geltung kommen. Verantwortlich dafür sind ein 12 mm Treiber, Bluetooth 6.0 mit AAC oder LDAC und ein adaptive Geräuschunterdrückung. Zusammen mit dem ausgesprochen kompakten Ladecase, der hervorragenden Nothing X App und langer Akku-Laufzeit entsteht ein ebenso eigenständiges wie alltagstaugliches Gesamtpaket, das wir in dieser Klasse mit Überzeugung empfehlen können.


Positiv

  • Voller, satter und über die gesamte Bandbreite stimmiger Klang
  • Kräftiges, gut eingebundenes Bassfundament
  • Glaubhafte Stimmen- und Instrumentenwiedergabe
  • Eigenständiges transparentes Design
  • Sehr kompaktes Ladecase
  • Vorbildlich übersichtliche Nothing X App
  • LDAC, adaptives ANC und Dual Connection
  • Sehr attraktives Preis-Leistungsverhältnis
  • Konsequente, plastikfreie Kartonverpackung

Negativ

  • Statisches Spatial Audio bleibt Geschmacksache

Testumgebung

  • Apple iPhone 14 Pro
  • FiiO JM21 Portable High Resolution Music Player
  • Qobuz
  • NUCLEUS+ für Roon
  • Roon App
  • Roon ARC App
MarkeNothing Technologies Limited
HerstellerNothing Technologies Limited
VertriebNothing Technologies Limited
Mehr zu diesem Hersteller bei sempre-audio.at

WERTUNG

KLANG - 8
DESIGN - 8
BEDIENUNG - 8
PREIS/LEISTUNG - 8

8

EXZELLENT

Der Nothing Ear (3a) begeistert mit einem kräftigen, dennoch stimmigen Klangbild, einem unverwechselbaren transparenten Design und vorbildlich einfacher Bedienung. Seine Kombination aus LDAC, adaptivem ANC, langer Laufzeit und exzellenter App macht ihn zu einem der attraktivsten True Wireless In-ear Kopfhörer seiner Preisklasse.

User Rating: 4.85 ( 2 votes)

Über
Nothing Technologies Limited
Quelle
Nothing Technologies Limited

Michael Holzinger

Michael Holzinger, Gründer und Chefredakteur von sempre-audio.at | Der HiFi Blog - Das HiFi Magazin und HiFi BLOG, ist seit Jahrzehnten als Journalist in den Bereichen IT, Fotografie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik tätig. Mit den Magazinen HiFi.Luxury sowie the LUXURY HOME guide begründete er zudem zwei weitere Plattformen, die für modernen, exquisiten Lebensstil stehen.

Weitere Artikel

Lassen Sie uns Ihre Meinung wissen...

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"